Frank Buddrus - Bevor der Wecker läutet

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Bevor der Wecker läutet: краткое содержание, описание и аннотация

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>>Du bist ein Arschloch. Ich wünschte, Du wärst tot!>Es lohnt nicht, mit Dir darüber zu diskutieren!<<, hatte ihre erschöpfende Antwort gelautet. Hätte sie gewusst, dass er sie ebenso für ein Arschloch hielt, und hätte sie den Mut gehabt, ihn danach zu fragen, er hätte es ihr gesagt. Für ihn war sie selbst dann noch ein Arschloch, als beide nicht viel mehr als die schlechte Erinnerung verband.

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Heidemann bekommt einen Anruf

Als Sebastian noch vor dem Klingeln des Weckers wach wurde, wusste er nicht nur, dass der Tag ungewöhnlich begann, sondern auch, dass dieser ungewöhnlich verlaufen würde. Und er war sich auch ziemlich sicher, dass dies auch für die folgenden Tage gelten würde. Er sollte Recht behalten.

Sebastian kontrollierte den Wecker, der in demselben Augenblick zu piepen begann. Er stellte ihn ab und stieg relativ gut gelaunt aus dem Bett. Er erschrak nicht beim Anblick im Spiegel, fand saubere und gebügelte Kleidung und setzte einen ganz passablen Kaffee auf, den er schmerzfrei hinunterkippte. Dann ging das Telefon. Während er sich dem bimmelnden Gerät näherte, überlegte Sebastian, wann er zuletzt zu so früher Stunde einen Anruf bekommen hatte. Ihm fiel keine einzige Gelegenheit ein. Fast schon wollte er wegen des merkwürdigen Morgens ein freundliches Schmunzeln aufsetzen, da erkannte er die Nummer seiner Ex-Frau. Solche Telefongespräche hatten sich selbst in günstigsten Fällen schlimmer erwiesen als der schlimmste Morgen. Fast so schlimm wie die Ehe selbst, die genau vier Jahre, zwei Monate und fünfundzwanzig Tage angedauert hatte, bevor sie vor über zwölf Monate geschieden worden war. Zwölf Monate, die nicht ausgereicht hatten, Sebastian von dem Martyrium der Ehe restlos zu befreien. Einer Ehe als Meilenstein des Lebens, dem er keinen positiven Aspekt abzugewinnen in der Lage war. Er nahm den Hörer ab.

>> Du weißt, was heute für ein Tag ist? << , fragte die quäkige Stimme vorwurfsvoll, noch bevor Sebastian ein Wort sagen konnte. Er überlegte. Er war versucht, zu sagen, dass es bis jetzt ein recht schöner Tag gewesen war, verkniff sich dies aber, weil er wusste, dass sie kein Verständnis und noch weniger Humor für solche Aussagen aus seinem Mund hatte. Er antwortete, bevor die Stille zu lang wurde:

>> Nein, was meinst Du? << Natürlich sagte sie ihm nicht einfach, was sie meinte.

>> Das sieht Dir wieder mal ähnlich. Bin ich froh, dass ich Dich los bin. << Sebastian schoss die Verwunderung darüber durch den Kopf, dass sie ihn anrief, obwohl sie mit ihm nichts zu tun haben wollte. Zum Anfeinden war er noch ganz gut, dachte er. Die Zeit des Streitens war für ihn aber lange vorbei. Freundlich entgegnete er:

>> Mal im Ernst, was meinst Du? <<

>> Du weißt es wirklich nicht? << , fragte sie deutlich aggressiver und deutlich quäkiger.

>> Nein, ich käme nicht auf die Idee, mit Dir Spielchen zu treiben << , entgegnete er ehrlich.

>> Dann bist Du einfach nur zu blöd. Das hätte ich mir denken können! << , schrie sie in den Hörer und beendete das Gespräch. Sebastian überlegte kurz, ob er zurückrufen sollte, entschied sich aber dagegen, da er sicher war, dass es nichts mehr gab, was sie ihm vorwerfen konnte; nichts, was wirklich wichtig war. Zudem hatte sie all sein Geld, all seine Wertsachen und sogar den Großteil seines persönlichen Hab und Guts. Am Anfang hatte es so ausgesehen, dass ihm nur der Schlüssel geblieben war, der plötzlich nicht mehr ins Schloss ihrer bis dahin gemeinsamen Wohnung passte. Sie hatte es zu diesem Zeitpunkt nicht unterlassen, das Bankkonto abzuräumen, den Wagen umzumelden und sich einen neuen Mann anzuschaffen. Einen brutalen Mann, wie Sebastian fand. Als er sich an der Haustür demütig nach seinen Dokumenten, Zeugnisurkunden und Ausweisen erkundigte, schlug ihm sein Nachfolger sehr hart auf die Nase. So hart, dass Sebastian einen Bruch davontrug, der mangels fachkundiger Behandlung für einen leichten Schiefstand seiner Nase sorgte. Die Dokumente erhielt er jedenfalls einige Tage später per Post ins Büro.

