Gerhard Wolff - Der Schläfer

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In diesem Buch wird sowohl die Situation der Moslems in Deutschland, als auch die Verführbarkeit der Menschen durch die Religionen dargestellt. Am Ende steht die Frage, wie die Religionen tolerant miteinander leben können und es kommt zu einer überraschenden Lösung.
Mohammed lebt mit seiner Familie als Manager in Köln. Er leidet unter den Demütigungen, denen Muslime in Deutschland und im Westen ausgesetzt sind. Da taucht sein alter Freund Rashid auf und erinnert ihn daran, dass er vor Jahren, während seiner Studienzeit, bei islamischen Gruppen mit dabei war und sich bei seinem Ausstieg versprach, als Schläfer zur Verfügung zu stehen. Nun wird er von Rashid in dessen Terrorgruppe hineingezogen. Im Umkreis dieser Islamisten radikalisiert sich Mohammed und ist willigt schließlich ein, sich an Selbstmordattentaten zu beteiligen. Wie wird sich Mohammed am Ende entscheiden?

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Babu sah ihn hoffnungsvoll an.

„Jetzt komm mit, das Essen wartet!“

„Ich, ich habe keinen Hunger!“

„Kommt nicht in Frage! Wer kämpfen muss, muss auch essen“, befahl der Vater und versuchte zu lachen.

Da standen sie beide auf und gingen hinunter ins Esszimmer.

3

„Ah, Ful mit Bastirma!“, rief der Vater aus, als er und der Junge sich an den Tisch setzten.

Auf dem Tisch stand eine riesige Schüssel, in der sich das Bohnengericht mit Geflügel gulaschartig vermischt befand. Die anderen hatten bereits Platz genommen, warteten jedoch auf den Bruder und vor allem auf das Familienoberhaupt.

Der Vater hob die Hände und sprach ein Dankgebet zu Allah. Dann wünschte er ihnen einen guten Appetit.

Alle nahmen sich von dem Fladenbrot, das auf einer der Schüsseln lag, das andere Gericht aßen sie mit den Fingern.

„Nicht mit der linken Hand, Fatima!“, belehrte Mo seine jüngste Tochter Fatima. „Du weißt, das ist die unreine Hand.“

Das Mädchen zuckte mit der Hand zurück, dachte kurz nach und holte sich dann mit der rechten Hand etwas aus der Schüssel.

Nun aßen sie eine Weile schweigend.

„Warum isst du denn nichts, Aischa?“, fragte die Mutter plötzlich ihre große Tochter. „Hast du keinen Hunger?“

Das Mädchen schwieg, während die anderen weiter aßen.

Die Mutter blickte das Mädchen nun mit zunehmend besorgterer Miene an. „Bist du krank?“

„Ich finde es furchtbar, dass wir mit den Händen essen!“, rief sie plötzlich aus.

Alle hielten überrascht inne und sahen sie an.

Sie blickten sie mit einem Gefühl aus Zorn und Enttäuschung an. Auf dem Gesicht der Mutter machte sich ein Ausdruck des Versagens breit.

Der Vater bemerkte es, legte seine Hand beruhigend auf ihre Hand und wandte sich Aischa zu. „Es ist einer unserer Bräuche“, begann er leise, aber bestimmt. „Es ist einer unserer Bräuche, dass wir manchmal mit den Fingern aus einer Schüssel essen. Das soll die Zusammengehörigkeit unserer Familie zeigen. Das ist ein alter und wichtiger Brauch!“

„Wenn wenigstens jeder von uns einen Löffel nähme!“, warf das Mädchen ein.

„Aber ich sagte dir doch, dass es ein Brauch ist!“, erklärte der Vater nochmals. „Und wir machen es doch nur manchmal, wenn wir uns an unsere Vorfahren erinnern wollen.“

„Wenn wir das tun, dann ist es genau so, wie meine Klassenkameraden es mir vorwerfen!“, rief Aischa verzweifelt aus.

Mohammed und Salah sahen sie entsetzt an. „Was, was meinst du damit!“, fragte der Vater ehrlich.

Das Mädchen winkte mit Tränen in den Augen ab und schwieg.

„Was meinst du damit?“, wollte Mo nun in strengerem Ton wissen. „Erkläre es mir!“

Sie schwieg weiter.

„Sprich, wenn dein Vater dich dazu auffordert!“ Er sah sie streng an.

Sie wagte es nicht, seinen Zorn zu erregen, also sprach sie. „Meine Klassenkameraden sind so gemein. Sie hänseln mich immer wegen meines Aussehens. Und sie sagen, wir würden sicher nicht mit Messer und Gabel essen. Und so ist das ja auch!“

„Aber, aber wir essen doch fast immer mit Messer und Gabel. Nur manchmal eben nicht. Heute halt mal nicht, weil wir unsere Zusammengehörigkeit zeigen wollen, indem wir aus einer Schüssel essen.“ Er sah sie fast bittend an.

Sie saß mit gesenktem Kopf da.

„Zuhause aßen wir immer auf dem Boden sitzend und nahmen uns alle mit der Hand aus der Schüssel!“

„Wenn wir wenigstens einen Löffel nähmen!“, rief das Mädchen aus. „Aber so, so ist es genauso, wie die Deutschen sagen!“ Sie begann vor Verzweiflung zu weinen.

