Jack Bredaux - Drachenspuren

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Noch immer wütet das Erdbeben in Batavia. Die bis dahin so wehrhafte ostindische Handelsmetropole der Niederländer ist davon schwer gezeichnet.
Während alle ihr Heil in zielloser Flucht suchen, kauert der gerade einmal elfjährige Friedrich Weber neben dem Kaufmann Hendrik van Houten, der leblos am Boden liegt. Getroffen von einer herabstürzenden Schindel, rinnt diesem das Blut aus einer Wunde am Kopf.
Zu groß ist der Lärm der einstürzenden Häuser, zu laut ist das Stöhnen der Verletzten und zu drängend sind die Schreie der Umherirrenden, als das jemand die kläglichen Hilferufe des Knaben zur Kenntnis nimmt. Erst als kräftige Arme den Jungen hochreißen, löst sich dessen Hand von dem immer noch reglos daliegenden Mann.
Zunächst im Glauben, dass ihm nun weiteres Ungemach droht, erkennt Friedrich Weber bald, was für ein Glück im Unglück, ihm diese vermeintliche Entführung beschert.
Bald darauf in China angekommen und somit der Heimat ferner, als jemals zuvor, sind es die steten Gedanken an sein Zuhause, welche den jungen Mann antreiben. Nach Jahren in der Fremde und mit erworbenen und nicht alltäglichen Fähigkeiten ausgestattet, macht sich der inzwischen zum Manne gereift Friedrich auf, die Heimat zu erreichen. Entlang alter Handelsrouten, ein zeitaufwendiges und nicht ganz ungefährliches Abenteuer.

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„So, Friedrich, hier werde ich Dich bei schönem Wetter unterrichten“, stellte Herr Long bei seinen Worten die Kanne auf den Tisch. „Ich werde Dich unsere Sprache ebenso lehren, wie unsere Schriftzeichen; zumindest einen Teil davon“, berichtigte er sich rasch, „denn dies sind weitmehr, als eure Sprache an Buchstaben aufweist. Sollte uns darüber hinaus noch Zeit bleiben, werde ich Dich auch gerne in der Kalligraphie unterrichten.“

„Kalligraphie? Was ist das, Herr Long?“

„Das ist eine Kunst des schönen Schreibens, die bei uns hohes Ansehen genießt. Doch, lassen wir uns zunächst mit der Sprache beginnen. Mit den paar Worten, die Dir bislang geläufig sind, wirst Du dich mit niemandem unterhalten können. Im Gegenzug möchte ich allerdings auch noch mehr Worte aus Deiner Sprache hören, damit ich bei späteren Gesprächen mit euren Händlern nicht über den Tisch gezogen werde“, lachte Herr Long schelmisch.

Wir verbrachten bereits einige Zeit in der Weise, dass mir Herr Long Wörter vorsprach, mir deren Bedeutung kundtat und mich berichtigte, wenn ich ein Wort nicht langgezogen genug aussprach oder der Tonfall nicht stimmte; denn dies konnte, wie bereits geschildert, einen völlig anderen Sinn ergeben.

„Friedrich, wo bist Du mit Deinen Gedanken?“, rief mich Herr Long zur Ordnung, als ich an ihm vorbeischaute und eine seiner Fragen unbeantwortet ließ.

„Dort hinten ist Tiu Gang Bao, Herr Long; was macht er dort?“, fragte ich neugierig, und schaute ebenso interessiert wie auch belustigt dorthin, wo sich der Sohn des Hausherrn bewegte. Der gute Mann reckte und streckte seinen Körper und verbog ihn derart, wie ich es bislang nur auf dem Jahrmarkt in Xanten gesehen hatte, wo Gaukler sich als Schlangenmenschen anpriesen. Dann, wie aus dem Nichts heraus, trat und schlug er in die Leere, als wollte er den sanften Wind dafür bestrafen, dass er die drückende Hitze nicht erträglicher machte.

„Ach, der Dashi geht nur seinen Übungen nach, das macht er täglich, bei Wind und Wetter“, schaute nun auch Herr Long in diese Richtung. „Er beginnt zumeist damit, wenn die anderen sich im Bett noch einmal herumdrehen.“

„Dann ist er ja schon lange damit beschäftigt, Herr Long. Doch wozu soll das gut sein?“

„Zur Gesunderhaltung und Kräftigung des Körpers, Junge, und für einen klaren Verstand. Für Dich könnten diese Übungen auch von Nutzen sein, so schmächtig, wie Du gebaut bist“, belehrte mich der nicht weniger schmächtige Herr Long. „Zudem wäre es ein guter Ausgleich zu den Stunden, die wir hier herumsitzen. Ich werde den Dashi bei Gelegenheit fragen, ob er bereit ist, Dich zu unterrichten. Allerdings darf unser Unterricht nicht darunter leiden. Dein Vater wird schließlich stolz auf Dich sein, wenn Du zurückkehrst und Du ihn mit einer erlernten fremden Sprache überraschst.“

„Ja“, bestätigte ich das Gehörte, und sogleich fuhr Herr Long auch wieder mit seinen Lehren fort.

Aber die Ablenkung durch die sonderbaren Bewegungen Tiu Gang Baos war dermaßen groß, dass ich nun häufiger Fehler machte.

„Ja, ich denke es wird besser sein, wenn wir zukünftig später mit unserem Unterricht beginnen, wenn der Dashi seine Übungen beendet hat“, schlussfolgerte Herr Long daraus.

Nun schauten wir beide dem munteren Treiben des Mannes zu.

