Alexander Nadler - Handover

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Nachdem Claude Duchamp seinen Bruder tot in dessen Frankfurter Wohnung aufgefunden hat, macht er sich – gegen den Rat der Polizei – selbst auf die Suche nach dessen Mörder. So schwierig sich dabei das Auffinden und Zusammenfügen der einzelnen Puzzlesteine auch gestaltet, so wird ihm doch allmählich bewusst, dass sein Bruder allem Anschein nach einem weltweit operierenden Verbrechersyndikat zum Opfer gefallen ist. Doch warum?
Da er die Antwort auf diese Frage in Hong Kong zu finden hofft, macht er sich auf den Weg nach Asien, wo er bei einem Zwischenstation in Thailand bei einem mysteriösen Autounfall beinahe ums Leben kommt.
Während seiner Recherchen in Hong Kong, das kurz vor dem Handover an China steht, begegnet Claude Alicia, die er auf deren Einladung hin auf ihrer Konzerttournee durch die Volksrepublik begleitet. Zurück in Hong Kong lernt Claude während der Übergabefeierlichkeiten schließlich jenen Mann kennen, den er für den Tod seines Bruders verantwortlich macht.

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Ungewohnt unwirsch reißt Claude den ihm gereichten Umschlag auf, was er auf seine nicht ganz intakte Psyche zurückführt. Diese verbessert sich beim Überfliegen der Zeilen indes schlagartig. Mit einem hastigen: „Dankeschön“ verschwindet er sodann in dem mittlerweile bereitstehenden Lift, und kaum in seinem Zimmer angekommen, das Kuvert noch in der Hand, setzt er sich telefonisch mit Hauptkommissar Krüger in Verbindung, der sich auch sofort persönlich meldet: „Hier Krüger, Mordkommission.“

„Guten Tag, Herr Kommissar, hier Claude Duchamp. Ich habe soeben Ihre Nachricht erhalten. Danke, dass Sie an mich gedacht haben. Wann wollen Sie denn in die Wohnung meines Bruders?“

„Wenn es Ihnen passt, gleich.“

„Selbstverständlich, das passt mir ausgezeichnet.“

„Gut, wir kommen dann in ein paar Minuten bei Ihnen im Hotel vorbei und holen Sie ab.“

„Okay, ich warte in der Lobby auf Sie. Bis gleich also.“ Die sich unerwartet rasch aufgetane Chance, Zugang zu Philipps Archiv zu erhalten, hat Claudes Müdigkeit, in die sich allmählich ein Schuss Resignation zu mischen begann, urplötzlich vertrieben, deutlich spürt er, wie neuer Tatendrang Körper und Geist belebt. Mit kaltem Wasser wäscht er sich das Gesicht, um die ohnehin wieder rege gewordenen Lebensgeister nachdrücklich wachzurütteln. Und während er sich mit der Bürste durchs Haar fährt, blickt er tief in die Augen seines Spiegelbildes, so als wolle er sich durch Selbstsuggestion in seiner Zielsetzung bestätigen. Einmal kräftig den Rücken durchgedrückt, sich gestreckt, dann ist er soweit. Behänden Schrittes nimmt er diesmal die Treppe. ‚Vier Stockwerke, die sind doch ein Klacks’, amüsiert er sich im Stillen über seinen eigenen Tatendrang, mit dem er die Stufen paarweise hinuntersaust.

Keine fünf Minuten sind vergangen, bis er die Kriminalbeamten vorfahren sieht, und noch ehe Mihailovic die Hotelhalle betreten kann, ist ihm Claude flinken Schrittes entgegengeeilt und fängt ihn an der Eingangstür ab, woraufhin beide in den Wagen steigen, den Krüger mit leicht quietschenden Reifen in Bewegung setzt. Wie der Wagenlenker - ab und an in den Rückspiegel blickend, um so Blickkontakt mit ihm herzustellen - Claude mitteilt, habe man sich, da die Ermittlungen auf der Stelle träten, heute Morgen kurzfristig für einen weiteren Ortstermin in der Wohnung des Ermordeten entschlossen. Und da er Mihailovic gegenüber den Wunsch geäußert habe, das Archiv seines Bruders durchforsten zu dürfen, sei es doch am sinnvollsten, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, zudem könne er sich selbst dann auch noch einmal in Ruhe in der Wohnung umschauen, möglicherweise fiele ihm jetzt, da der erste Schock vorüber sei, ja doch irgendetwas auf oder ein, das ihnen weiterhelfen könne.

