Andersen, Christian - Märchen

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Nun war einmal ein alter Mann, den alle Leute Kribbel-Krabbel nannten, denn so hieß er. Er wollte immer das Beste von jeder Sache haben, und wenn das durchaus nicht gehen wollte, dann nahm er es durch Zauberei.

Dieser Mann sitzt eines Tages und hält sein Vergrößerungsglas vor das Auge und betrachtete einen Wassertropfen, welcher von draußen aus einer Pfütze im Graben genommen war.

Wie es da kribbelte und krabbelte! Alle die tausend Tierchen hüpften und sprangen, zerrten an einander und fraßen von einander.

»Aber das ist ja abscheulich!« sagte der alte Kribbel-Krabbel, »kann man sie nicht dahin bringen, in Ruhe und Frieden zu leben, und daß sich jedes nur um sich bekümmert?« Er dachte und dachte, aber es wollte nicht recht gehen, und deshalb mußte er zaubern. »Ich muß ihnen Farbe geben, damit sie deutlicher gesehen werden können!« sagte er, und dann tröpfelte er etwas, einem kleinen Tropfen Rotwein ähnlich, in den Wassertropfen, aber das war Hexenblut, von der feinsten Gattung zu sechs Pfennigen; nun wurden aber die wunderbaren Tierchen über den ganzen Körper rosenrot, es sah aus wie eine ganze Stadt voller nackter, wilder Männer.

»Was hast Du da?« fragte ein anderer alter Zauberer, der keinen Namen hatte, und das war gerade das Feine an ihm.

»Ja, kannst Du raten, was es ist,« sagte Kribbel-Krabbel, »so will ich es Dir schenken, aber es ist nicht leicht herauszufinden, wenn man es nicht weiß!«

Der Zauberer, der keinen Namen hatte, sah durch das Vergrößerungsglas. Es sah wirklich aus wie eine ganze Stadt, wo alle Menschen ohne Kleider herumliefen. Es war schauerlich, aber noch schauerlicher war es, zu sehen, wie der eine den andern puffte und stieß, wie sie gezwickt und gezupft, gebissen und gezaust wurden! Was unten war, sollte nach oben, und was oben war, sollte wieder nach unten! »Sieh! sieh! Sein Bein ist länger als meins! Baff. Weg damit!« Da ist einer, der hat eine kleine Beule hinter dem Ohr, ein kleines, unschuldiges Beulchen, aber sie quält ihn, und darum soll sie nicht noch mehrere quälen, sie hackten in dieselbe und sie zerrten ihn, und sie fraßen ihn der kleinen Beule wegen. Da saß einer so still, wie eine kleine Jungfrau und wünschte nur Ruhe und Frieden. Aber nun sollte die Jungfrau hervor, und sie zerrten an ihr und sie zerrissen und verschlangen sie!

»Das ist sehr belustigend!« sagte der Zauberer.

»Ja, aber was glaubst Du wohl, was es ist?« fragte Kribbel-Krabbel. »Kannst Du es ausfindig machen?«

»Nun, das ist ja leicht zu sehen!« sagte der andere. »Das ist irgend eine große Stadt, sie gleichen einander ja alle. Eine große Stadt ist es!«

»Es ist Grabenwasser!« sagte Kribbel-Krabbel.

Die Geschichte von einer Mutter.

Da saß eine Mutter bei ihrem kleinen Kinde, sie war sehr betrübt und besorgt, daß es sterben möchte. Es war ganz bleich, die kleinen Augen hatten sich geschlossen, es atmete leise und zuweilen mit einem tiefen Zuge, als ob es seufze; und die Mutter sah noch trauriger auf das kleine Wesen.

Es klopfte an die Thür und da kam ein armer, alter Mann, der wie in eine Pferdedecke gehüllt war, denn die wärmt, und ihn fror. Es war ja ein kalter Winter, draußen lag alles voll Eis und Schnee, und der Wind blies, daß es einem ins Gesicht schnitt.

Da der alte Mann vor Kälte bebte und das Kind einen Augenblick schlief, so ging die Mutter hin und stellte Bier in einem kleinen Topf in den Ofen, daß es warm für ihn werden möchte. Und der alte Mann saß und wiegte, und die Mutter setzte sich auf den Stuhl dicht neben ihn, betrachtete ihr krankes Kind, das tief Atem holte, und hob die kleine Hand empor.

