Janina Hoffmann - Ingas Spiel

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Es gibt nicht viele Menschen, die in ihrem Leben ganz oben ankommen. Zu den wenigen erfolgreichen Ausnahmen zähle ich, Dr. Britta Klein, Anwältin und Partnerin in einer renommierten Hamburger Kanzlei. Ich bekomme immer alles, was ich will. Und wenn nicht, nehme ich es mir. Und zwar ohne jegliche Rücksicht auf andere.
Ehrgeizig, erfolgreich, egozentrisch: Die Anwältin Dr. Britta Klein räumt Gegner rücksichtslos aus dem Weg. Für ihre jüngste Intrige scheut sie nicht einmal davor zurück, ihre ahnungslose Schwester Inga auszunutzen. Das Spiel beginnt, und alles verläuft nach Plan … Sicher, Britta?
Die Fortsetzung von «Ingas Verbrechen».

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Als ich wieder zu Bewusstsein kam, dauerte es eine Weile, bis ich begriff, dass ich im Krankenhaus war. Mein Vater und meine Mutter saßen an meinem Krankenbett. Meine Mutter sah ganz verweint aus und betupfte mit einem Stofftaschentuch ihre Augen. Auch mein Vater schaute besorgt, aber als er sah, dass ich wach war, wirkte er plötzlich verärgert.„Bridda, wie oft habe ich dir ...“, setzte er an, bevor ihn meine Mutter leise unterbrach: „Bridda! Endlich bist du wach!“ Dann nahm sie erleichtert meine Hand. „Du hattest einen Schutzengel, Deern. Das hätte auch ganz anders ausgehen können.“

Die Krankenschwester wurde gerufen, die sofort einen Arzt informierte, dass ich wieder bei Bewusstsein war. Der Arzt stellte mir mehrere unsinnige Fragen. Ob ich meinen Namen wisse. Ob ich sagen könne, wer die Frau und der Mann an meinem Bett waren. Wie alt ich sei. Als ich eine Frage nach der anderen ohne zu überlegen beantwortete und den Arzt schließlich fragte, ob er mich für blöd halte, nickte dieser zufrieden, und meine Mutter begann vor Erleichterung wieder zu weinen.

Ungefähr eine Woche lang musste ich im Krankenhaus bleiben, dann wurde ich nach Hause entlassen. Meine Eltern behandelten mich wie ein rohes Ei und lasen mir jeden Wunsch von den Augen ab – bis auf das Lexikon, natürlich.

Wie durch ein Wunder hatte ich durch den Sturz nur eine Gehirnerschütterung erlitten, war aber ansonsten unverletzt geblieben. Die bisherigen Untersuchungen im Krankenhaus hatten ferner ergeben, dass ich keine bleibenden Schäden davongetragen hatte, doch die Krankenhausärzte rieten meinen Eltern, mich sicherheitshalber weiterhin regelmäßig von einem Kinderarzt untersuchen zu lassen.

Dr. Alfred Rabe machte mit seinem schwarzen Haar und seiner Hakennase seinem Namen alle Ehre. Einmal pro Monat statteten meine Mutter und ich in der Folgezeit seiner Praxis einen Besuch ab. Wir warteten jedes Mal lange in dem kleinen, stickigen Wartezimmer, bis wir endlich an der Reihe waren. Dr. Rabe ließ mich im Behandlungszimmer auf einem Bein stehen, mich im Kreis drehen, Tiere auf Bildern erkennen und Farben zuordnen. Dabei machte er sich Notizen und nickte zufrieden, wie der Arzt im Krankenhaus, während meine Mutter glücklich lächelte.

„Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Klein“, sagte Dr. Rabe nach der dritten Untersuchung. „Ihre Tochter hat den Unfall schadlos überstanden. Ich denke, weitere Untersuchungen werden nicht nötig sein.“

Da täuschte sich Dr. Rabe gewaltig. Ich hatte mein Gedächtnis durch den Sturz nicht verloren, auch Tiere und Farben konnte ich beim Namen nennen und ohne Probleme auf einem Bein stehen, und doch war mir etwas abhandengekommen, das ich nie wieder erlangte, so sehr ich mich anfangs auch bemühte: Ich hatte keine Gefühle mehr. In mir war alles wie tot. Ich empfand weder Freude über meine Genesung, noch war ich weiter böse auf meine Eltern, weil sie mir das Lexikon verweigerten. Es war mir egal. Ich spielte, weil ich wusste, dass das von mir erwartet wurde, aber es machte mir keinen Spaß. Später wurden Bücher zu meiner Hauptbeschäftigung. Darin konnte ich mich stundenlang vertiefen und musste dabei noch nicht einmal irgendwelche Gefühlsregungen zeigen. Ich las auch nie Geschichten zur Unterhaltung, sondern immer nur Sachbücher. Mein Ehrgeiz, alles zu wissen, wurde immer größer. Vielleicht sollte das Wissen die Lücke füllen, die die Gefühllosigkeit hinterlassen hatte. Nichts brachte mich mehr zum Lachen. Ich lachte nur, weil die anderen lachten. Nichts machte mir Angst, ich empfand nur ein leichtes Unbehagen. Nichts machte mich wütend, ich empfand nur leichte Verärgerung. Nichts machte mich glücklich, ich empfand nur eine leichte Genugtuung. Und während meine Eltern immer stolzer auf ihre Tochter wurden und mich alle für meine Klugheit bewunderten, hätte ich am liebsten geschrien: „Merkt ihr nicht, dass in mir alles leer ist? Begreift ihr nicht, dass mein Gehirn krank ist?“ Doch ich wusste, was Menschen, deren Gehirn krank war, angetan wurde. Sie wurden weggeschlossen. Sie verschwanden und kamen nie wieder. Und so erzählte ich nie jemandem, wie es in mir aussah.

