Leo Abt - Der Score

Здесь есть возможность читать онлайн «Leo Abt - Der Score» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Score: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Score»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In einer nahen Zukunft, das Scoring aller Bürger ist Wirklichkeit geworden, üben die Algorithmen der Auskunfteien eine subtile Herrschaft über die Menschen aus. In diesem Umfeld kämpft der ehemalige Richter Schönherr um eine gute Schule für seine Nichte Lisa, für die er seit dem Tod des Bruders sorgt. Als Lisa aufgrund ihres desolaten Scores von der Schlossberg Academy abgelehnt wird, sieht Schönherr keinen anderen Ausweg, als ihr Leben in die Hände der Score-Optimierer zu legen.

Der Score — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Score», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Den was?«

»Round Square-IDEALS? International understanding, Democratic governance and justice, Environmental stewardship, Adventure, Leadership, Service to others.«

Schönherr verdrehte die Augen.

»Wir bemühen uns, wertebewusste und anspruchsvolle Rahmenbedingungen für die umfassende Persönlichkeitsentwicklung aller Schlossbergianerinnen und Schlossbergianer zu setzen. Nun, was machen wir besser als andere Schulen?«

Hoffmann räusperte sich, doch dann endlich schien er den Einstieg in eine oft gehaltene Rede gefunden zu haben.

»Ich spreche nicht allein von einer exzellenten Ausbildung in den klassischen Formaten. Alle unabhängigen Studien bescheinigen unseren Studierenden weit überdurchschnittliche Kenntnisse auf sämtlichen Gebieten, in den Sprachen und Naturwissenschaften, den Sozial- und Gesellschaftswissenschaften, auch im Hinblick auf die nicht minder wichtigen weichen Skills. Darüber hinaus steht bei uns die Vermittlung der Score-Kompetenz ganz oben auf der Agenda. Wir vermitteln fundierte Kenntnisse über die Arbeitsweise der Big-Data-Algorithmen, um unsere Schülerinnen und Schüler frühzeitig in die Lage zu versetzen, alle Informationssysteme routiniert und verantwortlich zu nutzen. Die Platzierung der Schlossberg in den einschlägigen Rankings, ist sie Ihnen bekannt?«

Schönherr nickte müde.

»Und das ist auch ein wichtiger Claim, den wir an uns selbst stellen. Denn eine umfassende Wissensvermittlung ist das A und O, die solide Grundlagenbasisvoraussetzung, damit unsere Schülerinnen und Schüler, damit jeder Einzelne und jede Einzelne die Chance erhält, den Weg und die Karriere einzuschlagen und das Ziel zu erreichen, den oder die oder das er oder sie oder es anstrebt. Mir ist kein einziger Absolvent unserer ... und keine Absolventin, pardon, unserer Einrichtung bekannt, die oder der nicht Außergewöhnliches auf seinem oder auf ihrem Gebiet leistet oder geleistet hat. Hinzu kommt, dass das Bildungs- und Erziehungskonzept der Schlossberg ganzheitlich gefasst ist. Dementsprechend werden nicht nur die kognitiven und intellektuellen Skills gefördert, sondern unsere Professorinnen und Professoren sorgen beständig auch für soziale, künstlerisch-kreative und sportliche Herausforderungen. Aber ich will noch auf einen dritten Punkt hinaus - ich habe Ihre Frage nicht vergessen, Doktor Schönherr -, einen dritten Punkt, der mir sehr wichtig ist. Die Gemeinschaft hier bei uns leistet nämlich auch auf einem anderen Gebiet Herausragendes. Ich rede von einem gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Führungsanspruch. Spiegel dieser Zielvorstellungen ist unsere Leitlinie, dass alle Schlossbergianerinnen und Schlossbergianer schon früh angehalten werden, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für sich selbst, Verantwortung für die engagierte Entwicklung der eigenen Kompetenzen und Interessen, aber auch Verantwortung für die Belange der Schulgemeinschaft und Verantwortung für die Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft.«

»Aha, der Zukunft sogar«, murmelte Schönherr, der keine Ahnung hatte, wovon Hoffmann redete. »Das ist beachtlich, aber könnten wir zurückkommen auf ...«

»Vielleicht - oh, verzeihen Sie, nur diesen einen Gedanken noch - vielleicht ist Ihnen bekannt, dass wir praktisch keine Durchfaller haben? Wer zu uns kommt, macht ein Spitzenabitur. Die besten Universitäten im In- und Ausland bemühen sich um unsere Absolventinnen und Absolventen. Und hier komme ich zurück auf Ihre Frage. Worauf legen wir bei unseren Bewerberinnen und Bewerbern besonderen Wert? Ich will es Ihnen sagen -«

Der Schulleiter zog eine Spannungspause auf, die Schönherr beinahe ruiniert hätte, indem er die Augen verdrehte und leise stöhnte: »Bitte nicht.« Eine blöde, schwer zu kontrollierende Angewohnheit, seit er einmal als Jugendlicher von einem Zirkusclown (Humortyp: ADHS) aus den Zuschauerrängen geholt und gebeten worden war, auf einem Bein zu hüpfen und lustig in die Hände zu klatschen.

