Leo Abt - Der Score

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In einer nahen Zukunft, das Scoring aller Bürger ist Wirklichkeit geworden, üben die Algorithmen der Auskunfteien eine subtile Herrschaft über die Menschen aus. In diesem Umfeld kämpft der ehemalige Richter Schönherr um eine gute Schule für seine Nichte Lisa, für die er seit dem Tod des Bruders sorgt. Als Lisa aufgrund ihres desolaten Scores von der Schlossberg Academy abgelehnt wird, sieht Schönherr keinen anderen Ausweg, als ihr Leben in die Hände der Score-Optimierer zu legen.

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Sofort änderte sich der Bildschirm, es erschienen neue Kurven mit bedrohlichen Ausschlägen. Thiel sagte, dass Lisas Aggressionsrisiko gegen sich und andere, prognostiziert für die Pubertät, erheblich sei und von der Schlossberg nicht toleriert werden könne.

»Herr Thiel, Sie können das Licht jetzt wieder einschalten.«

Bevor Hoffmann weiterredete, rutschte er ganz nach vorn auf die Sesselkante, als sei eine unbequeme Sitzhaltung das mindeste, was er seinem Gast schuldete.

»Glauben Sie mir, Doktor Schönherr, es tut mir in der Seele weh, weil Lisa ja ein ganz außergewöhnliches Mädchen ist. Aber bedenken Sie meine Lage: Das Handeln des Präsidenten der Schlossberg Academy ist an das Wohl der Studierenden und an den Erfolg der Akademie geknüpft.«

»Und jetzt denken Sie, Lisa ist der Teufel und würde das Ende der Schule bedeuten?« giftete Schönherr, der längst begriffen hatte, dass hier und heute nichts zu holen war.

Hoffmann schüttelte den Kopf und verneinte. »Wir kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass die Schlossberg den besonderen Begabungen ihrer Nichte nicht gerecht wird.«

Hoffmann fand weitere Floskeln, Lisas statistische Defizite in Fähigkeiten zu verwandeln und die Schuld rhetorisch auf die Kappe der Schule zu nehmen. Dann sah er Schönherr verständnisvoll an. Die Generation, der sie beide angehörten, war ganz ohne den Score ausgekommen, und neben seiner Verantwortung als Schulleiter schien er auch den Wunsch zu verspüren, sich mit Schönherr gegen diese selbstgerechten Thiels zu verbünden. Nachdem er erneut in die Herstellung seiner Wortschlangen eingetaucht war, vielleicht auf der Suche nach einem freundlichen, verständigen, weniger tadelnden Blick seines Gastes, redete und redete, erhob sich im Hintergrund Thiel.

»Ich müsste dann mal«, sagte er und winkte ungeduldig.

Hoffmann schien bemüht, seinen halben Gedanken nicht aus dem Kopf zu verlieren, nickte kurz, tippte sich ans Handgelenk und raunte: »Nach dem Mittagessen, vierzehn Uhr, wegen der Fördersache?«

Als Hoffmann mit seinem Gast allein war und auf immer neue Art die Zwänge beschrieb, die ihn an der Durchsetzung seines an sich ja guten Willens hinderten, musste Schönherr an eine Frau in Lila denken, die im Fernsehen neulich vor den Ansteckungsgefahren des Scores gewarnt hatte. Sie war als Leiterin eines Institutes mit einem sehr langen Namen vorgestellt worden. Er hatte das Interview mit der Aufmerksamkeit desjenigen verfolgt, der den Fernseher als Schlaftablette benutzt, dennoch war ihm in Erinnerung geblieben, dass die Forscherin medizinisches Vokabular benutzt hatte. Von Infizierten hatte sie gesprochen, Seuche und Scorebut . Der Score reagiere empfindlich auf das soziale Umfeld. Ob Hoffmann in Wirklichkeit fürchtete, dass Lisa ihre Mitschüler anstecken könnte? Vielleich lag das Problem bei den Eltern, die viel Geld bezahlten und dafür einen makellosen Score ihrer Liebsten erwarteten?

Während Schönherr überlegte, ob es klug sei, das Thema Ansteckung anzusprechen, steckte plötzlich Frau Schäfer den Kopf durch die Tür, um den Schulleiter an seinen nächsten Termin zu erinnern.

