Stendhal - Rot und Schwarz

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Der erste der beiden Teile des Romans erzählt den Aufstieg des jungen Julien Sorel, der als Sohn eines einfachen Arbeiters in dem Dorf Verrières aufwächst (ein fiktives Dorf, das Stendhal im Département Doubs, im Osten Frankreichs ansiedelt). Trotz seines geringen sozialen Status wird er auf Grund seines exzellenten Gedächtnisses (er spricht Latein und kennt das Neue Testament auswendig) Erzieher im Haus des Monsieur de Rênal, dem Bürgermeister des Dorfes. Bereits früh während seiner Tätigkeit deuten sich die ersten Konflikte an: Julien ist überzeugter Anhänger des ehemaligen Kaisers Napoleon, während Monsieur de Rênal königstreu ist.
Der zweite Teil erzählt, wie Julien nicht nur immer mehr in der Gunst des Marquis steigt, sondern auch, wie sich zwischen ihm und der Tochter des Marquis, Mathilde, eine Liebesbeziehung entwickelt. Diese ist geprägt von einem konstanten Auf und Ab. Sie schlafen miteinander, doch schon kurz darauf bereut Mathilde ihre Taten – schließlich steht Julien gesellschaftlich weit unter ihr und beginnt, ihm die kalte Schulter zu zeigen.
Rot und Schwarz trägt die Gegensätzlichkeit der Romanwelt bereits im Titel. Vermutlich soll der Titel Rot und Schwarz auf die Zerrissenheit Juliens zwischen Militär (rot) und Priestertum (schwarz) verweisen.

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»Ich heiße Julian Sorel, gnädige Frau. Mir ist bange, weil ich zum ersten Male in meinem Leben ein fremdes Haus betrete. Darum bedarf ich Ihrer Fürsprache und in den ersten Tagen in vielen Dingen Ihrer Nachsicht. Ich bin nie in die höhere Schule gegangen. Dazu war ich zu arm. Auch habe ich nie mit andern Menschen gesprochen, außer mit dem Stabsarzt, einem Verwandten von uns. Er war Ritter der Ehrenlegion … Und mit dem Herrn Pfarrer Chélan. Er wird Ihnen Gutes über mich sagen. Meine Brüder haben mich immer verprügelt. Denen dürfen sie keinen Glauben schenken, wenn sie mich schlechtmachen! Verzeihen Sie mir meine Fehler, gnädige Frau! Ich werde nie mit Absicht etwas Schlechtes tun.«

Während dieser langen Rede gewann Julian seine Selbstbeherrschung wieder. Er schaute Frau von Rênal an. Wirkliche angeborene Anmut ist allgewaltig, zumal wenn sie einem Menschen eigen ist, der gar nicht an sie denkt. Julian, der sehr wohl wusste, was Weibesschönheit ist, hätte in diesem Augenblick geschworen, Frau von Rênal sei erst zwanzig Jahre alt. Urplötzlich durchzuckte ihn der verwegene Gedanke, ihr die Hand zu küssen. Gleich darauf erschrak er freilich über sich selber. Aber dann wieder sagte er sich: »Es wäre feig von mir, wenn ich eine mir vielleicht nützliche Tat nicht ausführte. Es wird die Missachtung verringern, die diese schöne Frau gegen mich armen Burschen, der eben der Sägemühle entronnen ist, wahrscheinlich hegt.« Sein Mut wuchs wohl ein wenig, weil er sich erinnerte, dass seit einem halben Jahre bisweilen sonntags von hübschen Mädchen hinter ihm getuschelt ward, er sei ein hübscher Kerl.

Wie er so mit sich kämpfte, unterwies ihn Frau von Rênal mit ein paar Worten über die Art, wie er sich bei den Kindern einführen solle. Die Gewalt, die er sich antat, machte ihn von neuem leichenblass. Nur mit Mühe brachte er die Worte heraus: »Gnädige Frau, niemals werde ich Ihre Kinder schlagen. Das schwöre ich bei Gott!«

Bei diesen Worten wagte er Frau von Rênals Hand zu erfassen und an seine Lippen zu führen.

