Greg Bear - Blutmusik

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Blutmusik: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Biochemiker Vergil Ulam ist ein Genie seines Fachs, aber er ist ebenso risikofreudig wie sorglos. Erarbeitet in einem gentechnischen Forschungsunternehmen auf dem Gebiet der Biologik. Sein Ziel: die Herstellung »intelligenter« Zellen durch DNS-Rekombination von menschlichem Genmaterial mit dem von Einzellern. Er tut dies auf eigene Faust und ohne Genehmigung der Firmenleitung.
Der Durchbruch gelingt ihm: es ergeben sich intelligente Lymphozyten. Als das Management von seinen gefährlichen Experimenten erfährt, die Unterlagen beschlagnahmt und ihn zwingt, die gezüchteten Kulturen zu vernichten, und ihn feuert, injiziert er sich eine von ihnen in die Blutbahn. Ein paar Tage später ist er kein Mensch mehr, sondern eine überaus produktiv und fehlerfrei arbeitende biologische Struktur, die sich alles einverleibt, mit dem sie in Berührung kommt.
Die Evolution nimmt eine neue Wendung: optimal für das Leben — aber für die Menschheit das nackte Grauen.

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Ich sitze in meinem Schreibtischsessel, und wenn die verabredete Zeit kommt, sprechen wir. Ein Teil davon ist in englisch (ich denke, daß die Unterhaltung möglicherweise auf einer vorsprachlichen Ebene des Gehirns stattfindet und von meinem eigenen Verstand nachträglich ins Englische übertragen wird), teils visuell, teils in anderen Sinneswahrnehmungen — überwiegend durch den Geschmack, an Sinnesorgan, das ihnen besonders zuzusagen scheint.

Ich kann die Größe der Population in mir nicht schätzen. Sie kommen in vielen Kategorien vor: die ursprünglichen Noozyten und ihre Derivate, die unmittelbar nach der Invasion umgewandelt wurden; die Kategorien mobiler Zellen, von denen viele dem Körper offenbar neu sind, neu entworfen und mit neuen Funktionen versehen; die stationären Zellen, vielleicht keine Individuen im geistigen Sinne, da sie keine Mobilität haben und feste, wenn auch komplexe Funktionen erfüllen; die bisher noch unveränderten Zellen (nahezu alle Zellen in meinem Gehirn und Nervensystem fallen in diese Kategorie); und andere, über die ich mir noch nicht im klaren bin.

Zusammen mag ihre Zahl über zehn Billionen betragen. Nach grober Schätzung existieren in mir vielleicht zwei Billionen voll entwickelte, intelligente Individuen.

Wenn ich diese annähernde Zahl mit der Bevölkerung Nordamerikas multipliziere, die etwa eine halbe Milliarde betragen haben muß, gelange ich zu einer Milliarde Billionen, also in eine Größenordnung von 10 20. Das ist die Zahl der intelligenten Lebewesen auf dem amerikanischen Kontinent — wobei selbstverständlich die gesamte vernachlässigbare menschliche Bevölkerung nicht mitgerechnet ist.

Bernard schob seinen Schreibtischsessel zurück, nachdem er die Eintragung dem Speicher übergeben hatte. Es gab zu viel aufzuzeichnen, zu viele Details; er verzweifelte angesichts der Aufgabe, die Erkenntnisse und Empfindungen den Forschern draußen auseinanderzusetzen. Nach wochenlanger Frustration und klaustrophobischen Anwandlungen, und dann dem Versuch, die chemische Sprache in seinem Blut zu entschlüsseln, gab es plötzlich eine so gewaltige Überfülle von Informationen, daß er sich außerstande sah, sie aufzunehmen. Er brauchte nur zu fragen, und tausend oder eine Million intelligenter Wesen organisierten sich, seine Frage zu analysieren und ausführlich und schnell zu beantworten.

»Was bin ich euch?« brachte etwa die Antwort:

Vater/Mutter/Universum

Welt-Herausforderung

Quelle von allem

Alt, langsam

Berg/Galaxis

Und er konnte Stunden damit verbringen, die Komplexe sinnlicher Wahrnehmung, welche die Worte begleiteten, nachzuvollziehen; den Geschmack seines eigenen Blutserums, die festen Gewebe seines Körpers, die Freude über eingeschwemmte Nährstoffe, die Notwendigkeit von Reinhaltung und Schutz.

Wenn er in der Stille der Nacht auf seinem Feldbett lag, nur beleuchtet von den Infrarot-Sensoren, von den anderen, an seinem Körper befestigten Meß- und Kontrollgeräten zu schweigen, schwamm er in seine Träume und wieder heraus, und die vorsichtigen, beinahe ehrerbietigen Fragen und Antworten der Noozyten vermischten sich mit seinen Traumbildern. Hin und wieder erwachte er, als sei er von einem geistigen Wachhund aufgerüttelt worden, um zu erfahren, daß neues Territorium sondiert wurde.

Selbst am Tag erfuhr sein Zeitgefühl eine Verzerrung. Die Minuten, die er in Gesprächen mit den Zellen verbrachte, erschienen ihm wie Stunden, und wenn er danach in die Welt der Isolierkammer zurückkehrte, geschah es mit einem verwirrenden Mangel an Überzeugung von ihrer Realität.

