Greg Bear - Blutmusik

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Blutmusik: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Biochemiker Vergil Ulam ist ein Genie seines Fachs, aber er ist ebenso risikofreudig wie sorglos. Erarbeitet in einem gentechnischen Forschungsunternehmen auf dem Gebiet der Biologik. Sein Ziel: die Herstellung »intelligenter« Zellen durch DNS-Rekombination von menschlichem Genmaterial mit dem von Einzellern. Er tut dies auf eigene Faust und ohne Genehmigung der Firmenleitung.
Der Durchbruch gelingt ihm: es ergeben sich intelligente Lymphozyten. Als das Management von seinen gefährlichen Experimenten erfährt, die Unterlagen beschlagnahmt und ihn zwingt, die gezüchteten Kulturen zu vernichten, und ihn feuert, injiziert er sich eine von ihnen in die Blutbahn. Ein paar Tage später ist er kein Mensch mehr, sondern eine überaus produktiv und fehlerfrei arbeitende biologische Struktur, die sich alles einverleibt, mit dem sie in Berührung kommt.
Die Evolution nimmt eine neue Wendung: optimal für das Leben — aber für die Menschheit das nackte Grauen.

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Sie blickte nach Norden, um die Ecke des Ablageschrankes und über eine niedrige Kredenz.

Dort war das neue Manhattan, eine Zeltstadt mit vereinzelt stehengebliebenen Wolkenkratzern als Masten; eine Stadt aus Spielzeugblöcken, die unter rostfarbenen Planen versteckt und umgeordnet waren. Der Sonnenuntergang tauchte alles in warme braune und gelbe Töne. Das Neuere York, angefüllt mit leeren Kleidern.

Suzy ließ sich auf den Teppich zurücksinken, legte den Kopf auf die Arme und schob die gespenstisch leeren Jeans unter das Knie, um es etwas anzuheben. »Wenn ich aufwache«, sagte sie sich, »werde ich eine Wunderfrau sein, glänzend und hell. Und ich werde wissen, was geschieht.«

Tief in ihrem Innern verstand sie jedoch, daß sie aufwachen und unverändert die alte Suzy sein würde, und die Welt würde sich nicht ihr zuliebe zurückverwandelt haben.

»Kein gutes Geschäft«, murmelte sie.

In der Dunkelheit wuchsen Fasern lautlos über den Teppich, reichten in die verglasten Büroräume und unterdrückten die überschäumende Kreativität darin.

37

— Ich gehöre niemandem. Ich bin nicht, was ich einst war. Ich habe keine Vergangenheit. Ich bin losgetrennt von allem, und es gibt tatsächlich keinen Ort, wohin ich gehen könnte. Ich muß mich ganz ihnen und ihren Plänen überlassen.

— Ich bin physikalisch von der Außenwelt getrennt, und nun auch geistig.

— Meine Arbeit hier ist getan.

— Ich warte.

— Ich warte.

WÜNSCHST du wirklich unter uns zu reisen, unter uns zu sein?

— Ja.

Er starrt auf die roten und grünen und blauen Zeichen auf dem Bildschirm. Die Zahlen und Diagramme verlieren momentan alle Bedeutung, als ob er ein Neugeborenes wäre. Dann werden der Bildschirm, die Konsole, auf der er steht, der Vorhang zur Duschkabine dahinter und die Wände der Isolierkammer durch eine silbrige Null ersetzt.

Michael Bernard überquerte eine Zwischenschicht.

Er wird entschlüsselt.

Nicht länger aller Empfindungen, in einem Körper zu stecken, bewußt, kein automatisches Horchen und Reagieren auf die Bewegungen von Muskeln, das Blubbern von Flüssigkeiten im Bauch, das Pulsieren und Rauschen des Blutes, das gleichmäßige Pochen des Herzens. Er gleicht nicht mehr aus, spannt und entspannt nicht mehr. Es ist wie der plötzliche Übergang aus einer Stadt in das Innere einer stillen Höhle.

Anfangs ist das Denken selbst körnig, unterbrochen. Wenn so etwas möglich ist, sieht er sich selbst am Grundpfeiler des Universums, wo alle Atome und Moleküle sich vereinigen und trennen, stille Geräusche zueinander machen, wie die tastenden Beine von Schalentieren am Meeresgrund. Er ist aufgehängt in lautloser, zuckender Aktivität, außerstande, seine Lage kritisch zu betrachten oder auch nur Gewißheit zu haben, was er ist. Ein Teil seiner Fähigkeiten ist vorübergehend abgeschnitten. Dann, mit einem Ruck, kann er beurteilen, bewerten. Gedankenbewegungen wie das Rascheln dürrer Blätter über eine Rasenfläche, wenn der Herbstwind bläst. Wie ein träger Strom von Gelatine, der in eine kalte Schale gegossen, umgerührt wird und zur Ruhe kommt.

Seine Reise hat noch nicht einmal begonnen. Er ist noch immer in der Zwischenschicht, nicht groß, nicht klein. Ein Teil von ihm verläßt sich noch immer auf sein universumgroßes Gehirn, das die Gedanken nach wie vor an den Zellen entlang leitet, statt durch sie hindurch.

