Fred Suban - Das Transgender-Phänomen

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Transgender – sie sind weder «nur» Mann noch «nur» Frau, sondern beides zugleich. Doch unfähig zu akzeptieren was nicht der gewohnten Vorstellung und/oder dem dogmatischen Leitbild der Gesellschaft entspricht, werden sie ausgegrenzt, diskriminiert oder sind noch Schlimmerem ausgesetzt. Fred Suban bricht das Tabuthema Transsexualität und zeichnet ungeschminkt ein beschämendes Verhaltensbild westlicher Moralität gegenüber Minderheiten, zu denen eben auch transsexuell Geborene gehören, andererseits aber amoralisches Verhalten der gehobenen Gesellschaft duldet. Ein spannendes, erotisch anmutendes Werk und doch mit fundierter Sachlichkeit persönlich recherchierter Erkenntnisse des Autors. Eine informative Entgegnung auf vorherrschende Vorurteile und verbreitetes Pseudowissen. Fred Suban begeistert mit bewegenden Geständnissen von Betroffenen in der westlichen Gesellschaft einerseits und auf der anderen Seite durch authentische faszinierende Erfahrungsgeschichten mit sogenannten «Ladyboys» in der thailändischen Zivilisation.

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„Hallo!“, grüßte ich etwas unsicher. „Sind Sie die Dame von gestern Nacht, die ich spontan geküsst habe? Ich bin gekommen, um mich bei Ihnen zu entschuldigen.“

„Hallo! Sie sind also der Herr, dem ich meine schlaflose Nacht zu verdanken habe“, lächelte sie zurück, und eine sanfte Ironie klang in ihren Worten mit. „Ich habe gedacht, Sie hätten mich bereits wieder vergessen.“

„Wie könnte ich auch!“, lautete nun meinerseits das aufrichtige Bekenntnis. „Ich bin zwar gekommen, um mich zu entschuldigen und Sie zu bitten, nichts auszuplaudern, falls ich heute von meinen Kollegen begleitet werde, insgeheim habe ich jedoch auch gehofft, Sie um diese Zeit alleine anzutreffen.“

„Oh, das kostet natürlich einen Drink“, meinte sie sichtlich geschmeichelt, aber mit etwas heiser-belegter Stimme, wahrscheinlich eine Folge des gestrigen Abends. „Wissen Sie, auch ich freue mich, Sie wiederzusehen. Denn in meinem Beruf und besonders während solcher Tage muss man sich so manches anhören und manchmal auch gefallen lassen.“

„Ja, und dann kommt noch einer wie ich und nimmt sich die Frechheit, Sie, ohne zu fragen, einfach zu küssen.“

„Das hat mich aufgestellt, denn ich fühlte, dass eine aufrichtige Leidenschaft mitgespielt hatte.“

„Sie haben richtig getippt“, witzelte ich, „aber das ist eine lange Geschichte, die Sie kaum interessieren wird, und ich muss ohnehin wieder zu meinem Stand an die Messe.“

„Halt, so einfach geht das nun auch wieder nicht. Ich bestehe auf der Fortsetzung der Geschichte. Rufen Sie mich nach der Messe einmal an? Mein Name ist Mathilda.“

„Ich schwöre und verspreche es, gedulden Sie sich aber bitte noch die nächsten zwei Wochen, denn da habe ich noch den Rücktransport der Waren zu organisieren.“ Ich hatte natürlich selbst das Verlangen, diese seltsame Begegnung zu erneuern, was ich aber geflissentlich verschwieg. Ich hatte gerade eine Ehescheidung hinter mir und fühlte mich manchmal sehr einsam; da war mir eine solche Begegnung mehr als willkommen. Diese Frau strahlte etwas ungewöhnlich Reizvolles aus, und ich empfand eine große Sympathie ihr gegenüber und eine unerklärliche Verbundenheit mit ihr.

„Hallo, Mathilda, hier ist der Geschichtenerzähler!“, meldete ich mich dann einige Zeit später an. „Es hat leider etwas länger gedauert, aber ich hoffe, dass du dich trotzdem noch an mich erinnerst. Ich wollte mich erst telefonisch versichern, ob du noch dort arbeitest.“

„Und ich habe schon gedacht, ich müsse mir selbst eine Geschichte zusammenreimen. Wie du hörst, bin ich noch am Leben und freue mich auf deinen hoffentlich baldigen Besuch.“ Wieder klang dieser etwas leicht heisere Klang in ihrer Stimme mit.

„Dann kannst du uns gleich zwei Drinks mixen wie gewöhnlich“, meinte ich zu ihr, denn ich war während des Gesprächs bereits vor der Tür angekommen.

Es war ein beidseitig freudiges, herzliches Wiedersehen, und an den Drinks konnte ich erkennen, dass sie mich tatsächlich nicht vergessen hatte. Und dann erzählte ich ihr von meinem Ärger mit der Messeleitung, weil Möbel für zwei komplette Wohnungseinrichtungen gestohlen worden waren, die fertig verpackt für den Rücktransport bereitgestanden hatten und einfach von einem unbekannten Transportunternehmen abgeholt worden waren. Ich berichtete, wie meine Anzeige bei der Polizei als unglaubwürdig abgelehnt worden war und der Sicherheitsdienst der Messeleitung jede Verantwortung von sich gewiesen hatte, obwohl jede Transportfirma eine Abholbestätigung hätte vorweisen müssen. „Weißt du, dass so etwas in der sauberen Schweiz möglich sein könnte, hätte ich niemals für möglich gehalten. Aber ich möchte dich nicht mit dieser Angelegenheit belasten. Erzähl doch bitte lieber etwas aus deinem Leben! Hast du dich erkältet, was deine Stimme vermuten lässt? ‒ Habe ich etwas Falsches gesagt?“, beeilte ich mich beizufügen, denn ich sah, wie ein Schatten über ihr sonst so hübsches Gesicht huschte.

