Michael Faßhauer - Zwischen Türen und Angel(n)

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Zwischen Türen und Angel(n): краткое содержание, описание и аннотация

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Ob grölende Gartenzwerge oder gewiefte Vorschulkinder. Ob aktivistische Transvestiten oder knurrende Miezekatzen. Ob Erziehungsprobleme, Geldprobleme oder Eheprobleme: Timo weiß, was sich hinter Deutschlands Türen abspielt. Seit sechs Jahren geht er als Werber einer Umweltschutzorganisation von Tür zu Tür. Auf seinen Streifzügen trifft er auf die unterschiedlichsten Menschen. Keine Frage, dass sich sein kleiner Bruder Martin, Langzeitstudent und bekennender Likörfan, die ein oder andere Geschichte anhören muss – und nicht nur, wenn es ums Spendensammeln geht: Denn Timo hängt seit der Trennung von seiner Freundin in puncto Frauen mächtig in der Luft. Ein Thema, das in der Männer-WG oft heiß diskutiert wird. Bei wem Timo am Ende offene Türen einrennt, mit welchen Schwierigkeiten man als Ein-Mann-Drückerkolonne zu kämpfen hat und wann sich der normale Bürger über ein Tütchen Klatschmohnsamen freuen darf, erzählt «Zwischen Türen und Angel(n)».

