Maja Kern - Der weiße Dämon

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Ein junger Mann wird in seiner Wohnung mitten in einer Party ermordet. Die Gäste wollen nichts bemerkt haben. Eine Nachbarin hat etwas gesehen, kann sich aber nicht erinnern. Ein erfahrener Kommissar übernimmt die Ermittlungen. Bald entdeckt er seltsame Dinge und kommt auf die Spur eines mysteriosen weißen Dämons. Ein Krimi. Ein Thriller. Ein Genuss.

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Plötzlich öffnete sich die Eingangstür des Nachbarhauses und fiel gleich wieder ins Schloss. Sigrid erkannte die Umrisse einer männlichen Statur. Der Mann ging eilig in Richtung Haltestelle davon. Schön, ein Schreihals weniger. Sigrid schüttelte den Kopf, ging weg vom Fenster. Wann kommt endlich die Polizei, fragte sie sich müde. Sie hielt es nicht mehr aus. Sie ging ins Schlafzimmer, legte sich ins Bett und schlief gleich ein.

1. Juni 2010, 6.15 Uhr, Schulz

Kommissar Schulz schlief noch ganz fest, als sein Handy klingelte. Diese frühen Anrufe bedeuteten immer das Gleiche: es ist etwas ganz schlimmes passiert und er musste sofort los. Und diesmal war es nicht anders. Schulz rieb sich die Augen, um wach zu werden. Er seufzte tief, wartete ab, bis sein Herzschlag sich etwas beruhigte, dann richtete er sich auf. Er schnappte blind nach dem gestrigen Hemd auf dem Stuhl, schlüpfte in die ausgebeutelte Hose, steckte sich den Autoschlüssel in die Tasche. Dann überlegte er kurz und nahm seine Dienstwaffe vom Tisch. Langsam machte er die Tür hinter sich zu und begann, die Treppe hinunterzusteigen. Die hölzernen Stufen quiekten beleidigt unter seinen schweren Schritten. Auf der Straße hielt er inne, atmete tief durch. Die Morgendämmerung lag noch über die Stadt. Es war kühl und klar. Schulz setzte sich in seinen Wagen und versuchte, sich vorzustellen, was ihn am Tatort erwartete. Er wusste, es wird wie immer grausam und unbegreiflich sein. Und es wird seine Aufgabe sein, das Grausame sachlich zu betrachten und nach nüchternen Erklärungen für das Unbegreifliche zu suchen.

Langsam näherte sich Schulz dem Tatort. Er parkte direkt hinter dem alten VW Golf seines Kollegen Martin Dietz. Als ich noch jung und schlank war, war ich immer der Erste. Jetzt sind es die anderen, dachte er.

Schulz und Dietz waren genau diese Gegenteile, die sich anzogen. Dietz war flink, jugendhaft und schnell im Reden. Im Gegensatz zu ihm war Schulz groß, schwer und langsam. Wenn Dietz aus dem Auto ausstieg, sprang er heraus, als ob der Autositz unter ihm brannte. Schulz dagegen schien von einem unsichtbaren Wesen festgehalten zu werden, das im Auto saß und noch bekämpft werden musste. Mit dem Kollegen Dietz verband Schulz eigentlich keine richtige Freundschaft, dafür aber eine echte Zuneigung und gegenseitige Anerkennung. Sie hatten auch eine eigenartige Art der Zusammenarbeit: am Anfang schlug jeder seinen eigenen Pfad im Wald der Fakten und Spuren. So entwickelte jeder einen unabhängigen und unbedeckten Blick auf den Fall, ohne einander zu beeinflussen. Irgendwann trafen sie sich mitten im Dickicht, um nach langem gemeinsamen Überlegen den einzig richtigen Weg zur Lichtung zu finden.

Schulz seufzte tief und befreite sich aus dem Auto. Ein schönes Haus, bestimmt um die vorletzte Jahrhundertwende erbaut. Die gesuchte Wohnung lag im zweiten Stock. Schulz sah den Fahrstuhl, nahm aber widerwillig die Treppe. Er stieß die große weiße Flügeltür an, die leicht nachgab. In der Wohnung arbeiteten bereits Sascha Ehrich und seine Leute von der Spurensicherung. Schulz grüßte kurz und schaute fragend.

„Wo?“

Ehrich machte eine unbestimmte Geste in Richtung der geöffneten Tür. Schulz trat in eine große und helle Küche ein. . Die ersten Sonnenstrahlen drangen bereits durch die heruntergelassenen Jalousien hinein. Schulz registrierte, dass hier vielleicht ein paar Wochen nicht geputzt wurde. Ungewaschene Kaffeetassen, schmutzige Teller, leere und halbleere Weingläser stapelten sich auf dem großen Küchentisch. Bier- und Wodkaflaschen, zwei Aschenbecher voll mit Zigarettenkippen. Dietz zog sich gerade die Gummischuhe über.

