Ursula Le Guin - Die Geißel des Himmels

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Die Geißel des Himmels: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Geißel des Himmels Es ist ein geringfügiges Vergehen, weswegen George Orr sich einer Therapie unterziehen muß: Medikamentenmißbrauch. Der Patient tut alles, um seine Träume zu unterdrücken, worauf sein behandelnder Arzt, der Psychiater Dr. Haber, eine gewöhnliche psychische Störung diagnostiziert. Doch George Orrs Träume sind keine gewöhnlichen Träume, denn sie können die Realität verändern. Von dem (freilich nicht ganz uneigennützigen) Wunsch beseelt, eine bessere Welt zu erschaffen, zwingt Dr. Haber seinen anbefohlenen Schützling, eine Reihe künstlich induzierter Träume zu erleben, bis von der Welt, wie wir sie kennen, keine Spur mehr übrig ist.
Der Roman wurde mit dem Locus Award als bester Roman des Jahres 1971 ausgezeichnet.

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»Was ist denn, Liebes … Schon gut. Nicht aufgeben, es wird alles wieder gut.«

Ich verliere den Verstand, dachte sie; es war nicht George, es war die ganze Zeit nicht George, ich war es.

»Alles wird gut«, flüsterte er nochmals, aber sie hörte an seiner Stimme, daß er es selbst nicht glaubte. Sie spürte an seinen Händen, daß er es nicht glaubte.

»Was ist nur los?« rief sie verzweifelt. »Was ist denn nur los?«

»Ich weiß nicht«, sagte er fast achtlos. Er hatte den Kopf gehoben und sich ein wenig von ihr abgewendet, drückte sie aber immer noch an sich, um ihren Weinkrampf zu beenden. Er schien zu beobachten, zu horchen. Sie spürte, wie sein Herz heftig und regelmäßig in seiner Brust schlug.

»Heather, hör mir zu. Ich muß zurück.«

»Wohin zurück? Was ist denn nur los?« Ihre Stimme klang dünn und schrill.

»Zu Haber. Ich muß gehen. Sofort. Warte auf mich — im Restaurant. Warte auf mich, Heather. Komm mir nicht hinterher.« Er verschwand. Sie mußte ihm folgen. Er ging, ohne sich umzusehen, hastig die lange Treppe hinunter, unter den Arkaden hindurch, an dem trockenen Brunnen vorbei, zur Haltestelle der Seilbahnstation hinaus. Dort wartete eine Kabine am Ende des Seils; er sprang hinein. Sie lief weiter, das Atmen tat ihr in der Brust weh, als sich die Kabine gerade in Bewegung setzte. »Was soll das alles, George?«

»Es tut mir leid.« Er keuchte ebenfalls. »Ich muß dorthin. Ich wollte dich da nicht mit reinziehen.«

»Wo rein?« Sie haßte ihn. Sie saßen auf gegenüberliegenden Sitzen und schnauften sich an. »Warum führst du dich auf wie ein Verrückter? Warum gehst du wieder dorthin zurück?«

»Haber —« Georges Stimme versagte einen Moment. »Er träumt«, sagte er. Eine übermächtige, panische Angst überkam Heather; sie achtete nicht darauf.

»Träumt was? Na und?«

»Schau zum Fenster hinaus.«

Sie hatte nur ihn angesehen, während sie liefen und seit sie in die Kabine eingestiegen waren. Jetzt überquerte die Seilbahn den Fluß hoch über dem Wasser. Aber es gab kein Wasser mehr. Der Fluß war ausgetrocknet. Das Flußbett lag rissig und verschlammt im Scheinwerferlicht der Brücken, übelriechend, voller Unrat, Schlick, Gebeine und verlorene Werkzeuge, sterbende Fische. Die großen Schiffe lagen umgestürzt und rostend an den hoch aufragenden, verschlickten Docks.

Die Gebäude der Innenstadt von Portland, Hauptstadt der Welt, die hohen, neuen, hübschen Kuben aus Stein und Glas mit den angemessenen Grünanlagen dazwischen, die Festungen der Regierung — Forschung und Förderung, Kommunikation, Industrie, Wirtschaftsplanung, Umweltschutzbehörde — schmolzen. Sie wurden weich und schwankten wie Wackelpudding, der zu lange in der Sonne gestanden hat. Die Kanten waren bereits an den Seiten hinabgeflossen und hatten riesige, beigefarbene Schlieren hinterlassen.

Die Seilbahn fuhr sehr schnell und hielt nicht mehr an den Haltestellen: mit dem Kabel mußte etwas nicht im Ordnung sein, dachte Heather ohne eine Spur persönlicher Anteilnahme. Sie rasten weiter über die in Auflösung begriffene Stadt hinweg, tief genug, daß sie das Rumoren und die Schreie hören konnten.

Als die Kabine höher stieg, wurde der Mount Hood hinter George sichtbar, der ihr gegenüber saß. Wahrscheinlich bemerkte er den roten Widerschein als Spiegelung in ihrem Gesicht oder ihren Augen, denn er drehte sich sofort um und sah den riesigen inversen Feuerkegel.

Die Kabine schwankte wie wild zwischen der verfallenden Stadt und dem formlosen Himmel.