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Als es langsam dämmerte und wir alle Frösche erfolgreich vor dem Nahtod gerettet hatten, lud uns einer der eifrigen Sammler, Hans-Peter, zu sich nach Hause zum Frühstück ein. Eine klasse Idee, wie ich fand. Ich hatte nicht einen Bärli-, sondern mittlerweile einen Bärenhunger und außerdem war das die Chance, Sara noch ein bisschen näher kennenzulernen. Nicht, dass ich an irgendwas Festem interessiert gewesen wäre. Ich war noch nicht bereit, mich den Waffen organisierter Weiblichkeit zu unterwerfen. Aber ich musste zugeben, dass Sara die vergangenen hundert Tage Einsamkeit verblassen ließ. Als wir bei Hans-Peters Haus ankamen, empfingen uns duftender Kaffee-Geruch und eine strahlende Frau, die sich als Margit vorstellte. Ich beneidete Hans-Peter in diesem Moment sehr um seine Frau, sein Heim und seinen vollen Kühlschrank. Ich setzte mich neben Margit, die eine mütterliche Aura umgab. Sie trug Jeans, einen selbst gestrickten Wollpulli und hatte lockige graue Haare, die sie in einem Schwanzgummi zusammengefasst hatte. „Das heißt nicht Schwanzgummi, das heißt Haarband“, hätte meine Exfreundin sofort korrigiert. Schwanzgummi oder Haarband, Haarkur oder Haarspülung, BH oder Bustier, Gilmore Girls oder Greys Anatomy, Lollo Rossa oder Lollo Bianca, welcher Mann blickt da durch? Ich war heilfroh, neuerdings in einer salatfreien Zone wohnen zu können. Man findet eben keine Freunde mit Sala-at (aus: Simpson, Homer, Folge 364). Ausgenommen Kartoffel- oder Nudelsalat vielleicht. Als ich so dasaß, eingehüllt in Margits mütterliche Wärme, heißen Kaffee und Saras Lächeln, das direkt mir gegenüber Platz genommen hatte, war seit Langem einmal wieder die Welt für mich in Ordnung. Ich erfuhr, dass Sara Biologie und Englisch auf Lehramt studierte, in Thailand die dicksten Frösche ihres Lebens quaken gehört hatte und am liebsten mittelalten Gouda auf ihr Brötchen drapierte. Sie hatte ein recht kleines Gesicht mit hohen Wangenknochen und einer sehr hellen Haut. Auch die langen Haare waren hell und sie klemmte sie sich immer wieder hinter die Ohren, damit sie nicht im Gouda landeten. Besonders schön war ihr Mund mit, der im Verhältnis zum Gesicht zu groß war. Aber irgendwie mochte ich diesen Wackler der Natur. Genauso wie ihre Zahnlücke zwischen den beiden Schneidezähnen, die ich ungeheuer sexy fand. Wenn mich heute jemand fragen würde, was ich an einer Frau besonders toll finde, würde ich sagen: Erstens den Po und zweitens eine Zahnlücke zwischen den Vorderzähnen. Was Sara wohl von mir hielt? Ich hatte keine Ahnung. Während man im schönen dunklen Wald nur eher schemenhaft zu erkennen gewesen war, entging ihr unter der hellen Esszimmerlampe bestimmt nicht das ganze Ausmaß von zwölf Wochen Schlaflosigkeit. Dabei klopfte ich mir seit einer Woche schon tubenweise Q10-Creme unter die Augen. Die hatte mir Martin neulich mitgebracht, weil er meinte, dass er das schwarze Elend unter den Augen nicht mehr mit ansehen könnte. Ich fand, es half kein Stück. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Zeug richtig einklopfte, so wie es auf der Packung stand. Bei mir gab’s sonst Nivea aus der Dose. Und die wurde nicht draufgekleckert, sondern draufgeklotzt. Dieses Feuchtigkeitsfluid sollte man laut Beschreibung erst in kreisenden Bewegungen einmassieren und dann noch mal sanft einklopfen. Wäre ich noch mit Nicola zusammen, hätte die mir bestimmt die perfekte Klopfbewegung zeigen können – inklusive Faltenboost. Ich wurde von Sara aus den Gedanken gerissen, die mich zwischen zwei Gouda-Bissen fragte, ob ich seit Wochen nachts Frösche retten würde, ich sähe ganz schön fertig aus. Dass mir solche feinfühligen Komplimente nicht gerade Höhenflüge verliehen, können Sie sich sicher vorstellen. Ich sackte innerlich zusammen und hätte mich am liebsten für einen kurzen Moment an Maritas dicken Busen gedrückt. Plötzlich war ich so müde. So unglaublich müde. Jede Waldnacktschnecke hatte gerade mit Sicherheit ein stärkeres Rückgrat als ich. Ich hätte ihr gerne erzählt, dass ich wegen eines aufgestellten Polohemdkragens verlassen worden war. Dass ich jeden Tag einen Brief an die Heute-Redaktion schrieb mit der Bitte um Einstellung der Sendung. Dass ich nur Frösche sammelte, um nicht die ganze Nacht Likör zu trinken und „God of War“ zu spielen. Dass ich sogar mit Wärmflasche geschlafen hatte, weil ich vom Heulen immer Schüttelfrost bekam. Aber ich war ein Mann. Und da hieß es Mund abputzen, weitermachen – und an passender Stelle einfach mal dick auftragen: „Jau, die Augenringe. Jetzt wo du’s sagst. Nee, du, ha ha. Ich hab das ganze Wochenende gefeiert! Mann, puh, das war eine wilde Tour. Das hatte echt Haare auf der Brust.“ Ich schaute debil lächelnd in die Luft, so als ob ich mich gerade an fünf Blondinen erinnern würde, die zwei Tage lang abwechselnd auf meinem Schoß gesessen hätten. Sara zog ein wenig die Augenbrauen hoch und machte dieses typische „Aa-ha“, das alle Frauen von sich geben, wenn Männer auf den Putz hauen. Ach komm, Timo, was soll’s. Das war wirklich besser, als ihr zu erzählen, wie du dich mit dem Abruzzen nachts in den Schlaf geweint hast. Zum Glück rettete mich in diesem Moment die allgemeine Aufbruchstimmung davor, noch weiteren testosterongeschwängerten Blödsinn von mir zu geben, nur um meine Augenringe auf die harte Tour zu rechtfertigen. Also sah ich zu, dass ich bei Sara wieder Land gewann, indem ich artig Teller und Tassen zusammenräumte und in die Küche brachte. „Endlich mal ein Mann, der freiwillig mit anpackt“, trällerte Margit hinter mir her, dass Sara es garantiert gehört haben musste. „Na ja, bei fünf Männern im Haus blieb meiner Mutter nichts anderes übrig, als ein hartes Regiment zu führen.“ „Na, das ist ihr anscheinend gelungen, braver Junge!“ Dabei tätschelte sie mich wie einen jungen Hund, der das erste Mal nicht in den Flur gepinkelt hatte. Und was tat ich? Ich freute mich wie ein junger Hund, der das erste Mal nicht in den Flur gepinkelt hatte. Ich hätte genauso gut auch „lol“ oder „grins“ sagen können, es wäre eine nicht minder peinliche Vorstellung gewesen. Ein Glück, dass ich mir in diesem Moment volles Rohr in die Backe biss. Damit wurde jedes noch so kleine schuljungenbeschämende Wörtchen im Keim erstickt und ich hielt endlich meine Klappe. Ganz im Gegensatz zu Sara, die mich beim Verabschieden vor aller Augen fragte, ob sie meine Telefonnummer haben könnte. Hatte ich mich verhört? Mein Manngehabe beim Frühstück und meine infantile Tätschelvorstellung waren alles andere als einen Applaus wert, geschweige denn eine Telefonnummer? Ich war in dem Moment nicht nur völlig geplättet, sondern lief zu meiner Bestürzung auch noch rot an. „Wenn mich so ein hübsches Mädchen nach meiner Nummer fragen würde, bekäme ich auch einen Kopf wie ein Feuermelder“, lachte Hans-Peter, was die Sache nicht gerade besser machte. Was vorher sich eher fleckenhaft auf den Wangen abspielte, weitete sich jetzt breitflächig auf dem ganzen Gesicht aus. Ich fühlte mich wie ein lebender RAL-Fächer: Hier sehen Sie die Farbe Rot in ihrer reinsten Form! Schönen Dank dafür. Während Männer in solch beschämenden Phasen gerne weiter auf dem armen Opfer herumreiten und ein wahres Rodeo der Sticheleien vollführen, packt Frauen zum Glück schnell das Mitleid. Bevor meine rote Bombe also eine echte Explosionsgefahr für alle Beteiligten darstellen konnte, sprang Sara für mich in die Bresche: „Würdest du mich schnell nach Hause fahren, Timo? Ich hab’s ganz furchtbar eilig.“ Wow, mit Sara konnte man arbeiten. Wir bedankten uns hastig bei Margit und Hans-Peter für das Frühstück und machten, dass wir davonkamen ... nachdem ich erst einmal gekonnt den Motor abgewürgt hatte. Ich hoffte nicht, dass das der Grund war, warum sie vor ihrer Wohnung irgendwas von Vorlesung murmelte und hastig aus dem Auto sprang. Quatsch, die Sara war eine Frau mit Tiefgang. Eine, mit der Mann Frösche retten und Pferde stehlen konnte. Und die wusste, was sie wollte: nämlich meine Nummer. Die hatte sie sich während der Fahrt in ihr Handy eingespeichert. Weil ich mich innerlich noch über mein Motorabsaufen ärgerte, verpasste ich natürlich im Anschluss meinen Einsatz: „Hey, klingel doch mal eben durch, dann hab ich auch deine Nummer.“ Aber als mir das endlich einfiel, war Sara schon mit halbem Fuß aus dem Auto ausgestiegen. Na gut, dann wartete ich eben, bis sie sich meldete, ich würde es überleben.

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