Das ist bis heute so geblieben. Das Ironische ist, dass mich meine Gefühllosigkeit sehr erfolgreich macht. Ich konzentriere mich ganz auf meine Karriere. Etwas anderes interessiert mich nicht. Menschen interessieren mich nicht. Ich schiebe sie herum wie Schachfiguren. Ich manipuliere sie, und sie merken es nicht einmal. Ich sehe ungerührt dabei zu, wie sie durch meine Schachzüge unglücklich werden. Ihre Gefühle interessieren mich nicht. Ich tue nur so, und das sehr erfolgreich. Über die Jahre bin ich zu einer ausgezeichneten Schauspielerin geworden. Und zu einer noch besseren Intrigantin.

3. Nummer dreizehn

Die Fluktuation in meinem Dezernat ist hoch, höher als in den meisten anderen der Kanzlei. Wer arbeitet schon gern für eine Chefin, der nichts recht zu machen ist. Das stimmt, ich stelle hohe Ansprüche, an mich und an andere. Damit können die meisten nur schwer umgehen. Wer für mich arbeiten will, braucht starke Nerven, ein dickes Fell und darf nicht auf Lob aus sein. Diese Eigenschaften haben die wenigsten, wenn sie auch anfangs vom Gegenteil überzeugt sind. Direkt nach dem zweiten Staatsexamen kommen sie zu Hamilton & Lace. Sie haben die besten Noten, sonst brauchen sie sich hier erst gar nicht zu bewerben. Sie sind jung und naiv, voller Tatendrang und voller Energie. Sie geben vor, es mache ihnen nichts aus, keine festen Arbeitszeiten zu haben, bis spät in die Nacht zu schuften, an Wochenenden und an Feiertagen, und glauben es wohl auch selbst. Schließlich winkt ein fürstliches Einstiegsgehalt. Und wer würde nicht gern von sich behaupten, in einer der renommiertesten Kanzleien Deutschlands zu arbeiten? Sie sind so berauscht davon, es geschafft zu haben, und fühlen sich durch die Anstellung bei Hamilton & Lace so geschmeichelt, dass sie gar nicht merken, wie sehr sie verfeuert werden. Bereitwillig erledigen sie jeden Arbeitsauftrag, auch unter dem größten Zeitdruck. Irgendwann kommt dann das böse Erwachen. Bei den Ersten treten schon nach ungefähr einem Jahr ernste Erschöpfungsanzeichen auf. Sie haben Ringe unter den Augen, haben an Gewicht verloren, sind launisch und gar nicht mehr bedingungslos bereit, rund um die Uhr zu arbeiten. Die wenigsten tun sich selbst einen Gefallen und kündigen. Die große Mehrheit der Schwächlinge will in der Kanzlei bleiben, koste es, was es wolle. Viel zu groß wäre schließlich die Schande, dem sozialen Umfeld, allen voran den durchweg sehr anspruchsvollen Eltern, das eigene Scheitern einzugestehen. Einige müssen wir dann zu ihrem Glück zwingen und ihnen nahelegen, sich etwas anderes zu suchen. Natürlich gibt es unter den jungen Anwälten auch Hoffnungsträger, die dicke Bretter bohren, wirkliche Bereicherungen für die Kanzlei. Doch leider überwiegen die Weichlinge.

Ich denke, kaum jemand behandelt seine Mitarbeiter so streng wie ich. Vor mir geht niemand nach Hause, ausgenommen Sandra Kind, und auch sie muss mehr Überstunden machen als sonst eine Sekretärin in der Kanzlei. Wochenendeinsätze sind auch für sie keine Seltenheit. Wer in meinem Dezernat tätig sein will, muss sich mir bedingungslos unterordnen. Ich dulde keine Ausreden, ich dulde keine Schwäche, und ich dulde keine Widerworte. Wer das hohe Arbeitspensum nicht schafft, fliegt. Wer sich durch Krankheit drücken will, fliegt. Wer meint, mich mit neunmalklugem Gerede beeindrucken zu können, fliegt.

Auch unter meinen Partnern ist mein Führungsstil bekannt.

„Du darfst es auch nicht übertreiben, Britta“, sagte mir mein Kollege Dr. Holger Bernhard vor einigen Jahren besorgt, als eine Anwältin aus meinem Dezernat heulend aus dem Büro lief, nur weil ich sie in einer internen Besprechung vor allen anderen höflich gefragt hatte, ob sie bei dem Verfassen eines Vertrages unter Drogeneinfluss gestanden habe. So etwas Überempfindliches. Es versteht sich von selbst, dass das der letzte Arbeitstag der Dame war.

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