Der Schwebezustand wird zu einer hinausgezogenen Bewußtlosigkeit, das Denken wie ein Faden gezogen, bis es in ein winziges Nadelöhr paßt. --------------

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Auf einmal ist seine Welt erfüllt von Tätigkeit und Einfachheit. Es gibt kein Licht, aber es gibt Geräusch, Geräusch, das ihn in gewaltigen, trägen Wellen durchwogt, nicht gehört, aber durch seine hundert Zellen gefühlt. Die Zellen pulsieren, trennen sich, ziehen sich zusammen, je nach dem Strom der Flüssigkeit. Er ist in seinem eigenen Blut. Er kann die Gegenwart der Zellen schmecken, die sein neues Wesen ausmachen, und von Zellen, die nicht unmittelbar von ihm sind. Er kann das Kratzen von Mikroröhren fühlen, die sein Cytoplasma antreiben. Am bemerkenswertesten aber ist, daß er — und das ist tatsächlich die Grundlage allen Empfindens — das Cytoplasma selbst fühlen kann.

Dies ist jetzt die Grundlage seines Seins, der Strom elektrisierender Empfindung reinen Lebens. Er ist sich der messerscharfen chemischen Balance zwischen Belebtheit und toter Gallerte bewußt, der geordneten Funktionen von Wurzeln, Hierarchie, Wechselwirkung. Zusammenarbeit. Er ist Individuum, und zugleich ist er jedes der Mitglieder seiner Gruppe, der anderen Hundert-Zellen-Ansammlungen stromaufwärts, stromabwärts. Die Gefährten stromabwärts sind so fern, chemisch so isoliert, als befänden sie sich am Grund eines tiefen Brunnens; die Gefährten stromaufwärts sind stark und reich.

Er kann die Mechanismen seines Denkens so wenig ergründen, wie er es in seinem universumgroßen Gehirn vermochte. Das Denken erhebt sich über die chemischen Vorgänge, die Wechselwirkungen innerhalb seiner Gruppe und die Prozesse in seinen Zellen. Das Denken ist die Kombination, die Sprache aller Wechselwirkung.

Das Empfinden entlang den Membranen seiner Zellen ist außerordentlich stark. Hier empfängt und fühlt er den Druck gewaltiger molekularer Botschaften von außen. Er nimmt datenübertragende Plasmide auf, gießt Information aus ihnen, absorbiert sie in sein Wesen, dupliziert jene Teile, die von anderen unter seinen Gefährten benötigt werden. Nun kommen die Klumpen in rascher Folge, und in dem Maße, wie er sie aufbricht und ausgießt, jeder Strang von Molekülen eine Bibliothek, findet er, daß Stücke von Michael Bernard zu ihm zurückkehren.

Der riesige Bernard ist umschlossen von einer winzigen, aus hundert Zellen bestehenden Gruppe. Er fühlt, daß es auf der Ebene der Noozyten tatsächlich ein menschliches Wesen gibt — ihn selbst.

Willkommen.

— Ich danke euch.

Er fühlt ein Gruppenmitglied als eine Geschmacksvielfalt, in allen nur denkbaren Spielarten von Süßigkeit und Fülle. Die Kameradschaft ist überwältigend. Er liebt seine Gruppe (wie kann er etwas anderes lieben?). Er ist ein integraler Teil von ihr, seinerseits geliebt und benötigt.

Plötzlich schmeckt er die Wand eines Kapillargefäßes. Er ist Mitglied der Forschungsgruppe, die Information weitergibt, indem sie Pakete von Nukleinsäuren erzeugt. Absorbiert, umgestaltet, weitergibt, absorbiert…

Hinaus! Durchstoßen!

Das ist seine Anweisung. Er wird das Kapillargefäß verlassen und in das Gewebe eindringen.

Laß eine Portion draußen im Datenstrom!

Er drängt sich zwischen die Kapillarzellen — unterstützenden Zellen, die selbst keine Noozyten sind — und macht sich in der Wand fest. Nun wartet er auf Daten in Gestalt strukturierter Proteine, Hormone und Pheromone, Nukleinsäureketten, vielleicht sogar Daten in Form »geschneiderter« Zellen, Viren oder domestizierter Bakterien. Er benötigt nicht nur grundlegende Nährstoffe, die dem Blutserum leicht entnommen werden können, sondern auch Vorräte von den Enzymen, die ihm die Aufnahme und Verarbeitung von Daten, das Denken schlechthin gestatten. Diese Enzyme werden von »geschneiderten« Bakterien geliefert, die sowohl herstellen als auch liefern.

Das Blut ist ein Highway an Daten, eine Fernverbindung, eine Symphonie von Informationen und Anweisungen. Es ist ein Genuß, die reichhaltige Suppe zu verarbeiten und zu modifizieren. Die Information hat ihre eigene Geschmacksvielfalt und ist wie ein Lebewesen, imstande, sich im Blut zu verändern, sofern sie nicht sorgfältig überwacht, von Zuwächsen befreit und geschnitten wird. Worte können nicht übermitteln, was er tut. Sein ganzes Sein ist erfüllt vom Geplapper des Interpretierens und Verarbeitens.

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