Jürgen Kehrer - Mord im Dom
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- Название:Mord im Dom
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„Versteckt Euch nicht hinter Elipandus!" grollte Erzbischof Hildebald.
„Papst Hadrian hat eine Schrift aus Elipandus' Feder wohlwollend entgegengenommen, und eine spanische Synode hat seine Lehre anerkannt", verteidigte sich Felix.
„Hadrian ist tot, und Beschlüsse von spanischen Synoden interessieren uns nicht", beschied ihn Hildebald barsch.
„Leugnet Ihr etwa auch die Jungfrauengeburt Marias?" erkundigte sich Jesse von Amiens.
„Nun", sagte der Bischof von Urgelis zögernd, „wenn Jesus als gewöhnlicher Mensch geboren wurde, war auch Maria eine gewöhnliche Frau. Steht nicht in der Bibel, daß Jesus' Kindheit in herkömmlichen Bahnen verlief? Wäre er von Geburt an Gottes Sohn gewesen - hätte er dann nicht schon als Kind einen überragenden Verstand gehabt, Wunder gewirkt, seine Gotteskraft ausgeschöpft?"
Ein Raunen ging durch die Reihen der Bischöfe. Schließlich sagte Erzbischof Rikulf von Mainz: „Im Evangelium des heiligen Lukas heißt es, daß Jesus im Alter von zwölf Jahren im Tempel von Jerusalem unter den Schriftgelehrten saß und daß alle, die ihn hörten, erstaunt über sein Verständnis und seine Antworten waren."
„In den anderen drei Evangelien steht nichts darüber", widersprach Felix. „Jesus war bereits dreißig Jahre alt, als er zu wirken begann."
„Ihr verdreht die heilige Schrift, wie es Euch paßt", brummte Arn von Salzburg mit seiner kehligen, bayerischen Stimme. „Es war Jesu' Bestimmung, erst im Alter von dreißig Jahren seine Göttlichkeit zu offenbaren."
Bibelzitate flogen über den Tisch. Man stellte Vergleiche zwischen dem Adoptianismus und dem Arianismus* an, dessen berühmtester Vertreter der Ostgotenkönig Theoderich der Große* in Ravenna gewesen war und dem die Langobarden lange Zeit angehangen hatten. Selbst der Bilderstreit in Konstantinopel*, der Hunderte von Menschenleben gekostet und zu einem Zerwürfnis zwischen König Karl und Kaiserin Irene geführt hatte, wurde erwähnt.
Felix von Urgelis wehrte sich verzweifelt, doch gegen die Übermacht der fränkischen Bischöfe stand er auf verlorenem Feld. Von allen Seiten prasselten Argumente auf ihn nieder, und allmählich erlahmte sein Verteidigungswille.
Erzbischof Hildebald schüttelte den Kopf. „Mich wundert, daß Ihr für Euch in Anspruch nehmt, ein katholischer Christ zu sein."
„Aber gewiß", versicherte Felix. „Die Adoption Christi durch Gott nimmt dem angenommenen Sohn doch nichts von seinem einzigartigen Rang. Im Gegenteil, es macht ihn zu dem wertvollsten und herausragendsten Menschen, den es je gab."
„Elipandus, Euer verehrter Freund, ist ein Westgote und Hispano wie ich", meldete sich Theodulf, der Bischof von Orleans, erstmals zu Wort. „Er lebt, wie Ihr sagt, in Toledo, also unter der Herrschaft des Emirs al Haquem von Cordoba."
Der Bischof von Urgelis nickte.
„Und auch Ihr, sowie die Christen im Tal des Ebro, habt bis vor kurzem die Sarazenen als Herren anerkannt. Kann es nicht sein, Bischof Felix, daß Eure Lehre vom adoptierten Gottessohn dem muslimischen Glauben entgegenkommt?"
Blindlings tappte Felix in die Falle. „Das ist richtig. Die Omaijaden* haben uns Christen in Spanien unseren Glauben gelassen, möglicherweise fiel ihnen das deshalb leichter, weil wir Jesus nicht als Gott, sondern als adoptierten Gottessohn ansehen."
Theodulf schoß seinen nächsten Pfeil ab: „Muslime kennen nur einen Gott, Allah. Für sie ist Jesus ein Prophet wie andere auch, wie Mohammed, den sie als größten Propheten verehren."
Der Bischof von Urgelis blinzelte. „Mag sein."
„Es mag nicht nur sein, es ist so", spottete Theodulf. „Ich habe den Koran gelesen, die heilige Schrift der Muslime. Der Prophet aus Mekka erklärt: Allah il Allah. Gott ist Gott. Es sei ferne, daß Gott einen Sohn habe.'"
