Schließlich drehte sie sich herum und setzte sich hin. Sie öffnete die Bluse und zog das Oberteil aus. Als nächstes entledigte sich das blonde Mädchen von ihrem Büstenhalter und legte sich anschließend auf den Boden, den Kopf auf die Schultasche.
Zunächst streichelte sie nur die prallen Brüste und knetete die erigierten Nippel. Roman konnte die aufgerichteten Knospen bewundern.
Dann richtete sie sich plötzlich etwas auf, streifte die Strumpfhose ganz von den Beinen, nahm sie in die rechte Hand, und warf sie direkt vor Romans Füße.
„Bringst du mir meine Strumpfhose zurück?", hauchte Ellen.
Roman erstarrte und verhielt sich völlig still.
„Nun mach schon, Roman. Bring sie mir!“
Wie in Trance bückte er sich und ergriff die Strumpfhose. Langsam kam er zu ihr. Sie hob ihre Hand und winkte ihn herunter. Und so kniete sich der schüchterne Musterschüler neben ihre Knie. Plötzlich hob sie das rechte Bein und schwang es über ihn hinweg, um es neben ihm wieder auf den Boden zu legen. Somit kniete er genau zwischen ihren Beinen und schaute auf das blonde Haarvlies. Der Geruch ihrer Weiblichkeit drang im seine Nase und verwirrte seine Sinne.
„Und? Gefällt dir meine Muschi?", fragte sie mit einem kessen Augenaufschlag.
„Ja."
„Dann berühre sie sie doch."
Zögernd legte er seine Hand auf ihre Schenkel, strich sanft zu ihrer Scheide. Bei der ersten Berührung sog sie stöhnend die Luft ein. Mit den Fingerkuppen rieb er zärtlich die Spalte auf und ab. Der schlanke Mädchenkörper erzitterte.
„Weiter... bitte, mach weiter..."
Dieser Bitte kam er unverzüglich nach. In dem dicken Buch der Sexualität wurde die weibliche Klitoris genau beschrieben. Diese war sein nächstes Ziel. Er drückte den Mittelfinger auf die kleine Wölbung, die er für den Kitzler hielt. Aus ihrem ekstatischen Stöhnen erkannte er, dass er die richtige Stelle gefunden hatte.
„Ja... besorge es mir dort... bitte...“
Roman erinnerte sich plötzlich daran, dass er zwei Hände hatte. Er massierte und rieb mit dem Mittelfinger der rechten Hand ihre Klitoris. Den ausgestreckten Zeigefinger der linken Hand schob er zwischen ihre Schamlippen.
„Ohhh... jaaaa...“
Es gefiel ihr eindeutig! Ein innerer Instinkt befahl ihm, die Bewegungen zu beschleunigen. Er rieb den Kitzler schneller und erhöhte den Rhythmus seines stoßenden Zeigefingers.
Dann zuckte der Mädchenkörper wie ein gefangener Fisch an Land. Ellen stöhnte und schrie ihren Höhepunkt heraus. Erschöpft blieb sie noch liegen, bis sich ihre Atmung wieder beruhigt hatte.
„Ich muss nach Hause", flüsterte sie.
„Aber ich bin noch hart“, meinte er frustriert.
„Darum werden wir uns das nächste Mal kümmern“, antwortete Ellen, sprang auf und kleidete sich an.
Das alles trug zu Romans spontaner Veränderung bei. Zu Hause feuerte er seine Schulmappe in eine Ecke, dann ging er ins Bad, wo er sich das ganze Gesicht einseifte. Das hatte er bislang noch nie getan, denn die leichte Wucherung an Kinn und Oberlippe verlangte noch nicht nach einer vollkommenen Rasur. Heute aber ging er aufs Ganze!
Als er frisch rasiert und gutgelaunt in die Küche kam, betrachtete ihn die Mutter mit Rührung. Nostalgische Erinnerungen wurden in ihr wach.
„Weißt du, Roman“, sagte sie, als sie ihm die Suppe einschenkte, „du erinnerst mich immer mehr an deinen Vater. Wir haben uns in der ersten Tanzstunde kennengelernt. Beim Tango sind wir uns dann näher gekommen.“
Sie lächelte geheimnisvoll und Roman verstand. Merkwürdig fand er nur, dass in seinem Buch „Geschichte der Sexualität“ nichts von einem Tango zu lesen war. Er meinte, es müsse sich wohl um eine altmodische Art von Petting gehandelt haben. In der weiteren Unterhaltung kam er dann darauf, weshalb seine Mutter von der Tanzstunde angefangen hatte. Er musste ja heute hin zu ihr! Zur Tanzstunde für die Abschlussklasse, als Vorbereitung für den Abitur-Ball. Na denn...
