Frei, Max - Der Fremdling
Здесь есть возможность читать онлайн «Frei, Max - Der Fremdling» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2013, Жанр: Старинная литература, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Der Fremdling
- Автор:
- Жанр:
- Год:2013
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Der Fremdling: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Fremdling»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Der Fremdling — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Fremdling», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Alles.«
»Das ist dein gutes Recht. Ah, nun sind wir alle beisammen!«
Sir Schürf Lonely-Lokley, dessen Abwesenheit die Kollegen mehrmals bedauert hatten, wurde seiner sprichwörtlichen Frohnatur gerecht, indem er mich grundlos durchschüttelte. Ausgerechnet mich! Den Bewohnern von Echo waren die Doppelgängerqualitäten von Lonely-Lokley nicht bekannt, weil die Rolling Stones in dieser Welt noch nicht gastiert hatten. Nur ich konnte die erstaunliche Ähnlichkeit zwischen Sir Schürf und dem Glückspilz Charlie Watts bewundern.
Diese Ähnlichkeit erstreckte sich auch auf die versteinerte Miene, die enorme Körpergröße und die überraschende Magerkeit. Andererseits war die Gestalt in einen hellen Lochimantel gehüllt, trug einen schneeweißen, bläulich schimmernden Turban und hatte obendrein riesige Handschuhe aus grobem Leder an, auf denen Buchstaben des Runenalphabets prangten ... Mein Kulturschock dürfte also nur zu verständlich sein!
Die Begrüßung des neuen Kollegen verlief indessen ohne Überraschungen. Wir beendeten die Formalitäten rasch und setzten uns zu Tisch. Lonely-Lokley nippte feierlich an seiner Kamra. Ich erwartete noch immer, er werde Trommelstöckchen aus der Brusttasche ziehen, und saß wie auf Kohlen da.
»Ich habe viel von Ihnen gehört, Sir Max!«, wandte sich mein neuer Kollege höflich an mich. »In der Freizeit blättere ich häufig in Büchern. Darum wundert mich Ihre Ernennung nicht. Viele bekannte Forscher weisen auf beachtliche Traditionen hin, die bei den Bewohnern der Leeren Länder die Entwicklung magischer Praktiken begünstigt haben, Praktiken, die wir übernommen haben. Selbst Sir Manga Melifaro erwähnt im dritten Band seiner Enzyklopädie der Welt Ihre Landsleute.«
»Melifaro?«, staunte ich. »Wollen Sie damit sagen, dass dieser Bursche nicht nur das Tagesantlitz des Ehrwürdigen Leiters ist, sondern obendrein die Enzyklopädie der Welt geschrieben hat? Das hätte ich nicht gedacht.«
»Wenn Sie meinen Arbeitskollegen im Sinn haben, kann ich mich Ihnen nur anschließen. Sir Melifaro ist kaum zu systematischer wissenschaftlicher Arbeit geeignet«, nickte Lonely-Lokley.
»Manga Melifaro, der Verfasser der Enzyklopädie der Welt, die ich immer wieder für meine Bibliothek zu kaufen vergesse, ist der Vater des armen Tropfs, der am Spiegel hängt«, erklärte Juffin. »Wenn dieses Abenteuer glücklich überstanden ist, werde ich Sir Melifaro verdonnern, uns beiden eine komplette Ausgabe der Werke seines Vaters zu schenken. Der Arme wird sich bestimmt darüber freuen, weil sein ganzes Haus von Vaters Geschreibsel überquillt. Man kann sich bei ihm kaum noch bewegen.«
Sir Lonely-Lokley wartete geduldig, bis wir fertig waren, und fuhr dann fort: »Sie sind mir ins Wort gefallen, mein Herr. Ich wollte noch sagen, dass Sir Manga Melifaro im dritten Band seines Werks schreibt: >An den Grenzen der Leeren Länder wohnen die unterschiedlichsten Leute, die mitunter über erstaunliche Fähigkeiten verfügen - nicht nur wilde Barbaren, wie bisher angenommen.« Darum freue ich mich sehr, Sie kennenzulernen, Sir Max.«
Im Namen aller Bewohner der Grenzgebiete sprach ich dem Großherzigen Meister, den man auch Schnitter des Lebensfadens nennt, meine Dankbarkeit aus.
»Also, Leute, gehen wir!«, rief Juffin schließlich und stand auf. »Übrigens, Sir Schürf - wir brauchen noch einen Spiegel. Der größte hängt im Flur. Den hab ich auf dem Flohmarkt gekauft, zu Beginn der Epoche des Gesetzbuchs. Damals gab es hier noch keine Antiquitätenläden, obwohl die Nachfrage nach Luxuswaren gerade angezogen hatte. Nicht die günstigste Zeit für Neuanschaffungen also. Ich fürchte, das war der teuerste Spiegel des Linken Flussufers - runde fünf Kronen hat er mich gekostet. Was man nicht alles opfern muss!«
Wir gingen in den Flur. Der Spiegel war wirklich riesig und zweifellos seine fünf Kronen wert - auch wenn ich mich damals in den ökonomischen Verhältnissen von Echo noch nicht so gut auskannte.
