Fred Suban - Das Transgender-Phänomen

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Transgender – sie sind weder «nur» Mann noch «nur» Frau, sondern beides zugleich. Doch unfähig zu akzeptieren was nicht der gewohnten Vorstellung und/oder dem dogmatischen Leitbild der Gesellschaft entspricht, werden sie ausgegrenzt, diskriminiert oder sind noch Schlimmerem ausgesetzt. Fred Suban bricht das Tabuthema Transsexualität und zeichnet ungeschminkt ein beschämendes Verhaltensbild westlicher Moralität gegenüber Minderheiten, zu denen eben auch transsexuell Geborene gehören, andererseits aber amoralisches Verhalten der gehobenen Gesellschaft duldet. Ein spannendes, erotisch anmutendes Werk und doch mit fundierter Sachlichkeit persönlich recherchierter Erkenntnisse des Autors. Eine informative Entgegnung auf vorherrschende Vorurteile und verbreitetes Pseudowissen. Fred Suban begeistert mit bewegenden Geständnissen von Betroffenen in der westlichen Gesellschaft einerseits und auf der anderen Seite durch authentische faszinierende Erfahrungsgeschichten mit sogenannten «Ladyboys» in der thailändischen Zivilisation.

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„Ja, das stimmt. Deswegen wollte mich niemand nach Hause bringen. Die haben alle Angst, sich mit mir in der Öffentlichkeit zu zeigen. Warum tust du das? Ich bin so froh, denn für ein Taxi hätte ich kein Geld gehabt. Ich habe dich noch nie gesehen, wohnst du nicht hier?“

„Ich bin vor ein paar Jahren hierhergezogen, aber ich bin meist für längere Zeit auswärts auf Montage. Wahrscheinlich sind wir uns deshalb noch nie begegnet. Heute bin ich soeben vom Ausland zurückgekommen. Was die Meinung der Leute anbetrifft, so mache ich mir wenig daraus. Was die über mich denken oder reden, ist mir so ziemlich egal.“

„Auch ich bin meist auswärts. Die Leute hier kennen mich seit meiner Jugend, weil ich ja hier in der Gegend aufgewachsen bin. Heute bin ich gekommen, weil ich meine Mutter wieder einmal besuchen möchte.“

„Aha, also deswegen der Blumenstrauß.“

„Ja, den habe ich ihr zum Muttertag gekauft.“

„Also du bist eine Transsexuelle“, nahm ich den Faden wieder auf. „Übrigens du bist sehr hübsch, und wer dich nicht kennt, würde niemals auf deine wahre Identität schließen. Wie bereits gesagt, habe ich keine Probleme mit Transsexualität“, und dann erzählte ich ihr die ganze Geschichte von Chipsy. Seit damals waren immerhin rund 20 Jahre vergangen, doch die Erinnerung war noch so gegenwärtig, als ob sich alles erst kürzlich zugetragen hätte.

„Ich weiß also Bescheid, dass euer Leben in unserer Gesellschaft alles andere als einfach ist. Wenn du möchtest, kannst du mir deine Geschichte ruhig anvertrauen.“

„Danke“, meldete sie sich nach einer langen Pause wieder. „Ich bin froh, einmal mit einem Menschen sprechen zu können, der sich ehrlich für unser Problem interessiert. Bis jetzt konnte ich mich nur in unseren Kreisen austauschen. Aber meine Geschichte ist lang, und ich befürchte, dass der Nachhauseweg zu kurz ist.“

„Dann fahren wir eben zu einem ruhigen Restaurant. Wie ich vermute, hast du wahrscheinlich noch nichts gegessen. Es ist ja noch früh am Abend. Ich kenne da auf dem Lande eine geeignete Lokalität, wo wir ungestört sind und auch etwas essen können. Du brauchst dir wegen des Geldes keine Gedanken zu machen. Die Geschichte von Chipsy hat mich all die Jahre hindurch beschäftigt. Sie hat mir damals die Augen für dieses Problem geöffnet und auch sonst viel gegeben, sodass ich denke, Menschen wie dir eine kleine Gefälligkeit schuldig zu sein.“

Sichtlich bewegt begann sie dann ihre Leidensgeschichte zu erzählen; zuerst langsam und sehr nachdenklich, dann immer leidenschaftlicher, und ich bemerkte, wie sie ihre Emotionen unterdrücken musste.

