Raya Mann - Serenus I

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Serenus I: краткое содержание, описание и аннотация

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Serenus, Erzähler und Hauptfigur, ist ein moderner Don Giovanni. Er liebt den Körper der Frauen und ist getrieben von seiner Gier nach der Lust, die er ihnen schenkt – und sie ihm. Die Frauen, in deren Körper und Seele er eindringt, sind dem Mann nicht mehr wehrlos ausgeliefert wie bei Mozart, sondern sie wehren sich. Meistens sind sie es, die ihn voller Leid zurücklassen. In seinem echten Leben gab es die eine wahre Liebe, doch Serenus sparte sie in seiner Chronik aus. Raya Mann ergänzte sie mit ihren beiden eigenen Romanen «Agnes betet» und «Die eine wahre Liebe». Die Autorin ist die eine wahre Liebe von Serenus und die Herausgeberin seiner Erzählung. Die drei Romane schildern die Lebensgeschichte eines Verführers, der am Ende leer ausgeht. Das Lektorat besorgte Nina Eisen.

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Als es wieder Sommer wurde, wusste Serenus nicht nur alles über Sex, sondern er bekam auch das Zeugnis mit den besten Noten seiner ganzen bisherigen Schulzeit. Allerdings verlor er in der Folge seine beiden Freunde. Bruno kam auf die Berufsschule, weil seine Eltern fanden, dass er etwas Richtiges lernen sollte. Daniel wurde auf eine private Handelsschule geschickt, weil seine Eltern ebenfalls meinten, dass er etwas Richtiges lernen sollte. Und Serenus wiederum musste das Humboldt-Gymnasium besuchen, weil die Eltern fanden, dass er etwas Richtiges lernen sollte. Also trennten sich ihre Wege. Serenus machte sich nicht viel daraus, sondern wandte sich anderen Menschen zu. Schon nach einem halben Jahr hatte er Bruno und Daniel so gut wie vergessen.

Ende der Siebziger Jahre fiel es nicht weiter auf, wenn sich zwei Teenager näherkamen. Noch zehn Jahre vorher wurden die Bürger beinahe hysterisch, wenn die Medien von antiautoritären Kindergärten berichteten, wo nackte Jungen mit nackten Mädchen spielten. Oder von so genannten Kommunen, in denen Studentinnen und Studenten Partnertausch betrieben. Oder von Popstars und ihren Groupies im Hotelzimmer.

Inzwischen war die etablierte Gesellschaft lockerer geworden. Im Sommer durften die Kleinen nackt auf dem Spielplatz herumhüpfen. In den Schwimmbädern spazierten die Damen „oben ohne“ über den Rasen, um sich ein Eis zu holen. An jedem Baggersee wurde ein Nacktbadestrand eingerichtet. Plötzlich störte sich niemand mehr daran, wenn Teenager beiderlei Geschlechts herumbalgten oder Halbwüchsige in der Öffentlichkeit herumknutschten. Wenn Serenus und die anderen Jungs mit den Mädchen spielten, wurden sie bald einmal anzüglich und manchmal auch handgreiflich. Die Erwachsenen störte es nicht. Sie waren höchstens neidisch, dass sie sich in ihrer Jugendzeit nicht so hatten gehenlassen dürfen.

Wenn es um körperliches Kräftemessen ging, war Rosanna mit Sicherheit die dreisteste von allen. Serenus bewunderte sie und fürchtete sich auch vor ihr. Er wusste, dass sie weiblicher, anmutiger und attraktiver war als die anderen Mädchen. Aber sie war eigentlich nicht sein Typ und er fühlte kein Verlangen nach ihrer Nähe. Am Humboldt-Gymnasium gab es ein paar Mädchen, in die er sich der Reihe nach verliebte und die er aus der Ferne anschwärmte. Sie gefielen ihm, weil sie reserviert waren und wie spröde Prinzessinnen auf ihn wirkten. Aber es war schwer, an sie heran zu kommen.

Dagegen war Rosanna unkompliziert und impulsiv. Sie wurde manchmal ohne Grund wütend oder brach einfach so in Tränen aus. Aber sie war ebenso schnell wieder versöhnt und trug einem nichts nach. Offensichtlich erwartete sie, dass Serenus Stärke zeigte und sie bändigte. Wenn sie nicht aufhörte ihn zu ärgern, dann packte er sie an ihrem schwarzen Lockenschopf und zwang sie zu Boden, bis sie vor ihm kniete und zu heulen anfing.

Rosanna war der einzige Mensch, der mit größter Selbstverständlichkeit zu ihm nach Hause kam. Anfangs klingelte sie an der Tür, wenn sie ihn draußen nicht antraf. Aber bald nahm sie die Gewohnheit an, einfach da zu sein, so als ob sie zur Familie gehörte. Die Mutter hatte wieder zu arbeiten angefangen und Serenus war an den Nachmittagen alleine zu Hause. Von allen Gleichaltrigen mochte Serenus Rosanna am liebsten und allmählich rechnete er jeden Tag mit ihrem Erscheinen. Gerade weil sie ihm so vertraut war, fiel es ihm nicht ein, dass sie seine erste Frau werden könnte.

