Hermann Christen - Der Eindringling

Здесь есть возможность читать онлайн «Hermann Christen - Der Eindringling» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Eindringling: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Eindringling»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Eindringling – eine SaTierische Erzählung
Das ruhige Gefüge im Koblerwald gerät durcheinander, als ein streunender Bär auftaucht und die Gesellschaft in Aufregung versetzt. Die Waldbewohner sind sich schnell eins, dass der Fremdling nur Unruhe verursachen wird und beschliessen, ihn zu vertreiben. Bald steht fest, dass dieser Plan ohne die Menschen aus dem Dorf nicht umgesetzt werden kann.
Mit ihrer Hilfe wird der Bär wird eingesperrt. Ein unanständiges Hickhack über die wirtschaftlich-sozial optimale Verwendung des Unikats bricht vom Zaun. Verschiedene Interessengruppen entwickeln eigene Ideen und Pläne. Das mit Sozialkompetenz belastete Eichhörnchen mischt sich ein und kompliziert die Sache zusätzlich.
Schliesslich wird dem Bären ein vorläufiges Bleiberecht eingeräumt, was die radikaleren Elemente aus Wald und Dorf vereint und zu eigennützigem Aktivismus nötigt. Gemeinsam spannen sie ein hinterhältiges Netzwerk von Intrigen und Lügen, um die Angelegenheit in ihrem Sinne zu regeln.

Der Eindringling — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Eindringling», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

"Es funktioniert nur wenn alle bleiben", raunte er jedes Mal und ließ erst los, wenn die eingeschüchterten Tiere zaghaft nickten. Reichte gut zureden nicht, setzte er Merlins Vorschlag um und drohte mit gebleckten Zähnen und einem beiläufigen Hinweis auf seinen Hunger.

"Nah genug", zischelte Merlin Hannibal ins Ohr, "bleib stehen."

Der Bär war nur noch wenige Schritte entfernt. Was hatte sich die Natur nur dabei gedacht, ein solches Riesenvieh zu schaffen? Alleine was der zu essen vermochte, überstieg die Vorstellung der Waldbewohner. Merlin stieß den rechten Flügel in die Luft. Die Tiere schrien sich die Lungen aus dem Leib.

Der Bär zuckte zusammen, als ob er auf einen elektrischen Zaun gepinkelt hätte. Er sprang auf, stolperte über einen der Bäume, schlug der Länge nach hin, schlitterte einige Meter bäuchlings auf dem schlammigen Untergrund und krachte mit der Nase voran in einen quer liegenden Baumstamm.

Lacher mischten sich in das Gebrüll.

Was hatten sie sich vor diesem braunen Gesellen gefürchtet. Ungeschickt wie eine Vogelscheuche und etwa genauso gelenkig dachten sie und verstärkten das Geschrei.

Der Bär rappelte sich auf, stürzte weiter und drückte sich ängstlich an den Wurzelstock eines umgelegten Baumes. Mit großen, fragenden Augen beobachtete er zitternd den Aufstand. Er blinzelte unsicher. Er sah die vielen Tiere. Allen voran ein prächtiger Hirsch, in dessen Geweih eine alte Eule hockte.

Er hatte Erfahrungen mit Eulen. Auf seiner Wanderung war er vielen begegnet. Er mochte diese Wichtigtuer nicht, die sich als weiß-Gott-wie-gescheit verkauften.

Der Kerl auf dem Geweih war jedoch anders. Der Bär sah, wie er den linken Flügel hob und der Lärm sofort verstummte sofort.

'Das ist der Anführer des Aufruhrs', überlegte er.

Er beobachtete wie die Eule dem Hirsch etwas zuflüsterte. Dieser schüttelte den Kopf. Die Eule hob ab und landete vor dem Bären. Dieser meinte noch so etwas wie "… geweihtragender Feigling" zu hören.

Die Eule vor ihm auf dem Boden blickte ihn keck und entschlossen an.

"Was willst du hier?", forderte sie den Bären heraus.

