Вольфганг Хольбайн - Die Amazone
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- Название:Die Amazone
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»Tut gut, nicht?« Der Alte musterte Alrik mit trüben, blauen Augen. Sein Gesicht war wettergegerbt und wurde von einer riesigen, roten Nase beherrscht, die weit über einen struppigen, grauen Schnauzbart hinausragte.
»So ein Kräutersud, das ist schon fast das Beste, was man sich an so einem eisigen Morgen antun kann, nicht wahr, Herr Oberst?«
Alrik brummte zustimmend, legte die leere Holzschale beiseite und rieb sich seine kalten Finger über dem dampfenden Kessel.
Auch der Soldat beugte sich vor. An seiner Nasenspitze glänzte jetzt ein kleiner, durchsichtiger Tropfen. »Es gibt nur eins, was noch besser ist ...«
Der Mann grinste verschwörerisch.
Alrik blickte immer noch wie gebannt auf den zitternden Tropfen an der Nase des Alten. Er hatte jetzt fast schon die Größe einer kleine Erbse erreicht.
Der Soldat griff unter die Decke, in die er sich eingehüllt hatte, und zog ein kleines, irdenes Fläschchen hervor. Durch die Bewegung erbebte der Tropfen, zog sich immer mehr in die Länge und löste sich dann von der Nase, die ihn geboren hatte, um geradewegs in den dampfenden Kessel zu stürzen.
Der Soldat schneuzte sich, fuhr mit der lumpenumwickelten Hand unter der Nase durch und reichte Alrik mit der anderen das Fläschchen.
»Trinkt das. Auch wenn es der Prinz verboten hat, nichts vertreibt die Kälte besser als ein Schluck Premer-Feuer. Glaubt nur einem alten Veteranen.«
Eine in dicke Pelze vermummte Gestalt - offensichtlich ein Offizier - war zu den beiden ans Feuer getreten und schlug sich mit den Armen vor den Leib, um sich aufzuwärmen. Ein roter Schal verbarg das Gesicht des Mannes, bis auf die braunen Augen.
Alrik nahm einen tiefen Schluck aus dem Fläschchen. »Bei Firun, das treibt einem wirklich die Kälte aus den Knochen.«
Sorgfältig verschloß er die kostbare Flasche und reichte sie dem Soldaten zurück.
Der Vermummte hatte sich eine der Holzschalen genommen, die neben dem Feuer lagen, und ließ sich eine Kelle voll Kräutersud geben. »Der Prinz ist zwar ein wackerer Streiter, aber über die Feinheiten eines Winterfeldzugs muß er noch einiges lernen.«
Der alte Soldat grinste Alrik breit an, und erneut löste sich ein Tropfen von seiner Nase und fiel in den dampfenden Kessel.
»Wie meint ihr das?« brummte der Fremde hinter seinem Schal. Er hatte mit beiden Händen die Holzschale umschlossen, zögerte aber zu trinken.
»Wißt Ihr, Herr Offizier, ich habe schon unter dem alten Kaiser Reto gedient. In dem Winter, nachdem er Bardo und Cella aus Gareth vertrieben hatte, ist er mit dem Heerbann nach Norden gezogen, um einer großen Bande marodierender Orks das Fell zu gerben. Damals war es so kalt, daß manchem Ritter sein Bart am Helm festgefroren ist.«
Der Soldat streckte seine Hände über den dampfenden Kessel und rieb sich die roten Finger.
»Am schlimmsten war es immer, wenn man sich morgens aus den verschneiten Decken gewickelt hatte. Genau wie uns Brin war Reto damals auch so eilig aufgebrochen, daß er auf einen Troß mit Zelten und so verzichtet hatte. So kamen wir dann jede Nacht auf dem beinhart gefrorenen Boden in den Bergen zu liegen. Ich sage dir, Junge, da ist das hier noch gar nichts gegen. - Aber weißt du, was der alte Reto mitgenommen hat? Ein paar Maultiere beladen mit Branntweinfässern. Nicht, daß wir uns besoffen hätten, aber jeden morgen gab es zum Aufstehen einen kräftigen Schluck für Ritter wie Waffenknechte. Da fängt nach so einer lausigen Nacht im Schnee der Tag gleich ganz anders an.«
Alrik nickte. Ganz unrecht hatte der Alte nicht, nur leider war das wohlig warme Gefühl viel zu schnell wieder verschwunden.
»Weißt du, warum die Thorwaler alle schon auf sind?« Der Soldat setzte wieder ein verschwörerisches Grinsen auf. »Die scheren sich einen Dreck um die Vorschrift des Prinzen. Die haben alle schon ein oder zwei Hörner voll warmen Mets getrunken, bevor der erste kaiserliche Offizier in ihre Töpfe schaut. Und recht haben sie, es geht wirklich nichts über einen guten Schluck.«
»Kann ich auch mal an deinem geheimen Vorrat nippen?« meldete sich der Vermummte. Die Holzschale mit dem Kräutersud, an dem er nicht einmal genippt hatte, stellte er vor sich in den Schnee.
