Harald Kanthack - EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF

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EHER LERCHENJUBEL ALS UNKENRUF: краткое содержание, описание и аннотация

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Ausgehend von der anschaulich begründeten Vermutung, das Weltall habe niemals einen Anfang erlebt, erleide auch niemals ein Ende, sei also unerschaffen und ewig existierend, dies voraussetzend, werden die unvermeidlich sich daraus ergebenden Folgen entwickelt. Denn die Ewigkeit, einmal als real akzeptiert, birgt ungeahnte Überraschungen für den, der sich mit ihr gedanklich bisher nicht auseinandergesetzt hat. Allein die Tatsache, dass in einer ewig langen Zeit alles, was möglich ist, auch Wirklichkeit werden muss – und das nicht nur einmal-, eröffnet den Phantasiebegabten wunderbare Ausblicke.
Die umfassende Auseinandersetzung gibt Gelegenheit, eine grandiose Zuversicht zu gewinnen, indem sie dem Wurzellosen, der die Unglaubwürdigkeit der etablierten Religionen erkannt hat, erlaubt, Wurzeln zu gründen – in fruchtbarem Boden.

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Fürwahr, was hat man von seiner Schönheit, wenn sie keiner sieht? Glückselig sein kann man dagegen ganz ohne Publikum. Glückseligkeit, die Gott wohlweislich ebenfalls zugesprochen wird, reichte ihm aber nach Meinung der Kirche nicht aus. Dabei, was will man mehr, als glückselig sein? (Nach orthodoxem jüdischem Glauben, übrigens, ist die Welt geschaffen worden, um die Thora – die fünf Bücher Mosis, auch ' tragbares Vaterland' genannt – ehrfürchtig zu studieren und zu befolgen.)

Eitelkeit, mithin die Einladung zur Teilnahme an der Freude über die eigene Person, und Gefallsucht waren nach Kirchenmeinung die treibenden Kräfte, welche das Universum aus dem Nichts erschaffen haben. Wir sollten folglich diesen Untugenden, die wir auch in der Welt so oft erleben müssen, nicht so ablehnend gegenüberstehen, vielmehr bedenken, ihnen letztlich unsere Existenz zu verdanken. Sie gar zu den Sünden zu rechnen, wie es die katholische Kirche lehrt, ist paradox. Ein bescheidener und gottgläubiger Mensch käme im übrigen nie auf die Idee, Gottes Motive, die ihn alles, was ist, erschaffen ließen, erläutern zu wollen.

Statten wir den lieben Gott mit typisch menschlichen Schwächen wie z.B. Eitelkeit aus, liegt es nahe, ihn sich auch noch weiteren menschlichen Schwächen unterworfen zu sehen. Zum Beispiel der, auf den Beifall derer, die weit unter einem stehen, nichts zu geben. Wie oft fühlt sich jemand durch das Lob eines – in seinen Augen –geringer Stehenden beleidigt, zumeist in der berechtigten Vermutung, damit stelle der unverschämte Lobhudler sich ihm gleich und wolle das Empfangene zurückgeben, irgendwie einen Ausgleich schaffen. Muss es der liebe Gott nicht auch so empfinden?

Und wahrlich, jeder Vernünftige, der Gott, zu welchem Anlass es auch sei, lobt, müsste doch erkennen, sich damit diesem Gott gegenüber auf Augenhöhe zu wähnen. Andernfalls er ja dessen lobenswerte Verdienste gar nicht überblicken könnte. Dennoch lobt er ihn, stellt sich damit ihm gleich und misst sich in lächerlichster Weise die Bedeutung zu, dem Allmächtigen Lob, d.h. eine Auszeichnung, spenden zu dürfen und zu können .

Und wenn es diesen Gott denn tatsächlich gäbe, wäre das Ausmaß dieser menschlichen Anmaßung so gewaltig, dass dagegen die täglichen Übel, die dem Anmaßenden widerfahren, noch glimpflich erscheinen müssten.

Die Erschaffung der Welt galt allein dem Menschen. Der wiederum ist da, damit überhaupt jemand da ist, dem sich Gott bekannt machen kann. Nach Ewigkeiten seines unbekannten bzw. nur ihm bekannten Daseins entschloss sich Gott ( vor 6000 Jahren, wie bis vor kurzem die Wahrheit lautete), prominent zu werden, um Ehre zu empfangen. Die zudem noch im Verdacht steht, keine echte Ehre zu sein, weil sie einem Gefürchteten gespendet wird.

Nach dieser Version ist der Mensch aus der Not Gottes geboren worden und nicht, was wohl wahrscheinlicher ist, Gott aus der Not des Menschen. Wahnsinn, gut organisiert, ist nun einmal eine große, wenn nicht die größte Gewalt auf Erden. Ist die Annahme schon widersinnig, der Allmächtige habe Geschöpfe geschaffen, die ihn noch brauchen, so ist es noch widersinniger, er habe sie geschaffen, weil er sie brauche. „Warte nur ab! Irgendwann wendest du dich in größter Not auch einmal an deinen Herrgott um Hilfe“, höre ich jetzt den Frommen drohen. Ein Einschüchterungsversuch, der zum einen unterschwellig mit dem unfrommen Wunsch einhergeht, man möge bald in Not geraten, und zum anderen als Beleg für Gottes Existenz herhalten soll. Obwohl er doch eher das Gegenteil beweist, nämlich Gottes Geburt aus der Not des Menschen.Der Gottlose, in Not geraten, wendet sich auf einmal an Gott. Was beweist das? Nicht, dass es einen Gott gibt, sondern nur, dass man in Bedrängnis an ihn glaubt.