Die Besuche von Paulsen-Fuchs und anderen schienen in längeren Abständen zu erfolgen, obwohl sie tatsächlich jeden Tag zur gleichen festgesetzten Zeit stattfanden.

Um drei Uhr nachmittags kam Paulsen-Fuchs mit seinen Zeitungen und Erörterungen der Neuigkeiten, die Bernard früher am Morgen in den Fernsehnachrichten gehört hatte. Die Nachrichten waren unweigerlich schlecht und wurden noch schlechter. Mit der Bombardierung der Panama-Kanalzone hatte die Sowjetunion ganz Westeuropa in Panik und hilflosen Zorn versetzt. Daraufhin hatte sie sich in ein verdrießliches Schweigen zurückgezogen, das niemanden ermutigen konnte. Bernard dachte über diese Probleme nur flüchtig nach; wichtiger war ihm, welche Fortschritte es in der Beherrschung der intelligenten Zellen gab.

»Keine«, antwortete Paulsen-Fuchs. »Sie kontrollieren offensichtlich das gesamte Immunsystem; abgesehen davon, daß sie eine erhöhte Stoffwechselrate haben, sind sie sehr gründlich getarnt. Wir glauben, daß sie inzwischen alle Antimetaboliten neutralisieren können, bevor diese zu wirken beginnen; sie sind bereits gewarnt vor Inhibitoren wie Aktinomycin. Kurzum, wir können ihnen nicht schaden, ohne Ihnen zu schaden.«

Bernard nickte. Seltsamerweise interessierte ihn das kaum noch.

»Und Sie kommunizieren inzwischen mit ihnen?« fragte Paulsen-Fuchs.

»Ja.«

Paulsen-Fuchs seufzte und wandte sich von dem Panzerglasfenster weg. »Sind Sie noch ein Mensch, Michael?«

»Selbstverständlich«, erwiderte er. Dann aber kam ihm der Gedanke, daß er es nicht war, daß er seit mehr als einem Monat nicht bloß ein Mensch war. »Ich bin immer noch ich, Heinz.«

»Warum mußten wir schnüffeln, um diese Tatsache aufzudecken?«

»Ich würde das nicht so sehen. Ich dachte, meine Eintragungen würden abgefragt und gelesen.«

»Aber Michael, warum haben Sie mir nichts davon gesagt? Es mag albern klingen, aber ich fühle mich verletzt. Ich dachte, ich sei eine Vertrauensperson in Ihrer Welt.«

Bernard schüttelte den Kopf und schmunzelte. »Das sind Sie in der Tat, Heinz. Sie sind mein Gastgeber. Und sobald ich mir darüber im klaren bin, wie ich es sprachlich auszudrücken habe, werde ich Ihnen alles erklären. Der Dialog zwischen den Noozyten und mir beginnt gerade erst. Ich kann nicht ausschließen, daß es noch zahlreiche fundamentale Mißverständnisse gibt.«

Paulsen-Fuchs ging zur Tür des Nebenzimmers. »Sagen Sie mir, wenn Sie bereit sind, es könnte sehr wichtig sein«, sagte er in müdem Tonfall.

»Gewiß.«

Paulsen-Fuchs ging hinaus.

Das war beinahe kalt, dachte Bernard. Ich benahm mich wie ein Außenseiter, der allen mißtraut. Und Heinz ist ein Freund.

Doch was konnte er tun?

Vielleicht näherte seine Menschlichkeit sich ihrem Ende.

30

Im sechzigsten Stockwerk erkannte Suzy, daß sie an diesem Tag nicht würde höher steigen können. Sie saß im Schreibtischsessel eines Direktors hinter einem riesigen Schreibtisch (sie hatte den grauen Anzug und das feine Seidenhemd und die Alligatorschuhe des Mannes in eine Ecke geworfen) und schaute zum breiten Fenster hinaus auf die einige zweihundert Meter unter ihr liegende Stadt. Die Wände hatten echte Holzvertäfelung und waren mit signierten Drucken von Werken Norman Rockwells in bronzierten Rahmen geschmückt. Sie aß Zwieback mit Marmelade und Erdnußbutter aus ihrem in der Plastiktüte mitgebrachten Vorrat und trank dazu Mineralwasser aus der gut sortierten Bar des Geschäftsmannes.

Ein vor dem Fenster aufgestelltes Messingteleskop bot eine großartige Gelegenheit, ihre heimatliche Nachbarschaft zu beobachten, die inzwischen völlig in die ledrigen braunen Laken eingehüllt war. Auch konnte sie alles beobachten, was sie im Süden und Westen interessierte. Der Fluß um Governors Island sah nicht mehr wie Wasser aus, sondern schlammig und wie gefroren, und eigentümlich verfestigte Wellen breiteten sich kreisförmig aus, um anderen Wellen zu begegnen, die von Ellis Island und Liberty Island ausgingen. Das alles sah mehr wie geharkter Sand denn wie Wasser aus, aber sie wußte, das es nicht zu Sand geworden sein konnte.

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