Fred Suban - Das Transgender-Phänomen

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Transgender – sie sind weder «nur» Mann noch «nur» Frau, sondern beides zugleich. Doch unfähig zu akzeptieren was nicht der gewohnten Vorstellung und/oder dem dogmatischen Leitbild der Gesellschaft entspricht, werden sie ausgegrenzt, diskriminiert oder sind noch Schlimmerem ausgesetzt. Fred Suban bricht das Tabuthema Transsexualität und zeichnet ungeschminkt ein beschämendes Verhaltensbild westlicher Moralität gegenüber Minderheiten, zu denen eben auch transsexuell Geborene gehören, andererseits aber amoralisches Verhalten der gehobenen Gesellschaft duldet. Ein spannendes, erotisch anmutendes Werk und doch mit fundierter Sachlichkeit persönlich recherchierter Erkenntnisse des Autors. Eine informative Entgegnung auf vorherrschende Vorurteile und verbreitetes Pseudowissen. Fred Suban begeistert mit bewegenden Geständnissen von Betroffenen in der westlichen Gesellschaft einerseits und auf der anderen Seite durch authentische faszinierende Erfahrungsgeschichten mit sogenannten «Ladyboys» in der thailändischen Zivilisation.

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„Das war eigentlich auch die Idee“, hörte ich aus ihrem Mund eine etwas dunkle, samtweiche Stimme sagen.

Ich war auf alles gefasst, aber diese Erwiderung warf mich doch etwas aus dem Gleichgewicht. „Ich habe alles versucht, Sie wiederzusehen“, gab ich nun unumwunden zu, „und ich möchte Sie gerne näher kennenlernen. Darf ich Sie zumindest zu einem Kaffee, noch lieber aber zum Essen einladen?“

„Ich nehme Ihre Einladung gerne an, aber ein andermal, denn heute habe ich mich bereits verabredet. Ich gebe Ihnen meine Telefonnummer, rufen Sie mich für einen Termin einfach an! Übrigens: Mein Name ist Barbara, vielleicht geht es dann besser.“ Mit dieser Bemerkung entschwand sie zusammen mit dem kleinen Hund meinen Blicken.

„Welch seltsame Begegnung!“, fuhr es mir wieder durch den Kopf, und ich erinnerte mich daran, dass mir ein seltsamer Unterton in ihrer dunklen Stimme aufgefallen war. Nun war es plötzlich nicht mehr nur die Sehnsucht nach einem bloßen Wiedersehen mit dieser Frau, sondern es gesellte sich noch die Neugier hinzu, das Geheimnis zu lüften, das diese Frau in sich trug. Dass es ein Geheimnis gibt, davon war ich inzwischen felsenfest überzeugt.

Einige Tage später war es dann so weit, denn der Anstand verbot mir, gleich am nächsten Tag anzurufen, obwohl ich meine Ungeduld kaum zügeln konnte. Ich kam mir vor wie ein Kind vor Weihnachten. Wir trafen uns an der bekannten Stelle, um dann im nahe gelegenen Frankreich ein für sein angenehmes Ambiente bekanntes Speiserestaurant aufzusuchen.

„Barbara“, begann ich das Gespräch vorsichtig, „du strahlst eine mir unbekannte Faszination aus; und wenn ich in deine Augen schaue, glaube ich eine gewisse Sehnsucht darin zu sehen. Kann es sein, dass du ein Geheimnis in dir trägst, das du gerne jemandem mitteilen möchtest? Zudem ist mir der Unterton in deiner dunklen Stimme aufgefallen, und auch der Dialekt lässt vermuten, dass du nicht aus dieser Region stammst.“

„Es freut und beschämt mich zugleich, dass du mich nach dieser kurzen Zeit durchschaut hast. Du hast richtig vermutet: Eigentlich bin ich Amerikanerin, aber in Holland aufgewachsen, und nun lebe ich seit vielen Jahren in der Schweiz. Nur einmal im Jahr, während der kalten Jahreszeit hier, fahre ich nach Kalifornien, um dort zu überwintern.“

Inzwischen war das Essen aufgetragen worden, und wir widmeten uns erst einmal den leiblichen Genüssen. Während des belanglosen Gesprächs trafen mich immer wieder diese geheimnisvollen Blicke.

„Interessant, dein Leben! Ich würde gerne mehr darüber erfahren, falls es dir nichts ausmacht.“

„Um auf den Punkt zu kommen: Ich war bis vor einigen Jahren noch ein Mann, ein Transsexueller. Wir können jetzt das Gespräch abbrechen, wenn es dir unangenehm ist, denn ich weiß, wie Männer darüber denken.“

„Das also ist das Geheimnis“, ging es mir durch den Kopf, während ich sie beruhigend aufforderte, doch bitte fortzufahren. Offensichtlich hatte sie Vertrauen gefasst, als ich ihr meine Erfahrungen mit diesem Problem in kurzen Worten schilderte.

