Dorothée Linden - SCHULD-LOS

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1976. Vier Geschwister verbringen mit Freunden den Sommer in der Normandie. Eine Zeit, die 34 Jahre zurückliegt, in der aber die unterschiedlichen Lebensläufe schon vorbereitet scheinen.
Frank entwickelt sich vom charmanten Autoschieber zum gerissenen Großganoven. Sein Zwillingsbruder Konrad ist inzwischen nach China zwangsversetzt worden, von wo aus er mit zweifelhaftem Geschick versucht, Frank bei seinen verantwortungslosen Betrügereien behilflich zu sein.
Zusammengeführt werden die Geschwister, zu denen auch das Nachzüglerkind Vera und der in die Familie aufgenommene Halbwaise Martin gehören, durch den Tod der Mutter, die – auf einem riesigen Vermögen sitzend – ein seltsam anmutendes Testament hinterlässt. Es hat seinen Ursprung in dunklen Familiengeheimnissen, die unter allen Umständen bedeckt bleiben sollen, nun aber zu Tod und Verzweiflung führen.
Liebe, Schuld, Verrat – die großen Themen dieses Buches

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Sie lachten. Martin erreichte Ella sofort. Sie wünschte ihnen einen schönen Abend, sie müsse sowieso noch arbeiten. „Hast Du Vera das Päckchen gegeben?“

Hatte er nicht. „Ich hole es sofort. Es liegt noch im Wagen.“ Er ging zum Auto und gab es Vera. „Du weißt schon was es ist, meinte Ella.“

„Ja ja“, sagte Vera, „ich soll mir das mal ansehen, wenn ich Lust habe. Und dann soll ich es behalten. Muss mal gucken, dass das hier in dem Chaos nicht verloren geht. So, lass uns gehen.“

Rino freute sich, sie beide zu sehen. Sie tauschten sich wechselseitig ein wenig über die Befindlichkeiten aus. Rino gab sein Bedauern über den Tod der netten alten Dame zum Ausdruck und sagte, dass die im Frühling immer so begeistert war vom gebratenen Spargel mit Parmesan. „Alle wollen immer die deutsche Variante, gekocht, mit Butter übergossen, Petersilie, möglicherweise eine dicke Sauce Hollandaise und geräucherten Schinken dazu. Ich hab die Leute zu den deutschen Kollegen geschickt. Ihre Mutter aber wusste meine Zubereitung sehr zu schätzen.“

Heute hatte er auch wieder ein köstliches Menü im Angebot. Ein Thunfischtartar auf Gurkenspiegel, Papardelle mit Pfifferlingen und Tiroler Speck, Lammcarré mit Bohnen und Kartöffelchen und ein wunderbares Dessert mit Tiramisu, Panna cotta und Früchten. Sie hatten sich der von Rino vorgeschlagenen Weinbegleitung angeschlossen. Nach dem Espresso spendierte der Chef ihnen noch einen Grappa.

„Ich muss Dich endlich mal in Lübeck besuchen kommen. Ich weiß ja immer noch nicht, wie Du da oben eigentlich wohnst.“

„Jedenfalls ist es nicht so zugestellt mit allem Möglichen wie hier in dem Ambiente“, sagte Vera. „Ja, komm doch gerne mal. Du bist immer herzlich willkommen, das ist doch klar. Vielleicht kommst Du alleine hoch. Ich vermute, Ella hat Probleme damit. In den vergangenen Jahren hat sie mich immerhin regelrecht gemobbt.“

„So etwas gibt es doch mal, Vera. Und es scheint doch vorbei zu sein. Und zwar plötzlicher, als ich es gedacht hätte.“

„Ja, irgendwie überraschend. Sie war praktisch so wie früher, als hätte es diese ganze Zeit dazwischen nicht gegeben.“

„Vielleicht hat sie ja auch Lust mitzukommen, nach Lübeck“, sagte Martin. „Ja, wir kommen zusammen.“

„Meinetwegen“, sagte Vera, aber es klang nicht sehr begeistert.

Martin winkte Rino heran. „Ich möchte zahlen, bitte. Ich lad Dich ein, Vera.“

„Du bist es doch, der mir hilft, den ganzen Mist aus dem Keller zu ziehen, da bin ich ja wohl dran.“

„Vera, ich möchte nicht, dass Du das so siehst. Es ist genauso mein Anliegen. Ich habe so viel von Deiner Familie genommen und bekommen. Da kann ich wohl mal ein bisschen mit aufräumen.“

„O.k. Das sehe ich ein. Danke, Bruder.“ Sie stießen mit dem restlichen Schluck Grappa an und schauten sich tief in die Augen.

