Attila Heller - R.O.M.E.

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R.O.M.E.: краткое содержание, описание и аннотация

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"Manchmal ist es besser, man opfert einige wenige, als dass die gesamte Herde zerstreut wird und verloren geht."
Als Jakob Lemmon, Elitestudent und Mitglied der Future Group of Europe, ganz zufällig Zeuge dieser Aussage wird, ahnt er noch nicht, dass er die Folgen davon bald am eigenen Leib zu spüren bekommt. Plötzlich wird er gejagt von Terroristen und dem Staat bis in die entferntesten Winkel der Ostkarpaten, wobei ihn nur eines davon abhält aufzugeben: seine Liebe zu Beth Cohen. Gefangen zwischen einer blutrünstigen Mordserie und seinem Platz im System, stellt er sich jedoch schon bald die Frage, welche Rolle dieses Mädchen mit der roten Lockenmähne tatsächlich spielt und was der heilige Mythos, der ihn umgibt, damit zu tun hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit um Wahrheit, Freiheit und Gerechtigkeit beginnt, mit unabsehbaren Folgen …

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„Erinnere mich bloß nicht daran.“

„Tue ich aber!“

Jakob und Andrej grienten sich an.

„Komm, lass uns gehen. Wir sind eh schon spät dran.“

Andrej nickte und beide flitzten durch den Eingang ins Hauptgebäude. Sie wussten ganz genau, weswegen der Staat ihnen die Möglichkeit gab, an dieser Eliteschule zu studieren. Die Theodor-von-Meye-Universität diente nicht dem Zweck, auf jedermanns Hochzeit den perfekten Walzer zu tanzen, sondern bot einzig und allein die Möglichkeit, der Bestmögliche auf einem ganz speziellen Gebiet zu sein. Und das waren Andrej und Jakob zweifellos. Einmal im Kreise der Future Group of Europe aufgenommen, waren ihre Laufbahnen im System bereits vorprogrammiert. Alles andere war nur eine unwichtige Zugabe, die eben Allgemeinwissen verlangte.

Schnellen Schrittes gingen sie den ellenlangen und mit zahlreichen Bildern alter Studenten vollgehängten Flur entlang. Alles Studenten, die es in der Gesellschaft zu Ruhm und Ansehen gebracht hatten und diese nachhaltig beeinflussten. Frühere Eliteschüler, die in diesen Räumen die Schulbank gedrückt hatten und nun als Pioniere an der Wand hingen. Ihre wichtigste Aufgabe in diesen Gemäuern bestand darin, das Ego der aktuellen Ge neration zu impfen. Die Schüler sollten zu ihren Idolen aufschauen und den Wunsch entwickeln, durch Fleiß, Solidarität und Gehorsam genauso erfolgreich zu sein wie diese. Auch sie sollten ihren angestammten Platz in der Gesellschaft einnehmen und eines schönen Tages selbst als Foto im hellgrauen Gang dieser Universität hängen.

„Ich will nicht auf so ein Schwarzweißfoto“, sagte Jakob energisch, dabei die einzelnen Männer und Frauen auf den Lichtbildern betrachtend. „Und du?“

„Nein, aber mit einer Statue könnte ich eventuell leben.“

„Vielleicht …“, Jakob überlegte. „Vielleicht widme ich dir eines meiner nächsten Projekte: ein lebensgroßes Denkmal im Stile Michelangelos aus Marmor. Andrej der Starke.“

„Nur zu, tue dir keinen Zwang an. Nur zieh mir bitte was drüber, wenigstens einen Slip. Du weißt schon, warum. Wir wollen doch niemanden ernsthaft in erregbare Verlegenheit bringen.“ Andrej kicherte und Jakob war beeindruckt. Spielte dieser Kunstbanause etwa auf die weltberühmte Statue des jungen Davids an, die in der Galleria dell’Accademia mitten in Florenz stand?

Schließlich erreichten sie den riesengroßen Hörsaal der Universität. Wie bei einem zentral gelegenen Bahnhof im Knoten der öffentlichen Verkehrsbetriebe gingen von diesem Raum alle Korridore aus. Er war der Mittelpunkt der Eliteschule. Das gesamte Leben innerhalb dieser Mauern spielte sich in seinem Bereich ab. Die schräg aufsteigenden Ränge glichen dem Innenraum eines alten, antiken Kolosseums und gestatteten den Studenten eine perfekte Sicht auf die Tafel, die Leinwand und den Imperator höchstpersönlich. Die Akustik war beispiellos und sicherlich einzigartig für solch einen großen, circa fünfhundert Personen fassenden Saal wie diesen. Abgerundet wurde der architektonische Meisterbau von einer protzigen Glaskuppel, die alle anderen Bauten des Campus im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten stellte.

Jakob und Andrej hielten abrupt vor der geschlossenen durchsichtigen Flügeltür an. Sie lugten wortlos in den Saal. Die gesamte Elite hatte sich versammelt, wie es eben üblich war für solche Pflichtvorlesungen am Ende des Semesters.