Heidemann verpasst den Bus

Heidemann öffnete die Wohnungstür und lauschte ins Treppenhaus, um sich zu vergewissern, dass er niemandem begegnen würde. Diese Maßnahme galt insbesondere Herrn Kramer. Sein Vermieter wohnte im Erdgeschoss, er selbst in der vierten Etage. Ein Aufeinandertreffen bedeutete immer Ungemach. Ausschließlich für Heidemann versteht sich. So leise er konnte, trat er vor die Tür, zog diese zu, steckte den Schlüssel ins Schloss und drehte zweimal um. Mit vorsichtigen Bewegungen schlich er zum Treppengeländer und stütze sich beim Hinabsteigen daran ab, um sein Gewicht von den Füßen zu nehmen und damit die Geräuschkulisse zu minimieren. Wie immer half es nicht. Kramer passte seine Kandidaten systematisch ab. Hinter der eigenen Tür auf Lauer liegend, sprang er wie eine Jagdspinne hervor und erwischte seine Opfer ohne eine Chance zur Flucht oder Gegenwehr.

>> Herr Heidemann! << , begann seine Anklage.

>> Herr Kramer!“ << , wahrte Heidemann die Form. Ein freundlicher Morgengruß, würde er auch noch so ehrlich erfolgen, wäre als Aggression aufgefasst worden.

>> Gut, dass ich Sie treffe << , plänkelte Kramer noch herum.

>> Was kann ich für Sie tun? << , fragte Heidemann und fand Spaß an dem Gefallen, sich vorzustellen, Kramer würde vergessen, welchen Vorwurf er ihm gleich unterbreiten würde. Kramer hatte sich natürlich vorbereitet.

>> Ich wollte Sie fragen, ob Sie die Hausordnung kennen? << Heidemann hatte diesen Satz schon zu oft gehört und war ein wenig enttäuscht.

>> Welchen Teil meinen Sie? << , fragte er ein wenig gelangweilt.

>> Paragraph eins. << Der ging um Lärmbelästigung, das wusste Heidemann. Trotzdem wollte er es Kramer nicht einfach machen.

>> Und der lautet? << Kramer fühlte sich wie ein Schüler behandelt und reagierte gereizt.

>> Verarschen kann ich mich alleine. Es geht natürlich um den Lärm. <<

>> Welchen Lärm? <<

>> Ihren Lärm! <<

>> Meinen Lärm? <<

>> Ja, Ihren Lärm <<

>> Welchen Lärm denn? <<

>> Na, Ihren! <<

>> Ich mache keinen Lärm, das sollten Sie langsam aber wissen. <<

>> Aha, Sie leugnen also? << Heidemann überlegte, wann ihn Kramer das letzte Mal angesprochen hatte. Das war gestern. Nach der Arbeit. Der besagte Lärm muss also nachts stattgefunden haben.

>> Gestern Nacht? << , erwiderte Heidemann fragend.

>> Sie geben es also zu! << Heidemann verlor die Lust. Es war wirklich abwegig, ihm irgendeine Lärmbelästigung vorzuwerfen. Er hörte keine Musik, hatte die Lautstärke seines Fernsehers, wenn er ihn überhaupt einmal anstellte, auf kleinster Stufe, bekam so gut wie keinen Besuch. Aus seiner Wohnung drang allenfalls eine gleichmäßige Stille. Kramer musste sich geirrt oder die Sache ausgedacht haben, um seiner Neigung zur Schikane Beschäftigung zu verschaffen. Heidemann schaute provokativ auf seine Uhr, drängte sich an Kramer vorbei und sagte:

>> Das muss sich um eine Verwechslung handeln. Ich habe leider wenig Zeit. Ich muss zur Arbeit. << Kramer rief ihm hinterher:

>> Das wird noch ein Nachspiel haben, glauben Sie mir! <<

Heidemann fragte sich, welche Art von Drohung sein Vermieter eigentlich im Sinn führte. Sollte er die Wohnung verlassen müssen, konnte ihm kein größerer Gefallen getan werden. Planspiele eines Umzugs schwirrten in seinem Kopf herum, als er erst nach einigen Metern bemerkte, dass es regnete. Er hielt an und erwog, umzukehren und einen Schirm zu besorgen. Das würde ihn aber aufhalten und erneut in die Arme Kramers treiben. Er entschied sich dagegen und setzte seinen Weg fort. Als er zur Haltestelle kam, hörte er noch das Zischen der sich schließenden Türen, bevor sich der Bus schleunigst einige Zentimeter nach vorn bewegte, was ausreichte, nicht noch einmal anhalten und den Transportwilligen aufnehmen zu müssen. Heidemanns Blick auf seine Armbanduhr verriet ihm, dass der Fahrer wieder einmal zu früh abfuhr. Dessen Grinsen im Spiegel konnte der Zurückgelassene nicht erkennen. Er tröstete sich mit dem Wissen, dass es aus reiner Schadenfreude passierte und nicht nur im Regen, auch wenn die Freude dabei besonders groß sein dürfte, womit er richtig lag.

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