Sebastian Viertel - Familie, Lebensgefühl und Gesundheit
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Welche Anforderungen müssen besonders in komplexen Familienstrukturen erfüllt sein, damit ein positives Familiengelingen mit einem ausbalancierten Familienklima möglich ist?
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Abbildung 3 (Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online;
Datenlizenz by-2-0; www.govdata.de/dl-de/by-2-0; eigene Darstellung).
Laut statistischem Bundesamt wurden 2016 insgesamt 162.397 Ehen rechtskräftig geschieden. Der Trend der Vorjahre setzt sich somit fort. Dabei waren in knapp 43% der Fälle minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer leiblichen Eltern betroffen und zwar mindestens 111.089 Kinder. Es wurden Ehescheidungen mit einem, zwei sowie drei oder mehr gemeinsamen Kindern berücksichtigt. Die tatsächliche Zahl der betroffenen minderjährigen Kinder liegt folglich über den erfassten Werten, da mehr als drei gemeinsame Kinder in der Statistik nicht gezählt wurden. Abbildung 4 zeigt die statistisch erfassten Zahlen, der von Scheidung der leiblichen Eltern betroffenen minderjährigen Kinder. Auch hier wurden lediglich Familien mit bis zu drei Kindern berücksichtig, während Familien mit mehr als drei Kinder nicht gezählt wurden. Ebenfalls nicht enthalten sind die Zahlen der Kinder unverheirateter Paare, die sich in den erfassten Zeiträumen getrennt haben.
Abbildung 4 Angaben sind Mindestwerte (Statistisches Bundesamt (Destatis),
Genesis-Online; Datenlizenz by-2-0; www.govdata.de/dl-de/by-2-0; eigene Darstellung).
Vor diesem Hintergrund ist folglich auch bei diesen Werten davon auszugehen, dass die tatsächliche Anzahl der betroffenen minderjährigen Kinder, die von einer Trennung oder Scheidung ihrer leiblichen Eltern betroffen sind, jeweils über den angegebenen Werten liegen. Ebenfalls werden diejenigen Kinder nicht erfasst, die außerhalb von festen Partnerschaften oder unter widrigen Umständen geboren werden. Während der Trend der Geburtenrate von 2002 bis 2011 eher rückläufig war, können seit 2012 bis einschließlich 2015 wieder steigende Zahlen der in Deutschland Lebendgeborenen beobachtet werden ( Abbildung 5 ).

Abbildung 5 Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0;
ww.govdata.de/dl-de/by-2-0; eigene Darstellung.
Obwohl kein direkter Zusammenhang zwischen den beiden Werten besteht, will ich diese dennoch gegenüberstellen: 2015 gab es 737.575 Lebendgeborene in Deutschland und es waren 110.867 minderjährige Kinder von der Trennung der leiblichen, verheirateten Eltern betroffen, was einem Anteil von 15% entspricht. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass 15% der Lebendgeborenen des Jahres 2015 von der Scheidung der leiblichen Eltern betroffen waren. 2008 standen den Lebendgeborenen 18% Scheidungskinder gegenüber und 2004 waren es rund 21%. Was damit verdeutlichen werden soll ist, dass den jährlich zahlen der Geburtenrate eine nicht zu vernachlässigende Zahl, nämlich bis zu fast einem Viertel, an minderjährigen Scheidungskindern gegenüber steht.
Mit dieser Arbeit möchte ich, anhand ausgewählter Beispiele, versuchen einen Blick hinter die Zahlen zu werfen: seit 2013 sind jährlich mindestens 110.000 minderjährige Kinder und deren Mütter und Väter von Scheidung betroffen. Wir können nur mutmaßen, in wie vielen dieser Fälle die Trennung oder Scheidung so verläuft, dass das Wohl aller beteiligter unversehrt bleibt. Erfahrungsgemäß ist es jedoch so, dass wahrscheinlich vielen Fälle mit verschiedensten Konflikten unterschiedlichsten Ausmaßes verbunden sind. Die noch am Anfang ihrer körperlichen und psychischen Entwicklung stehenden minderjährigen Kinder, müssen dabei mindestens die gleichen schwerwiegenden Belastungen und Probleme verarbeiten, wie ihre erwachsenen Vorbilder. Daher haben diese Kinder einen höheren Bedarf an Unterstützung und Schutz, um in ihrer Entwicklung nicht beeinträchtigt zu werden. Sowohl die Elternteile als auch die Kinder werden im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung immer Bewältigungsarbeit leisten müssen. In welchem Ausmaß dies erforderlich wird, hängt von mehreren Faktoren ab, auf die ich im weiteren Verlauf noch detaillierter eingehen werde. Natürlich