Frank Strick - Null Jahreszeiten

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Weihnachten in Berlin. Schmuddeliges Wetter,
Menschen ohne Zuhause, Temperaturstürze und ein
Auftrag. Corinna Tillmann soll vier Matrosen töten.
Weil sie als Kind von den Männern missbraucht
worden ist. Angeblich. Der Auftrag kommt von
der Frau Mama. Auch die wurde von den Männern
missbraucht. Angeblich. Corinna sieht nicht, dass sie
manipuliert wird. Weil sie es nicht sehen will. Weil
die Frau Mama recht hat. Weil sie die Frau Mama ist.
Gene, Erziehung, was auch immer. Am Neujahrstag
führt der Auftrag Corinna nach Hamburg.
Und was ist mit deiner Mama?

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„Chinesen zwinkern nicht mit ihren Augen, kapiert, weil es Schlitzaugen sind, und wenn sie es tun, dann kriegst du davon nichts mit.“

„Ein Chinese, der keiner ist“, fasst Schleyer zusammen, „jetzt richtig?“

„Kann man so sagen.“ Schleyer wartet auf mehr. „Es ist seine Familie, er will da raus, sie haben ihm seine Familie zerstört, und mehr brauchst du nicht zu wissen, nicht jetzt.“

„Wieso habe ich ihn nicht schon wo kennengelernt, die Cap Tiger wäre da als Beispiel zu nennen?“

„Seine Landsleute haben ein Auge auf ihn. Und jetzt lass es gut sein.“

„Ein Chinese also, der kein Chinese ist und neue Partner sucht.“ Schleyer will von der Sache nichts wissen und weiß nicht, wie er das seinem Freund beibringen soll. Die beiden anderen, die sind kein Problem, aber bei Sailor, da muss er vorsichtig sein. Der Flipperspieler drängt sich an die Bar, um einen weiteren Schein zu wechseln. „Scheußliches Wetter“, sagt er an Schleyer gewandt, „und es soll noch scheußlicher werden.“

Schleyer antwortet nicht.

„Er will Bestätigung“, stellt Sailor fest, als der Mann wieder weg ist.

„Wollen sie alle“, bestätigt Schleyer, „und was willst du?“

„Die Frau, und morgen weiß ich mehr, und dann reden wir, du, Fronzek, Albers und ich.“

„Es ist nicht so, dass ich etwas gegen das Gärtnern habe.“

Sailor Blick wird hart. „Wie meinst du das?“

„Kann nichts Verkehrtes daran finden, zu arbeiten und dafür bezahlt zu werden.“

„So redet der König des Laubes.“

„Wenn ich im Baum stehe und der Wind streicht durch das Blattwerk, dann habe ich ganz und gar nichts dagegen, dafür bezahlt zu werden.“ Sailors Blick ist immer noch hart. „Ich brauche jemanden, auf den ich mich verlassen kann.“ Schleyer hält dem Blick stand. „Man kann es mit einem Ausflug in die Takelage vergleichen.“

„Vergleiche sind was für Leute, die nicht wissen, wo es langgeht.“ Sailor zieht seinen Freund zu sich ran. „Zum Teufel mit deinen Takelagen, zum Teufel mit Gestrüpp und Wind in deinen Bäumen.“ Er stößt ihn von sich. Schleyer kann nicht sagen, woher es kommt, aber er weiß jetzt mit großer Bestimmtheit, dass er auf dem richtigen Weg ist. Das Gärtnern ist eine ehrenhafte Sache, und jeder, der etwas anderes behauptet, will ihn davon abbringen, und das ist alles andere als ehrenhaft. Er prostet seinem Freund zu. „Jedem das seine, jawohl.“ Sailor will etwas entgegnen, seine Hand ballt sich zur Faust, doch dann sieht er, dass die Frau zurückkommt. Sie stellt die Handtasche ab und geht auf die Toilette. Sailor tut einen Schritt auf die Tasche zu, biegt die Schlaufen zur Seite und öffnet den Reißverschluss. Er passt auf, dass der Kellner nichts mitkriegt. Er arbeitet schnell. Er nimmt jedes Teil einzeln raus und steckt es sofort zurück. Am Boden findet er einen Revolver. Er ist nicht überrascht. Er weiß nicht, warum er nicht überrascht ist. Er greift mit beiden Händen in die Tasche und holt die Patronen aus der Trommel, ohne dass er die Waffe rausnimmt. Er weiß, wie man so etwas macht. Er war vierzig Jahre lang Matrose. Er steckt die Patronen ein, ohne dass sein Freund es mitkriegt. Er weiß nicht, warum er will, dass Schleyer nichts davon mitkriegt. Ich will ihn da raushalten, denkt er, ich will diese Sache für mich. Irgendetwas stimmt hier nicht, überlegt er weiter, erst nimmt sie die Tasche zum Telefonieren mit nach draußen, und jetzt geht sie auf die Toilette und lässt die Tasche hier stehen. Bedeutet das, dass sie jetzt will, dass ich den Revolver entdecke? Warum nicht schon vorher? Sie hat da draußen etwas erfahren, überlegt er weiter, etwas, was sie veranlasst hat, die Handtasche stehen zu lassen. Sie hat da draußen zweimal telefoniert.

