Johanna Bell - Hundsgemein
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„Puh, du überfällst mich plötzlich mit Dingen…dazu habe ich mir keine Gedanken gemacht. Aber wenn du dir mehr aus unserer Affäre versprichst, muss ich gleich abwinken!“ Josef sah ihr fest in die Augen. Oft genug hatte er solche Diskussionen geführt.
„Schau mein Liebling, ich dachte, dass sei von Anfang an klar gewesen, dass wir hin und wieder unseren Spaß haben. Ich bin verheiratet und habe obendrein Kinder, das weißt du nicht erst seit heute!“ Josef setzte sich wieder an den Tisch, diesmal ihr gegenüber. Er trank ruhig seine Tasse aus. Ronja beobachtete ihn wie eine Katze, fertig zum Sprung. Es kostete sie viel Überwindung ihre auflodernde Wut zu bändigen. Immer diese Familien-Kutsche - das machte sie rasend.
„Ha, du bist ja ein toller Familienvater und Ehemann! Wie doof sind denn deine Liebsten zuhause, dass sie deine Hurerei nicht mitkriegen?“ Ronja sprach jetzt laut und ungehalten. Vieles hatte sich während der letzten Wochen an Unzufriedenheit in ihr aufgestaut. Immer musste sie sich fügen, seinen Zeitplan akzeptieren. Die Rolle der Geliebten wollte sie auf Dauer nicht spielen. Da musste mehr raus springen!
„Du hast dich in meine Familienangelegenheiten nicht einzumischen!“, entgegnete Josef scharf. „Ich habe mich vor niemanden zu rechtfertigen, was ich wann mit wem tue! Ich bin soweit sehr glücklich. Wenn du mit deinem Leben nicht klar kommst, so ist dies deine Sache. Ich kann dir deine Probleme nicht nehmen!“ Eigentlich wollte er ihr noch raten, wenn er ein Problem für sie geworden ist, dann müsse sie sich von ihm lösen. Aber das verkniff er sich im letzten Moment.
Josef stand ohne jegliche Erregung auf und legte noch einen Holzscheit in den Kamin. Dann drehte er sich um und blickte sie fast mitleidig an.
„Dann ist es wohl besser, wenn ich jetzt gehe!“ Gepresst sprach sie die Worte aus. Ronja biss auf die Zähne, als könne sie damit ihre Wut in Schach halten. Josef las in ihrem Gesicht, wie in einem offenen Buch. Man muss nur auf ihren Mund schauen. Besonders die schmalen Lippen verrieten jeden Verdruss. Aber er wollte Ronja nicht vergraulen. Dafür mochte er sie zu sehr und wollte auf die Ekstasen mit ihr nicht ganz verzichten.
„Ganz wie du willst, mein Schatz! Aber bedenke, ich schicke dich nicht fort!“ Josef schlüpfte in seine Sportschuhe und zog ein Stirnband über. Ronja saß noch unschlüssig am Frühstückstisch. Nichts hatte sie von der Wildschweinpastete, Jagdwurst oder Waldbeerenmarmelade angerührt. Der Milchkaffee schmeckte ihr auch nicht mehr.
Josef hockte sich vor sie nieder, griff nach ihren Händen und meinte sanft: „Ich möchte mich mit dir wirklich nicht streiten. Es ist mir zuwider! Wir haben eine so tolle Zeit miteinander. Bitte denke in Ruhe über alles nach. Ich freue mich immer dich zu sehen und ganz intensiv zu spüren! Du bist mir sehr wichtig, glaube mir!“
Ronja blickte in sein markantes gerades Gesicht, auf dem sich die Bartstoppeln ankündigten. Sie entspannte sich ein wenig und bemühte sich Ruhe zu bewahren.
„Ist gut! Aber denk auch du über uns nach. Es kann so nicht weiter gehen! Ich liebe dich, ich brauche mehr von dir! Wir sind füreinander geschaffen.“ Mit einem festen Händedruck unterstrich sie ihre Aussage. Josef atmete hörbar durch. Dann erhob er sich. Es machte keinen Sinn weiter zu reden. Josef küsste sie auf die Stirn und verlies wortlos die Hütte. Er sehnte sich nach Ruhe und lief in die Arme seines besten Freundes, dem Wald.
Schon während der ersten Schritte fühlte er sich befreit, erleichtert, als der weiche Waldboden unter seinen Füßen nachgab. Die kahlen Bäume machten den Eindruck, als würden sie noch im Winterschlaf verharren. Josef freute sich auf den Frühling, der jeden Tag einbrechen konnte.
Nach ein paar Metern atmete er tiefer und sog die feuchte Luft ein. Ein Eichelhäher alarmierte mit lautem Gekrächze die anderen Waldbewohner über sein Kommen. Josef verglich das Joggen wie das Defragmentieren einer seelischen Festplatte. Während dem Laufen ordnete er seine Gedanken, Probleme wurden gelöst und wichtige Geschehnisse gespeichert. Oft tauchten dabei Bilder aus seiner Kindheit auf.
