Alexander Nadler - Handover

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Nachdem Claude Duchamp seinen Bruder tot in dessen Frankfurter Wohnung aufgefunden hat, macht er sich – gegen den Rat der Polizei – selbst auf die Suche nach dessen Mörder. So schwierig sich dabei das Auffinden und Zusammenfügen der einzelnen Puzzlesteine auch gestaltet, so wird ihm doch allmählich bewusst, dass sein Bruder allem Anschein nach einem weltweit operierenden Verbrechersyndikat zum Opfer gefallen ist. Doch warum?
Da er die Antwort auf diese Frage in Hong Kong zu finden hofft, macht er sich auf den Weg nach Asien, wo er bei einem Zwischenstation in Thailand bei einem mysteriösen Autounfall beinahe ums Leben kommt.
Während seiner Recherchen in Hong Kong, das kurz vor dem Handover an China steht, begegnet Claude Alicia, die er auf deren Einladung hin auf ihrer Konzerttournee durch die Volksrepublik begleitet. Zurück in Hong Kong lernt Claude während der Übergabefeierlichkeiten schließlich jenen Mann kennen, den er für den Tod seines Bruders verantwortlich macht.

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Klangen Philipps Zeilen nicht wie ein Abschied, trotz des am Schluss zum Ausdruck gebrachten Wunsches auf ein baldiges Wiedersehen? Wieder taumelt Claude, wie von einem wohlplatzierten Aufwärtshaken angeschlagen, durch die Wellentäler seiner Psyche, derer er bis vor wenigen Tagen so sicher zu sein glaubte, insbesondere nach jenem Lebensabschnitt, in dessen Mittelpunkt Isabel gestanden hatte. Da auch Thorwald schweigt, wahrscheinlich damit beschäftigt, das Schreiben ein zweites Mal durchzulesen, teilt Claude ihm seinen Entschluss mit: „Julius, wenn es dir nichts ausmacht, komme ich morgen zu dir.“

„Selbstverständlich. Ich freue mich, trotz des traurigen Anlasses. Kommst du mit dem Auto oder mit der Bahn?“

„Mit der Bahn. Sobald ich weiß, wann der Zug in Freiburg ist, rufe ich dich noch einmal an, okay?“

„Okay. Falls ich morgen früh außer Haus sein sollte, kannst du meiner Haushälterin Bescheid geben, die richtet es mir schon aus. Ich werde sie morgen jedenfalls dahingehend instruieren. Wahrscheinlich kommst du ja eh erst am Nachmittag.“

„Anzunehmen.“ Kurzes Schweigen beiderseits. „Dann will ich dich nicht weiter stören. Alles weitere morgen. Bis dann.“

„Bis dann, und ... Kopf hoch!“

„Klar doch.“ Claude bemüht sich überzeugend zu klingen, was ihm aber nicht so recht gelingen will, auch wenn ihm das Gespräch, so seine erste Analyse, offensichtlich weitergeholfen, möglicherweise sogar den entscheidenden Schlüssel für die Lösung des Falles geliefert hat. Noch aber wagt er nicht daran zu glauben, wie er sich eingestehen muss auch ein klein wenig aus Furcht, sein Bruder könnte in irgendeine unlautere, womöglich gar ungesetzliche Sache verstrickt sein, was er sich zwar an und für sich nicht erklären kann, doch wie verkündet es ein Werbeslogan beinahe täglich im Fernseher: Nichts ist unmöglich. Der morgige Tag wird Aufschluss darüber geben - hoffentlich.

