Andersen, Christian - Märchen
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»Wo werde ich den Tod finden, der mit meinem kleinen Kinde davongegangen ist?« fragte sie.
»Hier ist er noch nicht angekommen,« sagte die alte Grabfrau, welche auf das große Treibhaus des Todes acht haben mußte. »Wie hast Du Dich hierher finden können und wer hat Dir geholfen?«
»Der liebe Gott hat mir geholfen!« sagte sie, »er ist barmherzig und das wirst Du auch sein! Wo kann ich mein kleines Kind finden?«
»Ja, ich kenne es nicht,« sagte die Frau, »und Du kannst ja nicht sehen! – Viele Blumen und Bäume sind über Nacht verdorrt, der Tod wird bald kommen und sie umpflanzen! Du weißt wohl, daß jeder Mensch seinen Lebensbaum oder seine Blume hat, je nachdem ein jeder beschaffen ist; sie sehen wie andere Gewächse aus, aber sie haben Herzschlag; des Kindes Herz kann auch schlagen! Halte Dich daran, vielleicht erkennst Du den Herzschlag Deines Kindes, aber was giebst Du mir, wenn ich Dir sage, was Du noch mehr zu thun hast?«
»Ich habe nichts zu geben,« sagte die betrübte Mutter, »aber ich will für Dich bis ans Ende der Welt gehen!«
»Ja, dort habe ich nichts zu schaffen,« sagte die Frau, »aber Du kannst mir Dein langes, schwarzes Haar geben, Du weißt wohl selbst, daß es schön ist, und mir gefällt es! Du kannst mein weißes dafür bekommen, das ist doch immer etwas!«
»Verlangst Du weiter nichts,« sagte sie, »das gebe ich Dir mit Freuden!« Und sie gab der Alten ihr schönes Haar und erhielt deren schneeweißes dafür.
Dann gingen sie in das große Treibhaus des Todes, wo Blumen und Bäume wunderbar durcheinander wuchsen. Da standen feine Hyacinthen unter Glasglocken und da standen große, baumstarke Pfingstrosen; da wuchsen Wasserpflanzen, einige recht frisch, andere kränklich, Wasserschlangen legten sich auf dieselben und schwarze Krebse klemmten sich am Stengel fest. Da standen schöne Palmenbäume, Eichen und Platanen, da stand Petersilie und blühender Thymian, jeder Baum und jede Blume hatte ihren Namen, sie waren jeder ein Menschenleben, der Mensch lebte noch, der eine in China, der andere in Grönland, ringsumher auf der Erde. Da waren große Bäume in kleinen Töpfen, sodaß sie ganz verkrüppelt dastanden und nahe daran waren, den Topf zu sprengen. An manchen Stellen stand auch eine kleine schwächliche Blume in fetter Erde, mit Moos ringsumher bedeckt und gepflegt. Aber die betrübte Mutter beugte sich über alle die kleinsten Pflanzen und hörte, wie in ihnen das Menschenherz schlug, und unter Millionen erkannte sie das Herz ihres Kindes wieder.
»Das ist es!« rief sie und streckte die Hand über eine kleine blaue Crocus aus, welche ganz krank nach der einen Seite hinüberhing.
»Berühre die Blume nicht!« sagte die alte Frau, »aber stelle Dich hierher, und wenn dann der Tod kommt – ich erwarte ihn jeden Augenblick – dann laß ihn die Pflanze nicht ausreißen, und drohe ihm, daß Du dasselbe mit den andern Pflanzen thun würdest, dann wird ihm bange werden! Er ist dem lieben Gott dafür verantwortlich, ohne dessen Erlaubnis keine ausgerissen werden darf.«
Auf einmal sauste es eiskalt durch den Saal und die blinde Mutter konnte fühlen, daß es der Tod war, der da kam.
»Wie hast Du den Weg hierher finden können?« fragte er. »Wie konntest Du schneller hierher gelangen, als ich?«
»Ich bin eine Mutter!« sagte sie.
Und der Tod streckte seine lange Hand nach der kleinen, feinen Blume aus, aber sie hielt ihre Hände fest um dieselbe, fest und dennoch besorgt, daß sie eines der Blätter berühren möchte. Da blies der Tod auf ihre Hände und sie fühlte, daß dies kälter war, als der kalte Wind, und ihre Hände sanken matt herab.
»Du vermagst doch nichts gegen mich!« sagte der Tod. –
»Aber das vermag der liebe Gott!« sagte sie.