Mit der Frage, warum er sich von einer Affäre in die nächste stürzte und seine Geliebten nicht wirklich liebte, stieß er immer wieder auf seine Mutter. Josef wusste, dass die mangelnde Mutterliebe der Ursprung dessen war. Als junger Mann, damals hatte er das Elternhaus bereits verlassen, um Medizin zu studieren, bemerkte er das desolate Eheleben seiner Eltern.
Sein Vater, ein angesehener Internist, war ein warmherziger und fröhlicher Mann. Er besaß ein hohes Maß an Güte und nahm sich Zeit für seine Mitmenschen, insbesondere für seine Patienten. Josef brachte ihm viel Achtung entgegen und übernahm seine Jagdleidenschaft. Die Mutter stammte aus einem sehr reichen und stinkfeinen Elternhaus. Sie war es gewohnt im Mittelpunkt zu stehen und ihre Intelligenz trieb sie zum Hochmut. Ihre ganze Liebe schenkte sie der Kunstgeschichte, worüber sich kein Mensch der Familie interessierte. Im Haus hingen überall alte, triste Bilder, gehalten von protzigen Rahmen. Vermutlich extrem teuer, aber dennoch nur hässlich. „So was würde ich nicht einmal in die Garage hängen!“, dachte Josef.
Mit der Zeit hatte ihn das Gefühl beschlichen, dass die Mutter den Vater nie wirklich geliebt hatte und ihn nur des Standes wegen zum Ehemann gewählt hatte. Nie verlor sie ein liebes Wort an ihn, oder zeigte eine herzliche Geste. Josef wurde als einziges Kind geboren, nicht gestillt, niemals von ihr sanft in den Schlaf getragen. Die Hausangestellten und Kindermädchen wechselten häufig.
Er behielt seine Mutter als rauchende und magere Frau in Erinnerung. Stets gepflegt, übertrieben geschminkt, und an den knochigen Fingern hingen teure Klunker. Von früh bis spät war sie in eine Nikotinwolke gehüllt. Überall standen gefüllte Aschenbecher herum, von denen die Zigarettenfilter mit rotem Lippenstift umrandet waren. Sie ließ keine Gelegenheit aus ihren Mann zu kritisieren und stachelte ihn an, noch mehr Sozialstatus zu erreichen. Sein Vater gab nach und schloss sich dem Rotary Club an. Somit blieb ihm noch weniger Freizeit übrig. Aber das Nörgeln der Gattin hatte zumindest nachgelassen. Er versuchte es ihr immer recht zu machen, denn er liebte sie.
„Armer Vater! Hast du nie bemerkt, dass du nur Mittel zum Zweck warst?“ Josef empfand Mitleid für ihn, hatte sich aber nie in die Ehe eingemischt.
Als sein Vater vor einigen Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb, folgte ihm seine Mutter etwa zwei Jahre später ins Grab. Sie hatte ja niemanden mehr, dessen Energie und Liebe sie rauben konnte. Sie war ja bloß intelligent, aber armselig und innerlich schwach. Ihre Habgier und Selbstsucht haben sicherlich dem herzensguten Vater ein paar Jahre Leben gestohlen. Davon war Josef überzeugt. Vermutlich ging auch deshalb seine Berufswahl als Gynäkologe auf das Konto seiner Mutter. Er wollte alles über das weibliche Geschlecht, innen wie außen erfahren. Mit dieser Philosophie erklärte er sich seinen hohen Verschleiß an Frauen, die ihm kaum etwas bedeuteten.
Josef drosselte das Tempo. Die Pfützen erschwerten das monotone Laufen. Aber er freute sich über den Parcours und sprang hin und wieder über die kleinen Wassergräben. An der nächsten Kreuzung bog er rechts ab auf einen befestigten Schotterweg. Er würde heute seine Laufstrecke verlängern müssen um trockenen Fußes zurück zu gelangen.
Josef zog das feuchte Stirnband hoch, welches langsam über seine Augenbrauen rutschen wollte. Unweigerlich tauchte Ronja in seinem Gedankenkarussell auf. In der Tat, sie war etwas Besonderes! Auf solch einen makellosen Körper, in dem ein unbändiges Feuer einer leidenschaftlichen Frau brannte, wollte er nicht wirklich verzichten. Nein, so was hatte er noch nicht erlebt, denn in ihr harmonierten Lust und Hingabe in Vollendung. Ronja stärkte mit ihrer Liebe sein Selbstwertgefühl, wie keine andere. Er fühlte sich als Mann unschlagbar und das machte ihn fit für den Kampf im Alltag. All das hätte er sich so sehr von seiner Frau gewünscht. Aber Isabella schien das Interesse an ihm verloren zu haben. Während der letzten Jahre kam kein Signal von ihr. Machte er den ersten Schritt, lehnte sie ihn sofort wegen Zeitmangel oder Unwohlsein ab. Schließlich gab er auf.
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