Sebastian Viertel - Familie, Lebensgefühl und Gesundheit

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Was braucht es, damit Zweit-, Stief- und Patchwork Familien mehr als nur der Versuch einer Schadensbegrenzung vorangegangener vollständiger Familienzerrüttung sind? Wie kann, im Kontext der vollständigen Familienzerrütung, Kindeswohlgefährdungen und negativen gesundheitlichen Auswirkungen, sowohl für Kinder als auch für Eltern, vorgebeugt werden?
Welche Anforderungen müssen besonders in komplexen Familienstrukturen erfüllt sein, damit ein positives Familiengelingen mit einem ausbalancierten Familienklima möglich ist?

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Aktuell finden wir einerseits ein scheinbar stark ausgeprägtes Bewusstsein um die Bedeutung und Wichtigkeit sozialer Aspekte des menschlichen Zusammenlebens, wie z.B. soziale Ressourcen, Kommunikation und prosoziales Verhalten. Insbesondere die Zusammenhänge dieser Variablen mit der physischen und psychischen Gesundheit sind längst keine Geheimnisse mehr. Weiterhin gibt es inzwischen zahlreiche Programme, die präventive Unterstützung bieten, etwa für junge werdende Eltern oder für Eltern mit Kindern im Vorschulalter. Deutschlandweit, vor allem in den Großstädten, stehen zudem Anlauf- und Beratungsstellen für Familien zur Verfügung, die ganz individuelle Interventions-Maßnahmen bereithalten, wie etwa für Familien mit Kindern, in denen beide oder ein Elternteil alkoholkrank oder von anderen, illegalen Substanzen abhängig sind. Denn zum anderen können wir mit zunehmender Tendenz, neben dem oben beschriebenen, scheinbar stark ausgeprägten Bewusstsein über die Zusammenhänge sozialer Aspekte einerseits und dem menschlichen Wohlergehen andererseits, hohe Defizite und geradezu selbstzerstörerische Facetten innerhalb der Familien beobachten. Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, hat sich die Zahl der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen seit 1995 mehr als verdreifacht.

Abbildung 1 Datenquelle Statistisches Bundesamt Destatis GenesisOnline - фото 2

Abbildung 1 Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, Datenlizenz by-2-0;

www.govdata.de/dl-de/by-2-0; eigene Darstellung.

Laut Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2015 Deutschlandweit insgesamt 129.485 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls nach § 8a Absatz 1 SGB VIII. In knapp 45.000 dieser Verfahren wurde im Ergebnis eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Im gleichen Jahr wurden 77.645 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen, gem. § 42 SGB VIII. Weiterhin geht aus dem Drogen- und Suchtbericht der Drogen Beauftragten der Bundesregierung des Bundes-ministeriums für Gesundheit hervor, dass eine besonders relevante Konsumentengruppe im Bereich Crystal Meth, konsumierende Eltern sind und das jedes sechste Kind in einer Familie mit mindestens einem suchtkranken Elternteil aufwächst und allein in Köln 2015 über 17.000 Kinder betroffen waren (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Bundesministerium für Gesundheit, Juni 2016, S. 72-73). Bei diesen Zahlen ist ausschließlich die Rede von illegalem Methamphetamin. Aus dem gleichen Bericht geht weiter hervor, dass in Deutschland 2,65 Millionen Kinder bei suchtbelasteten Eltern leben. Wobei schätzungsweise 40.000 bis 60.000 dieser Eltern drogensüchtig sind. Alle anderen sind alkoholabhängig (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Bundesministerium für Gesundheit, Juni 2016, S. 117). Dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht 2017 ist auf Seite 83 zu entnehmen, dass „Studien zeigen, dass über 3 Millionen Kinder und Jugendliche – vermutlich deutlich mehr – mindestens einen suchtkranken Elternteil haben“ (Klein, Thomasius, & Moesgen, 2017). Mehr als 3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland werden von mindestens einem Alkohol- und/oder Drogenabhängigen Elternteil aufgezogen. Bereits in den Ende 2003 vereinbarten 10 Eckpunkten zur Verbesserung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien, spricht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung von über 2,5 Mio. Kindern unter 18 Jahren in Deutschland, die mit mindestens einem suchtkranken Elternteil aufwachsen (Hinze, & Jost, 2006). Angesichts der steigenden Zahl der Kinder und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien (Abbildung 2) seit Ende 2003 bis 2017, über einen Zeitraum von 14 Jahren und somit über 3,5 Legislaturperioden hinweg, konnten durch politische Maßnahmen offenbar keine wirksamen Effekte erzielt werden.

Abbildung 2 Kinder und Jugendliche mit mindestens einem suchtkranken Elternteil - фото 3

Abbildung 2 Kinder und Jugendliche mit mindestens einem suchtkranken Elternteil

(Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Bundesministerium für Gesundheit, 2003-2017).

