Stanislaw Lem - Transfer

Здесь есть возможность читать онлайн «Stanislaw Lem - Transfer» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Город: München, Год выпуска: 1961, Издательство: Deutschen Taschenbuch Verlag, Жанр: Фантастика и фэнтези, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Transfer: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Transfer»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Transfer — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Transfer», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Eine Weile schwieg sie. „Und woher weißt du, daß es heute diesen Sinn nicht mehr hat?“

Meine Miene amüsierte sie. Ich sah sie an; sie hörte auf zu lächeln. „Nais… wie ist das…“, stammelte ich, „du nimmst einen wildfremden Kerl und…“ Sie schwieg.

„Warum antwortest du nicht?“

„Weil du nichts verstehst. Ich weiß nicht, wie ich’s dir sagen soll.

Es hat nichts zu bedeuten, weißt du…“

„So. Hat nichts zu bedeuten“, wiederholte ich. Ich stand auf.

Konnte nicht länger sitzen bleiben. Sprang dabei fast — aus Vergeßlichkeit; sie zuckte zusammen.

„Verzeihung“, murmelte ich und fing an herumzugehen. Hinter der Glasscheibe sah man einen Park in der Morgensonne; durch eine Allee, zwischen Bäumen mit blaßrosa Blättern, gingen drei Jungen in Oberhemdchen, die wie Rüstungen glitzerten.

„Gibt es Ehen?“

„Natürlich. „Da verstehe ich rein nichts mehr! Erkläre mir das. Erzähle. Du siehst einen Mann, der dir zusagt, und, ohne ihn zu kennen, sofort…“

„Was gibt es da schon viel zu erzählen?“ sagte sie unwillig. „War es wirklich zu deiner Zeit so — damals —, daß ein Mädchen einen Mann nicht ins Zimmer lassen konnte?“

„Doch, selbstverständlich konnte es, auch mit dem Gedanken, daß… aber nicht fünf Minuten, nachdem es ihn sah…“

„Also nach wie vielen Minuten?“

Ich sah sie an. Sie fragte ganz im Ernst. Nun ja, woher konnte sie es wissen; ich zuckte nur die Achseln.

„Es ging dabei nicht um Zeit, sondern — sondern sie mußte erst… etwas in ihm sehen, ihn kennenlernen, liebgewinnen, sie gingen vorerst…“

„Warte“, sagte sie. „Du scheinst… nichts zu verstehen. Ich gab dir doch Brit.“

„Was für Brit? Ach, diese Milch? Na — und?“

Sie fing zu lachen an, bog sich schier vor Lachen. Dann stutzte sie plötzlich, sah mich an und wurde puterrot.

„Du dachtest also, daß ich… dachtest, daß… nein!!“

Ich setzte mich hin. Meine Finger waren unsicher, ich mußte etwas in ihnen halten. Ich zog aus meiner Tasche eine Zigarette und zündete sie an.

Sie öffnete die Augen weit: „Was ist das?“

„Eine Zigarette. Wie — raucht ihr denn nicht?“

„Ich sehe das zum ersten Mal… so sieht also eine Zigarette aus?

Wie kannst du nur den Rauch so inhalieren? Nein, warte — das andere ist weit wichtiger. Brit ist keine Milch. Ich weiß nicht, was drin ist, aber — einem Fremden — gibt man immer Brit.“

„Einem Mann?“

„Ja.“

„Na — und?“

„Und dann ist — muß er — brav sein. Weißt du — ein Biologe könnte dir das vielleicht erklären.“

„Zum Teufel mit dem Biologen. Heißt das, daß der Mann, dem du Brit gegeben hast, nicht mehr kann?“

„Selbstverständlich. „Und wenn er nicht trinken will?“

„Wie kann er nicht wollen?“

Hier endete jegliche Verständigungsmöglichkeit.

„Du kannst ihn doch nicht zwingen“, erklärte ich geduldig.

„Ein Verrückter würde wohl nicht trinken“, sagte sie langsam, „aber von einem solchen Fall hab’ ich nie gehört…“

„Ist das so Sitte?“ „Ich weiß nicht, was ich dir da sagen soll. Gehst du nicht nackt herum — der Sitten wegen?“

„Aha. Nun — gewissermaßen schon. Aber am Strand kann man sich doch ausziehen.“

„Nackt sein?“ fragte sie mit plötzlichem Interesse.

„Nein. Einen Badeanzug… immerhin gab es zu meiner Zeit solche Menschengruppen, Nudisten hießen sie.“

„Ich weiß. Nein, es ist etwas anderes, ich dachte, ihr alle seid…“

„Nein. Also ist dieses Trinken… so etwas, wie das Tragen von Kleidung? So notwendig?“

„Ja. Wenn — zwei zusammen sind.“

„Na — und weiter?“

„Was — weiter?“

„Beim zweiten Mal?“

Rein idiotisch war dieses Gespräch, und ich fühlte mich unwohl dabei, mußte aber endlich etwas erfahren!

