Frank Buddrus - Bevor der Wecker läutet
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Die Haltestelle bot keine Möglichkeit, sich unterzustellen. Die Haare klebten an Heidemanns Gesicht, und ein stetes Rinnsal lief an der Nase vorbei auf seine Jacke, die inzwischen völlig durchnässt war. Es dauerte eine knappe halbe Stunde, da fuhr der nächste Bus vor. Der war alles andere als leer. Aussteigen wollte niemand. Gesichter und Körperhaltung der Fahrgäste versuchten eine bevorstehende Vergrößerung der Enge abzuwehren. Erst der traurige Anblick Sebastians veranlasste die Menge, Platz zu machen. Nicht aus Mitleid, sondern aus Furcht, nass zu werden oder einer ansteckenden Krankheit ausgesetzt zu werden. Lediglich ein kleiner drahtiger Typ Ende fünfzig zeigte sich unbeeindruckt und baute sich bedrohlich vor Sebastian auf.
>> Sebastian, wer auch sonst! << , bemerkte er abfällig. Wäre er nicht kleiner als Sebastian gewesen, er hätte abfällig auf ihn hinabgeschaut. Als Lehrer verstand er natürlich auch die Kunst, abfällig hinaufzuschauen.
>> Guten Morgen, Herr Probst << , entgegnete Sebastian mechanisch und suchte nach einer Stelle, um sich festzuhalten. Es war nicht das erste Mal, dass er seinem alten Lehrer im Bus begegnete. Probst war - wie Kramer - nie um eine Frotzelei verlegen. Sebastian fragte sich, mit welchem seiner Lieblingsfeinde er heute eigentlich keinen Kontakt haben würde. Stukenbrok stand ihm sicher noch bevor, schließlich würde er zu spät zur Arbeit kommen. Probst unterbrach seine Gedankengänge:
>> Es regnet draußen! << Sebastian verspürte ein wenig Aggression und war entgegen seiner Natur plötzlich nicht bereit, die Kraft, die es bedeuten würde, einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, aufzubringen.
>> Sehr scharfsinnig, Herr Probst, das habe ich Ihnen gar nicht zugetraut. << Probst war natürlich über die Reaktion erstaunt, ließ es sich aber nicht anmerken und konterte:
>> Das glaube ich gerne. Es beweist Deine Unfähigkeit, die Dinge richtig einzuschätzen. << Die Schlagfertigkeit beeindruckte Sebastian. Seine ausgezeichnete Logik versicherte ihm, dass man das Spielchen eine ganze Weile weitertreiben konnte. Deshalb unterließ er es, darauf einzugehen, sondern suchte einen anderen Weg, das ehemalige Abhängigkeitsverhältnis für beendet zu erklären.
>> Wie läuft’s auf der Arbeit? << Probst ärgerte sich über den Themenwechsel. Sein sportlicher Ehrgeiz hatte gehofft, schnell zu punkten und musste jetzt überlegen, ob das Unentschieden nicht doch akzeptabel war.
>> Gut, und selbst? <<
>> Auch gut. Danke der Nachfrage << , erwiderte Sebastian und freute sich, dass der erste Angriff seines ehemaligen Lehrers verpufft war. Er wollte das Niveau halten, zögerte einige Augenblicke und fragte ruhig:
>> Ist Frau Senkbiehl eigentlich noch im Dienst? << Probst verlor tatsächlich den Antrieb, das Spiel für sich entscheiden zu wollen. Während er auf den Knopf zum Aussteigen drückte, antwortete er:
>> Nein, in Pension. Seit letzten Sommer. <<
>> Ach ja, Sie müssen ja hier raus << , sagte Sebastian gespielt überrascht und ergänzte: >> Auf bald!“ <<
>> Ja, ja << , konnte Probst noch hervorbringen, war sich aber nicht sicher, ob es ihm im Tonfall der Überlegenheit oder der Resignation herausrutschte. Sebastian setzte sich auf einen freien Platz, schmiegte sich in die Rückenlehne und lächelte.
Heidemanns Lehrer
Als Peter Probst im Alter von fünf Jahren von seinem Onkel gefragt wurde, was er denn einmal werden wollte, antwortete er wie aus der Pistole geschossen:
>> Ich werde Polizist! <<
Seine Eltern klatschten in die Hände und freuten sich, dass ihr Kind kein Verbrecher werden wollte. Es lag schlicht und einfach an seiner Körpergröße, dass er am Ende auch kein Polizist wurde. Wenn Sebastian gewusst hätte, wie viel seinem Lehrer dieser Traum bedeutet hatte, er hätte sogar Mitleid mit ihm gehabt. Probst wollte aber nicht, dass es jemand wusste. Zur Aufnahmeprüfung wurde er nicht eingeladen, weil er die Mindestgröße um vier Zentimeter verfehlte. Er versuchte es im nächsten Jahr erneut, addierte auf dem Formular persönlicher Daten frech gleich sechs Zentimeter hinzu und hoffte, dass man es nicht ganz genau nehmen würde. Man nahm es ganz genau und stellte gleich noch fest, dass seine Wirbelsäule verkrümmt war und einer seiner Hoden unauffindbar im Bauchraum herumirrte. So erfuhr er gleichzeitig mit der Untauglichkeitsbescheinigung zum Polizisten auch von seiner Unfruchtbarkeit. P.P., wie er von seinen wenigen Freunden genannt und von seinen wenigen Feinden verspottet wurde, durfte als Belohnung für seine Ablehnung gleich zum Militär. Dort hatte man nichts gegen fast kleinwüchsige, krummrückige ewig Kinderlose.