»Mit unserem exzeptionellen Anspruch an eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung, die individuelle Leistung eng mit sozialer Verantwortung verzahnt, sind wir mehr als andere Bildungseinrichtungen darauf angewiesen, dass die ... tja, die Mischung stimmt, wenn ich das einmal so salopp sagen darf.«

»Es tut mir leid, aber worauf wollen Sie eigentlich hinaus?« sagte Schönherr, auch wenn er das Gefühl hatte, dass ihm Hoffmann durch die Blume mitzuteilen versuchte, dass Lisa wohl nicht in die okkulte Mischung der Schlossberg passte.

»Ich will offen mit Ihnen reden. Ein Großteil unserer Schülerinnen und Schüler kommt aus der gehobenen Mittelschicht.«

»Was Sie nicht sagen.«

»Charakter-Building in dem umfassenden Anforderungsspektrum, wie wir es anstreben, braucht eine kräftige Basis -«

Der Schulleiter erhob sich von seinem Platz und ging zum Schreibtisch, wo eine Karaffe Wasser und ein leeres Glas standen. Während Hoffmann sich eingoss, redete er weiter: »Wir verlangen viel und müssen von Anfang an sichergehen, dass wir die richtige Umgebung für unsere Bewerberinnen und Bewerber sind. Viel genauer als andere Schulen haben wir darum ein Auge auf die weichen, die sozialen, die psychischen Kompetenzen. Zum Beispiel ist es für alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe obligatorisch, dass sie wenigstens zwei Jahre auf dem Campus wohnen und arbeiten. Zusammenleben auf begrenztem Raum, so lernen sie Höflichkeit, Rücksichtnahme, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Sie lernen früh, Verantwortung zu übernehmen, um zu führen. Aber nicht jede Anwärterin und nicht jeder Anwärter ist geeignet, diesen steinigen und anspruchsvollen Weg zu gehen. Wahre Verantwortungselite, wahre Verantwortungs kompetenz setzt eine charakterliche Eignung voraus, die belastbar sein muss, eine gewisse Robustheit und Stabilität im Bereich der Persönlichkeitsstruktur.«

»Sie meinen, Lisa wäre auf der Schlossberg überfordert?« fragte Schönherr skeptisch.

»Nicht, was die rein kognitiven und intellektuellen Kompetenzen anbetrifft. Die B-Reihe ihres Scores ist tadellos. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass wir ein besonderes Augenmerk auf die Frage legen, ob wir überhaupt das richtige Umfeld für die Bewerberin oder den Bewerber bieten können.«

Es fiel Schönherr schwer, den vagen Andeutungen des Schulleiters nachvollziehbare Gründe für die merkwürdigen Bedenken der Schule zu entnehmen. Woher will Hoffmann wissen, was das richtige Umfeld für Lisa ist?

»Die Angaben auf der Schulwebsite über das Auswahlverfahren sind sehr allgemein gehalten. Sie scheinen sich diesbezüglich einzig und allein auf die Score Holding zu verlassen?«

»Ja, das stimmt«, sagte Hoffmann, und als er bemerkte, wie sein Gast bedrohlich tief einatmete, wie um genug Sauerstoff für eine Explosion anzureichern, beeilte er sich festzustellen, dass nur auf diese Weise eine gerechte Auswahl aus der Vielzahl der Bewerbungen möglich sei.

»Keine Bewerbungsgespräche? Keine Tests?«

»Um Gottes willen!« rief Hoffmann und riss vor Schreck die Arme hoch. »Schriftliche und mündliche Prüfungen? Können Sie sich vorstellen, was hier los wäre? So viele Anwälte können wir gar nicht bezahlen. Nein, das geht nicht. Abgesehen davon, dass derartige Auswahlverfahren unseren eigenen Ansprüchen an Fairness und Objektivität keinesfalls gerecht würden, sind sie auch aus wissenschaftlicher Sicht längst überholt. Was würden wir denn damit in Erfahrung bringen? Was würden uns Tests oder Interviews über die Bewerberin oder den Bewerber sagen, was der Score nicht viel genauer und zuverlässiger misst?«

Schönherr schüttelte den Kopf, aber außer dem schwachen Wunsch, dass er jetzt gern über Lisa reden würde, hatte er nichts zu entgegnen.

»Richtig, Ihre Tochter Lisa«, sagte Hoffmann, als handelte es sich um eine Nebensache, die ihm kurz entfallen war.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Score»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Score» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Score»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Score» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x