"Verstehst du mich nicht? Was willst du hier!"

Der Bär bewunderte die Frechheit der Eule. Ein Prankenhieb und das Vögelchen taugte höchstens noch als Füllung für eine Duvetjacke. Ihre Dreistigkeit schüchterte ihn ein.

"Sag - schon: was - willst - du - hier?"

Die Eule betonte jedes Wort, als habe sie etwas Begriffsstutziges, geistig Behindertes vor sich. Sie hob wieder den rechten Flügel und die Tiere stimmten ihr Gebrüll und Gekreische wieder an. Der Bär presste sich noch dichter an die Wurzel. Was wollten die von ihm? Er war nur auf Durchreise und hatte etwas innere Unruhe abgebaut!

Die Eule flog zurück, tauschte ein paar Worte mit einer Häsin, die einen schweren Beutel um die Schulter geschlungen trug, und einem Eichhörnchen. Häsin und Eichhörnchen stützten etwas, das aussah wie eine Rolle Klopapier. Wollten sie, dass er hier sein Geschäft erledigte? Seltsame Sitten – vielleicht eine Art abstruser Religion, die sie hier praktizierten…

Der Lärm verstummte und die Eule kam zurück.

"Schau dir an, was du angestellt hast", rief sie vorwurfsvoll und deutete auf die Klorollengruppe.

"Du hast Herrn Specht beinahe umgebracht."

Der Bär erkannte einen Schnabel, der aus der Klorolle ragte. Er kapierte, dass die Klorolle ein einbandagierter Vogel war.

"Was, wie…", brummte er verwirrt.

"Dein Werk", tadelte die Eule und wagte es, noch näher zu kommen, "du hast Herrn Specht schwer verletzt. Saß auf einem der Bäume da. Was soll das? Sag schon!"

Die Eule blickte ihn kämpferisch an. Er bedauerte, den Specht verletzt zu haben.

"schuldigung…", murmelte er.

Die Eule deutete dem Hasen und dem Eichhörnchen, dass sie den Specht wieder zurückbringen sollten.

"Zum letzten Mal: was willst du hier – wir brauchen dich nicht."

Bevor der Bär eine Antwort geben konnte, brauste das Gebrüll wieder auf. Der Bär kauerte sich zusammen, legte seinen starken Arm schützend über sein Gesicht und drückte einen schäbigen Rucksack an sich. Er hatte Angst! Zufrieden erkannte Merlin, dass sein Plan funktionierte. Die Bestie wirkte nicht mehr Furcht erregend, sondern kauerte ängstlich zitternd an einen umgestürzten Baum gepresst. Jetzt glich sie einem alten, weg geworfenen, vergessenen Fellmantel – Größe XXL.

"Wir wollen, dass du hier verschwindest!", rief Merlin selbstsicher, "wir brauchen niemanden, der Bäume platt macht."

Die Ohren des Bären zuckten unregelmäßig. Über seinen Arm hinweg blickte er eingeschüchtert auf die Phalanx der Tiere.

Was wollten die? Warum konnten sie ihn nicht in Ruhe lassen? Vor einer Stunde war alles noch in bester Ordnung gewesen! Dann überfiel ihn einer seiner Wutanfälle, die ihm schon oft Ärger eingebrockt hatten. Die Erinnerung, was während dieser Zeit passierte, war bruchstückhaft. Wenn er tobte erlebte er sich selber wie durch einen Schleier. Er wusste nicht woher die Wut kam und wohin sie verschwand. Er wusste nur, dass sie irgendwo tief in ihm steckte. Sie war sein unheimlicher, verhasster Begleiter, eine Klette, die sich nicht abschütteln ließ – ein Quälgeist im eigenen Kopf. In Momenten, wo er darüber nachdenken mochte kam er zum Schluss, dass sie ihm schadete. Dann drängte sie sich mit schmeichelnder Flüsterstimme in seinen Kopf.