„Danke, dann habe ich dich doch richtig eingeschätzt. Obwohl ich schon einige Jahre hier lebe, kenne ich niemanden, mit dem ich mich aussprechen könnte. Also“, fuhr sie mit sichtlicher Erleichterung fort: „Ich wurde in der Nähe von Los Angeles geboren. Nachdem meine Eltern und auch ich gemerkt hatten, dass ich mich trotz meines männlichen Geschlechts zu einem Mädchen entwickeln würde, zogen wir um nach Kanada. Denn ein solches Leben im konservativen Amerika war damals unmöglich. Im frühen Erwachsenenalter fasste ich dann den Entschluss, in Holland eine Geschlechtsumwandlung vornehmen zu lassen. Nachdem ich einige Jahre lang meinen Wohnsitz dort hatte, konnte ich dann die holländische Staatsbürgerschaft beantragen. Aber das Leben dort hat mir nie gefallen, und deshalb bin ich in die Schweiz gekommen. Ich verkaufe mich als Prostituierte auf Abruf, denn eine andere Möglichkeit habe ich nicht. Ich versuchte es in anderen Jobs, jedoch ohne Erfolg auf Akzeptanz in der Bevölkerung.“

„Weshalb hast du dich operieren lassen?“, wagte ich einzuwerfen. „Bist du mit dem Resultat zufrieden?“

„Nein. Ich hatte mir so viel erhofft ‒ einerseits endlich eine vollkommene Frau zu werden, als die ich mich immer fühlte, und andererseits endlich auch als solche akzeptiert zu werden. Zu meiner großen Enttäuschung und zu meinem Leidwesen muss ich feststellen, dass sich weder das eine noch das andere erfüllt hat. Das einzig Positive daran ist, dass ich mich als ‚weiblich‘ im Pass und allen Amtspapieren eintragen konnte. Manchmal habe ich große Sehnsucht danach, mich mit jemandem zu treffen, wie wir es heute tun; einen Freund zu haben, den ich lieben und an den ich mich anlehnen kann. In meinem Studio sind immer alle voller Begeisterung, aber in der Öffentlichkeit will sich dann niemand mit mir zeigen. Ich bin eben in deren Augen ein Transsexueller, ein Transvestit, wie sie es fälschlicherweise nennen, und das wird auch in Zukunft so bleiben.“

Wir verabredeten uns in der Folge noch einige Male in unterschiedlichen Abständen, wobei wir unser freundschaftliches Zusammensein jedes Mal sehr genossen. Eines Tages eröffnete sie mir ihren Entschluss, nach Amerika zurückzukehren, denn dort wohne ihre ebenfalls alleinstehende Schwester, und bei ihr werde sie sich niederlassen.

Ich spürte ihre Verzweiflung und wünschte ihr, dort endlich das zu finden, wonach sie immer gesucht hatte ‒ eine Gesellschaft mit mehr Toleranz. Allerdings hegte ich meine stillen Zweifel. Ich erinnerte mich nämlich daran, wie ich Anfang der 1970er-Jahre mit meiner damals Verlobten zu Besuch bei meiner Schwester in New York war und wie wir uns bei Nachbarn als Ehepaar vorstellen mussten, denn ein unverheiratetes Paar, obwohl verlobt, im gemeinsamen Schlafzimmer war für die konservativen Amerikaner selbst in einer Weltstadt, wie New York es ist, höchst verwerflich.

Mathilda

Es war am Ende eines feuchtfröhlichen Abends, an dem wir den Ausklang eines erfolgreichen Arbeitstags auf der Mustermesse gefeiert hatten. Die Mustermesse in Basel ist die größte Warenmesse der Schweiz und gleichzeitig der Spiegel für einheimische Industrie, Gewerbe und Handel. Als Importeur und Schweizer Vertretung eines ausländischen Möbelherstellers repräsentierte ich zusammen mit dessen Exportmanagern seine Produkte. Eigentlich war ich noch in aufgeheizter Stimmung, und es war mir überhaupt nicht zum Schlafen zumute; und so entschloss ich mich, trotz der fortgeschrittenen Nachtstunde noch eine Bar aufzusuchen. Während der Messezeit hatten die Bars und Restaurants rund um das Messegelände verlängerte Öffnungszeiten, und so war auch nicht erstaunlich, dass in diesen Etablissements ein wahres Gedränge herrschte. Diesem Umstand und dem bereits genossenen Alkohol war es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass ich beim Eintreten das sympathische Lächeln der dicht an mich gedrückten Servicedame als eine Art Aufforderung verstand. Jedenfalls fackelte ich nicht lange und drückte ihr einen kräftigen Kuss auf den hübschen Mund. Schon wollte ich mich für die Dreistigkeit wieder entschuldigen, aber zu meinem Erstaunen erntete ich einen verheißungsvollen Blick, und damit nahm die Fortsetzung dieser Geschichte ihren Anfang.

Am nächsten Tag nahm ich mir eine Auszeit an unserem Präsentationsstand, „um einen Kundenbesuch zu machen“, wie ich offiziell begründete. In Wirklichkeit aber wollte ich die Dame in der nahe gelegenen Bar aufsuchen, um mich für den gestrigen Vorfall zu entschuldigen. Ich wollte unter allen Umständen eine peinliche Situation vermeiden für den Fall, dass jemand meiner Mitrepräsentanten auf die Idee kommen sollte, ausgerechnet diese Bar für einen Umtrunk nach Messeschluss auszuwählen. Zu meiner Freude, aber auch mit einem beklemmenden Gefühl sah ich die Dame bereits wieder an der Arbeit. Ich wusste, dass die Bar erst jetzt geöffnet hatte, und konnte somit hoffen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach noch keine Gäste anwesend waren.

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