Sarah LeVine - Urod - Die Quelle

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Fünf Archäologie-Studenten fahren in ein Camp nach Bulgarien, um thrakische Artefakte auszugraben. Es ist Hochsommer, die Luft flirrt vor Hitze, doch kurz bevor sie das Camp erreichen, schlägt das Wetter plötzlich um. Es wird kühl und beginnt zu regnen. Und das ist nicht die einzige Überraschung, die sie erwartet. Das Camp scheint verwaist zu sein, bis auf zwei düstere Gestalten, die sich die Ohren versiegelt haben. Vom Ausgrabungsleiter fehlt jede Spur – ein angeblicher Arbeitsunfall. Um jeden Preis wollen die Studenten erfahren, was im Camp vor sich geht. Doch als sie die Wahrheit herausfinden, bereuen sie zutiefst, nicht direkt wieder abgereist zu sein.

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Wow – also dafür kriegt die Muschi hier noch 'n paar Extra-Streicheleinheiten.“

Das Geld hatte ihm neues Selbstbewusstsein verliehen. Seine Naivität amüsierte und verärgerte sie zugleich und für einen Moment loderte der Impuls in ihr auf, sich ihm zu zeigen. Gleichzeitig erschrak sie über ihren Gedanken und versuchte den Jungen nun so schnell wie möglich loszuwerden.

Das ist alles. Du kannst jetzt gehen. Und beeil dich!“

Er ließ sich das nicht zwei Mal sagen, schnappte sich den Käfig und war bereits auf dem Weg zur Tür, als sie ihn aufhielt.

Warte!“

Er drehte sich um.

Die Pizza – lass sie hier.“

Ich dachte, Sie wollten... Egal! Soll ich sie Ihnen rüber bringen?"

Nein!“

Ihr Schrei glich einem Gurgeln. Der Junge zuckte zusammen und schauderte unwillkürlich. Dann stieß er die Pizza mit seinem Fuß über den glatten Boden und verließ, ohne sich noch einmal umzusehen, den Raum. Er hastete zum Aufzug und hämmerte auf den Knopf ein, der ihn in Sicherheit bringen würde. Seine Angst roch metallisch und scharf. Sein Herz pochte schnell und laut. Der Aufzug schloss die Türen und setzte sich in Bewegung. Der Atem des Jungen beruhigte sich allmählich.

Sie stellte sich vor, wie sie die Treppen nach unten rannte. Wie sie sich vor den Aufzug stellte und in dem Moment, in dem sich die Aufzugtüren öffneten ihre Zähne in sein makellose Haut hieb, sein Blut kostete, seine Wange herausriss und das zarte Fleisch auf ihrer Zunge zergehen ließ.

Nein! Das durfte nicht sein. Niemals!

Sie wartete, bis sie das Rattern des Mofas hörte, das sich eilig entfernte und atmete auf. Dann langte sie nach der Pizza und verschlang sie, ohne zu kauen. Der heiße Käse klebte an ihrem Gaumen und verbrannte die seidige Haut dort. Sie spürte den Schmerz kaum. Obwohl sie es nicht für möglich gehalten hätte, vermisste sie den Schmerz. Konnte ihn nicht gehen lassen und klammerte sich daran wie ein Baby an die Finger seiner Mutter. Sie hielt nicht inne, bis sie die Pizza vertilgt hatte, die ihren Hunger lediglich besänftigte.

Dann war es soweit.

Mit schnellen, geschmeidigen Bewegungen wickelte sie den Draht von der Spule und dann um jedes einzelne ihrer Gelenke. Obwohl er ihr ins Fleisch schnitt, genoss sie seine Festigkeit. Das Drahtgeflecht gab ihr Halt. Bestärkte sie in dem, was sie vorhatte. Nahm ihr einen Teil der Furcht. Wenn auch längst nicht alles. Als auch ihr Hals umwickelt war, rollte sie den Rest der Spule ab und befestigte das Ende des Drahtes am Heizkörper. Sie näherte sich einem Kanister und schraubte den Deckel ab. Der Benzingeruch fraß sich durch die Luft wie Säure durch Metall und bereitete ihr Übelkeit. Sie verteilte es in der ganzen Wohnung, dann öffnete sie einen zweiten Kanister, dessen dickflüssigen Inhalt sie sich über den Kopf goss. Der beißende Gestank nahm ihr den Atem. Dann endlich war auch diese Dose geleert. Mühevoll schleppte sie sich zum Fenster und öffnete es. Eine Windbö bauschte die Vorhänge auf, die sie umfingen und an ihrem Körper kleben blieben.

Wie eine letzte Umarmung“, dachte sie und das Bild ihrer Geliebten tauchte vor ihrem inneren Auge auf. So deutlich und lebendig als stünde sie vor ihr. Sie hätte sie so gerne noch ein letztes Mal gesehen. Sie gerochen und berührt. Allein, es wäre zu gefährlich gewesen. Und auch diese Sehnsucht begann bereits zu verblassen, versank mehr und mehr in der Apathie, die sie bald völlig in ihren sirupartigen Fängen halten würde.

