Katrin Zimmer - Der Himmel kann warten

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Aaron Keller, Mitte dreißig, beruflich erfolgreich und im Privatleben wenig hoffnungsvoll, wäre seiner Jugendliebe Lena wahrscheinlich noch bis zur Rente hinterhergelaufen, hätte diese ihn nicht zufällig in die Nähe von Nora geführt.
Aaron ist fasziniert von der Salsa-Tänzerin im «Cielo», die so anmutig und selbstbewusst und dennoch eigenartig verletzlich durchs Leben wandelt.
Innerhalb einer Woche entwickelt sich ein wunderbares, dünnes Band der Vertrautheit zwischen dem nüchternen IT-ler und der jungen Künstlerin, die jenseits aller Konventionen ihr Glück gefunden zu haben scheint.
Alles beginnt so verheißungsvoll für Aaron, bis Noras schrecklicher Unfall ihr frisches Glück scheinbar jäh zerstört…
Eine Sekunde Unachtsamkeit nur, und Aarons Leben steht erneut auf dem Kopf. Von nun an beginnt ein Kampf gegen die Zeit und den Verlust seiner Realität. Auf der Suche nach «seiner» Frau scheint es plötzlich, als richte sich die ganze Welt gegen ihn…

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Die Umstände sprachen dagegen. Inzwischen standen wir an der fünfundzwanzigsten Ampel zwischen Neustadt und Ludwigshafen. Wo doch die längste Strecke aus Autobahn bestand. Ich starrte aus dem Fenster. Herr Schrott auch. Er hatte es aufgegeben, mich zu ermuntern, und das war mir auch lieber so.

Draußen zogen die anderen Autos an uns vorbei, während wir nicht vorwärts kamen. Ich hatte den Fahrer im Verdacht, dass er stundenlang im Kreis fuhr, weil er keinen Bock mehr auf den nächsten Einsatz hatte. Aber der Pfeil auf dem Schild neben uns an der Ampel, das erste, das ich entdeckte, deutete nach rechts. Klinikum war darauf zu lesen. Na Gott sei Dank! Dann konnte es nicht mehr weit sein.

Der Fahrer legte einen regelrechten Kavaliersstart hin. Ein ungeahnter Temperamentsausbruch, der den beleibten Körper des Fahrers plötzlich durchzuckte. Selbst Herr Schrott, der die ganze Fahrt über recht regungslos auf seinem Sitz gesessen hatte, ließ sich zu einer Frotzelei hinreißen „He Manni, ist deine Flamme wieder da oder hast du nen Vertrag mit meiner Krankenkasse?“

Manni lachte wie ein Reibeisen. Eine Schachtel verrauchte der bestimmt am Tag. Eher drei. „Nä, awwer mei Kläni. Die kummt nur alle Schaltjohr mol.“

„Welche? Die von der Hilde oder die von der Gisela?“

„Die vun meim Sohn, du Schossel.“

„Du hast schon Enkel?“

„Awwer sicher. Vier sogar.“ Manni war hörbar stolz auf seinen Nachwuchs. Und um seinem Stolz Ausdruck zu verleihen bogen wir mit geschwellter Brust in doppeltem Tempo um gefühlte zwanzig weitere Ecken bis wir unser Ziel endlich erreicht hatten.

Die Gastfreundschaft endete hier.

„Kommen Sie zurecht?“, fragte mich der Herr Schrott.

Ich lugte vorsichtig aus dem Fenster. Das Gebäude war nicht gerade klein, aber ich würde mich schon zurechtfinden. Hauptsache raus aus diesem Krankenwagen.

„Gehen Sie den Haupteingang da rein und dann immer geradeaus bis Sie an die Rezeption kommen. Die können Ihnen sicher Auskunft geben, wo Sie ihre Frau finden.“ Schrott klatschte mir noch einmal mitfühlend auf die Schultern und verschwand mit einer Zigarette hinter dem Wagen. Zusammen rauchten sie also vier.

Samstag, 18. September, Friedericus

Lena fuhr sich durch die Haare und zupfte ihren Pony zu Recht. Die Bewegungen wirkten kantig und aufgesetzt.

„Hast du eine Zigarette?“

Aaron verneinte. Geraucht hatte er noch nie. Er wusste, dass es Lenas Laster war. Eigentlich mochte er Frauen nicht, die rauchten. Die nach Qualm rochen und ihre Kippen durch die Gegend schnipsten. Und dabei lässig lachten. Aber Lena roch nicht nach Qualm. Und sie lachte nicht lässig, sie lächelte. Sie roch nach Rosenduft und nach früher. Lena war Julia und Lena war eine Ausnahme. Bei ihr würde er eine Ausnahme machen. Heute hatte er vielleicht die Gelegenheit dazu.

„Was willst du jetzt machen?“

„Wegen der Scheidung, meinst du?“

„Ja.“

„Ich rudere ziemlich. Aber ich will die Kinder behalten.“

„Du liebst deine Kinder sehr, oder?“

Lena legte ihren Kopf schief und zog ihre Augenbrauen nach oben. Aaron kannte diesen Ausdruck nur zu gut. Beide Augenbrauen nach oben hieß: na-hör-mal, nur eine Augenbraue hieß: meinst-du-das-jetzt-ernst? Gerade waren eindeutig beide Augenbrauen oben. Da hieß es na-hör-mal.