Claude hört den Ausführungen des Hauptkommissars und seines Assistenten nur mit einem Ohr zu, gleich einem auf eine freudige Überraschung wartenden Kind spürt er prickelnde Erregung in sich hochsteigen. Die Unsicherheit, das Nicht-Wissen, wonach er eigentlich suchen soll, treibt seinen Adrenalinspiegel umso weiter in die Höhe, je mehr sie sich Philipps Wohnung nähern.

Leicht und leise schwingt nach dem Entfernen der polizeilichen Versiegelung die Wohnungstür auf. Während die Kriminalbeamten ohne irgendein Anzeichen emotionaler Regung den Türrahmen durchschreiten, überfällt Claude dabei für Sekundenbruchteile ein eigenartiges Gefühl der Beklemmung, fast ist es ihm, als ob er die Totenruhe seines Bruders dadurch störe, eindringe in ein ihm bis dato unbekanntes Reich. Doch ehe ihn dieser gefühlsmäßige Anflug wirklich übermannen kann, durchschneidet Krügers Stimme den von transparenter Totenstille erfüllten Raum: „Herr Duchamp, ich möchte Sie bitten, zunächst nichts anzurühren, und vielleicht könnten Sie sich erst noch einmal alles in Ruhe anschauen. Sie wissen schon, jeder Hinweis kann hilfreich sein.“ Der Kommissar winkt ihn zu sich ins Wohnzimmer, an den Ort des Verbrechens, das sich in Form der Kreidestriche, die die groben Konturen von Philipps Körper am Boden nachzeichnen, manifestiert, auf emotional brutale Art und Weise greifbar wird, so unverständlich es für Claude auch immer bleiben wird.

So sehr er sich auch zu rationaler Denkweise durchzuringen bemüht, fällt Claude beim Gang und Schweifen der Blicke durch die einzelnen Räume beim besten Willen nichts Besonderes, Verdächtiges auf, nichts, was ihm nicht auch schon am Tage des Auffindens seines Bruders ins Auge gefallen wäre. Lediglich die drei Fotos, die ganz offensichtlich Philipps Verlobte zeigen, sieht er nunmehr mit anderen Augen. Ihre Erotik wirkt heute noch intensiver auf ihn, wird geradezu körperlich spürbar. Mit den Augen des erfahrenen Fotografen, der sein Motiv analytisch Punkt für Punkt zu fassen, zu verstehen versucht, tastet er die Bilder ab, und so oft seine Blicke auch über den makellosen nackten Körper gleiten, sich an den wohlgeformten Brüsten und dem scharfgeschnittenen Dreieck der Schambehaarung festsaugen, so ist nichts, aber auch gar nichts von schwülstiger Lüsternheit darin zu erkennen, aus ihnen spricht einzig und allein die Bewunderung für die Schönheit dieses weiblichen Wesens und die Fähigkeit seines Bruders, es auf diese fast schon übersinnliche Art und Weise ins Bild zu setzen. Wer war sie, für die er seinen Bruder anfängt zu beneiden. Wo konnte er sie finden? Könnte sie ihm weiterhelfen?

„Wissen Sie, wer das Mädchen ist?“

Er hat Krüger nicht kommen hören, daher zuckt der Angesprochene leicht zusammen. „Soviel ich weiß, war sie Philipps Verlobte.“

„Eine verdammt schöne Frau. Haben Sie zwischenzeitlich mehr über sie herausgefunden, wie sie heißt und wo wir sie finden können?“

‚Haben die Nachbarn den Kriminalbeamten dahingehend keine Auskünfte gegeben?‘ „Ihr Name ist Jinda Bhirasri, mehr weiß ich leider auch nicht.“ ‚Warum bin ich eigentlich so skeptisch gegenüber der Polizei, warum die Furcht, ihnen etwas verraten zu können? Sie wollen dir doch nur helfen, das Schicksal deines Bruders aufklären.’ Claude versteht sich selbst nicht, eine innere Hemmung hindert ihn jedoch daran, den Beamten gegenüber mehr zu sagen als unbedingt nötig. „Kann ich nun in das Archiv meines Bruders?“