»Heute scheint überhaupt nichts richtig zu funktionieren«, sagte eine Frau hinten in der Kabine mit lauter, bebender Stimme.

Das Licht der Eruption war schrecklich und atemberaubend.

Ihre enorme materielle und geologische Kraft wirkte beruhigend im Vergleich zu dem leeren Gebiet, das jetzt am Ende des Seils vor der Kabine lag.

Die Vorahnung, die Heather überkommen hatte, als sie von dem Jadehimmel herabsah, war jetzt Wirklichkeit geworden. Da war es. Es war ein Gebiet, möglicherweise auch eine zeitliche Periode, einer Art von Leere. Es war die Gegenwart der Abwesenheit: eine nichtmeßbare Einheit ohne Eigenschaften, in die alles hineinfiel und aus der nichts mehr herauskam. Es war schrecklich und es war das Nichts. Es war der falsche Weg.

Dort hinein ging George, als die Seilbahn an ihrer Endhaltestelle zum Stillstand kam. Unterwegs drehte er sich zu ihr um und rief: »Warte auf mich, Heather! Komm mir nicht nach, bitte komm mir nicht nach!«

Aber so sehr sie versuchte, ihm zu gehorchen, es kam zu ihr. Es breitete sich rasch vom Zentrum her aus. Sie stellte fest, daß alles verschwunden war, daß sie panisch durch die Dunkelheit irrte und ohne Stimme und trostlos den Namen ihres Mannes rief, bis sie um das Zentrum ihres eigenen Wesens herum zusammengerollt niederstürzte und für immer und ewig durch den trockenen Abgrund fiel.

Durch reine Willenskraft, die wahrlich groß ist, wenn man sie zur richtigen Zeit in der richtigen Weise einsetzt, spürte George Orr unter seinen Füßen die soliden Marmorstufen, die zum EFMEG Tower führten. Er ging vorwärts, während seine Augen ihm sagten, daß er auf Nebel ging, auf Schlamm, auf verwesenden Leichen, auf zahllosen winzigen Kröten. Es war sehr kalt, aber dennoch roch es nach glühendem Metall und brennendem Haar oder Fleisch. Er durchquerte das Foyer; die goldenen Buchstaben des Aphorismus rund um die Kuppel herum sprangen vorübergehend hoch: MENSCH MENSCHHEIT MEN E E E. Die Es versuchten, ihn zu Fall zu bringen. Er trat auf ein Laufband, obwohl er es mit den Augen nicht sehen konnte; er trat auf die spiralförmige Rolltreppe, die er nur durch seinen unablässigen und eisernen Willen aufrecht hielt, und fuhr hinauf ins Nichts. Er machte nicht einmal die Augen zu.

Auf der obersten Etage bestand der Boden aus Eis. Es war etwa einen Fingerbreit dick und weitgehend durchsichtig. Durch dieses Eis hindurch konnte er die Sterne der südlichen Hemisphäre sehen. Orr trat auf das Eis, worauf sämtliche Sterne laut und falsch ertönten, wie gesprungene Glocken. Der üble Geruch war hier so stark, daß Orr würgen mußte. Er ging weiter und streckte die Hand aus. Die Holzplatte der Tür von Habers Büro harrte seiner Berührung; er konnte sie nicht sehen, ertastete sie jedoch. Ein Wolf heulte. Die Lava wälzte sich der Stadt entgegen.

Er ging weiter und kam zur letzten Tür. Er stieß sie auf. Auf der anderen Seite wartete das Nichts.

»Helft mir«, sagte er laut, denn die Leere zerrte an ihm, sog ihn ein. Seine Kraft allein reichte nicht aus, durch das Nichts auf die andere Seite zu gehen.

In seinem Kopf regte sich dumpf etwas; er dachte an Tiua’k Ennbe Ennbe, an die Büste von Schubert und Heather, die mit wütender Stimme sagte: »Was ist denn nur los , George?« Das schien rein alles zu sein, womit er das Nichts durchqueren mußte. Er ging vorwärts. Er wußte, während er ging, daß er alles verlieren würde, was er besaß.

Er betrat das Auge des Alptraums.

Es war eine kalte, vage in Bewegung befindliche, kreisende, aus Angst bestehende Dunkelheit, die ihn zur Seite zog, ihn zerriß. Er wußte, wo der Verstärker stand. Er streckte seine sterbliche Hand in die Richtung aus, die alle Dinge gehen. Er berührte ihn; tastete nach dem untersten Knopf und drückte einmal darauf.

Dann kauerte er sich nieder, bedeckte die Augen und duckte sich, denn die Angst hatte von seinem Verstand Besitz ergriffen. Als er den Kopf hob und hinsah, existierte die Welt wieder. Sie war in keiner guten Verfassung, aber sie war da.

Sie befanden sich nicht im EFMEG Tower, sondern in einem schäbigeren, gewöhnlicheren Büro, das er noch nie zuvor gesehen hatte. Haber lag ausgestreckt und massiv auf der Couch, und sein Bart stand in die Höhe. Wieder ein rotbrauner Bart, und weiße Haut, keine graue mehr. Die Augen waren halb offen, sahen jedoch nichts.

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