Nadja Hummes - Suomi on kaunis (Deutschland auch)

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Suomi on kaunis (Deutschland auch): краткое содержание, описание и аннотация

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Bevor Lenja, eine Independent-Autorin und Künstlerin Anfang vierzig, ihren Neuanfang in Ödenpofen in Deutschland weiter ausbaut, nimmt sie zunächst die Einladung ihres jahrelangen Freundes Valtteri, ein Maler und Bildhauer Mitte fünfzig wahr und besucht ihn endlich einmal in dessen Heimatort Rauma in Finnland. Dort, an der Küste des Bottnischen Meerbusens, findet sie inmitten der Natur und umgeben von Menschen, die anhand ihrer Mentalität eine ganz eigene Sicht auf die Dinge des Lebens haben, neue Freunde und Platz für ihre innere Gelassenheit.
Wieder zurück in Deutschland, muss Lenja aus Mangel an Alternativen einen völlig unterbezahlten Knochenjob annehmen, um sich ihr monatliches Auskommen zu sichern; und so ganz nebenbei meistert sie, hinsichtlich ihrer Mitmenschen, immer wieder den Spagat zwischen notgedrungener Selbstbehauptung, gesunder Abgrenzung und tatsächlicher Freundschaft. Dass sie ausgerechnet durch ihre neue Arbeit an ihre Finnland-Erfahrungen, die in Rauma gelebte und ebenso in ihr nochmals gewachsene Mentalität anknüpfen kann, vermag kaum jemand nachzuvollziehen. Außer vielleicht Valtteri. Denn Valtteri und Lenja liegen nicht nur hinsichtlich Kunst, Literatur und Kultur auf einer Wellenlänge.

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O-Ton Valtteri hierzu: „Sonst wären sie die Dinger nicht losgeworden.“

So, wie es in Deutschland die berühmt-berüchtigte Flurwoche gibt, so hängt im Hausflur dieses finnischen Wohnblockes ein Plan für die Nutzung der Sauna. Jede Wohnpartei, es sind sechs an der Zahl, kann sich einen Tag pro Woche per Namenseintrag reservieren. Valtteri hat mir seinen Tag – den Donnerstag – für die Zeit, während der ich bei ihm zu Besuch bin, abgetreten. Stattdessen geht er nun einmal pro Woche mit einem Nachbarn aus dem oberen Stockwerk saunieren. Dieser ist ein redseliger rüstiger Senior und etwas traurig darüber, dass seine Frau währenddessen zur Zeit lieber die Quizshow im Fernsehen anschaut. Also sitzen die beiden Herren regelmäßig jeden Mittwoch in der Kellersauna, schwitzen und unterhalten sich. Über den Stellenabbau der Arbeitgeber in Finnland, die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Missstände, über kostengünstiges Angel­zubehör, die neuesten Meldungen der Tagespresse und dergleichen mehr. Auf meine Nachfrage, ob es denn nicht üblich sei, sich in einer Sauna wenig bis gar nicht und wenn, dann nur flüsternd zu unterhalten, antwortete Valtteri mir vielsagend: „Je nachdem, wer in der Sauna sitzt. Aber zum Hochsommer wird die Quizshow wieder abgesetzt.“

*

Immerhin, inzwischen ist es Mitte Februar.

Die Sonne lässt sich ab und zu blicken, wenn auch noch sehr zaghaft. Heute grüßt sie vorsichtig gegen zehn Uhr Vormittags mit ein paar ersten Strahlen. Im Laufe des Tages macht sie aus minus 27 Grad Celsius annähernd warme minus 21 Grad Celsius. Zumindest bis zum frühen Nachmittag. Dann wird es wieder dunkel. Und somit auch etwas kälter.

Während der wenigen Stunden, in denen die Sonne vom Himmel scheint, reflektiert der Schnee hell das Licht. Ich kneife die Augen zusammen. Blinzele. Unwillkürlich fühle ich mich an die Inuit erinnert.

Ich wandere. Wieder einmal.

Endlich wird alles mehr und mehr sichtbar. Auch wenn es draußen noch immer kalt ist, auch wenn ich nach mehreren Stunden des Wanderns anschließend müde sein werde, – ich möchte einfach keine Minute meines wundervoll verlängerten Finnlandaufenthaltes versäumen. Jetzt, da ich ohne Taschenlampe meine Umgebung erkunden kann, zieht es mich umso mehr hinaus. Sobald die Sonne den Tag erhellt, schlüpfe ich in Stiefel und Spikes. Erst nachdem sie sich gegen frühen Nachmittag wieder zurück zieht, kehre ich in Valtteris Wohnung zurück.

Mit meiner Sehnsucht nach Tageslicht und einer unbändigen Lust, mich in das Freie zu begeben, bin ich nicht alleine. Kaum ist das erste Licht des Tages zu erahnen, treffen die Menschen einander an allen nur erdenklichen Orten, um Frisbee zu spielen. In den Einfahrten der Häuser, mitten im Wald, auf Spielplätzen oder leeren Teilabschnitten der Supermarktparkplätze, vor der einen oder anderen Sauna und natürlich an den Ufern der zahlreichen Järvis. Dick eingemummelt in Daunenjacke und festem Schuhwerk finden sich Finnen jeder Altersstufe in kleinen Gruppen zusammen und werfen abwechselnd ihre Frisbeescheiben. Kaum einen Passanten stört es. Im Gegenteil. Ein kurzes routiniertes Kopfeinziehen oder ein reflexartiges Ducken des eigenen Körpers ist das gewohnte Verhalten der Einheimischen. Äußerst selten wird der Wurf einer Frisbeescheibe über­haupt einmal kommentiert. Und wenn, dann allenfalls, um dem Frisbeewerfer ein anerkennendes Lob oder einen Rat zur Verbesserung seiner Technik zukommen zu lassen.

