Frei, Max - Der Fremdling

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Der Fremdling: краткое содержание, описание и аннотация

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Ich begriff und wollte fragen, ob die abgehackten Hände zu Gliedern unseres erstaunlichen Freunds geworden seien, doch Juffin kam mir zuvor: »Das sind Handschuhe. Später erkläre ich dir das. Jetzt müssen wir uns mit dieser Sache beschäftigen!«

Damit ging er zum reglosen Melifaro hinüber und stellte sich auf Zehenspitzen, um zu sehen, was in den Spiegeln passierte. Ich wartete atemlos.

Diesmal gab es keinen Tanz. Nur Juffins Körpersprache und Miene drückten eine ungeheure Anspannung aus. Dann entkrampfte er sich plötzlich und machte eine sanfte Bewegung, als zöge er ein Tuch von einer teuren Vase. Fast im gleichen Moment stieß er Melifaro mit ganzer Kraft. Der eben noch Erstarrte krümmte sich zusammen, flog in die gegenüberliegende Zimmerecke und stürzte zu Boden. Sir Lonely-Lokley, der die linke Hand noch immer unterm Mantel versteckt hielt, sprang zu ihm und wühlte mit der Rechten durch seine Kleider. Ich verstand sofort, warum: Lonely-Lokley zerstörte die dünnen, schillernden Fäden, die das Opfer umgaben. Das war eine schier unlösbare Aufgabe. Genauso gut hätte er versuchen können, einen Dorfköter von Flöhen zu befreien. Sir Juffin hielt sich abseits und ließ die Spiegel nicht aus dem Blick.

»Max«, rief er mir zu, »wir schaffen das! Du kannst zuschauen, aber vorsichtig. Vorsichtiger als gestern, klar?«

Von meinem Standort aus konnte ich zwar nicht alles sehen, war aber klug genug, nicht näher zu kommen.

Der Spiegel geriet in Bewegung. Sein Bewohner war auf gewacht und schien hungrig und verärgert. Im zweiten Spiegel rührte sich schon sein Doppelgänger. Die Ungeheuer musterten einander interessiert.

Ich sah den plumpen, schwach konturierten Körper des Monsters, das einem fettsüchtigen Frosch ähnelte. Dem Dickwanst wuchsen - wie seinem Doppelgänger - Haarbüschel um das dunkle, feuchte, seltsam anziehende Maul, das ...

Ich schlug die Augen nieder, doch der Anblick hatte sich mir schon eingeprägt. Dann nahm ich einen ernüchternden Schluck Kachar-Balsam, der mir aber nur kurz half. Hätte ich doch meine Feldflasche mit Balsam dabeigehabt!

Um ein für alle Mal mit dem Bösen fertig zu werden, kniff ich mir ins Ohr und schärfte mir leise ein: »Stark bleiben!« Nach ein paar Sekunden war ich wieder völlig in Ordnung, gewann meine Neugier zurück und wandte mich den Spiegeln zu.

Das Erste, was ich sah, war die Silhouette von Sir Lonely-Lokley. Er ragte hinter zwei schleimigen Klumpen auf, die in erbittertem Kampf ineinander verkeilt waren. Der Doppelgänger - das musste man ihm lassen - war nicht schlechter als das Original. Das Ekel erregende Knäuel rollte über den Boden. Die Vorstellung, das Doppelmonster könnte sich zwischen meine Beine werfen, ließ mir beinahe schwarz vor Augen werden. So groß war mein Abscheu, dass ich über die Gefahr, die eine solche Attacke bedeutet hätte, kaum nachdachte.

Die linke Hand von Sir Lonely-Lokley stieg mit einer erstaunlich hübschen, lakonischen und doch mächtigen Geste langsam nach oben. Seine Fingerkuppen blitzten wie Funken beim Schweißen. Ein unhörbares, aber durch Mark und Bein fahrendes Kreischen zwang mich in die Knie. Die beiden Wesen spuckten weißes Feuer. Ich vermutete, dieses Feuerwerk leite beider Ende ein, aber dann geschah etwas Unerwartetes. Die Spiegel fingen an, sich aufs Neue zu bewegen. Ihre wechselseitige Reflexion ließ den Raum zwischen ihnen wie durch magnetische Anziehung schwinden. Sollten sie einander berühren, hätte das für uns sicher unvorhersehbare Folgen.

» Max! Runter! «, rief Juffin.

Ich gehorchte, ohne zu zögern. Er selbst hastete zum seit dem Vortag kaputten Fenster und blieb dort vorsichtig stehen. Mit fließender Bewegung zog Sir Lonely- Lokley Melifaros Körper zurück, hockte sich hin und verschränkte die Arme vor der Brust.

Inzwischen hatten die Spiegel einander berührt, ließen ein leises, aber deutliches Krachen hören und krümmten sich wie Segel im Wind.