Künftig sollen Kinder aus suchtbelasteten Familien noch stärker unterstützt werden. Denn eine Suchterkrankung oder der Missbrauch von Alkohol und anderen legalen oder illegalen Substanzen durch die Eltern, wirkt sich nicht nur negativ auf die Gesundheit und die Lebensumstände der Eltern aus, sondern kann auch für die Kinder und Jugendlichen nachhaltige negative Folgen haben: die sozio-demografischen Bedingungen für die Kinder können negativ beeinflusst werden. Das bedeutet, dass die Kindern später, auf Grund der Substanzkonsumstörung der Eltern und den damit verbundenen inner- und außerfamiliären Problemen, möglicherweise einer niederen Einkommensgruppe angehören werden und von Armut betroffen sein können. Weitere Probleme, mit welchen die Kinder und Jugendlichen aus Familien, in denen es zu Substanzkonsumstörungen kommt, konfrontiert sein können, sind soziale Ausgrenzung, Vernachlässigung, wenig Verlässlichkeit, unsichere Bindung oder Trennung von den Eltern. Konflikte, Aggressivität und Gewalt in der Familie sowie psychische Erkrankungen der Kinder, können weitere negative und nachhaltige Auswirkungen einer Substanzkonsumstörung der Eltern sein. Vielleicht lassen sich die Ursachen für diese paradoxen Umstände, dem hohen Bewusstsein über soziale Aspekte einerseits und den gleichzeitig zunehmenden asozialen Verhältnissen in unserer Gesellschaft andererseits, in der Unfähigkeit und den Schwächen des Homo sapiens finden. In Anbetracht einer solchen Entwicklung im beschriebenen Zeitraum, darf man nicht von einer positiven Bilanz sprechen. Die Drogenbeauftragte wünscht sich für die kommenden 4 Jahre eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Rolle des Alkohols und das, was wir als Gesellschaft bereit sind, für die Alkoholprävention zu tun. Bleibt zu hoffen, dass nach weiteren 4 Jahren Diskussion die Gesamtbilanz dann etwas positiver ausfällt. Vielleicht sollte man dazu die gewünschte Diskussion, über die Rolle des Alkohols und mögliche Präventionsmaßnahmen noch ein wenig weiter ausdehnen. Falls nicht schon in den letzten 14 Jahren geschehen, könnten in die Diskussion beispielsweise Bereiche, wie Produktion, Vertrieb und Marketing sowie Kosten und Steuern stärker einbezogen werden, anstatt den Fokus allein auf den Konsumenten und Folgeprobleme zu richten. Symptombehandlung ist wichtig aber Symptombehandlung ist keine Ursachenbehandlung. Offensichtlich liegen die Prioritäten in völlig anderen Bereichen, als beispielsweise dem Wohlergehen der erwähnten Kinder und Jugendlichen, deren Eltern oder Elternteil Substanzabhängig sind. Wie aus dem Kurzbericht Crystal Meth und Familie – Zur Analyse der Lebenssituation und des Hilfebedarfs betroffener Kinder hervorgeht, lag bei den Substanz konsumierenden Eltern zumeist ein niedriger sozioökonomischer Status vor (Klein, Dyba, Moesgen, & Urban, 2015), was natürlich nicht gleichzeitig bedeutet, dass in den höheren sozialen Schichten keine Substanzen konsumiert werden. Ein weiteres zu beobachtendes Phänomen: es besteht seit über 25 Jahren scheinbar ein chronischer Mangel an Plätzen in Kindertagesstätten sowie ein Mangel an ausreichend Personal im Betreuungs- und Bildungsbereich bzw. ein Mangel an finanziellen Mitteln. Bereits 1990 stellt der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge fest, dass zu wenig Ganztagseinrichtungen wie Krippen, Tagespflege, Kindergärten und Horte für alle Altersgruppen zur Verfügung stehen, welche die Vereinbarkeit von Familien-pflichten und Erwerbstätigkeit ermöglichen (Sander, 1999). Ein Trend, der sich bis heute offensichtlich fortsetzt und der, in Anbetracht aktueller Prognosen zu weiter steigenden Schülerzahlen in den kommenden Jahren, längst überfälliges politisches Handeln zwingend erforderlich macht. Scheinbar wurden auch hier auf politischer Ebene die Herausforderungen im Bereich Bildung und Betreuung verkannt oder aber die Bedürfnisse von Familien in diesen Bereichen sind aus politischer Perspektive ebenfalls von geringerer Priorität. Zu diesem Schluss muss man fast zwangsläufig gelangen, wenn man den beschriebenen Mangelzuständen auf der einen Seite, überhöhte Investitionen in anderen Bereichen gegenüber stellt. Hinzu kommt, dass der vorherrschende Personalmangel in der Sozialwirtschaft, die in den non-profit Bereich fällt, sich nicht nur negativ auf die Qualität der Betreuung und Ausbildung der Kinder auswirkt. Vor dem Hintergrund steigender psychischer Belastungen am Arbeitsplatz und damit einhergehendem zunehmenden Krankenstand, zeigt sich deutlich, dass auch die Gesundheit der in diesem Bereich tätigen Arbeitskräfte offenbar unter den beschriebenen Mangelzuständen leidet. Die Förderung des betrieblichen Gesundheitsmanagements in diesem Zusammenhang ist ein sehr wichtiges und nützliches Instrument der Schadensbegrenzung. Doch auch hier gilt: Symptom-behandlung ist keine Ursachenbehandlung. Die eigentlichen Ursachen, nämlich Personalmangel, Überforderung der Arbeitskräfte und damit einhergehende Leistungseinbußen und Qualitätsverlust, sollten nicht verkannt werden.

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