Вольфганг Хольбайн - Die Amazone
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- Название:Die Amazone
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Schon hatte den Zauberer die Klinge der Amazone geritzt. Ein dünner Faden Blut rann von Lancorians Kehle.
»Haltet ein!« Marcian stieg die Stufen von seinem erhöhten Sitz herab und fiel Lysandra in den Arm. »Die Trauer hat ihm die Sinne verwirrt. Er weiß nicht mehr, was er sagt.«
»Ich weiß sehr wohl, was ich sage.« Lancorian spie dem Inquisitor ins Gesicht. »Ihr habt Tod und Wahnsinn in diese Stadt gebracht. Dämonen wandern unsichtbar durch unsere Straßen. Wie sonst hätte sogar Kinder die Duglumspest befallen können? Die Hälfte von Greifenfurt liegt in Trümmern. Selbst die Krieger sind vor Hunger so geschwächt, daß sie kaum noch ihre Schwerte heben können, und vor den Toren rüsten die Orks zu einem neuen Sturm. Jede Nacht habe ich Alpträume und sehe, wie diese Stadt in einem Feuersturm vergehen wird. Kein Jahr wird es dauern, und von Greifenfurt wird noch weniger übrig sein als von Ysilia, wo einst die Oger gehaust haben. Befreit nur das, was ich unter der Erde gesehen habe, und ihr stoßt euch , selber die Pforten zu Boron auf!«
»Und was hast du gesehen?« Marcians Stimme klang wie ein Knurren. Doch Lancorian schwieg.
»Stundenlang hat er die Schlange auf der großen Steinplatte untersucht und die Erde, in die die Platte eingelassen ist. Dabei hat er ständig irgend etwas vor sich hingemurmelt. Ich glaube, er hat die Platte verhext! Plötzlich schrie er dann laut auf und hat sich die Hände auf das Gesicht gepreßt. Dann kauerte er eine Weile wimmernd vor der Steinplatte und ist schließlich aus dem Gang herausgestürmt, als säßen ihm alle Dämonen der Niederhölle im Nacken.« Dem Zwergenhauptmann war immer noch anzusehen, wie sehr ihn dieser seltsame Zwischenfall beeindruckt haben mußte. Der Magier warf Himgi einen spöttischen Blick zu. »Verhext? Dämonen? Du Narr. Ich weiß um die wirkliche Beschaffenheit der Steinplatte. Ich habe die unendlich verworrenen magischen Muster gesehen, die um diesen Stein gelegt sind. Das ist ein Zauber, wie ihn heute sicherlich nicht einmal eine Handvoll Magier aus ganz Dere noch beherrschen. Doch das war noch nichts im Vergleich zu der Macht, die die Höhle selber schützt. Du närrischer Zwerg glaubst doch noch immer, daß der zweite Zauber verhindern soll, daß man von außen durch das Erdreich in die Höhle gelangt. Blanker Unsinn. Dort, wo du es nicht vermocht hast, eine Spitzhacke in lehmige Erde zu treiben, wirkt die Macht nur noch schwach. Im Inneren der Höhle muß sie so stark sein, daß ein Magier, der versucht, ihr Muster sichtbar zu machen, von der ungeheuren Energie, die in diesem Zauber gebündelt ist, geblendet würde. Die Augen würden ihm aus seinem Schädel brennen!«
Lancorian griff sich mit beiden Händen vors Gesicht, als würde er den Schmerz, den er schilderte, am eigenen Leib erfahren. Speichel rann ihm über die Lippen.
Dann stürzte er vornüber und wand sich in Qualen am Boden. »Bitte nicht! Ich werde dich nicht wieder stören! Bitte nicht!« Lancorian erbebte am ganzen Körper. »Das, was dort liegt, haßt Magier!« schrie er mit gellender Stimme. »Als ich meinen Blick auf die Gestalt wenden wollte, hat sie mich fast geblendet und ...« Lancorians Stimme ging in ein undeutliches Gurgeln über.
»Schnell, holt Gordonius«, befahl Marcian, und Arthag, der der Tür am nächsten gestanden hatte, huschte aus dem Saal.
Die Elfe Nyrilla kniete sich neben Lancorian. Behutsam tastete sie nach seinem Gesicht. Die Hände des Magiers lagen noch immer wie zu Klauen verkrampft über seinen Augen.
»Es spürt, daß ich an das denke, was ich gesehen habe«, flüsterte Lancorian. Dann bäumte er sich wieder unter gellenden Schreien auf. »Rettet mich vor dem Licht! Es brennt mir die Augen aus dem Kopf!«
Plötzlich verfiel der Magier in hysterisches Gelächter, und seine Stimme wurde immer dunkler, bis sich aus dem unheimlichen Lachen Worte formten.