nicht in jedem Fall, aber dennoch bei einer nicht zu vernachlässigenden Anzahl der von Trennung oder Scheidung betroffenen minderjährigen Kinder, Eltern und deren Familien, kann, neben dem Familienklima, das psychische und physische Wohl der Betroffenen Eltern und der Kinder sowie weiterer Familienmitglieder innerhalb der Mehrgenerationenfamilie durch negative Einflüssen beeinträchtigt werden. Familienklima bezieht sich dabei auf die zwischenmenschlichen Beziehungen sowohl innerhalb der Kernfamilie selbst, als auch innerhalb der Zweitfamilie sowie innerhalb der Mehrgenerationenfamilie. Wie auch in der Natur einzelne Wirkfaktoren sich auf das gesamte Klima auswirken können, so kann ein Trennungs- oder Scheidungskonflikt einer Kernfamilie ebenso das Klima innerhalb der gesamten Mehrgenerationenfamilie beeinflussen. Die Wahrung der Balance des gesamten Klimas des Familiengefüges, ist dabei stark von den sozialen-emotionalen und insbesondere von den kommunikativen Kompetenzen jedes einzelnen Mitgliedes innerhalb der Großfamilie abhängig. Dies schließt die Fähigkeit der Personen zur Abgrenzung und zum Schutze des eigenen psychischen Wohlergehens mit ein. Es ist davon auszugehen, dass Kinder aus Scheidungsfamilien einen höheren Bedarf an sozialer und emotionaler Unterstützung durch die Großfamilie, zur Wahrung eines positiven Familienklimas, haben. Dies trifft ebenso für bereits erwachsene Scheidungskinder zu, die möglicherweise selbst schon Eltern geworden sind. Wie wir sehen, spielen auch die Anforderungen an die Großfamilie eine bedeutende Rolle, da sie mithilfe der sozialen Ressourcen, die sie bereithält, eine Art Auffangnetz darstellen kann. Meine weiteren Betrachtungen sollen im Ansatz aus sozial-, entwicklungs- und biopsychologischer Perspektive erfolgen. Wobei die vorliegende Arbeit nur einen kleinen Ausschnitt eines großen und komplexen, ganz alltäglichen, individuellen Themenbereiches widerspiegeln kann. Vor dem klinischen familienpsychologischen Hintergrund möchte ich versuchen, wichtige Ressourcen und Strategien für betroffene Kinder, Eltern und Familien anzureißen. Ein Manual oder eine Bedienungsanleitung für die richtige Trennung und Scheidung mit minderjährigen Kindern wird diese Arbeit nicht sein. Es soll vielmehr aufgezeigt werden, welche Probleme, Gefahren und Herausforderungen mit einem Zerfall der Kernfamilie verbunden sind, welche Bedeutung die sozialen Ressourcen der Groß- oder Patchwork Familie haben und vielleicht lassen sich daraus für den ein oder anderen hilfreiche Bewältigungsstrategien ableiten.
Familienpsychologie
Als wissenschaftliche Teildisziplin der Psychologie beschäftigt sich die Familienpsychologie mit dem Erleben, Verhalten und der Entwicklung der Personen innerhalb des familiären Beziehungssystems (nach Schneewind, 2010). Kernthemen der vorliegenden Arbeit sind innerfamiliäre Prozesse im Trennungs- und Scheidungskontext, insbesondere die vollständige Familienzerrüttung, deren mögliche Einflüsse auf die Entwicklung und Gesundheit betroffener Kinder und Eltern sowie auf das künftige Familienklima. Sorge- und Umgangsrecht sowie damit einhergehende mögliche Risiken für das Kindeswohl sind daher ebenso Bestandteil der vorliegenden Arbeit, wie auch mögliche Auswirkungen von Trennung, Scheidung und vollständiger Familienzerrüttung auf das Elternwohl. Es soll weiterhin hervorgehoben werden, welche Voraussetzungen und Anforderungen an ein positives Gelingen von Zweit-, Stief- und Patchwork Familie geknüpft sind. Ein wesentlicher Schwerpunkt wird die Umgangsverweigerung sein. Sowohl die Verweigerung des Umgangs durch sorgeberechtigte Elternteile als auch die Unterlassung des Umgangs durch nicht sorgeberechtigte Elternteile mit den Kindern werden gleichbedeutend behandelt. Ich habe meine Arbeit auf diese beiden Varianten eingegrenzt, bei denen jeweils den Eltern eine aktive Rolle zukommt, während die Kinder dabei vollkommen passiv bleiben. Die Selbstbestimmung der Kinder wird dadurch beeinträchtigt, was sich aus psychologischer Perspektive auf die Entwicklung des Selbstbewusstseins, der Identität, des Selbstkonzeptes, der Selbstwirksamkeit sowie auf die Entwicklung des Vertrauensgefühls der betroffenen Kinder nachhaltig negativ auswirken kann. Die Kinder erfahren