Maja Kern - Der weiße Dämon

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Ein junger Mann wird in seiner Wohnung mitten in einer Party ermordet. Die Gäste wollen nichts bemerkt haben. Eine Nachbarin hat etwas gesehen, kann sich aber nicht erinnern. Ein erfahrener Kommissar übernimmt die Ermittlungen. Bald entdeckt er seltsame Dinge und kommt auf die Spur eines mysteriosen weißen Dämons. Ein Krimi. Ein Thriller. Ein Genuss.

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Schulz war verwundert.

„Fand die Party ohne ihre Beteiligung statt?“

„So sagte sie es. Sie wartet übrigens noch im Wohnzimmer, da links.“

Schulz ging in den Korridor. Er schaute nach links durch eine halb geöffnete Tür und entdeckte eine junge Frau, die nach vorne gebeugt auf der Couch saß. Sie stützte die Ellenbogen auf die Beine, das Gesicht verdeckte sie mit den Händen. Schulze trat ein und betrachtete das Mädchen. Sie nahm die Bewegung wahr und richtete sich auf. Schulz versuchte, diesen Moment festzuhalten. Es war ihm unglaublich wichtig.

Das Mädchen war dünn. Ihre Haut und Haare schienen grau zu sein. Als sie ihren Blick fragend an den Kommissar richtete, stellte er fest, dass auch die großen runden Augen grau waren. Und, obwohl sie nicht weinte, drückten diese Augen ein grenzenloses Leid aus. Aus Erfahrung wusste Schulz, dass der erste Eindruck häufig der einzig richtige war. So sehen Mörder nicht aus, abgesehen davon, sie wären gute Schauspieler, dachte er.

Schulz stellte sich vor und ließ sich schwer in einem Sessel nieder. Er schwieg, da er nicht wusste, wie er das Gespräch anfangen sollte. Das Mädchen tat ihm leid. Sie brauchte dringend jemanden, der ihr eine Schulter zum Ausweinen bereithielt, doch für Schulz kam diese Rolle nicht infrage. Er war Profi genug, um seine Aufgaben nicht aus den Augen zu verlieren. Bleib distanziert und sachlich, befahl er sich. Er räusperte sich und fuhr fort.

„Ich weiß, es ist ein schwerer Moment für Sie, trotzdem muss ich Ihnen ein paar Fragen stellen. Wir können leider nicht warten“.

Sie nickte ergeben und schaute zu Boden.

„Wie heißen Sie?“

„Alexandra Keller“. Ihre Stimme klang unerwartet stark.

„In welchem Verhältnis standen Sie zum Ermordeten?“

„Wir haben uns geliebt“.

Die Antwort war bestimmt und kam sehr schnell. Schulz notierte eine kaum wahrnehmbare Änderung in der Stimme des Mädchens.

„Haben sie hier gewohnt?“

„Nein, ich miete ein kleines Appartement in der Nähe des Krankenhauses, in dem ich arbeite. So bin ich nach einer Nachtschicht schnell zuhause“.

Ich habe dich gar nicht gefragt, warum ihr getrennt wohnt, du hast aber gleich eine Erklärung abgeliefert, registrierte Schulz. Er überlegte kurz, was das alles zu bedeuten hatte. Zwei liebende Menschen leben getrennt voneinander und feiern getrennte Partys. Irgendwie komisch, selbst wenn es auf den ersten Blick modern erschien. Und jetzt ist einer von diesen Menschen tot.

„Als was arbeiten Sie?“

„Ich bin Stationskrankenschwester in der Psychiatrie“.

„Warum sind sie heute hierhergekommen?“

Schulz betrachtete das Mädchen sehr aufmerksam, es blieb ihm nicht verborgen, dass sie eine Weile nach der passenden Antwort suchte.

„Ich weiß nicht“, schwieg sie eine Weile. „Ich hatte ein ungutes Gefühl“. Der Eindruck, dass es nicht die ganze Wahrheit war, stellte sich ein. Das stimmte nicht, dachte Schulz. Du wolltest wissen, mit wem Max sich hier herumtrieb. Er schwieg eine Weile und überlegte, in welche Richtung er die Befragung lenken sollte. Er beschloss dann, sich einfach weiter vorsichtig in das Gespräch hineinzutasten; in der Hoffnung, dass der entscheidende Hinweis an der Oberfläche auftaucht.

„Wussten Sie, dass Max Huber Gäste hatte?“

Es kostete sie sichtlich Überwindung, diese Frage zu beantworten.

„Ja, er hat oft gefeiert.“

„Wissen Sie, wer gestern da war?“

„Ich habe da eine Vermutung.“

„Schreiben Sie mir bitte alle Namen auf, die Ihnen einfallen.“

Schulz riss ein Blatt Papier aus seinem Notizblock und reichte es Alexandra Keller.

Sie schrieb etwas auf, ohne zu überlegen, und gab das Blatt zurück. Dort standen drei Namen:

Stephan Faust

Uwe Farr

Tom Lange.

Der letzte Name war zweimal unterstrichen. Schulz schaute das Mädchen fragend an.

„Er war sein bester Freund. Darf ich jetzt gehen?“

Schulz beugte sich nach vorne, faltete seine Hände zusammen und schaute dem Mädchen direkt in die Augen, ruhig und durchdringend. Er wollte, dass ihr gleich klar wurde: die unangenehmsten Fragen kommen noch.

„Ich muss noch einiges klären. Erzählen Sie mir bitte, wie Sie Max Huber heute früh gefunden haben.“

Das Mädchen hielt inne und schien aufgehört haben zu atmen. Unter strengem Blick von Schulz schluckte krampfartig und fasste sich allmählich.