„Nein, du hast schon richtig bemerkt, aber genau das ist mein Problem. Aber das kann ich dir nicht erzählen, weil du dann nicht wiederkommst.“

„Da brauchst du dir bestimmt keine Sorgen zu machen, denn ich werde immer wieder zur Anhörung von Schicksalen und Leidensgeschichten auserkoren. Es hat beinahe den Anschein, als wirkte ich wie ein Magnet auf Menschen, die sich mit ihren Sorgen jemandem anvertrauen möchten. Wenn es dir also ebenso ergeht und es dich erleichtert, über irgendein Ereignis zu reden, kannst du mir ruhig vertrauen. Wir können uns jedoch auch an einem anderen Ort treffen, wo wir ungestört reden können.“

Offensichtlich hatte sie doch etwas Mühe, ihre Zweifel an meiner Ehrlichkeit zu beseitigen, als sie dann unaufgeforderten einen weiteren Drink brachte und dabei sichtlich erleichtert meinte, mit mir reden zu wollen, weil sie sonst niemanden kenne, dem sie vertrauen könne: „Nächste Woche habe ich zwei Tage frei, da könnten wir uns treffen. Versprich mir aber bitte, dass du mich in jedem Fall weiterhin akzeptierst!“

„Also“, begann sie das Gespräch, als wir uns an einem ihrer freien Tage trafen, „ich bin eine Transsexuelle, ich habe männliche Geschlechtsorgane. Aber ich fühle mich seit meiner Kindheit als weibliches Wesen und hatte in der Kindheit auch keine Probleme, weil äußerlich eigentlich kein Unterschied zu anderen Mädchen erkennbar war. Das Problem begann erst mit dem Stimmbruch während der Pubertät, da konnte ich mich nicht mehr verstecken. Ich begann meinen Körper zu hassen, weil er meiner Meinung nach mein ganzes Leben verpfuschte. Meine Eltern litten darunter ebenso wie ich, denn sie hatten ja alles versucht, meine Kindheit zu meinem Wohl zu gestalten, und wahrscheinlich hatten sie insgeheim gehofft, dass die Pubertät bei mir anders verlaufen würde. Sie versuchten dann alles Mögliche, den Verlauf aufzuhalten. Ein Spezialarzt für Stimmbandoperationen versprach dann, mit einer Operation das Problem lösen zu können. Wahrscheinlich ist dann während der Operation ein Fehler unterlaufen, weshalb ich jetzt unter diesem hörbaren Nebeneffekt zu leiden habe.“

„Es ist nicht schlimm“, warf ich tröstend ein, „es verleiht deiner Stimme einen besonderen erotischen Touch.“

„Ein weiteres, viel größeres Problem steht mir jedoch noch bevor. Ich habe mich zu einer Geschlechtsoperation in Belgien angemeldet. In einigen Monaten ist es dann so weit. Einerseits freue ich mich darauf, mich endlich von der Last zu befreien, als etwas in der Gesellschaft gelten zu müssen, was ich nicht bin, andererseits aber habe ich große Angst vor der Ungewissheit danach. Verstehst du, was ich damit meine? Ich frage mich, ob ich noch so denken und fühlen werde wie jetzt oder ob sich mein ganzes Persönlichkeitsbewusstsein verändern wird.“

„In dieser Hinsicht, so denke ich wenigstens, kann ich dich aufgrund von Erlebnisberichten einiger deiner Leidensgenossinnen etwas beruhigen. Demnach ist nicht die Persönlichkeitsveränderung das Problem, sondern genau das Gegenteil, dass sich diesbezüglich eben nichts verändert hat und die Operation lediglich ein kosmetischer Eingriff war; dass die Hoffnung, endlich ganz Frau zu sein und körperlich auch als solche zu empfinden, sich langfristig als Irrtum herausstellt. Ich weiß, ich kann dich von deinem Vorhaben nicht abbringen, aber vielleicht empfindest du die Enttäuschung als nicht so schwer, wenn du dich darauf einstellen kannst. Jedenfalls wünsche ich ein gutes Gelingen; es soll ja auch Ausnahmen geben, und ich hoffe, dass du zu denen zählst.“

„Du hast mir wieder Mut gemacht, und ich verspreche dir, du wirst der Erste sein, mit dem ich das ausprobieren werde.“

So weit kam es dann allerdings nicht. Ich hatte geschäftlich eine einschneidende Veränderung vorzunehmen und wechselte auch den Wohnort, wodurch wir den Kontakt zueinander verloren. Erst einige Jahre später traf ich sie zufällig auf der Straße nahe meinem neuen Wohnort. „Hallo“, sprach ich sie an, „kennen wir uns nicht?“ Die Wiedersehensfreude war groß. Was sie denn in diese Gegend treibe und wie es ihr gehe, wollte ich wissen

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