Wir befanden uns offenbar in relativer Sicherheit. Mit uns hatten die Spiegel keinen Kontakt. Eine ins Unendliche der eigenen Spiegeltiefe sich erstreckende Abscheulichkeit traf auf ihr Doppel und verflocht sich mit ihm zu einem Möbius'schen Band einander zu verschlingen trachtender Spiegelelemente, bis nur noch ein dunkles Knäuel sumpfiger Schmiere übrig war.

»Na also, Sir Schürf. Ich vermute, jetzt sind Sie dran«, stellte Juffin sichtlich begeistert fest.

»Das denke ich auch.«

Einen Moment später war von der Ausstattung des Zimmers nichts mehr übrig.

Juffin sprang auf und musterte Melifaro, der zusammengekrümmt am Boden lag.

»Ein normaler Ohnmachtsanfall«, bemerkte er frohgemut. »Nichts weiter. Dafür sollte er sich schämen! Gehen wir. Max, hilfst du mir bitte, das Haus in Ordnung zu bringen? Und Sie, Sir Schürf, liefern dieses kostbare Stück Fleisch bei Kimpa ab. Er soll ihn aufpäppeln, ihn also mit viel Kamra und belegten Brötchen versorgen. Essen Sie mit ihm, was auf den Tisch kommt. Wir stoßen bald zu euch. Komm, Max, gehen wir! Hast du schon durchschaut, was passiert ist? Sündige Magisterwir haben's geschafft! Wir haben ihn gerettet!«

Sir Schürf zog sich mit feierlicher Langsamkeit die fettigen Handschuhe an, deren Notwendigkeit mir inzwischen klar war, hob Melifaro hoch und nahm ihn wie einen zusammengerollten Teppich unter den Arm.

Juffin und ich machten unterdessen einen weiteren Gang durchs Haus, das sich langsam vom Fluch des Spiegelmonsters befreite. Die magische Erstarrung der Bewohner verwandelte sich in Tiefschlaf. Das war auch besser, denn dieser Schlaf tilgte die Erinnerung an die widernatürlichen Geschehnisse aus der anderen Welt und ließ alles vergessen. Keinen der Bewohner würde die Beschwörung der vorigen Nacht fürs Leben zeichnen. Am nächsten Tag würde alles wieder in Ordnung sein. Man musste nur noch die beiden bedauernswerten Diener schützen, die am Springbrunnen getollt hatten, gründlich aufräumen und putzen und eine gute Heilerin rufen, die den Hausgenossen für die nächsten zwei Dutzend Tage beruhigende Kräuter verordnete.

Alles hätte viel schlimmer enden können.

Wir gingen in den Obstgarten.

»Wie schön es hier ist!«, seufzte ich begeistert.

Sir Juffin Halli klopfte mir zwischen die Schulterblätter, was im Vereinigten Königreich nur unter guten Freunden geschieht.

»Du hast dich als Böiger Wind erwiesen, Max. Noch böiger, als ich dachte. Und ich hatte keine schlechte Meinung von dir - das kannst du mir glauben!«

»Als Böiger Wind? Was soll das heißen, Juffin?«

»So nennt man hier Leute, die sich jeder Voraussage entziehen. Leute, von denen man nie weiß, ob sie die nächste Sekunde noch erleben, wie sie sich bei einem Streit verhalten und welche Auswirkung Magie oder der Dschubatinische Säufer auf sie hat. Man weiß auch nie, wie viel so eine Person mittags isst. Heute macht sie alle Töpfe leer, morgen predigt sie Enthaltsamkeit. So einen Böigen Wind habe ich gebraucht, einen frischen Wind aus einer anderen Welt. Du bist ein echter Hurrikan, Max! Ich kann nur sagen: Schwein gehabt!«

Zuerst war ich verlegen, doch dann dachte ich mir:

Ach was! Ich bin wirklich ein guter Kerl. Wenigstens in der Geschichte mit dem Spiegel des alten Sir Makluk. Meine Bescheidenheit verschiebe ich auf später, wenn die Zahl meiner Heldentaten das zehnte Dutzend übersteigt.

Zu Hause erwartete uns nicht nur der Kamra schlürfende Sir Lonely-Lokley, sondern auch der zwar blasse, aber muntere Melifaro. Er griff beherzt nach belegten Brötchen, und ein Tablett lag auf seinem Schoß. Chuf verfolgte sein Tun sehr interessiert. Die Krümel um seine Schnauze ließen vermuten, dass auch Melifaro eine Schwäche für das Tier hatte.

»Es war sehr leichtfertig von Ihnen, mich zu retten«, meinte er und strahlte übers ganze Gesicht. »Schließlich plündere ich jetzt Ihre Speisekammer!«

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