Andersen, Christian - Märchen

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Und dann sagte der Schatten Du zu seinem früheren Herrn.

»Das ist doch wahrhaft toll,« dachte er, »daß ich Sie sagen muß, und er Du sagt!« aber nun mußte er aushalten.

Dann kamen sie nach einem Bade, wo viele Fremde waren, und unter diesen eine schöne Königstochter, welche die Krankheit hatte, daß sie allzu scharf sah, und das war höchst ängstlich.

Sie merkte sogleich, daß der, welcher angekommen war, eine ganz andere Person sei, als alle die andern. »Er ist hier, um seinen Bart zum Wachsen zu bringen, sagte man, aber ich erkenne die rechte Ursache, er kann keinen Schatten werfen.«

Sie war neugierig geworden, und daher ließ sie sich sogleich auf der Promenade mit dem fremden Herrn in ein Gespräch ein. Als Königstochter brauchte sie nicht viel Umstände zu machen, und deshalb sagte sie: »Ihre Krankheit ist, daß Sie keinen Schatten werfen können.«

»Ihre königliche Hoheit müssen sich bedeutend in der Besserung befinden!« sagte der Schatten. »Ich weiß, daß Ihr Übel darin besteht, daß Sie allzu scharf sehen, das hat sich aber verloren, Sie sind geheilt. Ich habe gerade einen ganz ungewöhnlichen Schatten! Sehen Sie nicht die Person, welche immer mit mir geht? Andere Menschen haben einen gewöhnlichen Schatten, ich liebe aber das Gewöhnliche nicht. Man giebt oft seinen Dienern feineres Tuch, als man selbst trägt, und so habe ich meinen Schatten zum Menschen aufputzen lassen! Ja, Sie sehen, daß ich ihm sogar einen Schatten gegeben habe. Das ist etwas Kostbares, aber ich liebe es, etwas für mich allein zu haben.«

»Was?« dachte die Prinzessin, »sollte ich mich wirklich erholt haben! Dieses Bad ist das beste von allen! Das Wasser hat in unserer Zeit ganz erstaunliche Kräfte. Aber ich reise nicht ab, denn jetzt wird es hier unterhaltend; der Fremde gefällt mir. Wenn nur sein Bart nicht wächst, denn sonst reist er ab!«

Am Abend in dem großen Ballsaal tanzten die Königstochter und der Schatten. Sie war leicht, aber er war noch leichter, einen solchen Tänzer hatte sie noch nie gehabt. Sie sagte ihm, aus welchem Lande sie sei, und er kannte das Land, er war dort gewesen, aber damals war sie nicht zu Hause gewesen, er hatte in die Fenster geschaut, sowohl oben wie unten, er hatte sowohl das eine wie das andere erblickt, und daher konnte er der Königstochter antworten und Andeutungen machen, daß sie ganz erstaunt wurde. Er mußte der weiseste Mann auf der ganzen Erde sein! Sie bekam große Achtung vor seinem Wissen, und als sie dann wieder tanzten, da wurde sie verliebt, und das konnte der Schatten recht gut merken, denn sie hätte ihn fast durch und durch gesehen. Dann tanzten sie noch einmal, und da war sie nahe daran, es zu sagen, aber sie war besonnen, sie dachte an ihr Land und an ihr Reich, und an die vielen Menschen, die sie zu regieren hatte. »Ein weiser Mann ist er,« sagte sie zu sich selbst, »das ist gut, und herrlich tanzt er, das ist auch gut. Ob er aber gründliche Kenntnisse hat, das muß untersucht werden.« Nun fing sie an, ihn nach etwas von dem Allerschwierigsten zu fragen, sie hätte es selbst nicht beantworten können, und der Schatten machte ein ganz sonderbares Gesicht.

»Das können Sie nicht beantworten!« sagte die Königstochter.

»Es gehört zu meiner Schulgelehrsamkeit,« sagte der Schatten, »ich glaube sogar, mein Schatten dort bei der Thür kann es beantworten!«

»Ihr Schatten,« sagte die Königstochter, »das würde höchst merkwürdig sein!«

»Ja, ich sage nicht mit Bestimmtheit, daß er es kann,« sagte der Schatten, »aber ich möchte es glauben, er ist mir nun viele Jahre lang gefolgt, und hat mich gehört, ich möchte es wohl glauben. Aber Ew. königliche Hoheit erlauben, daß ich Sie darauf aufmerksam mache, daß er so stolz ist, um für einen Menschen gelten zu wollen, daß er, wenn er bei guter Laune sein soll, und das muß er sein, um gut zu antworten, ganz wie ein Mensch behandelt werden muß.«

»Das gefällt mir!« sagte die Königstochter.

