Daniel Glattauer - Der Weihnachtshund

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Max will vor Weihnachten flüchten. Dabei ist ihm Kurt, sein Hund, im Weg. Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens, und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich. Katrin hat mit den beiden ursprünglich nichts zu tun. Sie wird demnächst dreißig und leidet unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens auf sie zu. Dann tritt plötzlich Kurt in Erscheinung. Katrin mag zwar keine Hunde. Aber Kurt bringt sie auf eine Idee ...
Der Weihnachtshund ist die ideale Lektüre für alle, die Weihnachten aus langjähriger Erfahrung kennen und fürchten. Ein Antidepressivum gegen den vorweihnachtlichen Frust – und selbstverständlich eine wundervolle Liebesgeschichte.

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Paula war, um dem mystischen Anlass der Traumdeutung gerecht zu werden, wie eine orientalische Medizinfrau gekleidet und geschmückt. Ihr schmales Gesicht rund um die großen dunklen Augen war silberweiß geschminkt, um ihren Hals und an den Armen und Beinen hingen dicke Ketten mit großen, in Rottönen funkelnden Steinen. Ihr Bauch war frei, vermutlich um den blau schimmernden Nabelring zu belüften. Ihre dichten schwarzen Haare waren aus dem Gesicht nach hinten gekämmt und zwischen den Schulterblättern gebunden. Von dort weg fiel ein geflochtener Zopf bis zum Rockansatz.

Paula war eine der Frauen, die auf keine Sitzgarnitur passten, die nicht wussten, wie sie ihre Beine dort unterbringen sollten. Eine Frau, die darunter litt, dass es sich die westlich zivilisierte Menschheit abgewöhnt hatte, die Mußezeit auf dem Fußboden zu verbringen. Eine Frau, deren Knie im Sitzen stets nach oben ragen mussten und nie tiefer gelagert waren als ihre Schultern.

Als sie sich mit dem Aufenthalt auf der orangeroten ledernen Designer-Sitzecke abgefunden hatte, als der Raum sein Licht wenigstens bereits ausschließlich von Kerzen bezog und den Geruch ihres Gastgeschenks, eines selbst gemischten SiebenSteppenkräuter-Entspannungs-Tees, angenommen hatte, durfte Max zur Sache kommen.

Das Kuss-Drama mit Katrin war rasch berichtet. Paula fühlte sich persönlich betroffen und als Ratgeberin herabgewürdigt. Es war ja ihr KussAufschub-Programm, welches von Max auf idiotische Weise ad absurdum geführt worden war. Wegen Hugo Boss junior brauchte er sich keine Sorgen zu machen, meinte sie. Aber ob sich Max jetzt noch Hoffnungen machen durfte, eine andere als eine platonische Beziehung zu Katrin aufbauen zu können, war für sie fraglich. »Du hast Glück, dass du einen Hund hast«, meinte Paula. »Wenn dir da noch einer helfen kann, dann er.« Danach erzählte ihr Max von seinem Traum:

Sie saßen auf der gleichen orangeroten Couch, er und die Frau: Katrin, natürlich war es Katrin. Sie sah vielleicht ein bisschen asiatischer aus als sonst. Sie hatte extrem schmale, nach unten gezogene mandelförmige Augen. - Zumindest manchmal, dann wieder nicht, wie das in Träumen eben so war, da legte man sich in Äußerlichkeiten nicht so fest. Max und sie waren jedenfalls eng ineinander verschlungen. Katrin roch nach Kokosnuss, nein, süßer, nach Batida de Coco, aber nicht so billig. Phasenweise war sie nackt und hatte extrem große Brüste. (Paula riss die Augen auf und ließ die Pupillen im Sinne von »Oh Gott« nach oben wandern.)

Und sie sagte, nein, sie hauchte, sie flüsterte ihm zu: »Bitte küsse mich!« Diese Redewendung war Max bekannt. Sie kam praktisch in all seinen Albträumen vor. Es war dies auch der Punkt, an dem Max' Träume im Schulterschluss zur Realität regelmäßig kippten und wegen bedrohlicher Übelkeit abgebrochen werden mussten. Aber diesmal ging der Traum überraschend weiter. Die Zungen berührten einander und es war wieder dieser hoch empfindliche Gefühlsschauer da, dieser steile emotionelle Grad zwischen gierigem Verlangen und spontanem Brechreiz. Das war dem traumatischen Erlebnis mit Katrin originalgetreu nachempfunden.

Ebenfalls nicht neu war der Grund für das Magenproblem, das plötzliche Auftauchen des Bildes der fetten Sissi mit all ihren zugehörigen Gerüchen und Essenzen. Neu war, dass das Bild sich während des Küssens änderte. Je länger er durchhielt und küsste, desto weiter entfernte sich die fette Sissi von ihrer Kindheitserscheinung, desto älter wurde sie. Und auch Max hatte das Gefühl, im Küssen zu reifen.

Natürlich war ihm zwischendurch wieder mächtig übel. Er musste Katrin mehrmals sanft zurückweisen, ihre Zunge ausquartieren, kräftig durchatmen. Sie fand nichts Schlimmes dabei. Sie hatte Geduld und Verständnis. Oder: Es fiel ihr vielleicht gar nicht auf, dass er mit einem schweren Problem kämpfte.

Von Mal zu Mal ging er mit größerer Leidenschaft daran, Katrin zu küssen. Er vergaß ihren Körper, schloss seine Augen und konzentrierte sich ganz auf seinen und ihren Mund und deren gemeinsames Innenleben. Das Bild der älter werdenden fetten Sissi wurde dabei immer schärfer. - Bis sie plötzlich neben ihnen auf der Couch saß und sie beim Küssen beobachtete. Sie musste etwa in seinem Alter gewesen sein, sie war blond und mollig, konservativ, aber geschmackvoll angezogen. Sie roch dezent nach Veilchen und einer angenehmen Hautcreme.

»Hat sie in das Liebesspiel eingegriffen?«, fragte Paula ungeduldig und stützte ihren Kopf auf eines ihrer Knie. »Aber nein«, sagte Max. »Glaubst du, ich träume Pornos?« - »Sie wollte gar nicht von dir geküsst werden?«, fragte Paula enttäuscht. »Nein, sie wollte nur zusehen, sie wollte mich dabei beobachten.« - »Sie wollte schauen, wie es dir beim Küssen geht«, ergänzte Paula. »Richtig«, sagte Max.

»Und dir ging es gut«, fuhr Paula fort. - »Sehr gut«. - »Und du willst von mir wissen, warum«, sagte Paula. »Weißt du es?«, fragte Max. »Aber sicher«, sagte Paula. »Weil die fette Sissi beim Kuss dabei war. Weil sie gar nicht mehr fett und ungustiös war. Weil sie dir die Vergänglichkeit deines Trugbildes vor Augen geführt hat. Weil sie dir half, dein Kindheitstrauma aufzuarbeiten.« - »Klingt nach Sigmund Freud«, sagte Max. »Glaubst du, ich erfinde solche Sachen?«, fragte Paula. »Jedenfalls würde ich sie an deiner Stelle so rasch wie möglich aufsuchen.« - »Katrin?«, fragte Max. »Nein, diese fette Sissi.« - »Bist du wahnsinnig? Wie soll ich sie finden? Und was soll ich ihr sagen? Soll ich sagen: >Guten Tag, mein Name ist Max. Wenn ich beim Küssen an Sie denke, gnädige Frau, dann kommt mir das Speiben, und das seit fast zwanzig Jahren

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