Вольфганг Хольбайн - Die Amazone
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- Название:Die Amazone
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»Ruhe. Offensichtlich ist hier doch wohl die Rede von der Steinplatte, die den Zugang zur Kultstätte unter dem Platz der Sonne verschließt. Was sonst sollte gemeint sein, wenn in dem Orakelspruch von einem Elfenstein, der im Gebein steht, die Rede ist. Ihr habt doch ungeheure Mengen von Knochen dort aus dem Gang geräumt, oder?« Marcian blickte zu Himgi.
»Das stimmt«, bestätigte dieser. »Und wenn man die Steinplatte anfaßt, so fühlt sie sich kalt an, ganz so, wie sie im Orakelspruch beschrieben wird.«
»Wiederhole das zweite Reimpaar!« forderte Marcian Arthag auf.
Die verborgene Macht zu kennen,
mußt laut der Kerze Opfer nennen.
»Damit kann doch wohl nur Wachs gemeint sein«, fügte Arthag hinzu.
»Dieser Teil des Rätsels ist leicht.«
»Ist er das?« Nyrillas Stimme war noch nicht ganz klar. Die Wirkung des Rauschkrauts steckte ihr noch in den Knochen. Diese Lösung erschien ihr gar zu simpel. Als Elfe, die von Kindesbeinen an mit Wortspielen und Rätselfragen vertraut war, konnte sie an eine so einfache Lösung nicht glauben.
»Warum heißt es dann gleich im nächsten Reimpaar: Doch Vorsicht vor der Worte Spiel, der Tempel Glanz führt nicht zum Ziel. Nein, Wachs kann nicht die Lösung sein. Das ist ein Wortspiel, das uns verwirren soll.«
»Wortspiele, Doppelsinn, Verwirrung. Das ist doch eine Falle. Wenn die Zwölfgötter auf unserer Seite stehen, warum helfen sie uns dann nicht? Wozu dieses Rätsel? Das hat sich der Namenlose ausgedacht!« Lysandra redete sich immer mehr in Rage, und etliche der Offiziere dachten offensichtlich ähnlich wie die Amazone.
»Laßt lieber unsere Schwerter sprechen!« rief jemand, den Arthag nicht sehen konnte.
»Die Schwerter werden noch früh genug sprechen«, brummte Gordonius.
»Und was eure Mutmaßungen über den Namenlosen angeht, glaubt ihr vielleicht, er oder einer seiner Diener würde es wagen, Peraines Namen in sein schändliches Spiel zu verstricken? Nein! Das Orakel ist wahrhaftig! Und gerade weil die Botschaft verschlüsselt und vieldeutig ist, sehe ich in ihr einen himmlischen Fingerzeig, uns vor einem grausigen Schicksal zu bewahren. Töricht ist, wer glaubt, daß ein göttliches Orakel so klar und unmißverständlich wie das Geschrei eines Marktweibes ist.«
»Dann weißt du doch sicher auch, was mit Peraines Frühlingswort gemeint ist, Meister Siebenschlau«, höhnte ein blonder Bürgersohn.
Gordonius ignorierte den Spott in dessen Stimme und antwortete ruhig.
»Natürlich. Ein altes Priesterwort sagt, daß keine Pflanze ohne den Wunsch der Göttin gedeihen kann. So befiehlt sie also im Frühling Gräsern und Bäumen von neuem auszutreiben. Der Peraine Frühlingswort, so wie es nach dem Sinn dieses Rätsels gemeint ist, kann also nur der Befehl WACHS sein.«
»Und damit ist das Rätsel gelöst?« Arthag blieb skeptisch. Das war doch nicht allzu schwer? Konnte das stimmen?
»Ihr vergeßt die letzten Verse des Rätsels. Schließlich steht dort ein Elfenstein, wenn euer Götterwort stimmt. Und der wird sich niemals von der Stelle bewegen, wenn ihr euch davor aufbaut und WACHS ruft.« Nyrilla saß an die Wand gelehnt und hielt sich den Kopf, so als habe sie Schmerzen.
»Ihr müßt euch schon bemühen, daß elfische Wort dafür über eure Zungen zu bringen, denn sonst wird gar nichts passieren.«
»Und wie heißt das?« Marcians Stimme klang langsam ungeduldig.
Arthag versuchte zu schätzen, wieviel Zeit noch bis Sonnenaufgang bleiben mochte. Lange konnte es nicht mehr dauern, dann würde der Angriff der Orks beginnen. Noch immer hallten ihre Kriegstrommeln durch die Finsternis, und der Zwerg hatte das Gefühl, daß der Rhythmus schneller geworden war.
Plötzlich erdröhnten die Mauern des Palas. Der Boden zitterte unter ihren Füßen, und feine Staubfäden rieselten von der Decke. Gleich eine ganze Salve von Katapultgeschossen mußte das Hauptgebäude der Garnison getroffen haben!