Die Geste hatte sie überrascht. Im Nachdenken ward sie betroffen. Es war ein sehr heißer Tag. Deshalb trug sie die Arme bloß, nur von einem Schal bedeckt. Als Julian ihre Hand an seinen Mund zog, war der eine ganz nackt gewesen. Alsbald zürnte sie sich selbst. Es dünkte sie, dass sie viel schneller hätte empört sein müssen.

In diesem Augenblick trat Herr von Rênal aus seinem Arbeitszimmer. Er hatte die Stimmen gehört. In dem salbungsvollen und väterlichen Ton, den er annahm, wenn er im Amt eine Trauung vollzog, sprach er zu Julian: »Es ist höchst wichtig, dass ich mit Ihnen rede, ehe die Kinder Sie zu sehen bekommen!«

Damit ließ er Julian in sein Zimmer eintreten. Seine Frau wollte die beiden allein lassen, aber Herr von Rênal hielt sie zurück. Nachdem die Tür geschlossen war, setzte er sich gravitätisch. Sodann begann er: »Der Herr Pfarrer hat mir gesagt, Sie seien ein tüchtiger Mensch. Es wird Sie hier jedermann mit Achtung behandeln, und wenn ich mit Ihnen zufrieden bin, werde ich Ihnen später behilflich sein, damit Sie einen kleinen festen Posten bekommen. Ich will, dass Sie fortan weder mit Ihren Verwandten noch mit Ihren Bekannten verkehren. Das Gehabe dieser Leute ist nichts für meine Kinder. Hier sind zwölf Taler für den ersten Monat! Aber ich verlange Ihr Ehrenwort, dass Ihr Vater keinen Groschen davon bekommt.«

Der Bürgermeister war auf den alten Sorel schlecht zu sprechen, weil er ihn bei dem Handel doch übertrumpft hatte.

»Zuvörderst, Herr Sorel… ich habe nämlich den Befehl gegeben, dass Sie hier jedermann mit Herr anzureden hat. Sie werden die Vorteile, in ein vornehmes Hauswesen gekommen zu sein, bald verspüren. Was ich sagen wollte, Herr Sorel: Es schickt sich nicht, dass die Kinder Sie in Hemdsärmeln sehen … Sind die Dienstboten ihm so begegnet?«

Die letzte Frage richtete er an seine Frau.

»Nein, mein Lieber«, erwiderte sie versonnen.

»Umso besser. Hier, ziehen Sie das mal an!« Er reichte dem erstaunten jungen Mann einen Rock von sich. »So! Jetzt geht's zum Schneider Durand!«

Als Herr von Rênal mit dem neuen, nunmehr ganz in Schwarz gekleideten Hauslehrer nach einer reichlichen Stunde zurückkam, fand er seine Frau noch immer auf dem nämlichen Flecke sitzen. In Julians Gegenwart fühlte sie sich beruhigt. Während sie ihn musterte, verlor sie jede Angst vor ihm. Julians Gedanken aber weilten nicht bei ihr. Trotz aller seiner Menschen- und Schicksalverachtung war er in diesem Augenblicke seelisch ein Kind. Es war ihm, als sei in den drei Stunden, seit er voll Hangen und Bangen in der Kirche gesessen, ein jahrelanges Stück Leben vergangen. Da bemerkte er die eisige Miene der Frau von Rênal. Er begriff, dass sie ihm zürnte, weil er ihr die Hand zu küssen gewagt. Aber mit den neuen Kleidern, die so ganz anders waren denn die, die er gewohnt war zu tragen, hatte sich das Gefühl des Stolzes bei ihm eingestellt. Er war über die Maßen erregt, aber gleichzeitig vom Drange beseelt, seine Freude zu verbergen. Dadurch kam etwas Jähes und Halbverrücktes in jede seiner Bewegungen. Frau von Rênal betrachtete ihn voller Erstaunen. Und Herr von Rênal ermahnte ihn: »Würde, Haltung! Das ist die Hauptsache, Herr Sorel! Sonst haben die Kinder keinen Respekt vor Ihnen.«