Der Alte zögerte. »Nichts für ungut, Herr, aber Euch kenne ich nicht. Gebt mir erst Euer Wort, daß Ihr dem Prinzen nicht verraten werdet, was Ihr bei mir gesehen habt.«
»Mein Wort, ich werde dem Prinzen nichts sagen.« Der Vermummte blinzelte freundlich mit seinen braunen Augen, griff nach dem Fläschchen und zog sich den Schal vom Gesicht.
»Bei allen Göttern ...«, stammelte der Veteran, als er dem Mann ins Antlitz blickte. Dann warf er sich auf die Knie.
»Verzeiht mir, Eure Majestät ... Seit fast vierzig Jahren diene ich treu dem Kaiserhaus ... und ich habe mir nie etwas zuschulden kommen lassen!«
»Komm, steh auf, Alter.«
Der Prinz packte dem Soldaten unter die Arme und half ihm wieder hoch, um dann mit strenger Stimme fortzufahren. »Soldat, dies soll der letzte Tag sein, den du als Gemeiner in meinem Heer dienen darfst. Die lockere Art, in der du über deinen Herrscher redest, muß bestraft werden. Zu Sonnenuntergang wird dein vorgesetzter Offizier dir den Abschied geben.«
Dem Alten rannen Tränen über die Wangen. Doch er stand stramm und sagte nichts.
»Danach meldest du dich bei mir, und ich werde dich persönlich als Heeresmundschenk im Range eines Weibels in die Musterrolle eintragen.«
Dem Soldaten stand der Mund weit offen. Eine Träne hing zitternd an seinem Schnauzbart. Schließlich stammelte er: »Ich ... danke Euch ... Majestät.«
Der Prinz nahm einen Schluck und wischte sich mit der Hand über den Mund. Dann reichte er dem Soldaten schmunzelnd die Flasche zurück.
»Du hast einfach recht. An einem Morgen wie diesem gibt es nichts Besseres als einen kleinen Schluck zum Aufwärmen. Ich brauche Männer wie dich, die frei heraus ihre Meinung sagen, wenn ich mich irre. Du hast mir einen Dienst erwiesen und nicht umgekehrt. Auf den Schiffen haben wir etliche Fässer Branntwein für Greifenfurt. Ab morgen wird es deine Aufgabe sein, dafür zu sorgen, daß jeder, der an dieser Heerfahrt teilnimmt, zum Frühstück einen Becher voller Branntwein bekommt.«
»Ein Becher zur Nacht würde auch nicht schaden«, flüsterte der Alte halblaut. »Damit würdet Ihr Euren Ahnen Reto an Freigibigkeit noch übertreffen.«
»Du nimmst wirklich kein Blatt vor den Mund.« Brin blickte lächelnd auf den Soldaten.
Dieser grinste und wollte etwas entgegnen. Doch seinem offenen Mund entrang sich nur noch ein Röcheln. Eine blutige Pfeilspitze ragte aus seiner Brust.
Einen Moment schwankte der Mann, dann kippte er vornüber in den Topf mit dem siedenden Kräutersud. Zischend ergoß sich das überlaufende Wasser ins Feuer.
Alrik und der Prinz hatten sich zu Boden geworfen.
Ein Alarmhorn erklang, und im selben Moment brach eine Schar von Orkreitern in das Lager ein.
Die wenigen Krieger, die schon auf den Beinen waren, suchten vergeblich, die Schwarzpelze aufzuhalten. Die, die erst durch den Alarm geweckt worden waren, rollten sich aus den Decken und suchten ihr Heil in der Flucht. Fluchend riß Brin seinen Säbel aus der Scheide.
Auch Alrik erkannte jetzt, was das Ziel des überraschenden Angriffs war. Die Orks jagten auf die abfallende Uferböschung zu.
»Alles zum Fluß!« schrie Alrik. Unten am Ufer waren die Reittiere der Kavallerie und die Kaltblüter, die die Schiffe den Fluß hinauf schleppten, angepflockt.
Gemeinsam mit dem Prinzen rannte der Oberst auf die Böschung zu. Wenn sie die Pferde verloren, dann war die ganze Unternehmung verloren. Vom Ufer erklang lauter Kampflärm.
Als Alrik den Rand der Böschung erreichte, blickte er auf eine lange Kampfreihe, die den Angriff der Orks aufgefangen hatte. Über hundert Thorwaler standen dicht an dicht, die Schilde ineinander verschränkt und drängten die Orks von den Pferden ab.
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