Sie stellte sich auf das Fensterbrett und ließ ihren Blick über die nächtliche Stadt schweifen, deren Lichter in der Dunkelheit schimmerten wie ein Echo des sternenübersäten Himmels. Unter ihr fand auf einer Terrasse eine Party statt. Elegant gekleidete Menschen, die sich miteinander unterhielten. Angenehme Musik, klingende Gläser, Lachen und Schmatzen, das Rascheln von Stoff, das Klackern von Absätzen, das Klirren der Eiswürfel in einem Glas, das Gluckern, wenn Getränke nachgeschenkt wurden. Sie konnte jedes Wort verstehen. Eine Konfirmation wurde dort gefeiert. Ein Mädchen trat einer Gemeinde bei. Gehörte nun zu ihnen. Betete mit ihnen zum selben Gott. Glaubte, jetzt ein Teil des Ganzen zu sein.

Wie erbärmlich sie waren.

Sie konnte in ihren Stimmen lesen wie in einem Buch. Jede Nuance war so klar und deutlich, jede Falschheit und Lüge, jeder Schmerz so offensichtlich, dass sie sich wunderte, warum diese Menschen beieinander waren. Doch da war noch etwas anderes. Sie spürte den Stolz und die tiefe Liebe, die die Mutter des Mädchen für ihre Tochter empfand. So viel Liebe.

Wie beneidenswert sie waren.

Diese Menschen, die aus einer anderen Welt zu kommen schienen. Nicht ihre Welt.

Denn ihre war der direkte Weg in die Hölle.

Es war gut, sie zu sehen und zu hören, denn für sie würde sie tun, was zu tun war. Für ihre Rettung.

Sie nahm das Feuerzeug und zündete sich eine Zigarette an. Zwei, drei kräftige Züge, dann hielt sie das glühende Ende an ihr Haar. Es dauerte nur Sekunden und ihr Haarschopf stand in Flammen, die sofort auf die Vorhänge und den Rest ihres Körpers übergriffen.

Jetzt spürte sie den Schmerz. Welch unerträgliche Marter. Sie wollte aus ihrer Haut fahren, sie abstreifen wie ein peinigendes Kleidungsstück. Jetzt wollte sie wirklich sterben. Jetzt konnte sie es. Wie ein Adler seine Schwingen breitete sie die Arme aus und stürzte kopfüber in die Finsternis.

Die Gäste der kleinen Terrassen-Party blickten allesamt verwundert in den Himmel, als etwas Brennendes auf sie herabstürzte. Was sollte das werden? Hatte ihr Gastgeber das arrangiert? Eine Performance? Ein brennender Drache? Was?

Es dauerte Sekundenbruchteile, dann wurde ihnen klar, dass es sich um einen Menschen handeln musste, der da vom Himmel fiel. Und genau in dem Moment, in dem sie diese Monstrosität begriffen, spannten sich die Drähte um den Leib der Frau und es gab ein Geräusch, als risse man Seide entzwei.

Die abgetrennten Körperteile platschten auf die Terrasse wie schwere, nasse Laken. Der Kopf knallte auf den Boden und barst wie eine reife Melone. Versengtes, noch loderndes Fleisch. Ein durchdringender Geruch breitete sich aus. Doch unter dem ätzenden Benzingestank roch es gut. Es roch nach gegrilltem Steak. Wie bei einem Barbecue. Und es war genau dieser Geruch, den niemand der Anwesenden je vergessen sollte.

Die Hitze hatte die Luft in einen flirrenden Schleier

verwandelt und die Straße, die sich durch das sperrige

Bergmassiv der bulgarischen Rhodopen schlängelte, war

genauso marode wie der altersschwache, mit Reklame

zugekleisterte Bus, Marke Ikarus, der schwarze

Dieselwolken auskeuchte. Tiefe Krater hatten sich in die

zerfurchte Straße gefräst und machten ihr Befahren so

mühselig wie irgend möglich.

Obwohl mehrere Fenster geöffnet waren, bekam Viola in der stickigen Luft Beklemmungen. Ihre langen, dunklen Haare klebten ihr im Nacken, ihre blasse Haut und das Weiße ihrer dunkelblauen Augen waren von einer feinen Röte überzogen. Ihre Füße erschienen ihr dick wie Kürbisse, so sehr pulsierte das Blut darin. Als würde es kochen. Zudem verursachte ihr das Geschaukel beim Erklimmen der Serpentinen Übelkeit. Die Luft im Bus war erfüllt von Abgasen und so durchdringendem Schweißgeruch, dass Viola Angst hatte, er würde sich in jede ihrer Poren schleichen und dort verharren, bis sie ihn mit einer Wurzelbürste wieder heraus schrubbte. In der Hoffnung auf eine kleine Erfrischung, band sie sich die Haare zusammen und beugte sich vor, um ihr Gesicht in den Fahrtwind zu halten. Dabei stützte sie sich dabei mit den Ellbogen auf Sebastian, der mit geöffnetem Mund neben ihr schlief, als läge er im bequemsten Bett und nicht mal zuckte, als sie ihr Gewicht auf seine Schenkel verlagerte. Viola beneidete ihren Verlobten um diese Gemütsruhe. Er konnte immer und überall schlafen, ungeachtet der Bedingungen. Jetzt lief ihm ein kleines Speichel-Rinnsal aus dem geöffneten Mund an seinem Kinn herab, wodurch er verletzlich und schwach wirkte und Viola empfand für einen winzigen Moment große Zärtlichkeit für ihn. Eine Zärtlichkeit, die ihr ins Herz schnitt. Schnell hielt sie ihr Gesicht in den warmen Wind, der sie kein bisschen abkühlte. Da hätte sie sich auch einen Fön ins Gesicht halten können. Nach einer Weile gab sie es auf und ließ ihren Blick schweifen.

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