»Herr Bürgermeister«, entgegnete Julian, »der neue Anzug beengt mich noch. Als armer Bauernsohn habe ich nur immer Westen getragen. Wenn die Herrschaften gestatten, ziehe ich mich auf mein Zimmer zurück.«

Als der Ankömmling verschwunden war, fragte Herr von Rênal seine Frau: »Na, was sagst du zu unsrer neuen Erwerbung?«

Ohne dass sie es wollte und ohne dass sie sich über das Wie und Warum klar ward, machte Frau von Rênal eine Bewegung, die ihren Mann über ihre wirklichen Empfindungen täuschen sollte.

»Ich bin durchaus nicht so entzückt wie du von diesem Bauernjungen. Dein Entgegenkommen wird ihn so dreist machen, dass du ihn schon nach ein paar Wochen wieder wegschicken musst.«

»So schicken wir ihn eben wieder weg! Die Sache hat uns dann hundert und so und so viel Franken gekostet, aber Verrières hat die Kinder des Herrn von Rênal in Begleitung eines Erziehers gesehen. Besagter Zweck wäre nicht erreicht, wenn ich Julian in seinem Bauernkittel gelassen hätte. Und wenn ich ihn wieder wegschicke, so geht er selbstverständlich ohne den kompletten, schwarzen Anzug, den ich eben für ihn bei Durand bestellt habe. Ihm verbleibt nur das Fertiggekaufte, das ich ihn gleich habe anziehen lassen.«

Die Stunde, die Julian in seinem Zimmer verbrachte, verging Frau von Rênal wie ein Augenblick. Die Kinder hatten die Ankunft des Hauslehrers erfahren und bestürmten ihre Mutter mit allerlei Fragen. Endlich erschien Julian. Er war wie umgewandelt. Er sah nicht nur würdevoll aus; er war es durch und durch.

Er ward den Kindern vorgestellt, und der Ton, indem er sie begrüßte, versetzte sogar Herrn von Rênal in Verwunderung.

»Meine jungen Herren«, schloss Julian seine Ansprache, »ich bin hier, euch das Latein zu lehren. Ihr wisst, was es heißt, ein Kapitel auswendig zu lernen. Hier habe ich die Heilige Schrift…« Dabei zeigte er ihnen seine schwarz eingebundene Miniaturausgabe der lateinischen Bibel. »Es ist die Geschichte unsers Heilands Jesu Christi, also der Teil, den man das Neue Testament nennt. Ich werde euch oft Kapitel daraus auswendig lernen lassen. Heute will ich selber einmal eins aufsagen.«

Adolf, der älteste Junge, hatte das Buch entgegengenommen.

»Schlage es aufs Geratewohl auf!« fuhr Julian fort. »Und sage mir das Anfangswort irgendeines Absatzes auf! Ich werde die Heilige Schrift, die unser aller Richtschnur ist, auswendig hersagen, bis ihr mir Halt sagt.«

Adolf schlug das Buch auf und las ein Stück vor. Julian sagte die ganze Seite her, mit einer Leichtigkeit, als spräche er Französisch. Herr von Rênal warf seiner Frau einen Blick des Triumphes zu. Die Knaben merkten das Staunen ihrer Eltern und machten große Augen. Ein Diener kam an die Türe des Salons. Julian fuhr fort, Lateinisch zu sprechen. Der Dienstbote blieb eine Weile starr stehen und verschwand dann. Alsbald erschienen die Kammerjungfer der Frau von Rênal und die Köchin an der Tür. Inzwischen hatte Adolf bereits die achte Stelle aufgeschlagen. Julian sagte eine wie die andre glatt auf.

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