Die Schüler der Abiturklasse standen in einer langen Reihe und rückten sich verlegen die von den Müttern aufgeschwatzten Krawatten zurecht.
Auf der anderen Seite befanden sich die hübsch gestylten Mädchen. Roman äugte hinüber. Welche würde es sein, die ihm in die Finger fiel, wenn er nur schnurstracks die Distanz überwinden und auf die „Erotische Zone“ steuern würde, die ihm gegenüberlag?
Er rückte an seiner Brille, als der Tanzlehrer schnarrte: „Engagement, meine Herren! Angaschemanggg!“
Etwas hölzern und in wirren Schlangenlinien torkelten die Augsburger Burschen auf die holde Weiblichkeit zu. Roman dachte an die Mama, an den Tango und an das Buch „Geschichte der Sexualität“, an den Biologielehrer Dr. Axel Haar und an die verpasste Gelegenheit bei Ellen Lang.
Er latschte los. Im Näherkommen erkannte er dann ein Mädchen mit kreisrundem Vollmondgesicht und einem erwartungsvoll nach vorne gewölbten gewaltigen Busen, der Roman an die letzte Alpenwanderung mit den Eltern erinnerte. Ein hungriges Baby hätte bei diesem Anblick zu schreien begonnen. Vor Gier und Lust auf Nahrung!
Roman Schreiber entschloss sich zur Flucht! Zwei Meter trennten ihn noch vor seiner Tanzpartnerin. Wenn er sich die beim Tango vorstellte! Er schlug einen Haken und wich zur Seite aus.
„Pass doch auf, du Rindvieh!“
Er war mit dem Kollegen zur Linken zusammengestoßen. Der Junge war sehr kräftig und hatte geistesgegenwärtig die Schultern nach rechts geworfen. Roman landete auf dem Hintern. Aus der Froschperspektive betrachtete er fasziniert den Einsatz diverser Schien- und Wadenbeine. Die mit den langen Hosen beachtete er nicht weiter und konzentrierte sich flugs auf die bestrumpften Beine. Da waren ganz hübsche dabei! Ganz nett für den Tango!
Romans Blicke kletterten an einem Paar strammer Waden nach oben, kamen aber nur bis wenig über die Kniescheibe, da hörte er des Tanzlehrers Stimme:
„Bravo, Roman! Sehr gekonnt! Wie fühlen Sie sich da unten?“
Schadenfrohes Gelächter begann, dann griffen kräftige Hände zu. Das Mädchen mit dem Vollmondgesicht und den Monstertitten hatte sich Roman geschnappt und stellte ihn auf die Beine.
„Halt dich fest“, sagte sie. „Du bist doch der Roman Schreiber, richtig?“
„Ja... ähhh...“
„Meine Freundin, Ellen Lang, erzählte mir, dass du flinke Finger hast! Also benutze sie und halte dich an mir fest!“
„Ah... hm...“, stammelte Roman, dann ging es auch schon los.
Aber es war kein erotischer Tango, es war ein schneller Foxtrott. Roman war mit seinen Gedanken aber beim Tango. Deshalb stand er auch mehr auf den Füßen seiner Partnerin, als auf dem Parkett.
„Eins, zwei – und – eins, zwei – und...“, begann das Vollmondgesicht zu zählen, wobei sie ihren Partner resolut durch die Gegend schleifte.
„Mein Gott“, stöhnte sie verzweifelt. „Stellst du dich immer so hölzern an?“
An diesem Abend wurde überhaupt kein Tango gespielt. Alles ging schief. Auch auf dem Nachhauseweg.
Martha Pfahl – so hieß das Vollmondgesicht – zog den unbeholfenen Musterschüler hinter sich her. Roman grübelte über die „Geschichte der Sexualität“ nach und kam zu keinem Entschluss. Er wusste, dass er etwas tun musste, wenn sein Ruf nicht in die Binsen gehen sollte. Martha war eine Freundin von Ellen, das sagte doch alles.
„Wie wäre es, Martha“, begann er mutig, „wollen wir uns nicht noch ein bisschen den herrlichen Mondschein anschauen? So eine Gelegenheit kommt erst in vier Wochen wieder, dann haben wir nämlich neuerlich Vollmond.“
Er dachte, der Vergleich mit dem Himmelskörper und ihrem Gesicht wäre passend um eine erotische Atmosphäre zu erschaffen. Und tatsächlich schien Madame Monstertitte nachdenklich zu werden.
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