Jürgen Kehrer - Mord im Dom

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Mord im Dom: краткое содержание, описание и аннотация

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Im Jahr 799 begegnen sich Papst Leo III. und der König der Franken, Karl der Große, in Paderborn. Der eine ist vor seinen Feinden in Rom geflohen, der andere denkt daran, sein Lebenswerk mit dem Kaisertitel zu krönen. Doch dann wird der Aufenthalt an den Quellen der Pader von rätselhaften Mordfällen überschattet. Als ersten trifft es Bischof Odoaker während einer Messe im Dom...

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„Schön, dann mach dich bereit. Graf Ascarius und seine Männer werden uns Geleit geben." Adalhard schnappte nach Luft. „Ach ja, da ist noch etwas. Ich möchte, daß du über die Zusammenkunft in Paderborn ein Gedicht schreibst, ein Epos, das ich dem König schenken kann."

Hathumar begriff, warum ihn der Abt ausgewählt hatte, ließ sich aber nichts anmerken. Im Hofkreis Karls gab es einige Dichter, die den König mit ihren Versen unterhielten. Offenbar beabsichtigte Adalhard, die Hofdichter auszustechen. Und da er selbst nur ein mäßiger Poet war, wollte er wohl die Zeilen des Bibliothekars als seine eigenen ausgeben.

Aus der nebenan gelegenen Küche drangen laute Schmerzensschreie. Hathumar erkannte die Stimme Lamberts, eines neunjährigen Novizen, der erst seit wenigen Wochen im Kloster war. Der Bibliothekar mochte den Jungen, der unter der plötzlichen Einsamkeit litt und häufig einen abwesenden Eindruck machte, was ihm sein Lehrmönch als Widerspenstigkeit auslegte.

Der Abt runzelte die Stirn, machte aber keine Anstalten, die Züchtigung zu unterbinden.

„Sehr gern will ich das Epos für Euch schreiben", sagte Hathumar rasch. „Doch gewährt mir eine Bitte!"

Adalhard wedelte unwirsch mit der Hand. „Sprich!"

„Der Knabe, der gerade geschlagen wird, Lambert, hat einen gütigeren Lehrmönch verdient als Edelbert. Lambert ist ein kluger Kopf, man muß ihm nur etwas mehr Zeit geben, sich an die Regeln zu gewöhnen."

Adalhard überlegte. Einerseits überschritt Hathumar eindeutig seine Kompetenz, indem er ihm solche Vorschläge machte. Andererseits wußte der Abt, daß der Bibliothekar nicht dumm war und früher oder später seine Absichten durchschauen würde.

„Na gut. Ich werde mit dem Novizenmeister darüber reden." Adalhard nickte kurz und wandte sich ab. Die Unterredung war beendet.

Hathumar stürzte in die Küche. Lambert lag mit hochgeschobener Kutte auf dem Tisch, das nackte Gesäß war bereits mit roten Striemen bedeckt. Der Junge schluchzte herzerweichend. Unbeeindruckt stand Edelbert daneben und schwang die Rute über dem Kopf.

„Halt!"

Edelbert, das Gesicht rot vor Anstrengung, hielt überrascht inne und starrte Hathumar ungläubig an: „Was ist?"

„Kennst du nicht die Regel, nach der oblati* nicht in Gegenwart des Abtes geschlagen werden dürfen, es sei denn, der Abt ordnet dies ausdrücklich an?"

Edelbert schaute sich verblüfft um. „Ich sehe den Abt nicht."

Hathumar zog Lambert vom Tisch und streifte die Kutte nach unten. „Aber er steht draußen vor dem Fenster und hört dich. Gegenwart ist keine Frage des Sehens, Edelbert."

Er strich dem Jungen über den Kopf und die tränenfeuchte Wange. Dann beugte er sich hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: „Tröste dich, Lambert! Du bekommst bald einen anderen Lehrmönch."

„Was redest du da?" fragte Edelbert mißtrauisch.

„Nichts. Ich denke, wir sollten jetzt an die Arbeit gehen."

An diesem Tag schweiften Hathumars Gedanken immer wieder ab. Nur schwer konnte er sich auf den Text konzentrieren, den er übersetzte. Langsamer als sonst kam er voran, indem er Satz für Satz zunächst auf einer Schreibtafel notierte und die korrigierte Fassung dann in feinster Schreibschrift zu Papier brachte.

Hathumar dachte an die weite Reise, die er vor sich hatte: quer durch Neustrien und Austrien, bis weit jenseits des Rheins, in Gegenden, die auch hartgesottene fränkische Krieger das Fürchten lehrten.

Vor vielen Jahren hatte der Mönch die Strecke in umgekehrter Richtung zurückgelegt. Damals war er noch ein Kind gewesen, eine Geisel, die das fränkische Heer begleiten mußte. Die fremden Männer hatten ihm gegenüber kein Mitleid gezeigt, schließlich war er ein Kind jenes Volkes, das den Franken mehr als jedes andere Widerstand leistete. Der endlose Ritt war für ihn eine Qual gewesen.

