Gerhard Wolff - Der Schläfer

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In diesem Buch wird sowohl die Situation der Moslems in Deutschland, als auch die Verführbarkeit der Menschen durch die Religionen dargestellt. Am Ende steht die Frage, wie die Religionen tolerant miteinander leben können und es kommt zu einer überraschenden Lösung.
Mohammed lebt mit seiner Familie als Manager in Köln. Er leidet unter den Demütigungen, denen Muslime in Deutschland und im Westen ausgesetzt sind. Da taucht sein alter Freund Rashid auf und erinnert ihn daran, dass er vor Jahren, während seiner Studienzeit, bei islamischen Gruppen mit dabei war und sich bei seinem Ausstieg versprach, als Schläfer zur Verfügung zu stehen. Nun wird er von Rashid in dessen Terrorgruppe hineingezogen. Im Umkreis dieser Islamisten radikalisiert sich Mohammed und ist willigt schließlich ein, sich an Selbstmordattentaten zu beteiligen. Wie wird sich Mohammed am Ende entscheiden?

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„Und du hast damals dein Studium für uns ganz aufgegeben, weil unser Babu kam!“, erinnerte er sie daran. „Das wollen wir mal nicht vergessen.“

„So hat jeder sein Opfer gebracht!“

Ihr ältester Sohn hieß Abdarrahman, aber sie nannten ihn Babu. Sie hatten noch drei Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen. Für die Familie hatte sie ihr Studium aufgegeben. Nun arbeitete sie halbtags in einem Büro als Sekretärin.

Sie sah ihn fragend mit ihren dunklen Augen an. „Bereust du es?“

Da wurde sein Gesicht von einem ehrlichen, strahlenden Lächeln überzogen. „Du hast mir sehr viel Freude gebracht, Salah“, versicherte er.

Sie bemerkte es, wusste, dass er an ihre Ehe, an sie und vor allem an ihre vier Kinder dachte. Auch sie strahlte vor Glück.

„Nein!“, meinte er. „Ich bereue nichts. Allah hat mir mit euch das größte Geschenk gemacht. Er hat mein Leben reich gemacht!“, versicherte er.

Da drückte sie ihn ganz fest. „Dann genieße das und sei nicht traurig. Erfreue dich an uns und habe einen friedlichen und glücklichen Abend.“

„Ja, du hast Recht!“ Dann sah er sie doch nochmals nachdenklich an.

„Noch was?“, wollte sie wissen.

„Ach, ich überlege nur, ob es wirklich wegen des Doktortitels ist?“

Sie schüttelte den Kopf. „Oh, nein! Bitte nicht die üblichen Minderwertigkeitsgefühle.“

Er sah sie nun kritisch an. „Du solltest dieses Argument nicht immer so leicht wegschieben!“ Er ließ sie los. „Ich habe immer das Gefühl, dass ich zurückgestoßen werde, weil ich kein Deutscher bin, sondern Ägypter. Und dass wir Muslime sind und keine Christen.“ Er sah sie angestrengt an.

Sie wusste, dass es keinen Sinn hatte, das auszudiskutieren. Zu viele Abende hatten sie so schon darüber gestritten und waren in schlechter Stimmung ins Bett gegangen. Sie war klug geworden.

„Dann lass dich mal von deiner Frau heute Abend so richtig verwöhnen!“, lachte sie laut. Sie sah ihn mit einer Mischung aus Liebe und Spaß an. „Ich werde deine Dienerin sein, was immer du willst!“

Er lächelte sie genüsslich an. „Zunächst habe ich nur Hunger!“

„Hunger?“, grinste sie ihn an.

„Auf Essen!“

Sie sah ihn mit gespielt enttäuschter Miene an. „Denk an die Pflichten, die dir der Koran auferlegt!“

Er schüttelte erheitert den Kopf. „Lass uns erst Mal was essen, dann sehen wir weiter.“

2

„Also dann, komm zum Abendessen!“, lächelte sie und ging zurück in die Küche, um das Essen aufzutragen.

Er durchquerte schnell den großen Wohnessraum, der modern eingerichtet war, ging zum Arbeitszimmer, stellte seine Aktentasche ab, ging zurück zur Essecke.

„Weißt, was heute für ein Tag ist?“, fragte er unvermittelt.

Sie hielt in ihrem Tun inne. „Natürlich!“, wusste sie. „Aber denk nicht auch noch daran, das macht dich zu traurig.“

„Wie könnte ich nicht an meine toten Kameraden denken?“

„Ja, das kannst du wohl nicht verdrängen.“ Sie dachte nach. „Dann denke daran, aber rege dich nicht auf. Erinnere dich, gedenke, aber im Stillen. Ich will nicht, dass die Kinder etwas davon erfahren. Lass uns heute Abend unseren Frieden.“

Er nickte.

„Rufst du noch die Kinder?“, bat sie ihn aus der Küche.

Er öffnete die Türe zur Diele. „Abendessen!“, rief er nach oben, wo die Kinderzimmer waren.

Im selben Moment konnte man die Kinderstimmen hören, die ihm von oben antworteten.