„Na hör mal! Als Mutter liebt man seine Kinder. Deine Kinder liebst du wie nichts anderes. Da kann kommen was will.“

„Das verstehe ich.“

„Nein, das verstehst du nicht.“ Lena kramte wie wild in ihrer Tasche. Frauen konnten unglaublich viel aus ihrer Tasche zutage fördern. Und diese Tasche hatte viel mehr Fassungsvermögen als die Sporttasche eines Mannes. Aber offensichtlich gab es darin keine einzige, verlorengegangene Zigarette mehr. Lena gab die Kramerei auf und zerdrückte stattdessen nervös die Zuckerkrümel, die auf ihre Untertasse gefallen waren. „Wenn man keine Kinder hat, dann kann man das nicht verstehen. Ich hab das vorher auch nicht verstanden.“

„Soll das jetzt ein Vorwurf sein?“

„Nein. Soll es nicht. Aber es ist echt bescheuert. Da meckern die einem den ganzen Tag die Ohren voll, mäkeln an diesem und jenem, das Essen schmeckt nicht, die Sonne ist zu heiß, der Kindergarten blöd und die Mutter sowieso, weil sie einem nie was erlaubt. Überhaupt ist in ihren Augen alles blöd wenn‘s nicht nach ihrer Nase geht. Die Butter auf ihrem Brot ist zu dick geschmiert oder zu dünn, die Salami fällt ständig runter, weil du sie nicht richtig draufgelegt hast und der Rand ist zu hart. Jeder normale Mensch würde so jemandem die Freundschaft kündigen. Aber es sind deine Kinder. Und wenn sie dann ihre Arme zärtlich um dich schlingen, dich abknutschen und mit einem bezaubernden Augenaufschlag erklären, dass du die beste Mami auf der ganzen Welt bist, dann glaubst du denen das auch noch. Und der ganze Scheiß von vorher ist wieder vergessen. Weil‘s deine Kinder sind. Und niemand darf denen was antun.“

Der unsichere Ausdruck war einem weicheren gewichen. Lena die Mutter. So hatte Aaron sie sich nie vorgestellt. Damals in der Schule machte man sich keine Gedanken, ob man mit jemandem alt werden wollte. Nicht als Mann jedenfalls. Diese sentimentalen Gefühle und verklärten Zukunftsvorstellungen überließ man den Frauen.

„Und was ist mit Rüdiger?“

„Das ist ein selbstverliebter Arsch!“

„Das hätte ich dir schon vorher sagen können.“

„Danke.“

„Bitte. Du wolltest ja nicht auf mich hören.“

„Er hat eine andere. Mit der wohnt er zusammen, holt die Kinder jedes zweite Wochenende ab und bringt sie schön am Sonntagabend wieder. Er versucht, sie mit Geschenken und schönen Ausflügen zu bestechen und macht einen auf tollen Papi.“

„Und, ist er’s?“

„Natürlich nicht. Aber jetzt kann er ja gut der tolle Papi sein: macht keine Vorschriften, muss die Kinder nicht pünktlich ins Bett bringen, liest vor und baut Sandburgen.“

„Hat er vorher nicht gemacht?“

Lena lachte. Nicht nett, sondern hässlich. Das galt dem Vater der Kinder, nicht Aaron natürlich.

„Was würdest du denn sagen, wenn jemand um halb acht heim kommt und sich auch Wochenends hinter der Arbeit vergräbt? Natürlich hatte er keine Zeit. Einer musste ja das Geld verdienen. Das war sein Argument. Dagegen konnte ich nichts sagen. Aber dass er sich auf der Arbeit von seiner liebreizenden Sekretärin hat den Kaffee bringen lassen und auch sonst nach Feierabend nicht immer gleich nach Hause kam, weil er noch anderen Interessen nachging, die ich besser nicht erfahren sollte, dagegen konnte ich auch nichts sagen. Das hat er mir ja nicht erzählt.“

„Natürlich nicht.“

„Und jetzt stehe ich da, mit den Kinder, in dem großen Haus und muss sehen wie ich klar komme.“

„Bekommst du Unterhalt?“

„Ja. Den Unterhalt zahlt er. Aber das war ein ganz schöner Kampf. Du kannst dir vorstellen, dass das Nerven gekostet hat.“

Aaron konnte sich das vorstellen. Aber wahrscheinlich konnte man sich auch das nur wirklich vorstellen, wenn man es selbst erlebt hatte. Lena tat ihm leid.

„Und jetzt arbeite ich im Reismuseum in Mannheim. Aushilfsweise, wenn sie mich brauchen, und samstags. Da kommt kein wirklich geregeltes Gehalt heraus, aber was will ich machen. Ich schaue mich weiter um. Mit drei kleinen Kindern kann man keine großen Sprünge machen. Und als Kunsthistorikerin sind die Stellen nicht gerade üppig. Im Moment geht es noch ganz gut, weil Rüdiger einigermaßen zahlt. Aber was weiß ich, was später ist. Als Frau muss man heutzutage sehen, wie man über die Runden kommt.“

„Früher hast du ganz anders geklungen.“

„Ja? Wie denn?“ Lena lehnte sich zurück und nippte an ihrem Latte Macchiato.

„Du warst ziemlich selbstbewusst. Du hast dir genommen, was du gewollt hast. Und die Jungs sind dir hinterher gelaufen. Ich inklusive.“

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