»Ich thue nur, was er will!« sagte der Tod. »Ich bin sein Gärtner! Ich nehme alle seine Blumen und Bäume und verpflanze sie in den Garten des Paradieses, in das unbekannte Land, aber wie sie dort wachsen und wie es dort ist, das darf ich Dir nicht sagen!«
»Gieb mir mein Kind zurück!« sagte die Mutter und weinte und bat. Mit einemmal griff sie mit jeder Hand um zwei hübsche Blumen neben sich und rief dem Tode zu: »Ich reiße alle Deine Blumen ab, denn ich bin in Verzweifelung!«
»Rühre sie nicht an!« sagte der Tod, »Du sagst, Du seiest unglücklich und nun willst Du eine andere Mutter eben so unglücklich machen!«
»Eine andere Mutter!« sagte die arme Frau und ließ sogleich beide Blumen los.
»Da hast Du Deine Augen!« sagte der Tod, »ich habe sie aus dem See aufgefischt, sie leuchteten so stark, ich wußte nicht, daß es die Deinigen waren; nimm sie wieder, sie sind jetzt klarer als zuvor, sieh dann in den tiefen Brunnen hier nebenbei hinab, ich werde die Namen der beiden Blumen nennen, die Du ausreißen wolltest und Du wirst ihre ganze Zukunft, ihr ganzes Menschenleben erblicken, sieh, was Du zerstören und zu Grunde richten wolltest.«
Sie sah in den Brunnen hinab und es war eine Glückseligkeit zu sehen, wie der eine ein Segen für die Welt ward, zu sehen, wie viel Glück und Freude sich ringsum entfaltete. Und sie erblickte das Leben der andern, und es war Trauer und Not, Jammer und Elend.
»Beides ist Gottes Wille!« sagte der Tod.
»Welche ist die Blume des Unglücks und welche die des Segens?« fragte sie.
»Das sage ich Dir nicht!« sagte der Tod, »aber das sollst Du von mir erfahren, daß die eine Blume die Deines eigenen Kindes war, es war das Schicksal Deines Kindes, die Zukunft Deines eigenen Kindes!«
Da schrie die Mutter erschrocken auf: »Welche von ihnen war mein Kind? Sage mir das, erlöse das Unschuldige! Befreie mein Kind von all' dem Elend, trage es lieber fort! Trage es in Gottes Reich! Vergiß meine Zähren, vergiß meine Bitten und alles, was ich gesagt und gethan habe!«
»Ich verstehe Dich nicht!« sagte der Tod. »Willst Du Dein Kind zurückhaben, oder soll ich mit ihm da hineingehen, wo Du nicht weißt, wie es ist?« –
Da rang die Mutter ihre Hände, fiel auf ihre Kniee und betete zum lieben Gott: »Erhöre mich nicht, wenn ich gegen Deinen Willen, welcher der beste ist, bitte! Erhöre mich nicht! Erhöre mich nicht!«
Und sie neigte ihr Haupt auf ihre Brust herab.
Der Tod aber ging mit ihrem Kinde in das unbekannte Land.
Der Halskragen.
Es war einmal ein feiner Herr, dessen sämtliches Hausgerät aus einem Stiefelknecht und einer Haarbürste bestand, aber er hatte den schönsten Halskragen von der Welt, und dieser Halskragen ist es, dessen Geschichte wir hören werden. – Er war nun so alt geworden, daß er daran dachte, sich zu verheiraten, und da traf es sich, daß er mit einem Strumpfband in die Wäsche kam.
Da meinte der Halskragen: »Habe ich doch nie jemand so schlank und so fein und so niedlich gesehen. Darf ich um Ihren Namen bitten?«
»Den nenne ich nicht!« sagte das Strumpfband.
»Wo sind Sie denn zu Hause?« fragte der Halskragen.
Aber das Strumpfband war verschämt und meinte, es sei doch etwas sonderbar, darauf zu antworten.
»Sie sind wohl ein Leibgürtel?« sagte der Halskragen, »ein inwendiger Leibgürtel? Ich sehe, Sie sind sowohl zum Nutzen als zum Staat, liebes Fräulein!«
»Sie dürfen nicht mit mir sprechen!« sagte das Strumpfband, »mich dünkt, ich habe Ihnen durchaus keine Veranlassung dazu gegeben!«
»Ja, wenn man so schön wie Sie ist,« sagte der Halskragen, »so ist das Veranlassung genug!«
»Kommen Sie mir nicht so nahe!« sagte das Strumpfband, »Sie sehen so männlich aus!«
»Ich bin auch ein feiner Herr!« sagte der Halskragen, »ich besitze einen Stiefelknecht und eine Haarbürste!« Das war nun nicht wahr, denn sein Herr hatte diese, aber er prahlte.
»Kommen Sie mir nicht so nahe!« sagte das Strumpfband, »ich bin das nicht gewohnt!«
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