Sie hatten wieder einmal miteinander gerauft, bis sie völlig außer Atem waren. Nachdem er ihren Widerstand gebrochen hatte, war er auf ihr liegen geblieben. Er fühlte sein Gewicht auf ihrem Körper und genoss es, ihr nahe zu sein. Dasselbe wiederholte sich beim nächsten und beim übernächsten Mal. Sie begannen ihren Ringkampf, aber bald ging es nur noch darum, die Waffen zu strecken und aufeinander liegen zu bleiben. Schließlich ließen sie die Balgerei ganz weg. Rosanna kam und legte sich hin, Serenus trat zu ihr hin und legte sich auf sie. Das Verlangen kam auf leisen Sohlen zu ihnen. Sie bemerkten kaum, wie sich die Veränderung einstellte. Vielleicht fiel ihnen das Atmen etwas schwerer, vielleicht wurde ihnen warm dabei, vielleicht sehnten sie sich ein wenig mehr nach einander. Sie wechselten ab. Manchmal lag er auf ihr, manchmal lag sie auf ihm. Natürlich fühlten sie, dass es jedes Mal inniger wurde und dass etwas geschehen würde.

Zweifellos war es Rosanna, die schließlich die Initiative ergriff. Als sie wiederkam, wusste er sofort, dass sie eine Entscheidung getroffen hatte. Sie erklärte ihm, dass sie sich ausziehen würde und dass er sich nackt auf sie legen solle. Er fand einleuchtend, was sie vorschlug. Noch während sie redete, schlüpfte sie aus dem Kleid und legte sich hin. Serenus beobachtete sie, während er sich etwas umständlich seiner Kleider entledigte. Als er auf ihr lag, vergingen zuerst ein paar Augenblicke, denn er war die fremde Haut an seiner eigenen noch nicht gewöhnt. Dann strömte ein großes Glück in seine Seele.

Bei dieser und den folgenden Zusammenkünften waren sie schweigsam. Vorher und nachher unterhielten sie sich wie gewohnt. Aber wenn sie sich nahe waren, lauschten sie nur. Wenn Rosanna nackt war, hörte er, wie sie schluckte, wie sich ihre Därme bewegten, wie ihr Herz schlug und wie sie manchmal den Atem anhielt. Er fühlte, dass es an verschiedenen Zonen ihres Körpers unterschiedliche Temperaturen gab, und dass ihre Haut hier trocken und dort feucht war. Es vergingen mehrere Wochen, ohne dass sie sich dabei betrachteten oder mit den Händen anfassten. Umarmungen und Liebkosungen entdeckten sie erst später.

Eines Tages jedoch öffneten sie die Augen und begannen sich zu betrachten. Es war etwas Anderes, wenn Rosanna wusste, dass sie gemustert wurde. Sie wollte gesehen werden und sie wollte, dass er ihre Blicke erwiderte. Er besah sie wie ein Geschenk, dessen Sinn er noch nicht verstand. Er wusste noch nicht, was er damit anfangen könnte. So studierte er ihre Brüste, zu deren Zartheit er an seinem eigenen Körper keine Entsprechung fand. Rosannas Haut nahm die Sonne an und schimmerte dunkel. Aber ihre Brüste waren heller und die Brustwarzen erschienen ganz durchsichtig und farblos, so dass die Venen durch die Haut schimmerten. Sie war genauso von seiner Haut bezaubert. Oft lagen sie so neben einander und ergründeten die Merkmale des anderen.

Obwohl es immer dasselbe war, wurden sie dessen nicht überdrüssig. Sie zogen sich aus, legten sich aufs Bett, Rosanna unten, Serenus oben, oder umgekehrt. Sie belauschten das Geflüster ihrer Körper mit geschlossenen Augen. Sie lagen nebeneinander und bestaunten sich. Gerade wegen der exakten Wiederholung des Rituals bekam ihr Tun eine Bedeutung, die sie verwunderte und betroffen machte. Was bis jetzt geschehen war, konnten sie noch ungeschehen machen. Doch beide wollten, dass etwas über sie hereinbrach, das unwiderruflich war. Nur so ist zu verstehen, dass sich ihr Begehren mit dieser Gewalt auf sie stürzte... und so plötzlich.

Schon in den ersten Sekunden ihres Liebesspiels steigerte der Schmerz ihre Lust. Wieder war es Rosanna, die die Richtung vorgab. Sie dachte sich nichts dabei und wusste nicht, was sie damit bezweckte. Sie hielt einfach dem Druck nicht mehr stand. Sie packte seine Hoden, als ließe sie ihn dafür büßen, dass sie so lange gewartet hatte und dass sie sich nicht länger gegen ihre Ungeduld wehren konnte. In seinem Innersten verstand Serenus ihre Geste und erwiderte sie mit der gleichen Vehemenz.

Indem Rosanna seine Hoden in ihren Händen quetschte und Serenus ihre Brustwarzen zwischen seinen Fingern drückte, überflutete ihre Brunst die Dämme, bis sie barsten. Sie hätten auf der Stelle den Geschlechtsakt, ihren ersten, vollziehen können. Aber die Schmerzen waren so fremdartig und so erregend, dass sie sie auskosten wollten. Also zwangen sie sich, den Kampf auf die Spitze zu treiben. Ihre Krallen hinterließen Blutspuren auf der Haut und ihre Pranken blaue Flecken auf dem Fleisch des anderen.

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