Als sie wieder im Haus waren, fragte Vera: „Soll ich nun Decken holen und wir setzen uns auf die Terrasse, damit Du die Schiffe in der dunklen Nacht erspähen kannst und tuckern hörst?“

„Wahrscheinlich ist es doch zu kalt dafür, obwohl ich es mir gut vorstellen könnte.“

„Kein Problem“, sagte Vera und suchte ein paar Decken zusammen, „wir können es ja mal versuchen.“

Sie öffnete die Tür nach draußen. Augenblicklich zog die Kälte in den Raum. Sie stellten vier Stühle raus, Vera zog die Tür zu, und sie hüllten sich vollständig in die Decken ein, die Beine auf die vorderen Stühle gelegt. Sie saßen dicht beieinander und sagten nichts. Die schweren Kähne tuckerten gemächlich den Rhein hinunter, in der Gegenrichtung stampften sie mit voller Motorkraft flussaufwärts in den Süden. Martin fühlte sich wohl. Die Kälte spürte er nicht. An dieses Tuckern der Schiffe hatte er sich geklammert in der Zeit nach dem schrecklichen Unfall damals. Es war einfach da, zuverlässig und beständig, ohne Unterlass. Nachts hatte er sich ausgemalt, welche Größe das Schiff haben mochte, das gerade vorbeifuhr, ob ein Auto an Deck war und wie viele Bruttoregistertonnen es am Zielort zu löschen haben würde. Wie jetzt. Vereinzelt sah er die Silhouette eines Kapitäns in der Bootsführerkabine und versuchte sich vorzustellen, an was er wohl dachte auf seiner Fahrt in die dunkle Nacht.

Jetzt wäre eine gute Gelegenheit, mit Vera über einige Dinge zu sprechen. Zum Beispiel endlich mal sein Bedauern zum Ausdruck zu bringen über die Geschichte damals, als sie vor seinem Bett gestanden und er sich so saudämlich angestellt hatte. Oder mit ihr über ihrer beider Liebesleben zu sprechen. Wie sich alles so entwickelt hatte, seit ihrer Jugend. „Nein, nein“, rief er sich zurück. Er durfte diesen Moment auf keinen Fall mit heiklen Dingen belasten, er musste ihn einsaugen, diesen Abend, atmen und in Kopf und Seele festhalten. Als Reserve sozusagen, auf die er zugreifen würde, wenn das nötig war und er nicht mehr an diesem Ort verweilen könnte.

Er nahm Veras Hand, die sich bereitwillig um die seine schloss. Er legte eine Decke darüber, und sie saßen weiter da, ganz still, den Blick in die dunkle kalte Nacht gerichtet, auf die Schemen der schwer beladenen Kähne. Als sich der Frost allmählich doch bis unter die letzte Decke zu ihnen vorgekrochen hatte, gingen sie rein.

„Soll ich den Kamin anfeuern?“, fragte Martin.

Vera lächelte ihn an. „Ich weiß doch, dass Du das nicht magst. Wir gehen einfach ins Bett. Da besteht noch am ehesten die Chance, dass wir jemals wieder auftauen.“

Martin war froh darüber. Er dachte nicht einmal daran, wo das alles enden könnte. Obwohl es seinem Naturell entsprochen hätte abzuwägen, zu zagen und zu zaudern. Heute Nacht würde er Vera zeigen, was er immer schon für sie empfunden hatte und ihr beweisen, dass er nicht ein dummer Junge geblieben war. Da war nichts Schlimmes dran. Im Übrigen würde es sich auch gar nicht mehr vermeiden lassen, so wie ihm gerade zumute war. Nur keine Fehler.

Er folgte Vera in sein früheres Zimmer. Lore hatte die Zimmer ihrer Kinder - auch seines gehörte dazu - gelassen wie sie waren. Es stand alles an seinem Platz. Wie früher. Ein blasser Schein drang in den Raum, sonst war es dunkel. Vera schaltete das Licht nicht ein und zog sich aus. Ihren Slip behielt sie an. Er tat es ihr gleich, und sie krochen schlotternd und steif vor Kälte unter die Decke. Sie legten sich ganz nah beieinander, die eisigen Füße ineinander verschränkt. Diesmal war Vera es, die ihre Hand in seine legte. Er wandte ihr sein Gesicht zu und küsste sie auf den Mund, auf die Stirn und ihr Ohr. Sie strich ihm mit der freien Hand über seinen Kopf und streichelte seine Schulter mit einer zarten Ernsthaftigkeit, die ihn wahnsinnig machte. Er wagte sich vor bis zu ihrer Brust. Sie erzitterte.

„Martin“, sagte Vera ganz leise, „was wirst Du Ella sagen?“

„Ella?“, fragte Martin, als hörte er diesen Namen zum ersten Mal.

„Was wirst Du ihr sagen?“, wiederholte sie.

„Was soll ich ihr sagen? Nichts wahrscheinlich.“

„Willst Du es denn trotzdem?“

„Vera“, sagte Martin und drückte sie noch näher an sich, „ja ja unbedingt! Nein, ach verdammt noch mal, wahrscheinlich hast Du recht. Wenn Du schon von ihr sprichst. Vielleicht sollten wir uns wie Bruder und Schwester benehmen. Ja ja, Du hast vollkommen recht.“ Sie lagen jetzt wieder auf dem Rücken, eng beieinander, die Hände zusammen.

„Warum hat sie nur davon angefangen?“, dachte Martin und war fast ein wenig wütend auf sie. Man hätte doch hinterher überlegen können, wie man damit umgeht. Oder hatte er schon wieder etwas falsch gemacht. Für heute jedenfalls war es gelaufen. Aber sollte es sich nochmal ergeben, würde er es nicht wieder verpatzen.

Als er am nächsten Morgen aufwachte, es dämmerte noch, sah Vera ihn aus ihren fragenden Augen an. Ihre Hand lag auf seinem Bauch. Sie fielen übereinander her, als würde ihnen das Leben definitiv keine weitere Gelegenheit mehr hierzu geben. Die Gier war der Motor, von der Feierlichkeit des Vorabends keine Spur.

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