„Morgen, Kollege. Womit haben wir es hier zu tun?“

Dietz nickte und starrte irgendetwas an, was sich direkt hinter Schulz zu befinden schien.

„Morgen. Da, hinter dir“.

Schulz drehte sich um und zuckte unwillkürlich zurück. Auf dem Boden in der Nische hinter einem großen Kühlschrank saß, der Kopf nach vorne gebeugt, ein junger Mann. Seine Beine waren komisch verdreht, als hätte er versucht, so wenig Platz wie möglich einzunehmen. Sein T-Shirt war braun vor Blut. Durch den Staub auf dem Boden zog sich vom Fenster quer durch die Küche eine Spur. Langsam beugte sich Schulz zum Toten, der wie verwundert auf den Boden in die Blutlache starrte. Er soll am Fenster getötet worden sein, schoss es Schulz durch den Kopf. Jemand hat ihn dann bis zur Stelle geschleift, wo er sich befand. Aber warum? Wollte man den Toten verstecken? Schulz ging zur Türöffnung. Aus dieser Perspektive war der Tote tatsächlich nicht gleich zu sehen.

Jetzt merkte Schulz, dass die Blutspuren am Boden der Küche mit großer Sorgfalt verwischt worden sind. Der Mörder könnte damit nur eins bezweckt haben: der Tote sollte nicht so schnell entdeckt werden. Was hat das alles zu bedeuten?

In seinem Berufsleben hatte Kommissar Schulz schon viele Tote gesehen. Doch die erhebliche Brutalität, mit der man hier zu Werke gegangen war, machte ihn fassungslos. Was könnte hier das Motiv sein? Rache oder Eifersucht? Schulz wusste; jeder Mörder, bewusst oder unbewusst, hinterließ eine Botschaft. Um diesen Fall aufzuklären, sollte man sie entschlüsseln. Wo fangen wir an? Schulz begann, auf und ab zu gehen und Fragen zu stellen.

„Wissen wir schon, wer das ist?“

Dietz ging heraus, kurz darauf kehrte er zurück. In einer Hand hielt er einen Personalausweis. Er betrachtete ihn aufmerksam, dann reichte er ihn Schulz. Seine Miene war finster.

„Max Huber, vierundzwanzig Jahre alt, er hat die Wohnung gemietet“.

Schulz schaute sich das Passbild an. Ein junger Mann mit schönen Gesichtszügen, voller Haarpracht und einer Brille mit dunklem auffälligen Gestell lächelte kaum bemerkbar in die Kamera. Nicht wirklich aussagekräftig, wie die Passbilder eben sind.

„Die Todesursache ist uns bereits bekannt, nehme ich an?“

„Erstochen. Zwei Stiche, der erste in den Rücken, der zweite direkt ins Herz“.

Die letzten Worte von Dietz schienen für Schulz eine besondere Bedeutung zu haben, er konnte aber noch nicht sagen, welche. Er holte seinen Notizblock, suchte eine leere Seite und schrieb mit großen Buchstaben in die Mitte „Direkt ins Herz“, überlegte kurz und machte einen fetten Kreis herum. Dann näherte er sich dem Toten und blieb nachdenklich vor ihm stehen.

„Verstehe ich dich richtig, dass er es noch geschafft hat, sich umzudrehen, bevor er den zweiten Stich abbekommen hat?“

Dietz nickte und wandte sich auch dem Toten zu.

„Ich denke so. Er müsste dem Mörder praktisch in die Augen geschaut haben.“

Schulz blickte suchend nach jemandem von der Spurensicherung und entdeckte einen Techniker, der systematisch die Wandschränke untersuchte.

„Kennen wir schon den Todeszeitpunkt?“

„Vorläufig zwischen ein und drei Uhr. Genauer geht es jetzt nicht. Wir werden uns mit dem Bericht beeilen.“

Schulz nickte. Er wusste, die Spurensicherung tat ihr Mögliches, mehr war da nicht herauszuholen. Fragend schaute er Dietz an, der sich mit dem Rücken zum Fenster stellte und den Toten betrachtete.

„Was noch von der Interesse ist: Max Huber hat gestern Abend eine wilde Party geschmissen. Die Nachbarin, die hinter der Wand ihr Schlafzimmer hat, rief sogar die Polizei“.

Schulz zog die wuscheligen Augenbrauen nach oben. Seine kleinen, aber ausdrucksvollen Augen schauten Dietz interessiert an.

„Und? War die Polizei da?“

„Klar, waren sie da.“

„Weisst du was, wir brauchen dringend den Polizeibericht. Der könnte uns auf jeden Fall weiterbringen. Wer hat den Toten überhaupt gefunden?“

Dietz machte eine Handbewegung in Richtung des Korridors.

„Seine Freundin, Alexandra Keller. Sie kam von der Nachtschicht und alarmierte die Polizei“.

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