Der Bischof von Orleans wartete die Wirkung seiner Worte ab. „Ist Euch das Wohlwollen dieser Ungläubigen tatsächlich wichtiger als die Gemeinschaft der Christen? Vergeßt nicht, Bischof Felix, Ihr lebt nicht mehr unter der Herrschaft der Omaijaden, sondern in der Spanischen Mark, die zum fränkischen Reich gehört. Karl ist Euer König, nicht der Emir von Cordoba. Ihm gegenüber habt Ihr Euch zu verantworten."
Felix von Urgelis senkte den Kopf. Er wußte, daß er sich in eine ausweglose Situation gebracht hatte.
Das nachfolgende Schweigen nahm Karl zum Anlaß, das Wort zu ergreifen: „Gottes Sohn ist kraft göttlicher Natur als Gottes, kraft menschlicher als des Menschen Sohn geboren. Nicht durch Adoption, sondern aufgrund seiner Doppelnatur hat er als Gott und als Mensch den Namen Menschensohn. Er ist also ebenso wahrer Gott, wie er als wahrer Mensch Gottes eingeborener Sohn ist."
Alle bis auf den Bischof von Urgelis nickten.
„Was", fuhr der König fort, „ist nun eure Meinung? Die meine geht dahin, daß, nachdem diese Ketzerei in unseren eigenen Grenzen immer weiter vorgedrungen ist, sie jetzt mit allen Mitteln auszurotten sei."
Hildebald, der nicht nur Erzbischof von Köln, sondern auch Erzkapellan des Hofes war, stand auf.
„Fürwahr, der Adoptianismus ist ein schleichendes Gift, das die geistlichen Grundlagen des fränkischen Reiches anzufressen droht. Sollen unsere Krieger etwa im Namen eines angenommenen Sohnes und Knechtes kämpfen? Wie können wir das Kreuz vor uns hertragen, wenn es nicht mehr ist als ein Galgen, der den Tod eines gewöhnlichen Menschen bezeugt?" Hildebald schaute in die Runde. „Wir, die Bischöfe des fränkischen Reiches, empfehlen, den Adoptianismus zu verurteilen und Bischof Felix von Urgelis aus seinem Amt zu entfernen."
Felix von Urgelis nahm das Urteil schweigend entgegen. Er hatte nichts anderes erwartet.
Der Rest war Formsache. Karl ordnete an, daß über den Beschluß ein Dekret anzufertigen sei. Der abgesetzte Bischof durfte nicht nach Urgelis zurückkehren, sondern wurde in das Kloster von Lyon verbannt.
Hathumar rauchte der Kopf von dem theologischen Disput. Seine Gefühle waren zwiespältig. Einerseits empfand er Mitleid mit dem kleinen, alten Mann, der sich so beherzt gewehrt hatte. Andererseits sah er ein, daß der Adoptianismus nicht mit dem katholischen Glauben vereinbar war.
Aber jetzt wollte er erst einmal weg, weg von den Bischöfen und Erzbischöfen, die ihn einschüchterten. Ehe er sich versah, hatte er die Stadt verlassen und stand auf freiem Feld.
Und dann kam ihm die Idee, Odo zu besuchen. Ein Gespräch mit dem fröhlichen Grafensohn, fernab jeder Gedankenschwere, würde ihn aufmuntern.
Nach einigem Herumsuchen und Fragen fand er schließlich die Krieger des Grafen Ascarius. Und auch Odo war da, munter wie eh und je.
„Hast du's gehört?" rief Odo schon von weitem. „Es geht gegen die Awaren."
„Nein, ich weiß von nichts", antwortete Hathumar.
„Wo lebst du bloß?" wunderte sich Odo. „In einem Elfenbeinturm?"
Der Mönch lächelte. „Schon möglich."
„Eigentlich sollte es gegen die Sachsen im Norden, in Wigmodien und Nordalbingien* gehen", plapperte Odo weiter. „Doch jetzt sind die Awaren* im Aufstand. In den liburnischen Bergen haben sie Präfekt Gerold von Bayern und Markgraf Erich von Friaul einen Hinterhalt gelegt. Beide Edlen sind tot. Das kann sich der König nicht bieten lassen. Es wird einen Kriegszug geben. Vielleicht finden wir sogar einen zweiten hrinc*."
„Ich dachte, der hrinc sei zerstört worden", sagte Hathumar. „Schon. Aber der Cha-Khan* ist geflüchtet. Erinnerst du dich an die sagenhaften Schätze, die König Pippin vor einigen Wintern erbeutet hat? Man sagt, er habe fünfzehn vierspännige Ochsenwagen mit Gold, Silber und Edelsteinen beladen lassen. Stell dir vor, ich finde noch einen Schatz!" „Das wäre wunderbar", sagte Hathumar ironisch. Odo bemerkte die Ironie nicht. Er redete und redete.
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