Sie berichtete, die Jungenzeit sei schlimm gewesen. Im Gegensatz zu Chipsys Eltern seien ihre eigenen Eltern immer auf ihrer Seite gewesen, aber die Schulbehörde und insbesondere der Dorfpfarrer hätten Druck auf ihre Eltern ausgeübt, bis sie in eine psychiatrische Behandlung eingewilligt hätten. In ländlichen Gegenden hat der Pfarrer eben ein gewichtiges Wort mitzureden. „Von da an“, fuhr sie fort, „war ich dem Spott des ganzen Dorfes ausgesetzt mit Ausnahme einer Familie, die aus einer anderen Gegend neu zugezogen war. Die hatten ein schönes Haus mit einem großen Garten, und dort durfte ich meine Freizeit verbringen. Die waren es auch, die durchsetzten, dass ich schließlich in der Stadt zur Schule gehen konnte, und sie haben mich auch sukzessive über den wahren Sachverhalt meines Problems aufgeklärt.“

„Wo wohnst du jetzt, und was machst du? Du brauchst dich vor mir nicht zu genieren, ich mache keinen Gebrauch davon.“

„Ja, das habe ich gemerkt. Lange Zeit hatte ich kein Vertrauen mehr zu Männern. Ich hatte nämlich einen Freund, und am Anfang ging auch alles gut. Dann merkte ich, dass er mein Vertrauen nur gewinnen wollte, um mich auf den Strich zu schicken, aber ich wollte nicht. Da wurde er grob und hat mich auch geschlagen. Ich war an einen üblen Zuhälter geraten. Zur Polizei konnte ich wegen meiner Veranlagung nicht gehen, das hatte mein Peiniger genau kalkuliert. Endlich gelang mir mithilfe von Freunden die Flucht. Wenigstens war ich dann diesbezüglich frei, aber auch danach hatte ich keine andere Möglichkeit, als den Lebensunterhalt als Prostituierte zu verdienen, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich spare Geld für eine Operation. Danach kann ich bei den Behörden eine Namensänderung und eine Änderung der Geschlechtsbezeichnung beantragen. Vielleicht habe ich danach eine Chance auf ein neues Leben. Zurzeit durchlaufe ich eine Hormonbehandlung zur Vorbereitung auf die Operation.“

„Hast du Angst?“, lautete meine mitfühlende Frage.

„Ja, sehr große Angst sogar. Ich mache das nur, weil ich darin die einzige Chance auf Anerkennung in der Gesellschaft sehe. Ich möchte ein normales Leben führen und einer Arbeit nachgehen können wie andere auch. Kannst du dir vorstellen, was es nach meinem Erlebnis für mich bedeutet, fremden Männern meine Liebesdienste anzubieten? Aber eine andere Möglichkeit habe ich zurzeit nicht. In meiner Verzweiflung suchte ich Trost im Alkohol und begann zu trinken. Davon bin ich ‒ gottlob! ‒ wieder losgekommen. Ich habe Freundinnen, die haben es zu einem Job gebracht, indem sie ihre wahre Identität versteckten, einige waren sogar verheiratet. Aber das dauerte nur kurze Zeit, weil sich die wahre Identität auf Dauer nicht verleugnen lässt. Das wäre ungefähr so, als ob man sich in ein Gefängnis mit Einzelhaft begäbe und sich dabei vormachte, glücklich zu sein. Warum kann man uns nicht akzeptieren, wie wir sind? Schlimm zu ertragen ist auch, dass genau diejenigen, die uns in die Prostitution treiben, uns das zum Vorwurf machen. Was tun wir Böses? Können wir etwas dafür, dass wir so geboren sind?“

Der letzte Teil ihrer Geschichte, insbesondere die Äußerungen über die Gesellschaft, sind ihr offenbar schwergefallen. Ich spürte ihre Verbitterung und empfand tiefes Mitleid, aber auch ein beschämendes Gefühl der Ohnmacht.