04. Dienstag, 24.12.2013 |

04. Dienstag, 24.12.2013 |

Sailor hält die Patronen in der Hosentasche fest umschlossen. Er ist der Frau einen Schritt voraus. Er fühlt die Vorfreude auf das, was ihn erwartet. Ich werde dorthin kommen, wo ich hin will, denkt er, und du kommst mit mir, mein Engel. Dennoch, er spürt, dass er nicht sicher ist. Etwas läuft verkehrt.

„Maria ist ein hübscher Name“, sagt Schleyer, „mein Freund hält mich für schwul.“

Die Frau sieht zu ihm auf.

„Hier geht es nicht um dich“, geht Sailor dazwischen und greift nach der Frau. „Ich muss mit dir schlafen, mein Engel.“ Sie zuckt zurück und nickt, ohne dass er es mitkriegt. Engel, er hat mein Engel gesagt. Schleyer beugt sich zu ihm hin. „Sie hat genickt, hast du das nicht gesehen?“

„Trink dein Bier aus“, gibt Sailor zurück, „sie ist gleich so weit.“

Ein Küchengehilfe geht durch das Lokal und legt Speisekarten aus. Corinna lässt sich eine geben und steckt sie ein. Sailor nimmt einen Geldschein und zieht ihn am Tresen glatt. Corinna sieht an ihm vorbei und trinkt ihr Glas leer. Der Kellner stellt ihr ein neues hin. Schleyer gesellt sich zu dem Mann am Flipperautomaten.

„Willst du Geld?“ Sailor sieht keine Reaktion und ist irritiert. Nach seiner Erfahrung lässt die Aussicht auf Geld jeden reagieren. „Jede Frau ist eine Hure“, setzt er ihr auseinander, „selbst eine Dame ist eine Hure.“ Er zieht einen weiteren Schein am Tresen glatt. „Es gibt Frauen, die damenhafte Getränke trinken, ohne dass sie Damen sind, aber es gibt kein Getränk, das nicht damenhaft wird, wenn es von einer Dame getrunken wird.“ Er legt die geglätteten Scheine übereinander. „Zwei Monatsmieten für eine Dame.“ Die Frau sagt nichts. Weder mit ihrer Stimme, noch mit ihrem Körper.

„Es gibt Damen“, fährt Sailor fort, „die ein Getränk für immer damenhaft machen, und das Getränk ist selbst dann damenhaft, wenn es nicht getrunken wird.“ Verdammt, denkt Sailor, was rede ich hier, und warum rede ich hier, sie reagiert kein bisschen. „Nimm zum Beispiel Greta Garbo, sie hat den Martini zum damenhaftesten Getränk gemacht, ja ohne Greta Garbo wäre der Martini längst ausgestorben.“ Es ist ein Bluff. Er hat keine Ahnung, was Greta Garbo getrunken hat. Er sieht sich um. Es sitzen inzwischen einige Gäste an den Tischen. Sie sind festlich gekleidet. „Du bist eine Dame“, sagt er, auch wenn er sich dessen nicht mehr sicher ist, „und dein Getränk ist ein damenhaftes Getränk.“ Sie nickt, und dieses Mal sieht er es, auch ohne dass er darauf geachtet hat. Der Küchengehilfe ist auf dem Weg zurück in die Küche und sieht fragend zu ihr hin. „Was ist?“, geht ihn Sailor an, „scheiß auf Greta Garbo, und essen tun wir auch nichts.“ Sie lächelt. Links unten ist der Eckzahn mit Gold überkront. Sie nimmt Handtasche und Mantel. „Los jetzt, bevor ich es mir anders überlege.“ Er hat keinen Mantel. Er liebt die Kälte. Sie macht ihn stark und trennt ihn auf eine Art von den Mitmenschen, wie es die Hitze nie tun könnte. Er zahlt und lässt ein paar Münzen als Trinkgeld zurück. Auf dem Weg nach draußen macht er sich an Schleyer ran. Schleyer spielt den Flipperautomaten. „Wir sehen uns morgen, und ruf die beiden an und sag ihnen für heute ab, kapiert?“ Schleyer sieht kurz hoch und wendet sich dann wieder dem Automaten zu, und sein Freund weiß, dass er die Sache regeln wird.

Auf der Straße bleiben sie stehen und drehen sich zur Eingangstür hin, wie um sich von dem Lokal und von dem, was sie mit dem Lokal verbindet, zu verabschieden. Corinna zieht ihren Mantel über. Sie spürt den Wodka im Blut. Ihre linke Hand hat Schwierigkeiten, in den Ärmel zu finden. Sie schließt die Augen und holt tief Luft, und als sie die Augen wieder öffnet, ist die Konzentration zurück. Auf das, was getan werden muss. Sie greift in die Tasche und schaltet das Handy aus. Sailor beschließt, den Wagen stehen zu lassen. Er zieht einen Parkschein für zwei Stunden und legt ihn unter die Windschutzscheibe. Corinna beobachtet ihn.

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