'Ich mache dich stark, ich zeige, dass du lebst', raunte sie verschwörerisch, 'du brauchst mich – ohne mich wärst du ein Nichts, nur ein Bär wie andere auch. Einer unter vielen. ICH mach dich zu etwas Besonderem…'

Er ließ sich meistens von der Stimme einlullen und seine Gedanken verblassten – wie Nebelfetzen, wenn die Sonne rauskommt. Nach den Wutanfällen war er erschöpft und brauchte Ruhe. Er wünschte, die da drüben würden verschwinden, damit er sich selber vom Acker machen konnte. Er plante nicht, hier zu bleiben…

Er sah die Bäume, die er platt gemacht hatte. Sah, wie ihr Laub einen grünen Teppich auf dem Waldboden bildete, der sich unter den Hufen und Pfoten der Waldtiere in eine unappetitliche, grünlich-braune Masse verwandelte - den herausgewürgten Graskugeln der Katzen, wenn sie den Magen von den Haaren befreiten, nicht unähnlich. Kein Wunder waren sie sauer auf ihn.

'Warum gehen?', dachte er erschöpft, 'warum weiterziehen? Nur um sich ein paar Kilometer weiter oder ein paar Tage später andernorts in der gleichen Lage wieder zu finden?'

Er schloss die Augen. Eine trübe Traurigkeit übermannte ihn und er wollte nur noch schlafen. Schlafen und vergessen. Schlafen, aufwachen und erkennen, dass alles wieder gut war. Schlafen und hoffen, dass es seiner Wut zu langweilig wurde und sie sich ein anderes Opfer suchte.

Er zog die Beine an den Körper.

Er war doch nur auf der Suche nach Freunden und einem Platz, wo er bleiben konnte. Auf seiner langen Reise hatte er diesen Ort, dieses Zuhause, noch nicht finden können.

Gab es ein solches Zuhause für ihn? Wo war es? Wie sieht es aus? Ein Wald wie dieser? Ein Paradies, wo Honig statt Wasser in den Bächen floss? Der Bär träumte oft mit offenen Augen in den Himmel blickend von diesem Zuhause. Es würde sich gut anfühlen, glücklich zu sein. Es würde sich gut anfühlen, zu erwachen und die orange glühende Morgensonne mit einem Lächeln zu begrüßen. Es würde sich gut anfühlen, gleich um die Ecke Freunde zu haben und mit ihnen zu schwatzen. Freunde, auf die man sich verlassen konnte. Freunde, mit denen man über das schlechte Wetter und Magenschmerzen reden konnte. Das war sein Traum.

Immer noch über seinen Arm blickend sah er die Eule und die anderen Tiere. Gespannt, ängstlich und neugierig zugleich, beobachteten alle schweigend die Eule und den Bären.

'Das könnten doch meine Freunde sein', schoss ein trotziger Gedanke durch den Kopf, 'die haben jetzt nur Angst, weil ich ein bisschen aufgeräumt habe. Aber ich kann ihnen zeigen, dass ich kein schlechter Kerl bin.' War das möglich? Würden sie ihm glauben, wenn er versprach, den Wald nicht mehr zu ramponieren. Würden sie ihm glauben, dass er im Grunde genommen ein lieber Kerl war – ein Kuschelteddy im Großformat? Einer, der nur Freunde und ein Zuhause suchte?

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Eindringling»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Eindringling» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Hermann Christen - Das Montags-Manifest
Hermann Christen
Hermann Christen - Balkany Knights
Hermann Christen
Hermann Christen - Die Endzeitpropheten
Hermann Christen
Hermann Christen - Shoppingalarm
Hermann Christen
Natascha Rubia - Der EIndringling
Natascha Rubia
Hermann Holzmann - Der Tuxer Schäfer
Hermann Holzmann
Hermann Broch - Der Tod des Vergil
Hermann Broch
Artur Hermann Landsberger - Der Fall Hirn
Artur Hermann Landsberger
Iselin C. Hermann - Dort, wo der Mond liegt
Iselin C. Hermann
Отзывы о книге «Der Eindringling»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Eindringling» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x