Robert Silverberg - Der Seher
Здесь есть возможность читать онлайн «Robert Silverberg - Der Seher» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Город: München, Год выпуска: 1978, ISBN: 1978, Издательство: Wilhelm Heyne, Жанр: Фантастика и фэнтези, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Der Seher
- Автор:
- Издательство:Wilhelm Heyne
- Жанр:
- Год:1978
- Город:München
- ISBN:3-453-30496-9
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Der Seher: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Seher»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Der Seher — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Seher», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Ich genauso«, erwiderte Carvajal und gab seiner Bemerkung einen geringfügigen Nachdruck, die Andeutung einer Bedeutung hinter der Bedeutung, die mich verwirrte und mich unbehaglich berührte.
Gerade in diesem Augenblick läutete ein süßes Glöckchen in Lombroses innerem Büro, zu dem ein kurzer Korridor links von seinem Schreibtisch führte. Ich wußte, daß das ein Anruf des Bürgermeisters war; die Sekretärin legte Quinns Anrufe stets in das Hinterzimmer, wenn Fremde bei Lombroso waren. Lombroso entschuldigte sich und ging mit schnellen, schweren Schritten, unter denen der teppichbedeckte Boden bebte, zum Telefon im anderen Zimmer. Mit Carvajal allein zu sein, war plötzlich überwältigend beklemmend; meine Haut kribbelte, und ich fühlte einen Druck an der Kehle, als woge eine machtvolle übersinnliche Ausstrahlung unwiderstehlich von ihm zu mir herüber, nachdem die neutrale Gegenwart Lombrosos sie nicht mehr dämpfte. Ich konnte nicht bleiben. Ich entschuldigte mich ebenfalls und folgte hastig Lombroso ins andere Zimmer hinüber, eine enge, ellbogenbreite Höhle, die vom Fußboden bis zur Decke mit Büchern gefüllt war, schweren, verzierten Folianten, bei denen es sich um Talmuds oder um gebundene Exemplare von Moodys Aktien- und Pfandbriefmagazinen handeln mochte: Wahrscheinlich waren sie eine Mischung aus beidem. Lombroso, den mein Eindringen überraschte und ärgerte, wies wütend mit dem Finger auf seinen Telefonschirm, auf dem ich Bürgermeister Quinns Kopf und Schultern erkennen konnte. Aber statt wieder zu gehen, präsentierte ich einen wilden Schwall von Verbeugungen, Handzeichen, Achselzucken und idiotischen Grimassen, und Lombroso mußte schließlich den Bürgermeister bitten, einen Moment zu warten. Das Bild erlosch.
Lombroso funkelte mich an. »Also?« sagte er. »Was ist los?«
»Nichts. Ich weiß nicht. Es tut mir leid. Ich konnte es da drinnen nicht aushallen. Wer ist das, Bob?«
»Genau, was ich dir gesagt habe. Großes Geld. Starker Quinn-Förderer. Wir müssen ihm schöntun. Lew, du siehst, ich bin am Telefon. Der Bürgermeister will wissen…«
»Ich will mit dem Kerl nicht allein sein. Er ist wie ein wandelnder Toter. Macht mich gruseln.«
»Was?«
»Ich meine es ernst. Es ist so, als käme eine kalte, tödliche Kraft von ihm. Ich bekomme eine Gänsehaut. Er hat eine Ausstrahlung, die zum Fürchten ist.«
»O Gott, Lew.«
»Ich kann mir nicht helfen. Du weißt, daß ich für so etwas eine Nase habe.«
»Er ist ein harmloser alter Knacker, der viel Geld an der Börse gemacht hat und unseren Mann mag. Das ist alles.«
»Was will er hier?«
»Dich kennen lernen«, sagte Lombroso.
»Das ist alles? Einfach nur mich kennen lernen?«
»Er wollte unbedingt mit dir sprechen. Er sagte, es wäre sehr wichtig für ihn, mit dir zusammenzukommen.«
»Was will er von mir?«
»Das ist alles, was ich weiß, Lew.«
»Soll denn meine Zeit jedem zur Verfügung stehen, der mal fünf Kröten für Quinns Wahlkampf gegeben hat?«
Lombroso seufzte. »Wenn ich dir sagen würde, wie viel Carvajal gegeben hat, würdest du es nicht glauben; und auf jeden Fall, ja, ich glaube, du solltest dir etwas Zeit für ihn nehmen.«
»Aber…«
»Schau her, Lew, wenn du mehr wissen willst, mußt du Carvajal fragen. Geh jetzt bitte zu ihm zurück. Sei ein Schatz und laß mich mit dem Bürgermeister reden. Geh nur. Carvajal wird dir nicht weh tun. Er ist doch nur ein kümmerliches Kerlchen.« Lombroso wandte sich von mir ab und setzte das Telefon wieder in Betrieb. Das Bild des Bürgermeisters kehrte auf den Schirm zurück. Lombroso sagte: »Entschuldige, Paul. Lew hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch, aber ich glaube, er wird sich fassen. Also…«
Ich ging zu Carvajal zurück. Er saß reglos, mit gesenktem Kopf und schlaffen Armen, wie wenn ein eisiger Windstoß während meiner Abwesenheit durch den Raum gefahren wäre und ihn verwelkt und erstarrt zurückgelassen hätte. Langsam und mit offensichtlicher Mühe sammelte er sich wieder, setzte sich aufrecht, füllte seine Lungen und gab eine Lebendigkeit vor, die seine Augen, seine leeren und beängstigenden Augen Lügen straften. Ein wandelnder Toter, jawohl.