in der passiven Rolle, in die sie gedrängt werden, dass sie auf die Situation selbst keinen Einfluss haben und erleben dadurch Gefühle wie Ohnmacht, Hilflosigkeit, Verzweiflung und Angst. Dies kann künftig dazu führen, dass Kinder später in ähnlichen konfliktbehafteten Situationen nicht adäquat handlungsfähig sind. Eine falsche oder vollständig fehlende Kommunikation während der Trennungs- und Scheidungssituation mit den Kindern kann dies noch verstärken. In ihrer passiven Rolle lernen Kinder, dass sie nichts bewirken können und nicht gehört werden, dass sie ohnmächtig und hilflos sind. Nicht selten entstehen dadurch Schuldgefühle bei den Kindern. Auf der Suche nach einer Antwort, die sie von den Erwachsenen nicht bekommen, reden sich Kinder erfahrungsgemäß daher häufig ein, dass sie die Verantwortung für die Trennung ihrer Eltern tragen könnten. Denn was zu diesen Kindern, die im Rahmen von Trennung, Scheidung und vollständiger Familienzerrüttung, in eine der beschriebenen passiven Rollen gedrängt werden, umso deutlicher durchdringt, sind oftmals die Frustration, die Wut, die Aggressionen, die Ablehnung und die Unfähigkeit der Eltern zu sachlich konstruktiver Kommunikation. Durch dieses Verhalten der Eltern, bei dem deren eigene Emotionen ihr Handeln bestimmt, wird den Kinder wortlos vermittelt, dass sie selbst scheinbar nur eine untergeordnete Bedeutung bei den Eltern einnehmen. Die Kinder nehmen folglich wahr, dass sie nichts wert sind. Das Resultat ist ein vermindertes Selbstwertgefühl, was sich künftig im Verhalten dieser Kinder niederschlagen wird. Zu der bereits bestehenden Verunsicherung durch die Scheidungssituation selbst, kommt noch eine emotionale Verunsicherung hinzu. Diese kann bei den Kindern dazu führen, dass deren Entwicklung eines adäquaten Umgangs mit den eigenen Gefühlen in ihren Grundfesten erschüttert wird. Es wird angenommen, dass die Entwicklung soziale-emotionaler wie auch kommunikativer Kompetenzen dieser Kinder nachhaltig beeinträchtigt werden können. Denn in den beiden beschriebenen Varianten der Umgangsverweigerung und -Unterlassung, verkommen die Kinder, wie bereits beschrieben, zu passiven Objekten, was sich für diese Kinder künftig in vielen Bereichen nachhaltig negativ auswirken kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn noch weitere Begleitumstände ebenfalls eher ungünstig auf die weitere Entwicklung der minderjährigen Kinder wirken. Dies können beispielsweise Substanzkonsumstörungen der Eltern sein. Bei den Kindern können Auffälligkeiten im schulischen Bereich oder im sozial-zwischenmenschlichen Bereich beobachtet werden. Es kann zunehmend zu Konflikten kommen oder die Kinder neigen dazu, sich mehr und mehr innerhalbe der Familie und in ihrem außerfamiliären Umfeld zurück zu ziehen, bis hin zur sozialen Isolation. Umgangsverweigerung, bei der die Kinder aktiv den Kontakt zu einem Elternteil verweigern, klammere ich in dieser Arbeit bewusst aus, da bei dieser Variante weitere Einflussfaktoren auf die Ursächlichkeit dieses Umstandes, wie beispielsweise Misshandlung oder Beeinflussung der Kinder, mit berücksichtigt werden müssten. Dies würde jedoch den Rahmen meiner Arbeit sprengen. Zentral sind die Verantwortung der Eltern, ihre aktive Fürsorge und Bestimmung über das Wohl der Kinder sowie der damit verbundene Einfluss auf deren Entwicklung, Gesundheit und Zukunft. Gleichzeitig sind auch die Risiken für das Elternwohl im beschriebenen Kontext zu beachten. Denn die Verweigerung des Umgangs mit dem Kind gegenüber dem nicht-sorgeberechtigten Elternteil, kann bei diesem ebenso psychische Probleme verursachen, weil ihm das Kind vorenthalten wird, wie auch die Unterlassung des Umgangs mit dem Kind durch den nicht-sorgeberechtigten Elternteil. Denn für den sorgeberechtigten Elternteil kann diese Unterlassung durch den nicht-sorgeberechtigten Elternteil eine psychische Belastung darstellen, da hier die Unterstützung bei der weiteren Erziehung der Kinder verweigert wird und die Verantwortung für das gemeinsame Kind dem alleinerziehenden Elternteil aufgebürdet wird. Beide beschriebene Situationen stellen in hohem Maß psychische Belastungssituationen für den jeweils betroffenen Elternteil dar.
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