Frei, Max - Der Fremdling

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Der Fremdling: краткое содержание, описание и аннотация

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Mein Interesse an Sir Penz wuchs rasant, da ich schon viel über diese klugen Vögel gehört hatte, die aus dem entfernten Arwaroch stammten. Im Vereinigten Königreich waren sie fast nirgendwo mehr zu finden. Nur im Haus an der Brücke lebten noch über hundert dieser wundersamen Geschöpfe und dienten als einzigartiges Verwaltungsarchiv. Ihr phänomenales Gedächtnis bewahrte ein Jahrtausend an Daten, Namen und Fakten. Ein Gespräch mit einem Buriwuch war, wie ich rasch begriffen hatte, viel interessanter, als sich durch einen Stapel Papiere zu arbeiten. Ich konnte es nicht erwarten, diese erstaunlichen Tiere zu sehen. Deshalb erschien mir der Mann, der seine Arbeitszeit mit ihnen verbrachte, als eine äußerst nützliche Bekanntschaft.

»Wieso bist du allein gekommen, Lukfi?«, fragte Juffin den Obersten Wissenshüter. Sir Penz setzte sich neben mich und nutzte die Gelegenheit, den Saum seines Mantels in meine Tasse zu tauchen. Das war vorderhand sein letztes Missgeschick.

Als ich seine Gesichtszüge musterte, merkte ich, dass Lukfi Penz nicht mehr der Jüngste war. Er gehörte bloß zu den Leuten, die sehr lange kindlich aussehen, um sich dann plötzlich ihrem Alter optisch anzupassen.

Lukfi lächelte verlegen und sagte: »Wissen Sie, Sir Juffin, die Übrigen versuchen gerade, ein ernstes philosophisches Problem zu lösen - den Konflikt von Macht und Verantwortung.«

»Sündige Magister! Worum geht's denn?«

»Nicht aufregen, Sir! Die drei müssen nur entscheiden, wer von ihnen in der Verwaltung bleibt. Sir Melifaro, Ihr Tagesantlitz, soll - so wollen es die Vorschriften - im Haus an der Brücke bleiben, wenn Sie unterwegs sind. Außerdem kennt er Sir Max schon, so dass sich die Frage der Etikette nicht mehr stellt. Als Ihr Vertreter und unser Vorgesetzter darf er andererseits darüber entscheiden, werbleiben soll.«

Juffin lachte los, und Sir Kofa schmunzelte verständnisvoll.

» Als ich das Haus an der Brücke verlassen wollte«, fuhr Lukfi fort und trank gedankenverloren einen Schluck Tränen der Finsternis aus meinem Glas, »erklärte Lady Melamori, sie kenne Sir Max noch nicht, habe aber keine Lust auf lange Diskussionen, sondern werde in ein anderes Zimmer gehen und dort auf das Ende des sinnlosen Streits warten. Hier erlaube ich mir, anderer Meinung zu sein: Die Diskussion, wer gehen darf und wer bleiben muss, ist auf jeden Fall interessant und nützlich. Dann ist mir noch etwas aufgefallen: Sir Melifaro glaubt womöglich, auch ich sei ein Mitarbeiter des Geheimen Suchtrupps und er könne daher auch mir befehlen zu bleiben. Um dieser Gefahr zuvorzukommen, war ich unhöflich und bin schnell gegangen.«

»Gib Max sein Glas zurück und nimm deins, es ist voller«, flüsterte Sir Kofa Joch ihm sanft zu. »Pass auf - vielleicht ist so eine Verwechslung für einen Bewohner der Leeren Länder ja die schlimmste Beleidigung. Und Sir Max ist in seinem Zorn grausamer, als du dir vorstellen kannst.«

Lukfi Penz sah so erschrocken wie interessiert drein. »Ist das wahr, Max?«

»Sie haben Glück, Sir Lukfi«, sagte ich lächelnd. »Bei uns gilt so eine Verwechslung als kürzester Weg zu einer tiefen Freundschaft. Traditionsgemäß muss ich nun Ihr Glas austrinken. Das tue ich natürlich gern, weil es viel voller ist!«

Sir Juffin schaute mich mit fast väterlichem Stolz an. Lukfis Miene hellte sich wieder auf: »Sehen Sie, Kofa! Und Sie sind gleich von einer Beleidigung ausgegangen! Ich hab bloß einen guten Instinkt. Als ich noch in der Schule war ... ach, meine Herren, verzeihen Sie die Abschweifung, meine Schuljahre sind bestimmt kein interessantes Tischgespräch.« Er wandte sich an mich. »Stimmt es, dass Sie allein und nur nachts arbeiten werden? Wissen Sie, die Nacht ist die merkwürdigste Zeit des Tages. Ich habe immer die beneidet, die es abends nicht ins Bett zieht. Meine Frau Warischa meint zum Beispiel auch, das echte Leben beginne nach Sonnenuntergang. Darum gelingt es mir selten auszuschlafen«, beendete der aufgeregte Mann seine Rede verlegen.