„Ich kam von der Nachtschicht, ich habe meinen eigenen Schlüssel. Ich wusch mir die Hände und ging in das Schlafzimmer, um mich kurz hinzulegen. Ich war verwundert, dass Max nicht im Bett war. In diesem Moment spürte ich eine Leere. Verstehen Sie mich?“

Sie machte eine Pause, ihre Augen bewegten sich suchend, als ob die passenden Worte irgendwo auf der Wand geschrieben stünden.

Sie gab auf, ließ den Blick sinken und schloss die Hände zu einem festen, schmerzenden Knoten zusammen.

„Ich spürte gleich, er ist nicht da. Er ist nicht mehr da.“ Ihre Stimme zitterte.

Schulz schwieg. Das Gefühl der Leere, das ein naher Mensch nach seinem Tod hinterlässt, war ihm sehr gut vertraut. Wie ein Stück Boden nach einem Brand, wo zuerst kein Gras wachsen will, fühlt sich die Seele an. Kahl und verlassen.

„Was haben Sie dann getan?“ fragte Schulz leise.

„Ich ging in die Küche und sah ihn. Hinter dem Kühlschrank.“

„Was ist Ihrer Meinung nach passiert?“

Das Mädchen begann zu schluchzen, ihre Augen füllten sich mit Tränen, die langsam die Wangen herunter rollten.

„Jemand hat ihn ermordet.“

„Haben Sie eine Ahnung, wer das gewesen sein könnte?“

„Nein“.

„Hatte Max Huber Feinde?“

„Nein. Soweit ich weiß.“

Klang nicht sehr überzeugend. Vermutlich weißt du mehr, aber aus irgendeinem Grund behältst du die Wahrheit für dich, das merken wir uns, dachte Schulz. Er beschloss, nicht weiter in diese Richtung zu graben und das Thema zu wechseln.

„Wie war Ihr Verhältnis zu Max Huber?“

Die Frage war sehr direkt, Schulz spürte, wie das Mädchen zusammenzuckte. Sie schwieg. Schulz dachte, dass sie in diesem Moment sehr allein und verlassen aussah. Die Antwort war kurz.

„Kompliziert.“

Sie schauten einander an, als ob es beiden erst jetzt klar geworden war, dass sie nicht nur als Zeugin befragt wurde.

„Was war denn so kompliziert an Ihrer Beziehung?“

„Max wollte seine Freiheiten haben. Er hatte auch viele flüchtige Bekanntschaften.“

Sie schaute gequält zur Seite. Schulz merkte, dass ihr alles zu viel war.

„Ich muss Ihnen folgende Frage stellen: wo waren Sie heute früh zwischen 1 und 3 Uhr?“

Sie schien irritiert zu sein. „Ich habe ihn nicht getötet. Ich habe ihn geliebt“.

Ihre Stimme klang nicht mehr fest, nur heiser und müde.

„Beantworten Sie bitte die Frage, mehr nicht“.

Sie schien verärgert zu sein.

„Ich habe bereits gesagt, ich hatte Nachtschicht“, antwortete sie trotzig

„Gibt es jemanden, der es bezeugen kann?“

„Natürlich, meine Kollegen und Patienten“.

„Gehen Sie bitte durch die Wohnung und schauen Sie sich um. Vielleicht bemerken Sie, ob etwas fehlt.“

Sie stand auf und machte ein paar unsichere Schritte. Schulz wurde bewusst, wie schmerzhaft es für sie sein musste, das Ganze aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Sie kreiste geräuschlos in der Wohnung herum und kehrte zurück.

„Es fehlt nichts.“

„Sollte Ihnen noch etwas einfallen, so können Sie mich jederzeit anrufen. Ansonsten melde ich mich in ein paar Tagen bei Ihnen“.

Als sie gegangen war, zog Schulz seinen Notizblock, schlug die Seite mit der Aufschrift „Direkt ins Herz“ auf und schrieb „Alexandra Keller“ und „Eifersucht“ darüber. Dann richtete er sich auf und fing an, sich im Zimmer umzuschauen. Es wies einen gewissen Chic auf, den man von einer Studentenwohnung nicht unbedingt erwarten würde. Ein Kamin aus weißem Marmor. Eine große Couch und zwei Sessel aus dunkelbraunem Leder. Eine hochmoderne Stereoanlage. Ein Schrank mit wertvollen Gläsern. Abstrakte Bilder an den Wänden. Am Kamin blieb Schulz stehen. Er merkte gleich: der Kamin wurde erst vor kurzem benutzt. Schulz ging in die Hocke, schob die Glasscheibe nach oben, nahm eine massive, kunstvoll geschmiedete Gabel, die gerade zur Hand war, und wühlte die Asche vorsichtig durch. In der entferntesten Ecke stieß die Gabel auf etwas Hartes. Schulz kniete sich schwerfällig hin, streckte die Hand nach vorne und fischte ein kleines, geschmolzenes Stück Aluminium heraus. Er drehte es herum. Ein vergilbter, von allen Seiten abgebrannter Papierfetzen klebte noch an dem Metallklumpen. Schulz hob vorsichtig diesen Fetzen ab. Er sah nach einem aus einem Terminplaner ausgerissenen Blatt aus, das voller Kritzeleien war. Schulz setzte die Brille auf. Zwei Buchstaben und vier Zahlen waren deutlich zu erkennen: EK 3200. Was könnte das sein? Eine Nummer? Warum sollte das Blatt verbrannt werden? Was hatte dieses Stück Aluminium zu bedeuten? Fragen über Fragen. Schulz packte seine Funde vorsichtig ein und ging in den Korridor zurück.

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