„Später? Das ist verschieden. Manchen… gibt man immer Brit.“

„Eine Art Korb?“

„Was heißt das?“

„Nichts. Und wenn ein Mädchen jemanden besucht — was dann?“

„Dann trinkt er bei sich zu Hause.“

Sie sah mich fast mitleidig an. Ich aber blieb zäh: „Und wenn er keinen hat?“

„Brit? Wie kann er keiften haben?“

„Nun, weil er ihm eben ausging. Oder… er kann ja auch lügen.“

Wieder fing sie zu lachen an.

„Das ist ja… glaubst du denn, daß ich all diese Flaschen hier in der Wohnung halte?“

„Nicht? Wo denn sonst?“

„Ich hab’ nicht mal eine Ahnung, wo sie herkommen. Gab es zu deiner Zeit eine Wasserleitung?“

„Ja“, sagte ich mißmutig. Klar, es konnte auch keine gegeben haben; ich konnte ja direkt aus dem Wald in die Rakete gestiegen sein. Eine Zeitlang war ich stinkwütend, doch beherrschte ich mich bald: schließlich war es ja nicht ihre Schuld.

„Na, siehst du — und wußtest du denn, welchen Weg dieses Wasser nahm, ehe…“

„Ich verstehe schon, du brauchst den Satz nicht zu beenden.

Also ist das so eine Vorsichtsmaßnahme? Sehr komisch!“

„Das meine ich durchaus nicht“, sagte sie. „Und was hast du da so Weißes, unter deiner Wolljacke?“

„Ein Hemd.“

„Was ist das?“

„Hast du denn nie ein Hemd gesehen?! Eben — Wäsche. Aus Nylon.“

Ich rollte meinen Aermel auf und zeigte ihn ihr.

„Interessant“, meinte sie.

„So eine Sitte“, erwiderte ich ratlos. Wirklich, man hatte mir im ADAPT gesagt, daß ich aufhören sollte, mich wie vor hundert Jahren zu kleiden; ich aber wollte nicht. Ihr Recht mußte ich jedoch anerkennen: Brit war für mich dasselbe — wie für sie ein Hemd. Schließlich zwang doch niemand die Menschen, Hemden zu tragen, trotzdem trugen sie sie alle. Mit dem Brit verhielt es sich wohl genauso.

„Wie lange wirkt denn Brit?“ wollte ich wissen.

Sie errötete ein wenig. „So eilig hast du es. Noch steht ja nichts fest.“

„Ich sagte doch nichts Böses“, verteidigte ich mich, „wollte nur wissen… warum guckst du denn so? Was hast du? Nais!“

Sie erhob sich langsam. Stand hinter dem Sessel.

„Wie lange — sagtest du? Hundertzwanzig Jahre?“

„Hundertsiebenundzwanzig. Na — und?“

„Und wurdest… wurdest du… betrisiert?“

„Was ist denn das?“

„Wurdest du es nicht?!“

„Aber ich habe nicht mal eine Ahnung, was das ist. Nais…

Mädchen, was hast du nur?“

„Nein, du wurdest es nicht“, flüsterte sie. „Sonst müßtest du es ja wissen…“

Ich wollte auf sie zukommen.

Sie hob beide Arme: „Komme nicht näher! Nein! Nein! Bitte!“

Sie trat zur Wand zurück.

„Du sagtest doch selbst, daß Brit… ich setze mich schon. Da, nun sitze ich, siehst du wohl, beruhige dich also. Und was ist das für eine Geschichte mit diesem Be… Wie heißt es?“

„Genau weiß ich es nicht. Aber… betrisiert wird jeder. Gleich nach der Geburt.“ „Was ist das?“

„Da wird wohl irgend etwas ins Blut gebracht.“

„Allen?“

„Ja. Denn — eben… Brit… hat ohne das keine Wirkung. Rühre dich ja nicht!“

„Kind, sei doch nicht lächerlich.“ Ich drückte meine Zigarette aus. „Ich bin doch kein wildes Tier… Sei nicht böse, aber… mir scheint, ihr alle seid hier ein bißchen verrückt. Dieser Brit… na, das ist, als ob man allen Menschen Handschellen anlegen würde, nur weil vielleicht einer unter ihnen ein Dieb sein könnte.

Schließlich… kann man doch ein wenig Vertrauen haben.“

„Du bist ja toll“, sie schien sich etwas gefaßt zu haben, setzte sich aber immer noch nicht. „Warum warst du denn vorhin so entrüstet, daß ich Fremde in meine Wohnung hole?“ „Das ist etwas anderes.“

„Ich sehe da keinen Unterschied. Du warst also bestimmt nicht betrisiert?“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Transfer»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Transfer» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


libcat.ru: книга без обложки
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Az Úr Hangja
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Frieden auf Erden
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Fiasko
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - The Albatross
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - His Masters Voice
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Nenugalimasis
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Regresso das estrelas
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Kyberiade
Stanislaw Lem
Stanislaw Lem - Ciberiada
Stanislaw Lem
Отзывы о книге «Transfer»

Обсуждение, отзывы о книге «Transfer» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x