»Macht doch nichts«, tröstete ich den armen Sir Lukfi. »Sie haben bestimmt andere Vorteile.«

»Seht mal, das Verantwortungsgefühl hat gewonnen«, bemerkte Juffin. »Seid gegrüßt, Sieger!«

Ein ziemlich auffälliges Pärchen kam auf uns zu. Der große Sir Schürf Lonely-Lokley mit seinem Charlie Watt-Gesicht trug wie immer Weiß. Er hatte eine kleine, äußerst flinke Frau in elegantem dunkelblauem Lochimantel am Arm. Ich hatte eine Amazone mit breitem Kreuz erwartet, bekam hingegen eine blau gekleidete Elfe zur Kollegin, die das Gesicht von Diana Rigg hatte, einem klassischen Bond-Mädchen. Wie es hier wohl um Affären am Arbeitsplatz bestellt war? Das würde ich Juffin bestimmt demnächst fragen.

Aber Scherz beiseite. Die Dame sah nicht nur gut aus - in ihren dunklen Augen funkelten auch Klugheit und Lachlust. Für mich sind das zwei Seiten einer Medaille. Außerdem spürte ich am ganzen Leib, welche Gefahr von der kleinen Lady ausging - eine Gefahr, die sich sicher mit jener des phlegmatischen Sir Lonely-Lokley messen konnte, und dessen tödliche Hände hatte ich ja schon in Aktion erlebt.

»Freut mich, Sie kennenzulernen. Ich heiße Melamori Blimm und bin Verfolgungsmeisterin«, stellte die Lady sich leise vor. Zu meinem Erstaunen war sie sichtlich aufgeregt. Sündige Magister - was mochte man ihr über mich erzählt haben?

»Freut mich ebenso«, sagte ich. Das entsprach zwar nicht den Begrüßungsregeln, kam aber von Herzen.

Lonely-Lokley nickte mir mit dem versteckten Stolz eines alten Bekannten zu und setzte sich zu Lukfi Penz. Melamori blieb neben mir stehen, und der herbe Duft ihres Parfüms brachte meine Nasenflügel zum Beben.

»Verzeihen Sie, Max - ich habe Ihnen ein Geschenk mitgebracht. Sir Juffin würde mich als Geizhals abstempeln, wenn ich es nicht getan hätte.« Mit diesen Worten zog sie eine kleine Keramikflasche aus den Falten ihres Mantels. »Diesen Wein haben Sie bestimmt noch nicht probiert. Selbst ich trinke ihn selten, obwohl mein Großvater Kima mich sehr verwöhnt.«

Vorsichtig überreichte sie mir die kostbare Flasche und setzte sich neben Sir Kofa.

Nachdenklich musterte ich das mitgebrachte Gefäß.

»Du hast keine Ahnung, was für ein Glückspilz du bist!«, rief Juffin mir zu und wirkte plötzlich zweihundert Jahre jünger. »Das ist eine absolute Seltenheit. Dieser Wein stammt aus dem ältesten Keller des Ordens des Siebenzackigen Blattes. Kima Blimm - Melamoris Großvater - ist Winzer der Ordensweine. Nur deshalb hab ich seine Enkelin überhaupt eingestellt ... Na, Lady Melamori, seien Sie nicht so schnell eingeschnappt! Sonst glauben die Leute noch, wir kennen uns erst seit gestern Abend. Jemand sollte mal ein Verzeichnis der dümmsten Witze von Sir Juffin Halli erstellen und es dem Trubel von Echo teuer verkaufen.«

»Aber Sir Max kennt mich noch nicht und könnte glauben, ich sei wirklich wegen meiner Verwandtschaft im Geheimen Suchtrupp gelandet«, flüsterte Lady Melamori beleidigt.

»Aber Max kennt doch mich, Unvergessliche. Außerdem hat er Sie bestimmt längst durchschaut. Vor einer halben Stunde hat er auf Sir Kofa gezeigt, der in Gestalt einer prächtigen Lady gekommen war, und mich gleich gefragt, ob die Dame zu meinen geheimen Mitarbeitern gehört. Stimmt's, Max?«

Drei erstaunte Augenpaare fixierten mich, und ich hatte das brennende Bedürfnis, den Inhalt meiner Tasse zu mustern.

Verlegen zuckte ich die Achseln. »Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten, Sir. Einmal hab ich zwar richtig geraten, aber ... Zugegeben, als ich Lady Melamori sah, hab ich sofort gedacht, sie sei mindestens so gefährlich wie Schürf. Doch das ist schon alles.« Ich zwinkerte der Lady zu. »Hab ich mich etwa getäuscht?«

Melamori lächelte wie eine satte Katze.

»Alle, die ich ins Cholomi-Gefängnis oder ins Haus an der Brücke geschleppt habe, von wo die Flucht noch schwieriger ist, können Ihre Worte vermutlich bestätigen, Sir Max«, sagte sie mit Unschuldsmiene und fügte hinzu: »Ihr alle schmeichelt mir nur. Sir Schürf ist ein unübertroffener Killer. Ich dagegen lerne sehr langsam. Dafür finde ich Verbrecher sehr schnell!« Melamori zeigte wieder ihre scharfen Zähne. »Mir reicht es völlig, jemandem auf die Spur zu treten. Dann weiß das Verbrecherherz, dass wir uns bald sehen und sein Glück demnächst zu Ende ist.«

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