»Marcian, ich warte auf dich. Seit Jahrtausenden ist es uns bestimmt, einander zu begegnen. Dein Schicksal wird sich bald erfüllen. Du aber, Lysandra, wirst meinen Herren verraten.«
Während die Stimme ertönte, erfüllte ein überirdisches Leuchten den Raum, und mit leisem Scharren fuhr Marcians Schwert aus der Scheide, ohne daß der Inquisitor seine Hand an die Waffe gelegt hätte. Mit der Spitze auf Lysandras Herz weisend, schwebte das Schwert durch die Luft. Die Waffe schlug gegen den Brustpanzer der Amazone und fiel ihr dann vor die Füße. Totenstille herrschte in dem kleinen Saal. Niemand konnte sich die eigenartigen Phänomene erklären. Einige schlugen Schutzzeichen gegen böse Geister, andere murmelten leise Gebete.
Lysandra kniete nieder und hob das Schwert auf. Einen Augenblick wog sie die Waffe prüfend in ihren Händen, dann trat sie vor Marcian. »Euer Schwert, Kommandant.«
Die dunkle Stimme, die den Raum hatte erzittern lassen, war verhallt. Lancorian lag leise wimmernd am Boden. Vorsichtig nahm er seine Hände vom Gesicht.
»Meine Augen! Ich kann nicht mehr sehen! Bei allen Göttern, nein. Bitte nicht das.«
Marcian legte dem weinenden Magier die Hand auf die Schultern. »Bitte verzeih mir, mein Freund, das habe ich nicht gewollt. Verzeih mir.«
»Ich kann dir nicht mehr verzeihen. Du bringst Unglück über jeden, der an deiner Seite steht. Doch jetzt, wo ich ohnehin schon bestraft bin ... kann ich dir auch sagen ... was ich ... gesehen ... habe.«
Lancorians Stimme klang immer angespannter, so als würden seine Schmerzen wieder zunehmen. »Der Zauber soll ... nicht verhindern ... daß wir hereinkommen. Er verhindert ... daß er herauskommt. Such deinen ... Weg bei Tag. Nur ... ein ... Wort ... öffnet ... den ...« Stöhnend sank der Zauberer zur Seite.
»Was öffnet ein Wort? Wie meinst du das?« Marcian hatte den Bewußtlosen bei den Schultern ergriffen und schüttelte ihn. »Sag schon. Was für ein Wort!«
»Laßt von ihm ab. Er hört euch nicht mehr.« Gordonius war eingetreten und kniete nun ebenfalls neben dem Magier.
»Was ist mit ihm?« Mühsam hielt sich Marcian so weit unter Kontrolle, daß er den Therbuniten nicht anschrie.
Der graubärtige Mann tastete nach Lancorians Hals. Dann legte er sein Ohr an die Brust des Zauberers. Schließlich richtete er sich auf und blickte Marcian kalt an. »Den habt Ihr noch nicht auf Eurem Gewissen, aber viel hätte nicht gefehlt. Er ist ohnmächtig, und die Götter allein wissen, wann er wieder erwachen wird. Sein Herz schlägt nur noch schwach.«
»Denk nicht einmal daran«, herrschte Nyrilla den Zwergen an. »Ich werde nicht versuchen herauszubekommen, was Lancorian gesehen hat. Ich werde weder mit dir in diesen Tunnel gehen, um dort die merkwürdige Steinplatte zu untersuchen, noch werde ich auch nur den leisesten Versuch unternehmen, auf magischem Wege Zugang zu dieser Kammer zu suchen. Ich will mein Augenlicht behalten!«
Schweigend erklommen sie die Wendeltreppe, die zu den Gastgemächern im Palas der Garnison führte. Erst als Nyrilla schon vor der Tür zu ihrer Kammer stand, sprach Arthag die Elfe noch einmal an.
»Hast du eigentlich noch etwas Rauschkraut?«
»Was soll die Frage?« Nyrilla drehte sich zum Zwerg um. »Ist dir das Premer Feuer ausgegangen? Du wirst mir doch nicht ernsthaft erzählen wollen, daß du ...«
»Nein, nein.« Der Zwerg hob abwehrend die Hände. »Es ist nicht so, wie du denkst. Ich hatte nur eine Idee. Wir haben doch einen Hellseher. Vielleicht weiß der weiter? Nur werden wir ihm helfen müssen. Stoßen wir ihm das Tor auf, durch das er die Zukunft sieht. Alles weitere nimmt dann schon seinen Lauf.« Der Zwerg grinste. »Meinst du nicht, es ist einen Versuch wert?«
»Was du da vorhast, ist nach menschlichem Maßstab zutiefst unmoralisch.«
Der Zwerg zuckte mit den Schultern. »Findest du? Wenn die Orks morgen die Stadt überrennen, ist ohnehin alles vorbei. Warum sollten wir Uriens nicht noch ein paar schöne Stunden bereiten. Wenn das Rauschkraut nicht so wirkt, wie ich hoffe, dann wird es ihm auch nicht schaden. Wenn wir aber von ihm etwas erfahren, daß die Stadt retten könnte, dann war es den großzügigen Umgang mit Moral doch wohl wert.«
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