Harald Kanthack - EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF

Здесь есть возможность читать онлайн «Harald Kanthack - EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ausgehend von der anschaulich begründeten Vermutung, das Weltall habe niemals einen Anfang erlebt, erleide auch niemals ein Ende, sei also unerschaffen und ewig existierend, dies voraussetzend, werden die unvermeidlich sich daraus ergebenden Folgen entwickelt. Denn die Ewigkeit, einmal als real akzeptiert, birgt ungeahnte Überraschungen für den, der sich mit ihr gedanklich bisher nicht auseinandergesetzt hat. Allein die Tatsache, dass in einer ewig langen Zeit alles, was möglich ist, auch Wirklichkeit werden muss – und das nicht nur einmal-, eröffnet den Phantasiebegabten wunderbare Ausblicke.
Die umfassende Auseinandersetzung gibt Gelegenheit, eine grandiose Zuversicht zu gewinnen, indem sie dem Wurzellosen, der die Unglaubwürdigkeit der etablierten Religionen erkannt hat, erlaubt, Wurzeln zu gründen – in fruchtbarem Boden.

EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Würden alle gleich viel gelten, wäre im übrigen eine allgemeine gegenseitige Gleichgültigkeit die Folge. Keineswegs wäre dann Gleichheit noch ein Ideal, mit Sicherheit aber die Ungleichheit. Gleich sind die Menschen nur in ihrer Ungleichheit, andernfalls auch ein einziges Exemplar ausreichen würde, ja, ausreichen müsste, um die Drängelei auf der einen Stufe zu verhindern. Die Natur hat es aber so eingerichtet, jeden, auch wenn er Gleichheit im Munde führt, das sein zu lassen, was er eigentlich sein möchte – einzigartig ( soweit er sich im hier und jetzt befindet). Was andererseits mit ein Grund dafür sein mag, warum die Verständigung zwischen den Menschen seit jeher so schwierig ist, als ob jeder Mensch ein anderes Land wäre.

Wie verschiedenwertig die Menschen selbst auf offizieller Ebene gesehen werden, ist bei dem regelmäßig stattfindenden Gefangenenaustausch im Nahostkonflikt zu beobachten. Hier wird nicht eins zu eins getauscht. Betrug der Tauschwert von sechs Israelis 1983 noch so viel wie mehr als 4000 Palästinenser, wurden 2011 für einen Israeli bereits 1027 Palästinenser eingetauscht. Beide Seiten finden das angemessen und die übrige Welt ebenfalls.

Nur für den, der nicht genau hinschaut, für den Unaufmerk-samen, gibt es Gleichheit in der Natur. Seine Unaufmerksamkeit entspringt geistiger Schwäche, die Gleichheit mit Ähnlichkeit verwechselt. Es sind gewöhnlich auch die gewöhnlichen Menschen, die auf Gleichheit pochen. Hinzu kommt, dass sie dabei nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen haben.

Wer sehr genau hinschaut, unter Zuhilfenahme eines Mikroskopes beispielsweise, sieht, dass selbst kein Schneeflocken mit dem anderen identisch ist. Und der Aufmerksame, dessen Unterscheidungsvermögen weder verkümmert noch durch Vorurteile getrübt ist, den auch nicht der Neid zernagt, und der dennoch von der Gleichheit der Menschen spricht, ist ein ausgemachter Heuchler, der diejenigen, denen er mit dieser Phrase schmeicheln will, im Grunde verachtet. So wurde auch einmal die Schmeichelei als 'Höflichkeit der Verachtung' definiert.

Ist dem Aufmerksamen ein nobler Charakter eigen, der ihm Phraseologie verbietet, wird er sich und anderen eingestehen, ihm überlegenen Personen schon begegnet zu sein. Und er wird gestehen, die Bewunderung, die er empfand, dazu das Erlebnis, nicht mißfällig nach unten, sondern anerkennend nach oben schauen zu können, linderten seine Leiden an der Niedertracht der Menschengesellschaft.

Wer hingegen von der Doktrin besessen ist, er sei allen gleich, und es wird ein Verzicht von ihm gefordert oder er trifft auf einen Überlegenen – mag der sich dafür auch, wie mittlerweile angesagt, entschuldigen – , was steht dem zur Bewältigung dieser alltäglichen und ihn demütigenden Situation zur Verfügung? Genau genommen nichts, was helfen könnte. Neid hilft so wenig wie Entrüstung, der Schrei nach Gerechtigkeit auch nicht. Helfen könnte nur die Einsicht, Ungleichheit sei die Norm und sein Zustand, nicht aber sein Befinden, demnach ganz normal.

Glück ist die Bescheidenheit, mit der der Wurm nicht weiter strebt zu kriechen, als seine Kraft ihn trägt .“( C.D. Grabbe ) Glaubt er an die Berechtigung, zum Gipfel streben zu dürfen, weil alle gleich seien, kann ihm das bei ausreichender Kraft gelingen. Reicht sie dazu nicht aus, landet er im Heer der frustrierten Würmer. Wo der Neid ihn einmal in eine solch tiefe und daher heilsame Verzweiflung stürzen könnte, sich berechtigt zu fühlen, eine Neuformulierung aller politischen Programme unter Beachtung der Natur des Menschen und unter Missachtung seiner egalitären Einbildungen zu fordern. Darin dann der Rang anzuerkennen wäre, den die Natur jedem einzelnen zuweist, statt ihm etwas in Aussicht zu stellen, das unerreichbar, aber als Köder sehr wirksam ist. Wie beim Windhundrennen die Windspiele erfolglos hinter einer Hasenattrappe her hetzen, um anderen einen Gewinn einzuspielen.