»Werden Sie mit uns zu Mittag essen?« fragte ich ihn.
»Nein, nein, ich will mich nicht aufdrängen. Ich wollte nur einmal mit Ihnen reden, Mr. Nichols.«
»Ich stehe zu Ihren Diensten.«
»Tatsächlich? Wie wunderbar.« Er lächelte ein ausgebranntes Lächeln. »Ich habe viel von Ihnen gehört, wissen Sie. Schon bevor Sie in die Politik gingen. In gewisser Weise haben wir beide in derselben Branche gearbeitet.«
»Sie meinen die Börse?« fragte ich verwirrt.
Sein Lächeln wurde heller und beunruhigender. »Voraussagen«, sagte er. »In meinem Fall, die Börse. In Ihrem, Beratung für Wirtschaft und Politik. Beide haben wir uns mit unserem Köpfchen und unserem… ah… unserem hinlänglichen Verständnis von Trends einen Lebensunterhalt geschaffen.«
Ich war vollkommen unfähig, ihn zu entziffern. Er war undurchsichtig, ein Geheimnis, ein Rätsel.
Er sagte: »Und Sie stehen nun also hinter dem Bürgermeister und sagen ihm, in welchem Zustand die Straße vor ihm ist. Ich bewundere Menschen, die eine so klare Sicht haben. Bitte, sagen Sie mir, was für eine Laufbahn sehen Sie für Bürgermeister Quinn voraus?«
»Eine glänzende«, sagte ich.
»Ein erfolgreicher Bürgermeister also.«
»Er wird einer der besten sein, die diese Stadt je gehabt hat.«
Lombroso kam zu uns zurück. Carvajal sagte: »Und danach?«
Verunsichert blickte ich zu Lombroso hinüber, dessen Augen aber gesenkt waren. Ich war auf mich selbst gestellt.
»Nach seiner Amtszeit als Bürgermeister?« fragte ich.
»Ja.«
»Er ist noch jung, Mr. Carvajal. Gut möglich, daß er drei oder vier Amtszeiten als Bürgermeister vor sich hat. Für Ereignisse, die zwölf Jahre vor uns liegen, kann ich Ihnen keinerlei sinnvolle Prognosen geben.«
»Zwölf Jahre im Rathaus? Glauben Sie, er wird es dort so lange aushalten?«
Carvajal spielte mit mir. Mir war, als sei ich ahnungslos in eine Art Duell verwickelt worden. Ich sah ihn lange an und gewahrte in ihm etwas Schreckliches und Unbestimmbares, etwas Machtvolles und Unbegreifliches, das mich nach dem erstbesten Verteidigungszug greifen ließ, der mir in den Sinn kam. Ich sagte: »Was meinen Sie, Mr. Carvajal?«
Zum ersten Mal glomm ein Funke von Leben in seine Augen auf. Er genoß das Spiel.
»Daß Bürgermeister Quinn auf höhere Ämter zusteuert«, sagte er leise.
»Gouverneur?«
»Höher.«
Ich antwortete nicht sofort, und dann konnte ich nicht antworten, denn ein gewaltiges Schweigen war aus den ledergetäfelten Wänden hervorgesickert und umhüllte uns, und ich fürchtete mich, es zu zerreißen. Wenn nur das Telefon klingeln würde, dachte ich, aber alles war still, so still, wie die Luft in einer Frostnacht, bis schließlich Lombroso uns mit den Worten rettete: »Ja, wir glauben auch, daß er große Möglichkeiten hat.«
»Wir haben große Pläne für ihn«, platzte ich heraus.
»Ich weiß«, sagte Carvajal. »Deshalb bin ich ja hier. Ich will meine Unterstützung anbieten.«
Lombroso sagte: »Ihre finanzielle Hilfe hat uns bisher ungeheure Dienste geleistet, und…«
»Was ich im Sinn habe, ist nicht nur finanzieller Natur.«
Jetzt war es an Lombroso, hilflos nach mir zu sehen. Aber ich war ratlos. Ich sagte: »Ich glaube, wir können Ihnen nicht ganz folgen, Mr. Carvajal.«
»Dürfte ich dann einen Augenblick mit Ihnen allein sprechen?«
Ich spähte zu Lombroso hinüber. Wenn es ihn ärgerte, seines eigenen Büros verwiesen zu werden, so war es ihm nicht anzumerken. Mit der für ihn charakteristischen Anmut verbeugte er sich und schritt in das Hinterzimmer. Wieder war ich mit Carvajal allein, und wieder fühlte ich mich unbehaglich, drangsaliert von den eigenartigen Fäden unverletzbaren Stahls, die seine welke und schwache Seele zu umschnüren schienen. In einem neuen, schmeichlerischen, zutraulichen Ton sagte Carvajal: »Wie gesagt, Sie und ich arbeiten in derselben Branche. Allerdings meine ich, daß unsere Methoden ziemlich verschieden sind, Mr. Nichols. Sie arbeiten intuitiv und mit der Wahrscheinlichkeitstheorie, und ich — nun, ich arbeite anders. Was ich sagen will, ist dies: Ich glaube, einige meiner Einsichten könnten vielleicht Ihre ergänzen.«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Der Seher»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Seher» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Der Seher» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.