>> Sehen Sie es mal so << , erläuterte ihm der Musterungsarzt trocken, dem er seine schicksalhaften Leiden anvertraute, >> wenn Sie kleiner sind, ist die Wahrscheinlichkeit auch kleiner, dass Sie getroffen werden. Wenn doch, dann hinterlassen sie wenigstens keine Waisen. << Der Arzt rechnete nicht damit, dass seine Worte tröstlich waren; im Grund rechnete er mit gar nichts und konnte sich nicht einmal an seiner Herzlosigkeit erfreuen. Probst absolvierte den Wehrdienst als Mustersoldat, erhielt etliche Belobigungen und wäre sogar dabeigeblieben, hätte man sich bei seiner Bewerbung zum Berufssoldaten mit der Interpretation seiner körperlichen Schwächen nicht doch eines anderen besonnen. Die Auswahlkommission, die von ihren Worten kein Protokoll anfertigte, sprach in einem Plädoyer über Abweichungen vom Gardemaß, von potentiellen Blößen gegenüber dem Feind und von einer eingeschränkten Vorbildfunktion, wenn man der Nation keine Nachkommen schenken konnte. Wenn er schon nicht das Böse bekämpfen durfte, so entschied Peter Probst, so würde er wenigstens das Gute hervorbringen und den kommenden Generationen Werte vermitteln.
Das Lehramtsstudium ging ihm flüssig von der Hand. Wären seine Größe und seine Initialen nicht immer wieder für einen Lacher gut gewesen, den nicht als Verletzung aufzufassen er nicht imstande war, und wäre er, ohne es bemerkt zu haben, nicht längst schon ein Menschenhasser geworden, vielleicht wäre er ein guter Lehrer geworden.
Heidemann kommt zu spät zur Arbeit
Heidemann arbeitete in der siebten Etage eines modernen Bürokomplexes. Der Weg zu seinem Schreibtisch führte durch eine Drehtür in die Lobby, wo Herr Gabel, der Pförtner, den Einlass überwachte, zum Fahrstuhl mit einer Tafel stets polierter Firmenschilder.
>> Sie sind wieder zu spät << , brüllte Herr Gabel, nachdem er sich versichert hatte, dass außer Heidemann und ihm niemand in der Lobby war.
>> Glauben Sie mir, das weiß ich, Herr Gabel << , entgegnete Heidemann in einer Mischung aus Freundlichkeit und Nervosität. Sollte die Chance bestehen, die Arbeit aufzunehmen, ohne dass seine Unpünktlichkeit bemerkt werden würde, so musste nun eine kleine Reihe von glücklichen Fügungen ihren Lauf nehmen. Am allerwichtigsten war, dass er Frau Schneider aus dem Weg gehen konnte. Das war praktisch nur möglich, wenn sie tot, in Urlaub oder gerade bei Stukenbrok im Büro war, um ihm einen seiner Wünsche von den Lippen abzulesen. So wenig, wie sie jemals krank war, so wenig würde sie tot sein, das wusste Heidemann. Urlaub stand seiner Erinnerung nach auch nicht an, obwohl sie ihm das nicht unbedingt auf den Bauch gebunden hätte. Als er den Fahrstuhl verließ und die Glastür durchschritt, die den Empfangsbereich der Firma eröffnete, da erkannte er mit geschultem Blick, dass Frau Schneider, die ihr Reich von einem der seitlich gelegenen Büros aus regierte, nicht am Platz war. Heidemann beschleunigte seine Schritte. Noch galt es, auch anderen Kollegen nicht zu begegnen, die weniger Taktgefühl als Gabel aufbrachten, wenn sie ihn unnötigerweise darauf aufmerksam machen wollten, dass er zu spät war. Glücklich erreichte er sein Büro, warf sich auf seinen Bürostuhl und startete den Rechner. Jetzt trennte ihn nur eine Sache davon, die Situation glücklich meistern zu können. Es durfte noch niemand an diesem Morgen seine Abwesenheit bemerkt haben. Das konnte nur auf drei Wegen erfolgen. Jemand wäre in seinem Büro gewesen; für den Fall würde er sagen, dass er, bevor er seinen Rechner gestartet habe, die Toilette aufgesucht hatte. Einen Anruf würde sein Telefon signalisieren. Das war nicht der Fall. Und auch der Rechner zeigte in seinem Postfach keine Nachricht, die darauf schließen ließ, dass jemand in der vergangenen Stunde vergeblich versucht hatte, ihn zu kontaktieren. Gerade wollte er sich entspannt zurücklehnen, da ging das Telefon. Stukenbrok persönlich. Heidemann fluchte laut. Wie hatte sein Chef bemerkt, dass er zu spät gekommen war? Hatte ihn doch ein Kollege erwischt und dann gepetzt? War es etwa Gabel gewesen? Nein, diese Gedanken waren abwegig. Heidemann nahm ab. Das Gespräch war sehr kurz.
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