Freitag, 18. April 1997, 15:43 Uhr

Der Blick auf die Armbanduhr verrät Claude, dass es nur noch rund zwanzig Minuten bis Freiburg sind. Eine Woche ist es bereits her, seit er seinen Bruder aufgefunden hat, sieben Tage, die ihn und die Polizei zwar bislang bei der Aufklärung des Falles keinen entscheidenden Schritt weitergebracht haben, dennoch aber wie im Fluge vergangen sind, überwiegend gefüllt mit wirren Spekulationen und Hypothesen, denen heute möglicherweise ein Ende bereitet werden kann. Bei Tempo 130 gleitet, untermalt vom kaum hör- und spürbaren Tacken der Räder, draußen die in frühlingsfrisches Grün gekleidete Landschaft vorbei. Nur wenige flauschige Wolkengebilde verlieren sich am sonst blauen Himmel dieses herrlichen Frühlingstages, dem Claude trotz der stundenlangen Fahrerei bis zu diesem Augenblick praktisch keine Aufmerksamkeit geschenkt hat, zu sehr war er alten Erinnerungen nachgehangen, in deren Mittelpunkt jene Person stand, die ihn in wenigen Minuten vom Bahnhof abholen wird und die ihn und seinen Bruder in einem nicht unerheblichen Maße mit geprägt hat...

Ein Schmunzeln lief über Claudes Gesicht, als ihm wieder bewusst wurde, dass Julius Thorwald ihn und Philipp schon kannte, als sie beide noch in die Windeln machten. Den Erzählungen seiner Mutter zufolge hatte er sie, wenn Not am Mann war, sogar gelegentlich höchstpersönlich trockengelegt. So etwas verband natürlich, schuf jene enge und überaus herzliche Beziehung, aufgrund derer sich die beiden Brüder von klein auf zu dem Geistlichen fast väterlich hingezogen fühlten, daran konnten auch längere Phasen nichts ändern, während derer sie sich nicht sahen. Wie eng und unverkrampft dieses Verhältnis war, merkten sie jedes Mal, wenn sich ihre Wege nach langer Zeit wieder einmal kreuzten, gingen sie doch in diesen Augenblicken stets so unbefangen miteinander um, als wären sie erst tags zuvor auseinandergegangen. Ja, Julius war schon etwas Besonderes, so dass es auch nicht weiter Wunder nahm, dass er nach dem Tode ihrer Eltern beider Vertrauensperson wurde, der sie, dies wussten sie instinktiv, alles, aber auch wirklich alles blindlings anvertrauen konnten: Julius konnte schweigen wie ein Grab. Und so kritisch sein Bruder und er selbst der Kirche oftmals gegenüberstanden, oder vielleicht gerade deshalb, empfanden sie es als Glücksfall, dass Julius Geistlicher war, verkörperte er für sie doch all jene charakterlichen Eigenschaften, die sie bei vielen anderen Vertretern dieses Standes, insbesondere in den oberen Chargen, schmerzlich vermissten. Abendelang hatten sie zu dritt eben darüber diskutiert, denn mit Julius konnten sie dies, schließlich stand er der Institution Kirche selber kritisch genug gegenüber, was ihm im Laufe der Jahre von Seiten der geistlichen Obrigkeit immer wieder einmal mehr oder weniger scharfe Mahnungen und Verweise eingebracht hatte. Doch war er Diplomat genug und sich seines Standpunktes viel zu sicher, als dass er sich durch derlei Anfechtungen hätte irremachen lassen, denn in seinen Thesen vermochte ihn keiner seiner Dienstherren zu widerlegen.

Und er war es auch zu einem nicht unerheblichen Teil gewesen, der Philipp und ihn in die hohe Schule der Dialektik einführte, sie lehrte alles zu hinterfragen, Obrigkeitshörigkeit abzustreifen, selbständig und selbstkritisch zu denken und zu analysieren, ihre Fähigkeit schärfte, positive Kritik zu üben. Dabei hatte er ihnen von Anfang an klargemacht, dass es bei alledem nicht ohne Blessuren abgehen werde, da die meisten Menschen Kritik, auch wohlgemeinte, nur schwer oder gar nicht ertragen könnten und meist mit Retourkutschen, Diffamierungen oder Hohn darauf reagierten.