Doch seine Forderung, da unorthodox, hätte keine Chance, berücksichtigt zu werden, würde gar als Blasphemie empfunden werden. Denn die herrschende Meinung hat ein rein aus sich bestehendes und in sich ruhendes Sein. Sie ist absolut und kann nicht beseitigt werden. Sie macht einer neuen nur Platz, indem sie allmählich versandet. Wie ein Hafen, den spätere Generationen fernab der Küste und des modernen Geschehens im Binnenland vorfinden. Die einst so brennend erscheinenden Probleme sind dann nicht gelöst, sie sind einfach abhanden gekommen, mit dem Sand der Zeit verschüttet worden (flankiert durch Neuemissionen der MVO).

„Selbst die fünf Finger sind nicht gleich an einer Hand; verschieden ist ihr Dienst, ihr Aussehen, Größ' und Stand.“ ( Rückert )

Allein, wie individuell ist die sprachliche Ausdrucksweise der einzelnen Menschen, nicht nur der Völker. In seiner Sprechweise offenbart jeder einzelne seine Individualität, wenn er seine Lautgebung andererseits auch dazu zu benutzen sucht, sein Wesen im Verborgenen zu halten. Schafften wir allein diese Eigenheit ab und jeder so sprechen würde wie jeder andere, wären wir im Reich der Zombis angelangt. Und komme mir keiner, um die Angleichung sprachlicher Ausdrucksweisen ginge es doch gar nicht. Denn was der noch nicht erlebt hat, ist der Geifer des Neides, den der eine sabbert, während dem Mund eines anderen wohl geformte Worte und Sätze entquellen. Die Zeit, in der wir uns nur noch vermittels unzusammenhängender Wörter verständigen werden – durch kurzes Bellen oder Grunzen gar – mag nicht mehr fern sein. Zur Zeit wirbt die Bundeswehr mit: “Wir. Dienen. Deutschland” . Stammeldeutsch unter staatlichem Segen. Vielleicht nähern wir uns der Epoche der Erbtreitigkeiten , in der ein Testament eindeutig zu formulieren keiner mehr in der Lage sein wird.

Die Realität der Ungleichheit in der Natur, die hierarchisch geordnet und von der die Menschheit ein Teil ist, bedeutet eine ausschließende Wahrheit. Die Lehre von der Gleichheit aller Menschen ist eine einschmeichelnde Unwahrheit. Sie fällt überall auf fruchtbaren Boden, wo die Denkweise niedrig ist. Wo aus einem Ressentiment heraus die Vielgestaltigkeit und Vielfarbigkeit der Natur geleugnet wird. Demzufolge sich niemand über die Folgen der egalitären Doktrin zu wundern braucht. Ihre Verfechter wollen nicht sehen, was vor Augen liegt. Und weil sie es nicht verdienen, sehen sie es auch nicht. Ihre Rangposition wird jedoch – auch davon können sie sich keine Vorstellung machen – unerbittlich von anderen erkannt. Und weil sie alles von der Natur begehren, können sie keine Dankbarkeit entwickeln für das, was sie ihnen tatsächlich geschenkt hat.

Doch selbst von Menschen, die in der Natur die Vielfalt der Gaben, die Schattierungen der Farben, die Verschiedenheit der Gestaltungen dankend zur Kenntnis nehmen, wird dieses bunte Schauspiel abgelehnt, sobald es das Naturprodukt Mensch betrifft. Jetzt ist Ungleichheit ein Ärgernis. Wohlgemerkt aber nur dann, wenn man übertroffen wird. Und was steckt dahinter? Ein kriechendes, widerwärtiges Laster – der Neid. Anlaß und Motor der meisten Revolutionen.

Fühlt sich ein Gleichheitsapostel durch Argumente wie die hier vorgetragenen in die Enge getrieben, pflegt er in die Ausrede zu flüchten, es sei ja nur von Gleichheit vor dem Gesetz und vor Gott die Rede. Wenn dem so wäre, warum dann die Aufregung dort, wo weder ein Richter noch ein Gott im Spiel ist?

Nun ist der Irrglaube weit verbreitet, der Mensch könne, was die Natur nicht kann, nämlich wenigstens das Geld gleich verteilen. Wobei der Irrgläubige ausblendet, selbst ein Teil dieser Natur zu sein. Darum ihm, dem es hier um soziale Gerechtigkeit geht, also darum, jeden an fremdem Eigentum teilhaben zu lassen, bis heute das Unterfangen auch nicht glücken konnte. Versuchte er es mit Gewalt, vornehmlich durch Revolution, war das Ergebnis regelmäßig keine ‚gerechte‘ Vermögensverteilung. Es wechselten nur die Personen, die reich waren. Auf Kosten derer, die alles verloren hatten, wozu oft genug auch ihr Leben zählte. Zugrunde liegt die merkwürdige und unausrottbare Eigenart des Menschen, Eigentum erwerben, vermehren, behalten und vererben zu wollen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF»

Обсуждение, отзывы о книге «EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.