„Klar doch.“ Krüger bemüht sich, ihm gegenüber nett zu sein, ob aus reinem Mitgefühl oder weil er Claudes Ressentiments spürt, ist für den Fragesteller indes nicht erkennbar. Doch noch ehe sich seine aufkeimenden Gewissensbisse richtig breitmachen können, kommt des Hauptkommissars überraschende Mitteilung: „Wir sind hier soweit fertig, ich glaube nicht, dass wir noch etwas Sachdienliches finden. Daher halte ich es nicht für nötig, die Wohnung weiterhin zu versiegeln. Sie steht Ihnen somit zur freien Verfügung.“ Claude kann es kaum fassen, gestern und heute Morgen war er noch voller Unrast, ob seiner aufgezwungenen Untätigkeit schier geplatzt, und auf einmal räumt man ihm uneingeschränktes Handeln und Wandeln ein. „Wir halten Sie selbstverständlich auch weiterhin auf dem Laufenden, natürlich auch darüber, wann Ihr Bruder für die Beisetzung freigegeben wird. Lassen Sie es uns nur bitte wissen, falls Sie Ihre Adresse ändern."

Die nach dem Gehen der beiden Beamten eintretende Stille, das Alleinsein in dieser Wohnung drückt schwer auf Claudes Gemüt, der zunächst einen weiteren Rundgang durch die Räume unternimmt, in denen er noch immer den Geist seines Bruders zu spüren glaubt. Erst beim Blick durch die Balkontür fällt ihm auf, dass sich die Sonne bereits verdächtig den Dachfirsten der Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite genähert hat, es somit Zeit für ihn wird, endlich das Archiv nach dem von Clemens angedeuteten Beweismaterial zu durchsuchen.

Da er seinem Bruder früher bei Besuchen in Mailand gelegentlich bei der Archivierung geholfen hat, kennt er das Ordnungssystem Philipps, der daran auch nichts verändert zu haben scheint, wie ihm schon nach wenigen Stichproben klar wird. Da Philipp sich ihm sonst aller Wahrscheinlichkeit viel früher anvertraut hätte, muss es sich um relativ neues Material handeln. ‚Nur gut, dass Philipp seine Arbeiten außer stichwortartig beziehungsweise themenmäßig auch chronologisch sortiert hat’, sinniert Claude beim Durchblättern der Dia- und Negativhüllen sowie der Fotomappen, die er systematisch durchschaut, um sich einen Überblick über die letzte Schaffensphase des Ermordeten zu verschaffen. Irgendetwas Brauchbares fördert seine Suche jedoch nicht zu Tage, nicht der kleinste Hinweis findet sich. Allmählich wird ihm klar, dass seine Sucherei wohl eigentlich überflüssig ist, denn sollte dieses Material tatsächlich etwas mit dem Mord zu tun haben, so dürfte es entweder von dem oder den Tätern mitgenommen oder aber von seinem Bruder an einem wirklich zugriffssicheren Ort aufbewahrt worden sein. Bei reiflicher Überlegung kommt Claude unter Berücksichtigung all dessen, was er bislang erfahren hat, immer mehr zu der Überzeugung, dass sein Bruder wahrscheinlich einen anderen Aufbewahrungsort gewählt haben dürfte - doch wo? Bei seiner Verlobten? Unwahrscheinlich, Philipp war nicht der Typ, der andere in etwas mit hineinzog. ‚Nur schade, dass diese Frau sich nicht meldet, zumindest musste sie doch von dem Mord erfahren haben, stand er doch, wenn auch ohne Foto und zumeist nur auf den hinteren Seiten, in nahezu allen regionalen Zeitungen’, grübelt er vor sich hin. Ein Bankschließfach oder etwas Ähnliches? Alles irgendwie zu simpel, zu einfallslos. Jetzt ist Claude gefordert: Wie gut kannte er seinen Bruder wirklich. Hatte er irgendeine Andeutung gemacht, wo pflegten sie in der Vergangenheit ihre vor anderen Augen geheim zu haltenden Dinge aufzubewahren, zu verstecken?

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