Jack Bredaux - Drachenspuren

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Noch immer wütet das Erdbeben in Batavia. Die bis dahin so wehrhafte ostindische Handelsmetropole der Niederländer ist davon schwer gezeichnet.
Während alle ihr Heil in zielloser Flucht suchen, kauert der gerade einmal elfjährige Friedrich Weber neben dem Kaufmann Hendrik van Houten, der leblos am Boden liegt. Getroffen von einer herabstürzenden Schindel, rinnt diesem das Blut aus einer Wunde am Kopf.
Zu groß ist der Lärm der einstürzenden Häuser, zu laut ist das Stöhnen der Verletzten und zu drängend sind die Schreie der Umherirrenden, als das jemand die kläglichen Hilferufe des Knaben zur Kenntnis nimmt. Erst als kräftige Arme den Jungen hochreißen, löst sich dessen Hand von dem immer noch reglos daliegenden Mann.
Zunächst im Glauben, dass ihm nun weiteres Ungemach droht, erkennt Friedrich Weber bald, was für ein Glück im Unglück, ihm diese vermeintliche Entführung beschert.
Bald darauf in China angekommen und somit der Heimat ferner, als jemals zuvor, sind es die steten Gedanken an sein Zuhause, welche den jungen Mann antreiben. Nach Jahren in der Fremde und mit erworbenen und nicht alltäglichen Fähigkeiten ausgestattet, macht sich der inzwischen zum Manne gereift Friedrich auf, die Heimat zu erreichen. Entlang alter Handelsrouten, ein zeitaufwendiges und nicht ganz ungefährliches Abenteuer.

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Die auf See über Monate hinweg zur Normalität gewordenen Geräusche weckten mich irgendwann auf. Ich spürte das Schlingern des Schiffes, vernahm das Plätschern des Wassers, wenn es an die Bordwände schlug und hörte das Tippeln eilfertiger Füße, die über das Deck huschten. Benommen erhob ich mich von meiner Schlafstätte und fühlte mich dabei, als hätte ich tags zuvor einen Krug Wein alleine geleert. Ich musste dringend an die frische Luft gelangen, denn der zunächst angenehme Duft der Pflanzen lag schwer im Raum. Tief sog ich die frische Seeluft ein, als ich das Deck erreichte und schaute mich um. Die Sonne stand schon hoch, es musste bereits gegen Mittag sein. Von einigen verstohlenen Blicken der Seeleute abgesehen, beachtete mich niemand. Eifrig und dienstbeflissen gingen alle ihren Arbeiten nach. Dann erblickte ich die Herren, die auch gestern auf der Empore ihren Platz eingenommen hatten. Sie entdeckten mich ebenfalls und winkten mich zu sich heran. Der sorgsam gekleidete ältere Herr gab mir zu verstehen, dass ich neben ihm meinen Platz einnehmen sollte und mit einem „Guten Tag, meine Herren“, kam ich dieser Aufforderung schnell nach.

Sie alle schienen den Tag, fernab von Batavia, zu genießen, die See war glatt und blau wie der Himmel, der kräftige Wind füllte die Segel und die Sonne strahlte auf uns herab.

Auf dem Tisch standen wiederum zahlreiche gutgefüllte Schalen und Töpfe, an denen sich die Herren bedienten. Bei mir entstand der Eindruck, dass sie einen großen Teil des Tages ausschließlich mit dem Zusichnehmen von Speisen verbrachten, wenngleich niemand von ihnen einen derartigen Wanst vor sich herschob, wie es zum Beispiel unserem Kapitän Snijder Freude bereitete. Auch mir wurde angedeutet, mich an dem gemeinsamen Mahl zu beteiligen. Dieser Aufforderung folgte ich ebenfalls sehr gerne und sehr rasch.

Gerade machte mich daran, mit den mir gereichten Holzstäbchen umständlich nach den fremdartigen Speisen zu fischen, da stieß mich der ältere feine Herr an, deutete mit den zusammengefügten Fingerspitzen auf sich und sprach „Tiu Ning Qiang“, was er nochmals widerholte. Danach zeigte er auf den gegenübersitzenden jüngeren Glatzkopf und meinte „Tiu Gang Bao“ und wiederholte auch dies.

War Herr van Houten auch stets von meiner raschen Auffassungsgabe begeistert, so muss ich in diesem Moment jedoch sehr dumm dreigeschaut haben. Deutlich lauter, als er sonst sprach, wandte sich der alte Herr nun an den ebenfalls gegenübersitzenden Herrn Long. Der wandte sich mir zu und meinte: „Die Herren haben sich Dir vorgestellt, neben Dir sitzt unser allseits verehrter Herr Tiu Ning Qiang und Dir gegenüber sein Sohn Tiu Gang Bao.“

„Friedrich Weber, sehr angenehm meine Herren“, erwiderte ich daraufhin höflich aber völlig unnötig, was auch zu einem Lachen bei den Männern führte. Ein ums andere Mal piekte ich mit den Stäbchen nach Essbarem, was mir, wie am Vortage, mehr schlecht als recht gelang. Währenddessen unterhielten sich die drei Herren. Von dem Gesagten verstand ich natürlich kein Wort, nur gelegentlich konnte ich das Fliedlich Webel heraushören.