Ob die Orks wohl wußten, daß sich hier alle Offiziere der Stadt aufhielten?
»Alle auf ihre Posten!« kommandierte Marcian scharf. »Die Versammlung ist aufgelöst!«
Die Pforte zum Thronsaal wurde aufgerissen. Atemlos stürmte eine Kriegerin herein.
»Die Orks ... Sie kommen von ... allen Seiten. ... Die ersten scheinen sogar schon ... in der Stadt zu sein.«
Arthag wog prüfend seine Streitaxt. Wie die meisten anderen Offiziere war er bereits in Rüstung erschienen und hatte seine Waffen griffbereit gehalten.
Fluchend drängten die Männer und Frauen durch die schmale Pforte des Thronsaals, um in Stadt und Burg ihre Posten zu beziehen.
»Halt!« schrie Marcian und packte gleichzeitig Lysandra an der Schulter.
»Du kommt mit mir. - Himgi, Arthag und Nyrilla! Ihr folgt mir auch. Auf uns wartet eine ganz besondere Aufgabe.«
4
Ein eisiger Wind wehte von Westen her über den Fluß.
Es kostete Alrik einige Überwindung aufzustehen. Obwohl er in seinen Umhang und einen Pelz eingerollt geschlafen hatte, war er völlig durchgefroren. Wie mochte es da erst den schlechter ausgerüsteten Kriegern ergangen sein?
Seufzend richtete der junge Oberst sich auf, stieß den schneebedeckten Pelz beiseite und reckte sich. Im Osten war ein erster, blaßblauer Schimmer am Horizont zu sehen. Bald würde die Sonne aufgehen. Alriks Blick schweifte über das Lager, eine langgezogene Wiese, bedeckt mit in ihren Decken eingeschneiten Schlafenden.
Schon gestern abend, als sie dieses Lager hoch über der Uferböschung gewählt hatten, waren die ersten Schneeflocken gefallen. Der Prinz hatte einen Teil der Decken, die für die Bürger Greifenfurts gedacht waren, unter den Soldaten austeilen lassen.
Jetzt bildeten die eingeschneiten Schlafenden eine bizarre Landschaft aus Hunderten von kleinen Hügeln. Hier und dort gab es einen dunklen Fleck im Weiß, wenn sich einer von seinem Lager erhoben hatte und der nackte Erdboden wieder zu sehen war.
Kleine Grüppchen drängten sich um die Wachfeuer, auf denen meist schon große Kessel mit heißem Wasser oder Suppe standen. Ein wohliges Rieseln durchlief Alrik bei dem Gedanken an eine Tasse warmes Wasser.
Der Oberst griff nach dem Küraß, der neben ihm aufrecht im Schnee stand. Das Metall des Panzers war so kalt, daß seine Finger daran haften blieben. Fluchend zuckte er zurück und zog seine ledernen Stulpenhandschuhe aus dem Gürtel. Sie wärmten zwar kaum, würden ihn aber vor dem kalten Metall schützen. Pelzfäustlinge oder warme Wollhandschuhe wie die Soldaten auf den Schiffen konnte er nicht tragen. Wer zur Kavallerie gehörte, mußte den Tag über ständig kampfbereit sein, und mit Fäustlingen ließ sich keine Waffe führen.
Schaudernd schloß der Oberst die Schnallen an seinem Küraß. Obwohl er ein warmes, wollenes Wams trug, war ihm, als sei er in ein Gefängnis aus Eis eingesperrt. Mit langen Schritten suchte er zwischen den Schlafenden hindurch den Weg zum nächsten Feuer. Er brauchte etwas Warmes, oder er würde vergehen!
»Ihr schaut ja aus, als hätte Euch eine Eisfee geküßt«, begrüßte ihn der alte Soldat, der mit einem großen Schöpflöffel durch den Kessel auf dem Feuer rührte.
»Hier, trinkt! Ich habe ein paar Kräuter reingetan, damit es nach was schmeckt.«
Der Mann drückte Alrik eine Holzschale in die Finger und füllte sie fast bis zum Rand mit dem dampfenden, bräunlichen Getränk.
Gierig trank der Oberst. Mit jedem Schluck durchlief ihn ein warmer, wohliger Schauer. Der alte Soldat musterte ihn dabei. Er hatte sich ein Leinentuch um den Kopf geschlagen, auf dem ein wenig verrutscht sein Helm thronte. Über die Schultern trug er eine von den grauen Decken, die der Prinz hatte austeilen lassen. Seine Füße verhüllten Stiefel, die so zerschlissen waren, daß sich selbst mit viel Phantasie ihre ursprüngliche Farbe nicht mehr erraten ließ. Um die Waden hatte sich der Mann Lumpen gewickelt und mit über Kreuz gezurrten Stricken festgebunden.
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