Eine gewagte Gelegenheit, um unangenehm aufzufallen, stellte Jakob unerschrocken fest und öffnete bedächtig einen der beiden Türflügel. Dicht gefolgt von Andrej, trat er ein. Auf der Suche nach zwei leeren Plätzen spukten sie auf Zehenspitzen die hintere Reihe entlang. Ihre Mienen waren dabei kalt und regungslos, fast wie die Visagen zweier Berufsverbrecher vor dem Clou ihres Lebens. Doch in Wirklichkeit versteckte sich dahinter ihre bloße Angst vor einer öffentlichen Demütigung.

„Guten Tag, die Herren!“ Professor Friedmann hatte die beiden Nachzügler längst ausgemacht und vergeudete keinen Gedanken daran, sie sich ungeschoren setzen zu lassen. „Es freut uns alle sehr und insbesondere mich, dass Mr. Lemmon und sein Kompagnon Mr. Nikolajew sich die Ehre geben, der Vorlesung beizuwohnen.“

Andrej rollte mit seinen Augen. Er war genervt von den ständig übertriebenen Inszenierungen des Professors. Konnte der sie nicht einfach ignorieren und in Ruhe lassen?

„Es ist ja nicht so, dass Pünktlichkeit eine Tugend wäre, auf die ich oder unsere Schule besonderen Wert legen“, erklärte Friedmann mit trügerischem Unterton, „doch nun sind Sie ja glücklicherweise angekommen, sitzen bequem und haben bestimmt auch nichts dagegen einzuwenden, mich tatkräftig zu unterstützen, oder?“

Professor Emmerich Friedmann war ein Lehrmeister der Rhetorik. Er verstand es wie kein anderer, über einen simplen Satz seitenlange Aufsätze zu verfassen. Wenn er erst einmal aufblühte, von irgendetwas begeistert war und die Aussicht bekam, seinen Senf dazuzugeben, brachen alle Dämme.

„Also, sie zwei Helden“, sagte Friedmann ruhig, „kann mir einer von ihnen den Sinn und Zweck oder, besser noch, das Endziel dieser Universität erklären? Sie vielleicht, Mr. Nikolajew?“

Andrej schaute zu Jakob, dann an die Decke und letztlich mit zuckenden Achseln in Friedmanns Gesicht. Er hätte antworten können, tat es aber nicht. Er wollte dem primitiven Spielchen Friedmanns keine Nahrung geben und entschloss sich prompt zu schweigen. An ihm sollte sich der Professor nicht ergötzen können.

„Gut, dann beantwortet eben Mr. Lemmon meine Frage.“

Jakob stöhnte. Beobachtet von annähernd vierhundert Augenpaaren, überlegte er angestrengt, sodass seine Stirn in Falten stand. Schließlich rang er sich zu einer Antwort durch und legte los.

„Der eigentliche Sinn unserer Universität“, begann er, „besteht darin, besonderen Talenten die Möglichkeit zu geben, unter optimalen Bedingungen und unter der Vormundschaft des Staates ihre Gabe zu perfektionieren.“

„Zum Beispiel?“, fragte der Professor nach.

„Zum Beispiel Andrej. Ich kenne keinen Zweiten, der so exzellent den Ball behandelt wie er!“

„Der einfache Grund dafür könnte ihr Desinteresse am Basketball sein, Mr. Lemmon. Aber Sie haben durchaus Recht. Fahren Sie doch bitte fort.“

„Das Endziel ist, unsere Fähigkeiten zum Nutzen der Gesellschaft einzusetzen. Unsere Universität kann somit für jeden Einzelnen von uns das Sprungbrett in eine frohe und erfolgreiche Zukunft sein.“

Jakob griente. Von seinem aufmunternden Schlusssatz angetan, fühlte er sich schon auf der sicheren Seite, als der Professor tief Luft holte, die flache Hand auf das Pult knallte und so einen ohrenbetäubenden Lärm erzeugte.

„Falsch, Ihre Aussage ist falsch, Lemmon.“ Friedmann ließ jetzt die Förmlichkeiten außer Acht. „Die Theodor-von-Meye-Universität kann nicht nur das Sprungbrett sein, sie ist es bereits. Alle, die hier in diesem Hörsaal sitzen, haben sich bereits entschieden und sind gesprungen. Ja, sie sind alle ausnahmslos gesprungen, gesprungen in die Mitgliedschaft der Future Group of Europe!“

Friedmann war erbost. Er streckte seinen kleinen linken Finger senkrecht in die Höhe und verweilte in dieser Stellung.

„Schauen Sie sich diesen meinen Ring genauestens an. Ist das nicht der gleiche silbermatte Ring, mit demselben kantigen Wappen, den Sie auch tragen?“

Der Professor starrte fanatisch auf einen Studenten in der ersten Reihe, ein Bauernopfer, das schnellstmöglich mit dem Kopf zustimmend zu nicken begann.

„Sie alle tragen diesen Ring und haben sich demzufolge praktisch wie auch symbolisch an dieses System gebunden. Unser Staat bietet Ihnen, den Besten der Besten, eine ideale Grundlage, um in Ihrem Leben erfolgreich zu sein. Es wird von Ihnen nur verlangt, an dieser Gesellschaft teilzunehmen und sie in Verbundenheit mit dem System zu formen.“

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