Herr Tiu Ning Qiang und dessen Sohn machten Anstalten, ihren Platz zu verlassen. Herr Long indes verblieb mir gegenüber auf seinem Platz und schaute kopfschüttelnd zu, wie ich mehr Speisen auf dem Tisch verteilte, als dass sie in meinen Mund gelangten. Nein, ein Sklave war ich mit Sicherheit nicht auf diesem Schiff, aber dennoch fühlte ich mich nicht wohl unter diesen durchaus freundlichen, wie fremdartigen Menschen. Herr Long war anscheinend der Einzige, mit dem ich unterhalten konnte, und so kam Wehmut in mir auf. Wie sollte es nun weitergehen? Ich sehnte mich nach meiner Mirte; auf der es nach dem Brandsäubern sicherlich nicht mehr so stank, wie zuvor. Ich vermisste die sonore Stimme des langen Herrn Wachtendoonks, die klugen Worte Herrn Junckers und die freundschaftliche Art von Herrn van Houten. Wie gerne wäre ich nun in Xanten, würde dort Vater zur Hand gehen oder mit meiner kleinen Schwester Kieselsteine in den Rhein werfen. Vor nur zwei Tagen war die Welt noch in Ordnung. Wann nur erwachte ich aus diesem Traum?

„Friedrich Weber“, holte mich Herr Longs Stimme schneller in die Wirklichkeit zurück, als mir lieb war; „Du wirst einige Zeit bei uns verbringen müssen, bevor Du zurück in Deine Heimat kannst“, schien er meine Gedanken lesen zu können. „Du tust gut daran, wenn du versuchst, unsere Sprache zu erlernen, damit ich nicht der Einzige bleibe, mit dem Du sprechen kannst. Wir werden uns viel unterhalten, so dass ich mehr über Dein Land erfahre und noch besser Deine Sprache sprechen kann, und ebenso werden wir in umgekehrter Weise verfahren.“

„Sehr gerne, Herr Long“, gab ich mit etwas Zweifel in der Stimme zurück.

„Dann lass uns gleich damit beginnen“, sagte Herr Long und fing an mir zu erklären, wie man sich in China begrüßt. Weiterhin fragte er Dies und sagte Jenes und so gingen die Stunden dahin, während ich stets mit den Essstäbchen in der Hand, meinen Umgang mit diesen Utensilien übte. Ebenso, wie auf diese Weise Stunde um Stunde verann, schwand auch meine Scheu. Ich war gewillt, mich meinem Schicksal zu ergeben, zumal mir ohnehin keine andere Möglichkeit blieb. Böses, dies war mir nun vollkommen klar, würde mir von diesen Menschen nicht widerfahren.

Es war bereits spät am Nachmittag, als mich Herr Long aufforderte, ihm unter Deck zu folgen. Was hatte mich der Mann während der zurückliegenden Stunden mit seinen Fragen gelöchert; wobei mir nur die Worte in seiner Sprache in Erinnerung geblieben waren, die er mir zu Beginn unseres Gesprächs nannte. Ni Hao hieß es, wenn ich eine Person begrüßen wollte und Nimen Hao, wenn ich auf gleiche Weise mehrere Leute ansprechen wollte. Was ich mir ebenfalls merkte war, dass die Aussprache dieser Worte auch noch in einer besonderen Art erfolgen musste, da sie sonst womöglich einen völlig anderen Sinn bekämen. Als wir unter Deck die Messe erreichten, saßen Herr Tiu Ning Qiang und der stets in seiner Nähe befindliche Sohn bereits wieder vor dampfenden Köstlichkeiten. Herr Long führte mich an den Tisch und mit klopfendem Herzen sprach ich die erlernten Worte; „Nimen Hao.“

Mit wohlgefälligem Lachen, welches von einem langen Ah und Oh begleitet wurde, und der Erwiderung meines Grußes, wandten sich die beiden Männer daraufhin Herrn Long zu. Natürlich blieb mir weiterhin der Sinn der Worte verborgen, aber zumindest konnte ich erahnen auch jetzt selbst ein Teil ihres Gesprächsthemas zu sein.

Kaum anders verliefen die folgenden Tage. Zur Untätigkeit verdammt bestand mein Alltag darin, den Worten Herrn Longs zu lauschen. Insofern konnte ich dankbar darüber sein, da er schließlich der Einzige an Bord war, mit dem ich mich austauschen konnte. Nur zu gerne hätte ich mich jetzt der Kartographie zugewandt und die nahe Küstenlinie auf einem Blatt festgehalten. Doch dazu fehlte mir die einst von Herrn Houten erhaltene Karte, zumindest ein Stück Papier und gleichermaßen ein Stift. Obwohl ich mich mittlerweile durchaus sicher an Bord wähnte, wagte ich dennoch nicht danach zu fragen.

So lernte ich täglich einige neue Worte dieser für mich recht sonderbaren Sprache kennen, wogegen Herr Long mich mit seiner Wissbegierigkeit in Bezug auf meine Heimat löcherte. Von Amsterdam, von wo aus wir uns vor Monaten auf den Weg machten, konnte ich ihm nicht viel erzählen, aber Xanten musste ihm mittlerweile dermaßen bekannt sein, als wäre er selbst dort aufgewachsen.

Den Widrigkeiten des Wetters ausgesetzt, mal von kräftigen Regengüssen begleitet oder von starken Winden vorangetrieben, näherten wir uns immer mehr dem angestrebten Ziel. Die Nächte bescherten mir fortan einen erholsameren Schlaf, da die betörende Wirkung der Orchideen von einem Tag auf den Nächsten schwächer und schwächer wurde.

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