Hoffmann wirkte erleichtert und war sofort bereit, zum Ende zu kommen. Er schnaufte und stöhnte, dass man soweit alles besprochen habe. Dann blieb ihm nur der nochmalige Hinweis auf seine gebundenen Hände.

*****

Als Schönherr das Vorzimmer betrat, wartete Frau Schäfer mit Lisa an der Seite. Sie hatte die letzten Worte, die in Hoffmanns Büro gesprochen worden waren, bei angelehnter Tür mitgehört und wusste, dass es für Lisa nicht gut ausgegangen war. Ihr Angebot, sie beide nach unten zu begleiten, lehnte Schönherr schroff ab. Er hatte es nie vermocht, eine sonnige Fassade überzustreifen, wenn sich seine Gedanken zu Fäusten ballten. Mit finsterer Miene zog er Lisa durch die Gänge. Er wollte schnell hinaus, musste aber noch an Edward vorbei, und der Gedanke, ihm einen schönen Tag zu wünschen, obwohl ihm der Tag des Jungen scheißegal war, der Gedanke, auch nur ein einziges Wort zu reden, bevor er zu Hause die Tür hinter sich zuziehen konnte, und der Gedanke, Lisa versprechen zu müssen, dass er eine viel bessere Schule für sie finden werde, ließen ihn immer zorniger werden.

Lisa musste rennen, um hinterherzukommen. Sie schien eine schöne Zeit mit Selina gehabt zu haben, denn sie sang ausgelassen vor sich hin.

»Wer zuerst da ist -«, rief sie und rannte los.

Schönherr deutete lustlos ein paar Laufschritte an, ließ sie gewinnen und während sie am Ende des Flurs wie eine richtige Siegerin die Arme in die Luft riss, da kamen ihm Thiels Kurven und der ganze Score falsch und lächerlich vor. Alberne, naive, blöde Computerprogramme, die keinen anderen Zweck hatten, als ihm das Leben schwer zu machen.

Um zu vermeiden, dass er sich den Rest des Tages ungerecht und launisch benahm, beschloss er, gleich raus in die Südstadt zu fahren, wo Lisa mit den Jungs spielen und er bei einem Bier mit seiner Schwester überlegen konnte, was als nächstes zu tun sei.

»Schönen Tag noch«, grunzte er, als er wie ein Schatten an Edward vorbeiwischte, in der Hoffnung, dem fröhlichen Abschiedsprotokoll der Schlossberg Academy zu entkommen. Doch bevor er die Tür zur frischen Luft erreichte, rief ihm Edward hinterher: »Doktor Schönherr, Doktor Schönherr, bitte Sie zu warten, Doktor Schönherr!« Der Junge winkte mit einem Telefonhörer in der Hand.

Frau Schäfer war am anderen Ende und bat Schönherr, nochmal kurz nach oben zu kommen, sofern es seine Zeit erlaubte.

Schönherr bat Lisa kurz bei Edward zu warten. Im Vorzimmer angekommen schickte Frau Schäfer ihn gleich in Hoffmanns Büro, wo der Schulleiter, bemantelt und offenbar im Gehen begriffen, einen dieser breitkrempigen Schwarzweißhüte vom Anfang des letzten Jahrhunderts in der Hand hielt.

»Vielen Dank, dass Sie nochmal ... Es geht um Folgendes«, sagte Hoffmann und schloss vorsichtshalber die Tür zum Vorzimmer. »Erfahrungsgemäß ist es so, dass jedes Jahr zwei oder drei Bewerber beziehungsweise Bewerberinnen nachrücken. Manchmal muss eine Familie kurzfristig umziehen oder aus anderen Gründen. Ich kann Lisa - sofern Ihnen das recht ist - ganz oben auf die Warteliste setzen. Ob jemand nachrückt und wie viele, das entscheidet sich leider immer erst kurz vor Beginn des Schuljahres. Ich kann also nichts hundertprozentig versprechen. Was für uns wirklich wichtig wäre, ist, dass sich ihr Score bis dahin normalisiert hat. Ich weiß, was sie alles durchmachen musste, ich kenne Lisas besondere Umstände. Die Schlossberg ist aus diesem Grund bereit, Ihnen und Ihrer Nichte entgegenzukommen. Wir verlangen keinen Spitzenscore, aber eine deutliche Verbesserung. Lassen Sie es mich klipp und klar sagen: Lisas F-Reihe muss medizinisch unbedenklich sein. Dann, denke ich, finden wir eine Lösung.«

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