Dann dachte er an die berühmten Gestalten aus Karls Hofkreis, denen er begegnen würde. Da waren der Westgote Theodulf, Bischof von Orleans, der Erzbischof Arn von Salzburg, ehemals Abt von Elnon-St.-Amand in Flandern, ein geborener Oberbayer, bekannt als der schwarze Arn, ferner der Erzkappelan Hildebald, Erzbischof von Köln, allesamt Ratgeber Karls in kirchlichen wie in weltlichen Dingen. Vielleicht würde auch der Brite Alkuin kommen, Karls wichtigster Ratgeber, ein uralter Mann, der weit in der Welt herumgekommen war. Im Kloster erzählte man sich von den Scharaden, die Alkuin am königlichen Hof in Aachen aufführte, poetische Spiele, bei denen sich Karl und seine Günstlinge in Gestalten der griechischen Antike verwandelten.

Schließlich würde er dem König selbst gegenübertreten, dem Herrscher über das größte Reich, das seit der Glanzzeit des Römischen Imperiums entstanden war. Von Friesland im Norden bis zum Langobardenreich in Italien, von der Spanischen Mark bis zur Pannonischen Mark im Osten, vom großen Meer im Westen bis zur Elbe reichte Karls Einflußgebiet. Mochte es in den beiden anderen Erdteilen, in Asien und Afrika, ebenbürtige Könige geben, in Europa konnte niemand Karl das Wasser reichen. Das einst so mächtige Oströmische Reich war zu einem kümmerlichen Rest zusammengeschrumpft, der Kaiser von Byzanz mußte sich gegen den Ansturm der Sarazenen und Bulgaren wehren.

Im Laufe seiner langen Regentschaft hatte Karl alle Widersacher beseitigt, die jährlichen Kriegszüge erweiterten Stück für Stück, Landstrich um Landstrich das fränkische Herrschaftsgebiet. Auch die Gegner in der eigenen Familie hatte Karl ausgeschaltet, einer Familie, die von Geheimnissen umwittert war.

Selbst die Herkunft und frühe Kindheit des Frankenkönigs lagen im dunkeln. Sieben Jahre war Karl bereits alt, als sein Vater Pippin seine Mutter Bertrada heiratete. Und als Pippin starb, mußte sich Karl das Reich des Vaters mit seinem Bruder Karlmann teilen, dem Lieblingssohn Bertradas. Karlmann ließ Karl mehr als einmal im Stich, und Bertrada spann an einem Bündnis zwischen den beiden Frankenkönigen auf der einen sowie dem Langobardenkönig Desiderius und Herzog Tassilo von Bayern auf der anderen Seite. Sie überredete Karl, die Tochter Desiderius' zu heiraten, obwohl er eine andere liebte.

Erst als Karlmann, gerade zwanzig Jahre alt, starb, zerschlug Karl die familiären Bindungen. Er schickte die Langobardenprinzessin nach Pavia zurück und heiratete die Schwäbin Hildegard. Er riß das Teilreich seines Bruders an sich, während Karlmanns Witwe und Thronfolger zu Desiderius flohen. Er eroberte das Langobardenreich und verbannte Desiderius ins Kloster von Corbie. Schließlich setzte er auch Herzog Tassilo ab und ernannte seinen Schwager Gerold zum Präfekten von Bayern.

Karl trug fortan den Titel König der Franken, König der Langobarden und Patricius der Römer. Er war im Zenit seiner Macht angekommen, und doch nahm er in der Rangfolge der bekannten Welt nur den dritten Platz ein. An erster Stelle kam der Papst, die höchste Autorität der Christenheit, danach der Thronfolger Konstantins des Großen, der Kaiser von Byzanz. Als König mußte Karl jenen beiden Männern den Vortritt lassen.

Die Glocken läuteten zur Komplet. Hathumar verstaute seine Schreibutensilien, stellte das Buch zurück und eilte in die Kirche. Nach der Komplet würde die kurze Nachtruhe beginnen. Und mit dem neuen Tag würde nichts mehr so sein, wie er es jahrein, jahraus gewohnt war.

II. Kapitel

Das Thing

Graf Ascarius und Abt Adalhard ritten an der Spitze. Ihnen folgten zwanzig schwerbewaffnete Männer. Zur Ausrüstung jedes Reiters gehörte ein Schild, eine Lanze, ein langes und ein kurzes Schwert, ein Bogen und ein pfeilgefüllter Köcher. Einige besaßen mit Metallplättchen verstärkte Brustpanzer, die jedoch vorläufig verstaut waren, weil der erste Teil der Reise keine Gefahr darstellte.

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