„Entschuldige bitte“, sagte sie nach einer langen Pause, „aber ich bin so froh, mit jemandem darüber sprechen zu können!“

„Mach dir deswegen keine Sorgen! Du kannst mich jederzeit anrufen, wenn du mit jemandem sprechen willst oder wenn ich dir irgendwie helfen kann. Jedenfalls bitte ich dich: Melde dich einmal nach deiner Operation!“

Barbara

Es war ein ungemütlicher, regnerischer Tag und bereits am Eindunkeln, als ich in der Innenstadt von Basel wieder einmal vergeblich nach einem freien Parkplatz suchte, denn ich sollte heute meine Frau von ihrem Arbeitsplatz abholen. Plötzlich rannte ein kleiner Hund direkt vor mein Auto. Offensichtlich hatte sich dieser von der Leine losgerissen, denn ich sah eine wild gestikulierende, elegante Dame mit einer Leine in der Hand und einem leeren Halsband daran am Trottoirrand stehen, und da ich ohnehin wegen der Parkplatzsuche nur sehr langsam fuhr, konnte ich mit einer Schnellbremsung das Schlimmste gerade noch verhindern. Sichtlich erleichtert kam die Dame auf mein Auto zu und beugte sich zu mir ans offene Fenster, denn ich wollte sie deftig belehren.

„Ich möchte mich bei Ihnen herzlich bedanken“, entwaffnete sie mich von meinem Vorhaben und drückte mir einen heißen Kuss auf den Mund. Dass es der Hund ihrer Freundin sei und nicht auszudenken gewesen wäre, wenn ich den Hund überfahren hätte, hörte ich wie im Traum, von irgendwoher, von weit weg. Im Vordergrund blieb der Ausdruck eines ungewöhnlich faszinierenden Gesichts mit einem geheimnisvollen Blick, bis mich das Hupkonzert ungeduldiger Automobilisten aus dem Reich der Träume zurückholte.

Aber ich hatte nur noch eins im Kopf: Diese Frau musste ich wiedersehen, mochte es kosten, was es wollte. Aber ich wusste weder den Namen noch die Adresse, ich hatte nur die Stelle in Erinnerung, wo sich das Ereignis zugetragen hatte. Die Situation und vor allem dieses Gesicht, das diese unerklärliche Faszination bei mir bewirkte, die geheimnisvollen Augen, deren Blick sich tief in mein Inneres bohrte, das alles ließ mich nicht mehr los. Das Verlangen nach einem Wiedersehen raubte mir beinahe den Verstand, und so beschloss ich, mich am Ort des Geschehens wie ein kleiner, zum ersten Mal verliebter Junge auf die Lauer zu legen. Es vergingen Tage und Abende, an denen ich zu unterschiedlichsten Zeiten das Quartier umkreiste in der festen Überzeugung, irgendwann für die Mühe belohnt zu werden. Und tatsächlich: Eines Morgens sah ich sie so, wie ich sie in meiner Erinnerung behalten hatte. Aber ich musste dann doch meinen ganzen Mut zusammennehmen, bevor ich mit gespielter Gleichgültigkeit mit den Worten auf sie zuging: „Guten Morgen! Welch ein glücklicher Zufall, dass wir uns wiedertreffen!“, log ich. „Jetzt, da ich Sie wiedergetroffen habe, muss ich gestehen, dass das Ereignis von damals mir bis heute in lebendiger Erinnerung geblieben ist, und besonders der Kuss hat sich tief in mein Inneres eingegraben.“

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