Hermann Christen - Der Eindringling

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Der Eindringling – eine SaTierische Erzählung
Das ruhige Gefüge im Koblerwald gerät durcheinander, als ein streunender Bär auftaucht und die Gesellschaft in Aufregung versetzt. Die Waldbewohner sind sich schnell eins, dass der Fremdling nur Unruhe verursachen wird und beschliessen, ihn zu vertreiben. Bald steht fest, dass dieser Plan ohne die Menschen aus dem Dorf nicht umgesetzt werden kann.
Mit ihrer Hilfe wird der Bär wird eingesperrt. Ein unanständiges Hickhack über die wirtschaftlich-sozial optimale Verwendung des Unikats bricht vom Zaun. Verschiedene Interessengruppen entwickeln eigene Ideen und Pläne. Das mit Sozialkompetenz belastete Eichhörnchen mischt sich ein und kompliziert die Sache zusätzlich.
Schliesslich wird dem Bären ein vorläufiges Bleiberecht eingeräumt, was die radikaleren Elemente aus Wald und Dorf vereint und zu eigennützigem Aktivismus nötigt. Gemeinsam spannen sie ein hinterhältiges Netzwerk von Intrigen und Lügen, um die Angelegenheit in ihrem Sinne zu regeln.

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"Rudolf hat heute einen Bären im Wald entdeckt und ich habe euch zusammengerufen, damit wir beraten können, was wir unternehmen wollen."

Ein Raunen lief durch die Reihen der Waldtiere.

"Wir dachten, du weißt was zu tun ist", rief eine verzweifelte Stimme.

"Mag sein", meinte Merlin geheimnisvoll, "aber vorher will ich wissen, ob schon wer Erfahrung mit dem Vertreiben von Bären hat."

Er blickte auf die schweigende Menge. Er erwartete keine Wortmeldung. Die Augen aller klebten auf Merlin.

'Die erwarten wohl gleich eine Offenbarung von mir', dachte er.

"Ja, ich habe einen Plan", sagte er laut und langsam, "der funktioniert jedoch nur, wenn wir alle zusammenhalten, keiner zurück bleibt. Wir müssen dem Bären zeigen, dass wir der Boss im Wald sind."

Merlin ließ seine Worte wirken. Er las Unglaube und Zweifel in den Gesichtern. Und trotzdem würden sie tun, was er ihnen vorschlug, weil niemand sonst eine Idee zur Lösung des Problems hatte.

"Wie willst du das anstellen", meldete sich ein Hase schüchtern.

Merlin plusterte sich etwas auf.

"Ich habe festgestellt", sagte er gewichtig jedes Wort betonend, "dass der Bär nur ein bisschen rum tobt. Es hat nichts gegen uns. Er reagiert sich nur etwas ab. Hat wohl vom Regen die Nase voll – irgendwie kann ich ihn verstehen…"

"Er soll wieder verduften", rief ein anderer Hase.

Auf die Entfernung konnte Merlin nicht feststellen, welcher der Hasen es war – vermutlich Hopp-Sing.

'Vielleicht würde der Bär etwas gegen die Hasenüberbevölkerung im Wald unternehmen. Hasen sollen sich vorzüglich als Kopfkissen für Bären eignen. Oder als Wegwerf-Taschentuch. Es könnte sich durchaus lohnen, den Bären etwas später zu vertreiben…'

Er schob seine ungehobelten Gedanken bei Seite.

"Genau – er soll wieder Leine ziehen", bestätigte Merlin.

"Wer von uns geht", rief Lazarus, der Siebenschläfer, "und erklärt das dem Bären?"

Lazarus hieß in Wirklichkeit anders, aber keiner im Wald erinnerte sich noch an seinen richtigen Namen. Einmal erwachte er erst im August aus dem Winterschlaf. Als alle schon dachten, er habe den Winter nicht überlebt, tauchte er plötzlich wieder auf und erzählte vergnügt, dass er sich endlich wieder einmal so richtig ausgeschlafen fühle. Seit damals nannten ihn alle Lazarus.

"Niemand geht ", sagte Merlin bestimmt, "wir gehen zusammen!"

Er sah ihre Furcht.

"Er wird eingeschüchtert sein, wenn wir ihm alle gemeinsam gegenübertreten. Glaubt mir!"

Lautes, protestierendes Geplapper unterbrach Merlin.

"Hast du Erfahrung mit Bären?", wunderte sich Eichhörnchen.

"Nicht die Bohne", gab Merlin zu, "aber ich glaube, dass ich richtigliege."

"Hoffentlich", zweifelte Eichhörnchen.

Das Geschnatter ebbte ab als Eichhörnchen erneut den Ast an den Baum schlug.

"Ihr habt also verstanden", sagte Merlin, "dass funktioniert nur, wenn wir zusammenhalten, ja?"

Viele Tiere nickten, andere zweifelten und blickten besorgt. Einige Tiermütter legten schützend die Pfoten um ihren Nachwuchs.

"Hier mein Plan: ich werde für euch sprechen und wenn ich den rechten Flügel hebe, dann macht ihr so viel Lärm wie möglich. Hebe ich den Linken, schweigt ihr. Das wird den Bären einschüchtern."

"Wirklich?", fiepte eine dünne Stimme.

"Wirklich!", bestätigte Merlin.