Wie sollen wir das bloß schaffen?, dachte ich erschrocken. Aber zu dritt geht es vielleicht.
Juffin regelte das anders. »Schürf, nimm ihn! Wir gehen!«
Ich hatte mir schon gedacht, dass der stets so förmliche Sir Schürf über legendäre Körperkräfte verfügte.
Darum war er für die ganze Sache ja auch so wertvoll. Aber er trug den schweren Spiegel gar nicht, sondern fuhr mit behandschuhter Pranke lässig von oben nach unten übers Glas ... und ließ ihn dabei in der Hand verschwinden. Mir klappte die Kinnlade runter.
»Juffin, können Sie mir das auch beibringen?«
Meine Selbstbeherrschung reichte gerade noch dazu, nicht zu schreien, sondern Stumme Rede zu benutzen. Vielleicht konnte hier ja jeder so etwas problemlos schaffen?
»Na klar«, antwortete Juffin ungerührt. »Oder Sir Schürf übernimmt das. Erinnere uns daran, wenn wir mehr Zeit haben.«
Das Haus von Sir Makluk ähnelte einer verwahrlosten Gruft. Sir Lonely-Lokley, der stets nach Vorschrift vorging, öffnete die Tür und betrat als Erster das Schlafzimmer. Wir folgten ihm. Seit unserem letzten Besuch hatte sich nichts geändert.
Als ich den armen, reglosen Melifaro sah, verließ mich der Mut. Wie hatte ich glauben können, es ließe sich noch was machen? Und wenn unser Rettungsversuch scheiterte? Was waren wir dann? Mörder? Oder nur ganz normale Dummköpfe? Gute Frage! Ein praktisches und zugleich moralisches Problem, über das ich mir vermutlich demnächst den Kopf würde zerbrechen können.
Sir Lonely-Lokley sah die Lage pragmatischer. »Gut, dass er schweigt«, sagte der freundliche Mann und wies mit dem Kopf auf Melifaro. »Das sollte immer so bleiben!«
In seiner Stimme lag keine Schadenfreude. Der stille Melifaro gefiel ihm einfach besser als der gesprächige. Ein überaus geschmackssicheres Urteil.
Kaum hatte er es ausgesprochen, schüttelte Lonely- Lokley die Faust und öffnete sie. Juffins Riesenspiegel landete zwischen dem denkmalgleich erstarrten Melifaro und dem geheimen Spiegeleingang in eine andere, feindselige Dimension.
»Er steht etwas schief«, kommentierte Juffin. »Wir müssen ihn ein wenig nach rechts verschieben.«
»Wir, Sir?«, meinte der herrliche Lonely-Lokley kühl. »Das schaffe ich auch allein.« Bewundernswert lässig hob er den Glaskoloss mit der linken Hand. Seine legendären Körperkräfte hatten ihn also auch hier nicht verlassen. Als ich das sah, stockte mir der Atem wie einem jungen Kraftsportler, dem Arnold Schwarzenegger leibhaftig begegnet!
Juffin schaute sich das Ganze missmutig an. Alles war bestens: Der hiesige und der mitgebrachte Spiegel reflektierten einander nach Kräften. Und wichtiger noch: Sir Juffins Spiegel schirmte Melifaro von dem blutrünstigen Monster ab.
Der Leiter des Geheimen Suchtrupps warf einen Abschiedsblick auf sein kostbares Stück und befahl: »Sir Schürf, bereiten Sie sich vor! Max, hinter meinen Rücken! Oder besser: auf die Türschwelle! Du hast getan, was du konntest. Jetzt hast du nur noch eine Aufgabe: am Leben zu bleiben. Das ist mein Ernst!«
Ich gehorchte und bezog an der Tür Posten. An Juffins Befehl gab es - das muss ich gestehen - nicht viel zu meckern.
Sir Lonely-Lokley zog die Handschuhe aus. Jetzt verstand ich das Gerede über seine außerordentlich geschickten Hände. Seine Gelenke waren halb durchsichtig und funkelten in der Nachmittagssonne. Er ließ die langen Krallen durch die Luft fahren und schob sie dann unter seinen weißen Mantel. Ich verdrehte wie verrückt die Augen, da ich meine Begeisterung nicht anders äußern konnte. Plötzlich wusste ich, dass ich vor kurzem etwas Ähnliches gesehen hatte. Aber wo? In einem Alptraum vielleicht? Sir Juffin erbarmte sich meines armen Kopfs und erklärte mir flüsternd: »Erinnerst du dich daran, wie wir das Gedächtnis der Stecknadel untersucht haben? Der Orden der Eisenhand! Weißt du, wovon ich rede?«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Der Fremdling»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Fremdling» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Der Fremdling» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.