So ging sie zu dem gelehrten Mann bei der Thür, und sprach mit ihm von Sonne und Mond, und von den äußern und innern Menschen, und er antwortete klug und gut.

»Was muß das für ein Mann sein, der einen so weisen Schatten hat!« dachte sie. »Es würde ein wahrer Segen für mein Volk und Reich sein, wenn ich ihn zum Gemahl erwählte; – ich thue es!«

Und sie waren bald einig, sowohl die Königstochter wie der Schatten, aber niemand sollte davon etwas erfahren, bevor sie in ihr eigenes Reich zurück kam.

»Niemand, nicht einmal mein Schatten!« sagte der Schatten, und da hatte er nun seine eigenen Gedanken dabei! –

Dann kamen sie in das Land, wo die Königstochter regierte, wenn sie zu Hause war.

»Höre, mein guter Freund,« sagte der Schatten zu dem gelehrten Manne, »jetzt bin ich so glücklich und mächtig geworden, wie nur jemand sein kann, nun will ich auch etwas Außerordentliches für Dich thun. Du sollst immer bei mir auf dem Schlosse wohnen, mit mir in meinem königlichen Wagen fahren und jährlich hunderttausend Reichsthaler haben; aber dann mußt Du Dich von allen und jeden Schatten nennen lassen; Du mußt nicht sagen, daß Du je Mensch gewesen bist und einmal des Jahres, wenn ich auf dem Altan im Sonnenschein sitze, und mich sehen lasse, mußt Du zu meinen Füßen liegen, wie es einem Schatten gebührt! Ich will Dir sagen, ich heirate die Königstochter, heute soll die Hochzeit gefeiert werden.«

»Nein, das ist doch zu toll,« sagte der gelehrte Mann, »das will ich nicht, das thue ich nicht; das heißt das ganze Land betrügen und die Königstochter dazu! Ich sage alles, daß ich ein Mensch bin und daß Du ein Schatten bist, Du bist nur angekleidet!«

»Das glaubt niemand!« sagte der Schatten, »sei vernünftig, oder ich rufe die Wache!« –

»Ich gehe gerade zur Königstochter!« sagte der gelehrte Mann. »Aber ich gehe zuerst,« sagte der Schatten, »und Du gehst in das Gefängnis!« – und das mußte er, denn die Schildwachen gehorchten ihm, von dem sie wußten, daß die Königstochter ihn heiraten wollte.

»Du bebst,« sagte die Königstochter, als der Schatten zu ihr hineinkam, »ist etwas vorgefallen? Du mußt zu heute Abend nicht krank werden, jetzt, wo wir Hochzeit halten wollen.«

»Ich habe das Gräulichste erlebt, was man erleben kann!« sagte der Schatten, »denke Dir, – ja, solch ein armes Schattengehirn kann nicht viel aushalten, – denke Dir, mein Schatten ist verrückt geworden, er glaubt, er sei ein Mensch, und daß ich – denke nur – daß ich sein Schatten sei!«

»Das ist doch fürchterlich,« sagte die Prinzessin, »er ist doch eingesperrt?«

»Das ist er! Ich fürchte, er wird sich nie wieder erholen.«

»Der arme Schatten,« sagte die Prinzessin, »er ist sehr unglücklich; es ist eine wahre Wohlthat, ihn von dem bißchen Leben, was er hat, zu befreien, und wenn ich recht darüber nachdenke, so glaube ich, es wird notwendig sein, daß man es in aller Stille mit ihm abmacht!«

»Das ist freilich hart,« sagte der Schatten, »denn er war ein treuer Diener!« Und dann that er, als ob er seufzte.

»Sie sind ein edler Mann!« sagte die Königstochter.

Am Abend war die ganze Stadt erleuchtet, und die Kanonen gingen los: bum! – und die Soldaten präsentierten das Gewehr. Das war eine Hochzeit! Die Königstochter und der Schatten traten auf den Altan hinaus, um sich sehen zu lassen und noch einmal ein Hurra zu bekommen.

Der gelehrte Mann hörte nichts von diesen Herrlichkeiten – – denn ihm hatten sie das Leben genommen.

Der Wassertropfen.

Du kennst ja wohl ein Vergrößerungsglas, so ein rundes Brillenglas, welches alles hundertmal größer macht, als es ist? Wenn man es nimmt und vor das Auge hält und dadurch den Wassertropfen draußen vom Teiche betrachtet, so erblickt man über tausend wunderbare Tiere, die man sonst nie im Wasser sieht, aber sie sind da, es ist wirklich so. Es sieht fast aus, wie ein ganzer Teller voll Krabben, die untereinander herumspringen, sie sind sehr raubgierig, sie reißen einander Arme und Beine, Enden und Stücke ab, und doch sind sie auf ihre Weise froh und vergnügt.

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