„Herr Long, darf ich Euch etwas fragen?“, durchbrach ich die Stille.

„Nur zu, junger Mann“, forderte mich Herr Long dazu auf.

„Sind diese Übungen für einen Dashi denn wichtig an Bord einer Dschunke?“

„Ich verstehe Deine Frage nicht, Friedrich. Der Dashi ist ein Dashi, eben weil er diese Übungen so gut kann, wie sonst nur Wenige. Deswegen muss er sich nicht an Bord einer Dschunke oder eines anderen Schiffes damit beweisen.“

„Herr Ruben van Schrieck, der Steuermann der Mirte , hat aber nie derartige Übungen gemacht, Herr Long.“

Nach kurzem Überlegen ging ein breites Lachen über das schmale Gesicht des Übersetzers und er meinte: „Jetzt verstehe ich, was Du meinst, und ich war im Glauben, Dir wäre es schon bewusst gewesen. Der Dashi hat wahrscheinlich von der Schifffahrt nicht mehr Ahnung als Du oder ich, Friedrich, und er ist keineswegs ein Steuermann. Mit Dashi bezeichnen wir das, was ihr in eurer Sprache als Großmeister bezeichnen würdet. Der Dashi ist ein Großmeister der Kampfkünste und genießt hohes Ansehen dafür.“

„Tiu Gang Bao ist ein Krieger, ein Soldat?“, fragte ich ungläubig nach.

„Nein, Friedrich, Tiu Gang Bao ist ein friedliebender Mensch, der keiner Fliege etwas zu Leide tun würde; aber er ist ein Mensch, der zu kämpfen versteht. Er erlernte das Kämpfen, um nicht kämpfen zu müssen.“

„Das verstehe ich nicht, Herr Long“, gab ich unumwunden zu.

„Dies würde auch zu weit führen, junger Mann und Dich im Moment nur ablenken. Vielleicht reicht die Zeit aus, die Du bei uns verbringst aus, um Dir den Weg von Tiu Gang Bao näherzubringen.“

Der Mann, über den wir sprachen, beendete derweil seine Übungen und näherte sich uns, hielt jedoch zielstrebig auf den kleinen Ziehbrunnen zu und hob, als er uns erblickte, nur kurz die Hand zum Gruß. Sichtbar rann ihm der Schweiß über das Gesicht. Am Brunnen angekommen, entledigte er sich seines weiten Oberteils und ich verfiel in blankes Staunen.

Was die sorgsam verknüpfte Bluse bislang verbarg, offenbarte sich nun als ein Berg von Muskeln und Sehnen, die wohl niemand bei diesem Mann vermutet hätte. Diesen Anblick kannte ich nur von den Seeleuten, die an Bord unseres Schiffes einst die schwersten Lasten, die größten Kisten schleppten. Aber dieser Dashi, wie ihn Herr Long bezeichnete, besaß Muskeln von derart ausgeprägter Natur, dass man annehmen konnte, er würde die größten Fässer an Bord der Mirte alleine bewältigen können. Als wären es nicht mehr als einer handvoll Federn, zog er nun den schweren Kübel mit dem kühlen Nass aus dem Brunnen hervor, wusch sein Gesicht und goss den Rest des Inhalts über seinen von Schweiß glänzenden Körper. Dann schlupfte er sich das Oberteil wieder über und machte sich auf den Weg zum Haus.

„Wenn ich Deine Blicke richtig deute, Friedrich, dann liegt im Moment das Interesse wohl mehr bei dem, was der Dashi so treibt, als dass Du an einer Fortsetzung des Unterrichts denkst. Für heute wollen wir es darum dabei belassen. Im Laufe des Tages werde ich nachfragen, ob Tiu Gang Bao gewillt ist, Dich an seinen Lehren teilhaben zu lassen. Ist dies in Deinem Sinne, Friedrich; auch wenn sich der Unterricht mit mir daran anschließend wird?“, vergewisserte sich Herr Long.

„Nur zu gerne, Herr Long, wenn ich dadurch ebenfalls so kräftig werde“, gab ich voll freudiger Erwartung zur Antwort.

„Die Bewegung wird Dir sicherlich nicht schaden, Junge. Aber die Zeit, die Du bei uns verbringen wirst, wird nicht ausreichen, um Tiu Gang Bao auch nur annähernd ähnlich zu werden. Dazu müsstest Du viele Jahre bei uns verbringen und den Übungen täglich nachgehen.“

Wie hätte ich diesem Moment auch nur erahnen können, welche Vorhersage Herr Long mit seinen Worten sehr treffend beschrieb.

„Friedrich“, fuhr Herr Long fort, bis das Essen auf dem Tisch steht, dauert es noch eine Weile. Ich habe im Haus noch Einiges zu erledigen; möchtest Du mitkommen oder hier im Garten bleiben?“

„Wenn es recht ist, Herr Long, würde ich mich gerne noch etwas im Garten umschauen.“

Herr Long machte sich daraufhin auf den Weg zum Haus und ich ging mit neugierigen Blicken zu der Stelle, wo Tiu Gang Boa bis eben noch seinen sonderbaren Übungen nachging. So sehr ich den stoppeligen Grasboden auch in Augenschein nahm, es gab nichts Ungewöhnliches zu entdecken. Darum schlenderte ich gemächlich zu dem Teich, ging auf die kleine hölzerne Brücke, die das Gewässer überspannte, ließ mich darauf nieder und sah dem quirligen Treiben der im Wasser befindlichen Fische zu.

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