»Glaubst Du nicht auch, daß ich ihn behalten werde?« sagte sie. »Der liebe Gott wird ihn mir nicht nehmen!«

Und der alte Mann, es war der Tod selbst, der nickte sonderbar, das konnte ebenso gut ja als nein bedeuten. Die Mutter schlug die Augen nieder und die Thränen rollten ihr über die Wangen. Ihr Haupt wurde schwer, in drei Nächten und Tagen hatte sie ihre Augen nicht geschlossen und nun schlief sie, aber nur einen Augenblick, dann fuhr sie empor und zitterte vor Kälte. »Was ist das?« sagte sie und blickte nach allen Seiten; aber der alte Mann war fort, und ihr kleines Kind war fort, er hatte es mitgenommen, und dort in der Ecke schnurrte die alte Uhr, das große Bleigewicht schnurrte und fiel gerade bis auf den Fußboden, bum! und da stand auch die Uhr still.

Aber die arme Mutter lief aus dem Hause und rief nach ihrem Kinde.

Draußen, mitten im Schnee, saß eine Frau, in langen, schwarzen Kleidern, die sagte: »Der Tod ist in Deinem Zimmer gewesen, ich sah ihn mit Deinem kleinen Kinde davon eilen, er geht schneller als der Wind, er bringt nie wieder, was er nahm!«

»Sage mir nur, welchen Weg er eingeschlagen hat!« sagte die Mutter, »zeige mir den Weg an und ich werde ihn finden!«

»Den kenne ich,« sagte die Frau in schwarzen Kleidern, »aber ehe ich ihn Dir sage, mußt Du mir erst alle die Lieder vorsingen, die Du Deinem Kinde vorgesungen hast! Ich liebe sie, ich habe sie früher gehört, ich bin die Nacht, ich sah Deine Thränen, während Du sangst.«

»Ich will sie alle, alle singen!« sagte die Mutter, »aber halte mich nicht auf, damit ich ihn erreichen, damit ich mein Kind finden kann!«

Aber die Nacht saß stumm und still, da rang die Mutter die Hände, sang und weinte, und es waren viele Lieder, aber noch mehr Thränen; und dann sagte die Nacht: »Gehe rechts in den dunklen Tannenwald, dahin sah ich den Tod den Weg mit Deinem kleinen Kinde nehmen.«

Tief in dem Walde kreuzten sich die Wege und sie wußte nicht mehr, wohin sie gehen sollte. Da stand ein Dornbusch, es waren weder Blätter noch Blumen an demselben, es war ja auch in der kalten Winterzeit, und es lag Schnee und Eis auf seinen Zweigen.

»Hast Du nicht den Tod mit meinem kleinen Kinde vorbeigehen sehen?«

»Ja!« sagte der Dornbusch, »aber ich sage Dir nicht, welchen Weg er genommen, wenn Du mich nicht erst an Deinem Herzen erwärmen willst; ich erfriere, ich werde ganz und gar zu Eis!«

Und sie drückte den Dornbusch an ihre Brust, recht fest, damit er recht erwärmt werden könnte, und die Dornen gingen in ihr Fleisch hinein und ihr Blut floß in großen Tropfen, aber der Dornbusch trieb frische, grüne Blätter, und bekam Blumen in der kalten Winternacht, so warm war es an dem Herzen der betrübten Mutter, und der Dornbusch bezeichnete ihr den Weg, den sie einschlagen sollte.

Da kam sie an einen großen See, wo sie weder ein Schiff noch ein Boot fand. Der See war noch nicht fest genug gefroren, um sie tragen zu können, und auch nicht offen und flach genug, sodaß sie ihn hätte durchwaten können, und über denselben mußte sie hinüber, wenn sie ihr Kind finden wollte. Da legte sie sich nieder, um den See auszutrinken, aber das ist für einen Menschen unmöglich; die betrübte Mutter dachte jedoch, daß vielleicht ein Wunder geschehen werde. –

»Nein, das geht nicht!« sagte der See, »laß uns lieber sehen, ob wir uns einigen können. Ich liebe es, Perlen zu sammeln, und Deine Augen sind die beiden klarsten, die ich je erblickt habe, willst Du sie in mich ausweinen, so will ich Dich nach dem großen Treibhause hinüber tragen, wo der Tod wohnt und Blumen und Bäume pflegt, jeder von diesen ist ein Menschenleben!«

»O, was gebe ich nicht, um zu meinem Kinde zu kommen!« sagte die betrübte Mutter, und sie weinte noch mehr, und ihre Augen sanken auf den Grund des Sees und wurden zwei köstliche Perlen. Aber der See erhob sie, als ob sie in einer Schaukel säße und sie flog in einer Schwingung an das jenseitige Ufer, wo ein meilenbreites Haus stand. Man wußte nicht recht, ob es ein Berg mit Wald und Höhlen, oder ob es gezimmert war, aber die arme Mutter konnte es nicht sehen, sie hatte ja ihre Augen ausgeweint.

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