"Merlin hat Recht", rief Eichhörnchen, "wenn wir zusammenhalten, wird er Leine ziehen."

Merlin gurrte leise und dankbar.

"Vertraut ihm!", schrie Eichhörnchen.

Es sprang zwei Äste höher und breitete theatralisch die Arme aus: "wollen wir zusammenstehen?"

Merlin verdrehte die Augen. Was Eichhörnchen da abzog war hinterstes Landtheater. Aber es funktionierte. Die Versammlung kreischte "Jaaaaaa" und schrie sich gegenseitig Mut zu. Rufe wie "nieder mit dem Bären", "Bettvorleger aus Bären" oder "Bären raus!" waren aus dem tumultartigen Geschrei heraus zu hören. Merlin und Eichhörnchen sahen sich in die Augen.

"Ich hoffe nur, es klappt", meinte Eichhörnchen.

Merlin zuckte mit den Schultern.

"Wenn wir nichts tun, dann wird sich der Bär möglicherweise hier ein nisten und wir werden alle leiden. Wir müssen es wagen!"

Eichhörnchen nickte.

Kapitel 2: Der Bär wird gestellt

Merlin drängte zum Aufbruch, solange die Euphorie keine klaren Gedanken zuließ. Eilig organisierte er den Zug. An die Spitze stellte er Hannibal, den Hirschen, setzte sich mit seiner Erlaubnis auf sein Geweih und feuerte die nachfolgende Menge an. Rudolf erhielt den Auftrag, zusammen mit zwei anderen Füchsen den Schluss zu bilden und darauf zu achten, dass keiner Knöchelverletzungen, Schwindelanfälle oder Herzrhythmusstörungen simulierte, um in den Büschen zu verschwinden.

"Notfalls droht ihr ihnen", hatte Merlin den Füchsen empfohlen.

Langsam näherte sich der Zug dem Standort der Bestie. Die Spannung stieg und Merlin bedeutete den Tieren, ruhig zu sein.

Die unnatürliche Stille hinter ihm zeigte Merlin, dass sie sich fürchteten. Er selber hatte Angst. Hannibal erklomm eine leichte Anhöhe. Dahinter musste der Bär sein.

"Bleib stehen", flüsterte Merlin Hannibal zu.

Er wandte sich zu den Waldbewohnern und deutete ihnen, ruhig zu bleiben.

"Ich checke die Lage", flüsterte er.

Alle nickten, auch wenn die meisten nicht verstanden hatten, was Merlin sagte. Merlin erhob sich in die Luft, schraubte sich schnell nach oben und überblickte die Lage.

Der Bär war noch da. Acht oder neun Bäume lagen wie gefallene Soldaten nach verlorener Schlacht auf der feuchten Erde. Er saß abseits auf einem Stein und schien erschöpft. Er atmete schnell und schwer.

"Gut so", dachte Merlin, "wenn er müde ist, ist er leichter ein zu schüchtern."

In einem lautlosen Bogen kehrte Merlin zu den anderen zurück.

"Er hockt nicht weit von hier. Er ist müde – kein Wunder nach der Raserei. Wir bilden jetzt eine Reihe und gehen dann nebeneinander auf ihn zu. Vergesst nicht: rechter Flügel schreien, linker Flügel Schnauze halten."

Schnell formierten sich die Tiere. Merlin sah, dass bei vielen Angst Trotz gewichen war. Man war entschlossen, gemeinsam den Wald zu schützen.

'Ist es nicht Trotz, der den Schwachen befähigt, undenkbare Dinge zu vollbringen?', philosophierte Merlin

"Gut so", murmelte er.

Stolz blickte er im Geweih Hannibals thronend auf die Entschlossenheit seiner Freunde. Hannibal sah das etwas anders: er hätte den vorlauten Merlin am liebsten abgeschüttelt – was plusterte der Kerl sich auf! Sogar bei den Menschen hieß es, der Hirsch sei der König des Waldes – nicht eine schläfrige Eule. Kein Jäger war stolz, eine Eule zu erlegen – aber den König des Waldes zu erwischen – das galt etwas. Das hatte leider auch seine Nachteile, wie Hannibal wusste. Sein Vater, ein kapitaler Vierzehnender hing jetzt in der Gaststube im Menschendorf. Teilweise wenigstens – und wurde zu Hannibals Ärger oft als Kleiderständer missbraucht – das hatte er einmal von Rudolf erfahren. 'Menschen haben keinen Anstand', dachte er verbittert.

Merlin hoffte, dass es funktionieren würde. Einigkeit kann bare Kraft und Stärke überwinden. Einigkeit ist aber auch ein zerbrechliches, feines Geflecht. Ihm war klar, dass die Waldleute in drei Tagen wieder miteinander streiten würden, aber im Augenblick traten sie als Einheit auf.

'Ich hoffe, es hält wenigstens so lange', überlegte Merlin, 'bis der Bär vertrieben ist.'

Die ersten Tiere erreichten die Kuppe und erschraken über den Zustand des Waldes. Der Bär hatte gewütet wie biertrunkene Holzarbeiter. Er saß mit dem Rücken zu ihnen. Schritt um Schritt näherten sie sich dem Untier. Erste, meist kleine Waldbewohner verließ der Mut und Rudolf musste hier eine Maus, da ein Eichhörnchen oder einen Hasen am Schwanz festhalten.

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