Claude erinnerte sich an einen dieser regen Diskussionsabende, bei dem es sich um genau dieses Thema drehte, noch ganz genau. Anlass dazu war damals die Stellungnahme Julius’ zu umweltpolitischen Fragen seiner Gemeinde, die bei etlichen Stellen auf scharfe Kritik gestoßen waren, sowohl auf kommunalpolitischer Ebene als auch in Kirchenkreisen. „Sie haben es halt nicht gerne, dass ich mich als Vertreter der Amtskirche in solche Dinge einmische. Die Politiker, weil sie - angeblich zumindest - eine Verquickung von Staat und Kirche befürchten, und meine lieben Amtskollegen, weil ich mir erlaube auf die kircheninternen Schwachstellen und Widersprüchlichkeiten aufmerksam zu machen, an dem Nimbus der Unfehlbarkeit zu rütteln wage. So ein Schwachsinn, als ob irgendein Mensch unfehlbar wäre. Ich doch genauso wenig wie irgendjemand sonst, Talar hin oder her. Aber es ist immer wieder das Gleiche, jeder fühlt sich gleich persönlich auf den Schlips getreten, kaum einer kann es akzeptieren, dass jemand anderes eine andere Meinung vertritt oder zur Diskussion stellt.“ Julius’ Stimme hatte in diesem Augenblick resigniert geklungen, doch kannten ihn Philipp und er zu gut und wussten, dass er sich so leicht nicht unterkriegen ließ und auf seine Person gemünzte Schmähungen letztendlich gelassen hinzunehmen verstand, da er stets wusste, wovon er redete, denn er war nicht der Typ, der den Mund zu voll nahm, ohne vorher gründlich darüber nachgedacht zu haben, was er eigentlich sagen wollte, wie dies vor allem die gewählten Volksvertreter auf der politischen Bühne bedauerlicherweise allzu oft taten.

„Das erlebst du doch nicht zum ersten Mal“, beschwichtigte ihn Philipp, „Du kennst die Menschen doch weiß Gott noch besser als Claude oder ich. Das Problem ist, dass keiner seine Schwächen, seinen möglichen Irrtum beziehungsweise eine Fehleinschätzung zugeben will. Natürlich ist es einfacher auf den anderen, den Andersdenkenden verbal einzuknüppeln als sich selbst und seinen Standpunkt zu hinterfragen. Dann müsste man sich nämlich endlich einmal klar darüber werden, wer und was man eigentlich ist, welche Rechte und Pflichten man hat, sich und allen anderen gegenüber. Und so viel Gemeinsinn kannst du leider nicht voraussetzen, zumindest nicht beim Gros der Menschheit. Ich kann nur wiederholen, was ich neulich erst gesagt habe: Die Legalisten hatten schon recht, der Mensch ist von Natur aus schlecht, auch wenn dies viele nicht wahrhaben wollen, insbesondere auch deine Kollegen. Mit bloßen Appellen an die Vernunft und Selbstdisziplin kommst du nicht weit, dazu sind wir alle viel zu große Egoisten. Schau dich doch nur um, wie ein jeder sich schamlos zu bereichern versucht, und kaum einer kann den Rachen voll genug bekommen. Natürlich wäre es schön, würden wohlgemeinte Appelle ausreichen, die Realität beweist allerdings tagtäglich, dass es ohne Gesetze nicht geht. Setze die Gesetze auch nur für einen einzigen Tag außer Kraft, ich prophezeie dir, die Welt versinkt im Chaos, nicht nur in den von vielen mit abschätzigen Bemerkungen als ‚unreif’ deklarierten Ländern der sogenannten Dritten Welt, nein auch hier bei uns würden sich die Leute die Köpfe einschlagen, aus Gier, Neid und Eifersucht.“ Philipp war die Erregung deutlich anzumerken gewesen, denn wie Claude aus vielen vorangegangenen Diskussionen wusste, waren sie bei einem zentralen Thema angelangt, über das sich sein Bruder jedes Mal ereiferte, da es ihm trotz seiner zahlreichen derartigen ernüchternden Erfahrungen und dem Wissen darum, dass es so war, partout nicht in den Kopf gehen wollte, warum sich angeblich vernunftbegabte Wesen ständig derart unvernünftig benahmen, dass ihre Existenz dauernd von ihnen selbst heraufbeschworener latenter Gefahr ausgesetzt war.

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