Ihre Eltern und Geschwister sahen sie verlegen an.

Der Vater dachte nach. „Hol jedem einen Löffel und ein Schüsselchen, Salah!“, bat Mo seine Frau und blickte traurig zu Boden.

Die Mutter stand auf und holte aus der Küche die Löffel.

4

Am nächsten Abend deckte die Mutter den Abendbrottisch gleich mit Tellern und Besteck für jeden ein. Alle bemerkten es und saßen deswegen ein bisschen betreten da, während sie schweigend aßen.

Schließlich durchbrach Salah die bedrückende Stille. „Was hat die Lehrerin gesagt?“ Sie sah ihren Mann an, der am Morgen noch vor der Arbeit in der Schule gewesen war, um mit der Lehrerin über die Angriffe auf seinen Sohn im Internet zu sprechen.

Die Kinder, die alle Bescheid wussten, horchten auf.

Mo sah verlegen und auch ein bisschen verärgert von einem zum anderen. „Später!“, bat er sie und sie aßen schweigend weiter.

Als sie zu Bett gegangen waren, fragte sie nochmals.

„Sie hat gesagt, dass sei normal!“, knüpfte er an ihre Frage an.

„Normal?“, fragte sie überrascht und runzelte die Stirn.

Er nickte. „Sie meinte, dass es sicher schlimm sei, dass solche Dinge über Abdarrahman im Internet stünden, dass wir es aber nicht überbewerten sollten.“

„Nicht überbewerten? Wenn unser Sohn übel beschimpft wird?“

„Ja. Sie meinte, dass es bei pubertierenden Jugendlichen normal sei, dass man sich so beschimpfen würde. Das gehe hin und her und nach einer Weile höre es von alleine auf. Dann würde das Hickhack durch die Themen Liebe und Sexualität abgelöst.“ Er nickte und schüttelte den Kopf gleichzeitig. „Wir sollten das nicht persönlich nehmen. Sie wisse das aus ihrer Erfahrung, dass dies normal für Heranwachsende sei. Heute wirke das durch die Möglichkeiten von Handy und Internet halt viel drastischer als früher.“

„Aber, aber das ist doch nicht zu fassen!“ Die Mutter war entsetzt. „Sollen wir das etwa einfach so hinnehmen, wenn unser Sohn so beleidigt, bedroht und gedemütigt wird?“ Sie war außer sich.

„Nein!“, winkte er ab. „Das nicht.“ Er holte Luft und erklärte es ihr. „Sie meinte, sie schicke einen Brief an alle Eltern, in dem sie sie über die Vorgänge aufklärt und sie bittet die Handys zu kontrollieren und abzunehmen, wenn solche Gehässigkeiten darauf seien.“

Sie winkte enttäuscht ab. „Dass ich nicht lache!“, wusste sie. „Die deutschen Eltern unternehmen doch nichts. Denen ist doch alles egal, Hauptsache sie haben ihre Ruhe und müssen sich nicht um ihre Kinder kümmern. Hauptsache, sie können ihren Hobbys nachgehen oder ihren Sünden, Sex und Konsum!“, rief sie entrüstet aus. „Was für eine verdorbene Gesellschaft, was für ein Land!“ Sie richtete sich empört in ihrem Bett auf.

Er sah sie traurig an und nickte ebenfalls. Er suchte verlegen nach einem erfreulicheren Thema. „Übrigens, wie war es heute bei dir beim Kleiderkauf. Hast du etwas Schönes gefunden?“

Sie nahm schlagartig eine andere Haltung ein, sackte in sich zusammen und schwieg.

„Wie, du hast wohl nichts gefunden?“ Er versuchte sie liebevoll anzugrinsen, um ihre Stimmung zu verbessern. „Bei all dem riesigen Angebot in diesem Land mit seinen riesigen Konsumtempeln hast du nichts gefunden?“ Er lachte sie herzlich an, nahm sie in den Arm und drückte sie. Es gelang ihm jedoch nicht, sie aufzuheitern.

Sie sah ihn nachdenklich an. „Das ist gar nicht so einfach für mich als gläubige Muslima die richtigen Kleider zu finden.“

„Wieso das denn?“, fragte er überrascht.

„Wie soll ich mich denn kleiden?“

Er ahnte, was sie meinte.

„Wenn ich mich traditionell kleide, mit Kleidern, die unserer Herkunft entsprechen, vielleicht noch mit Kopftuch, dann ernte ich die kritischen Blicke der Deutschen und die vorwurfsvoll und enttäuschten Blicke meiner Kinder.“

Er nickte wissend.

„Und wenn ich mich westlich kleide, dann ernte ich die vorwurfsvollen Blicke des Iman und …“ Sie sah ihn vorsichtig an. „Und deine!“

Er nickte wieder und biss sich verlegen auf seine Unterlippe.

„Und da habe ich noch gar nicht bedacht, was meine Eltern sagen würden, wenn sie mich sähen, wie ich hier herumlaufe. Wenn wir nach Ägypten fahren, verkleide ich mich ja völlig, um kein Missfallen zu erregen.“

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