Eine Türe wurde aufgerissen. „Papa!“, rief ihm ein Mädchen zu und rannte die Treppe hinunter.

Er eilte zur Treppe und breitete die Arme aus. Keinen Augenblick zu spät, denn das Mädchen war bereits in blindem Vertrauen abgesprungen. Er fing sie auf, umklammerte sie fest, wirbelte sie herum. Sie lachten beide aus vollem Hals. „Komm zu mir, Fatima!“, rief er laut lachend vor Glück aus. Das Mädchen war elf Jahre alt.

„Papa, endlich bist du da!“

Er hielt inne, sah sie an, drückte sie fest.

Gepolter war auf der Treppe zu hören. Er sah nach oben. Zwei Kinder tauchten auf, noch ein Mädchen und ein Junge. Sie hielten bei ihrem Vater, er umarmte sie und küsste sie auf die Wange.

„Abi!“, begrüßte er seinen zwölfjährigen Sohn, der eigentlich Abdullah hieß, wie auch seine vierzehnjährige Tochter. „Aischa, Liebes!“ Er zog sie beide mit seinen Armen zu sich, während die Kleinste sich noch immer an ihn klammerte.

„Kommt ihr zum Essen!“, bat die Mutter, die bereits alle Schüsseln auf den Tisch gestellt hatte.

Da ließen die Kinder den Vater los und liefen ins Esszimmer.

„Babu fehlt noch!“, stellte der Vater fest. Babu, sein Erstgeborener, war fünfzehn Jahre alt.

„Ach, der sitzt sicher wieder am Computer und hört nichts wegen seiner Headphones!“, wusste sie.

Er nickte, ging nach oben, klopfte an der Zimmertüre, keine Reaktion, er öffnete vorsichtig.

Zu seiner Überraschung war es in dem Zimmer dunkel und Babu saß auch nicht am Computer. Nachdem sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, bemerkte er seinen Sohn in seinem Bett, den Kopf in das Kissen vergraben. „Das Essen ist fertig, Babu!“, wiederholte er liebevoll.

Vom Bett kam keine Reaktion, keine Antwort, nicht einmal eine Regung.

Da ging er hin, bemerkte, wie der Junge schluchzte, setzte sich zu ihm, nahm ihn in den Arm. „Was ist denn, Babu?“

Der Junge fuhr herum und stürzte in seine Arme. Er bebte vor Schluchzen.

Mo nahm ihn in den Arm und hielt ihn fest, drückte ihn an sich. „Was, was ist denn?“

Der Junge weinte.

„Sag mir doch, was ist, dann kann ich dir vielleicht helfen!“

Der Junge weinte noch eine Weile, dann ein letztes Schluchzen, dann sah er seinem Vater in die Augen. „Ach, die sind so gemein zu mir!“

Der Vater sah ihn fragend an. „Wer? Wer ist gemein zu dir?“

„Meine Klassenkameraden.“

„Deine Klassenkameraden?“, wiederholte der Vater und überlegte, was nun wieder los war. Es hatte schon des Öfteren Ärger mit Klassenkameraden gegeben, oft waren es die üblichen Dummheiten des Kindesalters, häufig aber auch Angriffe gegen seine Kinder wegen ihres dunklen Teints, ihrer Namen und ihrer Herkunft. Bisweilen war es auch der Neid, denn seine Kinder erzielten alle guten Noten.

„Und, und was ist genau geschehen?“

„Ach, unsere Klasse hat jetzt eine Gruppe bei „Whatsapp“.“ Er holte Luft. „Du weißt schon, wo man sich gegenseitig Botschaften schickt.“

„Zum Beispiel die Ergebnisse der Mathehausaufgaben.“ Er verzog die Miene.

Babu nickte. „Ja, ja, das auch!“ Er sah seinen Vater vorsichtig an. „Im Moment ist es „in“, sich gegenseitig zu mobben, also fertig zu machen.“

„Ich weiß, was mobben bedeutet!“, erklärte der Vater besorgt.

Der Junge schwieg.

„Und im Moment bist du dran?“

Babu schüttelte den Kopf. „Ich bin schon eine ganze Weile dran, ich bin eigentlich immer dran.“ Er begann wieder zu weinen. „Egal, um was es gerade ging, es war immer so, dass ich gemobbt wurde. Schon von Anfang an, seit ich in der Gruppe bin. Und wahrscheinlich auch schon vorher.“ Er fing wieder an, zu weinen.

Mo wurde von einer Mischung aus Erbitterung, Verzweiflung und Zorn ergriffen. Er versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. „Zeigst du mir mal so einen Eintrag?“

Der Junge nickte, stand auf und schaltete seinen Computer ein. Mo setzte sich neben ihn. Als das Programm geöffnet wurde, las er laut vor. „Hurensohn, Nuttensohn, Kaffer, Neger …“ Er konnte nicht mehr weiter lesen. Er dachte nach. Dann wandte er sich an seinen Sohn. „Ich werde morgen mit der Lehrerin reden!“, versprach er Babu. „Das wird aufhören, das verspreche ich dir!“ Er versprach es ihm, unsicher, ob er dieses Versprechen halten könnte. Er kannte die anderen Eltern.

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