Im Grunde, so mein Argwohn, soll oben zitierte Warnung der Entmutigung dienen. Mutlose und ängstliche Menschen suchen verständlicherweise einen starken Beschützer. Nach Möglichkeit einen, welcher der Stärkste (in jeder Hinsicht) von allen ist. Gott kommt da gerade recht. Die ihn nicht brauchen, sind dann natürlich eine unerträgliche Provokation und müssen folglich mit allen Mitteln entmutigt werden.

Dass Priester die Ehre so hoch schätzen, sogar Gott danach lechzen lassen, mag mit der Eigenart der Menschen zu erklären sein, was sie nicht besitzen, zu überschätzen, gar als Inbegriff des Glücks zu verstehen. So glauben arme Leute und Kranke, mit viel Geld bzw. Gesundheit wären sie vollkommen glücklich. Sie haben, wie schön, nur einen Wunsch. Aus dem gleichen Grund stehen wohl Treue, Ehrlichkeit, Uneigennützigkeit und Sauberkeit so hoch im Kurs. Der Mangel diktiert das Ideal. Wurzelloses liebt die Palme.“ Doch mit Geld ist es nicht so gut, wie es ohne schlecht ist “, sagt ein jüdisches Sprichwort und ein anderes lautet: „ Der Gesunde trägt eine Krone, die nur der Kranke sieht .“

In Übereinstimmung mit den schon genannten Kuriositäten noch eine weitere, bereits angedeutete: Gott, da von Ewigkeit zu Ewigkeit existierend, kann demnach nicht das tun, was jeder arme, aber mutige Schlucker kann (z.B. wenn er sich zu einsam fühlt) ─ sich dem Tode überantworten. Der Schlucker ist in diesem Punkte dem Allmächtigen eindeutig überlegen, was allein schon die Absurdität unserer Vorstellungen von Gott belegt. Gott muss ewig leben oder nie gelebt haben. Wahrscheinlich hat er letzteres vorgezogen. Was freilich aus Sicht des Gläubigen ganz und gar unmöglich ist.

Jedenfalls ist auch hier der Herr nicht Herr des Verfahrens. Er hat sich dem Geist zu unterwerfen, der in den Definitionen ruht, mit denen seine Geschöpfe ihn ausdeuten. Ein grandioses Beispiel für die alles umfassende Kraft des Geistes, die sich auch bei Historikern findet, deren Hauptbeschäftigung ja darin liegt, die Vergangenheit gemäß ihrer vorab entwickelnden Thesen zu verändern, um sich dann als Polemiker zu betätigen – was ebenfalls einem Gott unmöglich ist. Das Gewesene kann dieser so wenig verändern wie vergehen lassen, denn es ist schon vergangen. Das Zukünftige kann er bestimmen, ja, aber verfälschen kann er es nicht. Das können nur Ideologen.

Aus alledem wird die große Verantwortung ersichtlich, die wir für unseren Gott tragen. Nachdem wir ihn so gestaltet haben, die Einswerdung mit ihm ersehnen zu können, sind wir nun einmal gehalten, sein Bild zu erhalten und zu pflegen. „Und indem wir das inbrünstig tun, wachsen wir ihm mit der Aussicht entgegen, tatsächlich das zu werden, was das Ziel unserer Sehnsucht ist!“( Zwischenruf eines Esoterikers)

Ob unser Vorstellungsvermögen grenzenlos ist, könnte eine Frage sein, zu deren Beantwortung grenzenlose Vorstellungskraft gehört. Ob es eine Antwort geben kann darauf, wieso alles da ist, statt dass es nicht da ist, wurde hingegen bereits gestellt und einer möglichen Antwort zugeführt, die da lautet: Vorstellbar ist, auf bestimmte Fragen keine Antworten geben zu können, weil diese Fragen Unwissbares betreffen. Kein Mensch, kein Übermensch, kein Geist, kein Dämon, kein Gott, keine Urkraft, kein Eigentliches hinter allem weiß darauf eine Antwort. Auch weil es das ' hinter allem ’ nicht gibt. Das All ist eben überall; hinter ihm, vor ihm, unter ihm, über ihm oder jenseits von ihm sind widersprüchliche Ausdrücke.

Wenn eine Ewigkeit schon vergangen ist, ohne dass eine befriedigende Antwort auf eine immer wieder gestellte Frage auftauchte, liegt die generelle Unbeantwortbarkeit ( ein Wort so scheußlich wie seine Bedeutung) dieser Frage nahe. Sie ist eine Unfrage, weil sie sich auf Unwissbares bezieht.

Gehen wir von der Annahme aus, grundsätzlich sei die Fähigkeit des Menschen, etwas zu verstehen, grenzenlos und vermuten dennoch, mit der Frage, ob die Welt auch hätte gar nicht existieren können, an der Grenze zum Unwissbaren angelangt zu sein – einer Grenze, die wir uns als grundsätzlich für alle denkenden Wesen vorstellen – , so führt das zwangsläufig zu dem als größenwahnsinnig erscheinenden Schluss: unser Gehirn stellt den Endpunkt der möglichen geistigen Entwicklung im Weltall dar. Weiter hinauf reichen kann kein Geist als bis dahin, wo es nun für nichts und niemanden weitergeht. Als Alternative käme freilich noch die Schlussfolgerung in Frage, in unserem Gehirn den Maximalzustand der geistigen Verwirrung im Weltall zu sehen.

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