Wer nicht Frisbee spielt, ist im Kindergarten, in der Schule oder auf der Arbeit. Oder er angelt. Stundenlang. Loch in das Eis bohren, Angel fixieren, hinsetzen und die Sonne genießen. Fertig ist der finnische Frühlingstag. Denn hier, so erklärte Valtteri mir, ist es sowohl im Denken und Empfinden als auch in der Gestaltung des Alltages Frühling, sobald die monatelange konstante Winter­dunkelheit von einem Hauch Licht durchbrochen wird. Wen juckt schon das bisschen Eis und Schnee? Oder gar diese mickrigen Restminusgrade? Hinaus, hinaus! Es ist Frühling!

Valtteri schmunzelte versonnen, als er mir dies erläuterte. In Gedanken schon bei seiner großen Skulptur in seinem Mökki, erzählte er mir von den unbeschreiblich schönen finnischen Sommertagen. Von seinen Ausflügen an die Järvis, Einladungen zu Grill-Treffen, von seinen Ruderboot­fahrten zwischen den Schären, von endlosen Wanderungen durch die finnischen Wälder, erholsamen Saunaabenden, farbenprächtigen Sonnenauf- und ‑untergängen, Jazz­festivals, finnischem Sommerhonig, belebten Straßencafés, Akkordeonspielern und Freilufttänzen, gemeinsamen Touren mit einem befreundeten Hunde- und Pferdebesitzer und nicht zuletzt auch von Mückenplagen nebst wirksamen Anti-Moskito-Tipps. Gemäß seiner Erfahrung von der Wirksamkeit der Produkte überzeugt, empfahl er mir eine Hautlotion aus Helsinki namens „Free, Hajuton hyttyskarkote“, Räucherkegel diverser Größe oder auch das allseits beliebte Waschen und Eincremen von Haut und Haaren mit finnischen Produkten aus finnischem Kiefernteer. Tervashampoo, Tervaseife, und Tervahaut­creme gehören zu Valtteris fester Sommergrund­aus­stattung.

Ich saß da, hörte zu und staunte. Als Valtteri nach einigen Minuten des Erzählens wieder etwas schweigsamer wurde, erkundigte ich mich interessiert, wann es denn nach finnischer Definition Sommer sei. Angesichts dessen, dass die aktuelle Wetterlage bereits als Frühling galt.

„Sommer...“, so antwortete er mir aus tiefster Kehle seufzend. „Sommer ist dann, wenn das Wasser der Seen schon zehn oder zwölf Grad warm ist und man herrlich darin schwimmen kann. Sommer ist, wenn die Boote morgens bei fest geschlossenen Knospen, Blättern und Sprösslingen hinaus fahren und am Abend desselben Tages bei geöffneten Blütenkelchen und entfalteten Blättern wieder anlegen. Dann ist Sommer.“

*

Der Schnee knirscht unter meinen Spikes. Nachdem ich der Syväraumankatu ein Stück gefolgt bin und eine Brücke überquert habe, erblicke ich einen Kiosk. Leider ist er geschlossen. Schade. Eine Wegzehrung auf die Hand wäre jetzt schön gewesen.

Hinter dem Kiosk beginnt eine Straße, die Suvitie. Kurzentschlossen folge ich ihrem Verlauf. Nach wenigen Minuten gelange ich an einen angenehm überschaubaren Hafen. Es ist der Syväraumanlahden palvelusatama, der Service- und Anlegepunkt von Syvärauma. Vielleicht kann ich ein paar malerische Impressionen sammeln. Jetzt, da es zeitweise endlich Tageslicht gibt.

Der kleine Hafen liegt in tiefem Schlaf. Viele der Anlegestellen sind verwaist. Nur wenige Boote wurden vor Einbruch desWinters an den Stegen vertäut und mit Abdeckplanen winterfest gemacht. Frohgemut ragen die verbliebenen Masten in den Himmel. Unverdrossen begrüßen sie die ersten Sonnenstrahlen des Jahres. Die Eiszapfen an den oberen Enden der Masten beginnen zögernd zu tauen. Ab und an hört man ein Knacken.

Schnee und Eis sehen mal puderig, mal glasiert, mal festge­backen und mal wässrig aus. Unterschiedliche Blau- und Türkistöne wechseln sich ab. Je nachdem, wie die Sonne die Szenerie beleuchtet. Es glitzert. Überall. In den Baumwipfeln, an den Masten, auf den Felsen, Abdeck­planen, Anlegestegen… einfach überall. Wieder einmal wird deutlich, dass Schnee und Eis letzten Endes aus Kristallen bestehen. Wahrhaftig, es ist, als ginge ich durch ein Meer aus winzigen, hell leuchtenden Edelsteinen. So sehr funkelt es. Egal, wohin ich schaue.

Inspiriert von diesem Anblick werde ich Valtteri heute Abend fragen, ob er weiß, wo oder von wem ich mir für die nächsten zwei, drei Tage ein Mikroskop ausleihen könnte. Wenn ich eines bekomme, und sei es auch nur für einen einzigen Tag, dann werdeich mir die Schnee- und Eiskristalle ausgiebig durch das Mikroskop ansehen. All diese Farbvarianten. Dazu diese wundervollen Strukturen der Kristalle. Jedes Muster ist einzigartig. Jeder Kristall ist einzigartig. Ja, ich möchte die Kristalle in aller Stille ganz lange betrachten und anschlie­ßend mit dem Malen von Eiskristallen beginnen.

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